Neue Proofsoftware Fiery XF 6.4 im Einsatz

In den letzten Tagen haben wir im Zuge der Umstellung auf die neuen Proofkriterien für den aktualisierten ISO Standard ISO/DIS 12647-7:2016 auch unsere Proofsoftware aktualisiert.

EFI FIERY XF6.4Damit proofen wir jetzt mit der neusten FIERY XF Version 6.4 aus dem Hause EFI. Für unsere Kunden ist das Update ausser auf dem Medienkeil  vermutlich kum sichtbar.

Im Detail hat sich als wichtigste Basisfunktionen verändert: Im Hintergrund werkelt mit dem Update auch wieder eine aktualiserte Version der Adobe PDF Print Engine, die 4.3., die jetzt bis 127 Sonderfarben zusammen verarbeiten kann. Zugegeben: Das klingt ziemlich akademisch, aber insbesondere für Sonderfarb-Tests für Swatchbooks oder Zusammenstellungen für Forschungsinstitute, Universitäten und Medienhochschulen sind wir schon öfter über die 27-Sonderfarben-Einschränkungen in ADOBE-Daten gestolpert …

https://forums.adobe.com/thread/1339905

Zugegeben: Im klassischen Druck werden sicher kaum mehr als einige wenige Sonderfarben gedruckt werden. Wenn es aber um die Analyse von druckbaren Farbräumen im Vergleich zu PANTONE Fächern geht, oder im Large-Format-Druck Farben über ein RIP mit einem Drucker mit höchstem Farbgamut wie unser EPSON Surecolor P-9000V wiedergegeben werden: Die Beschränkung nervt häufiger, als man das gemeinhin denkt. Von daher sind wir schon mal über die neue 127 Sonderfarb-Freiheit dankbar. Wobei man als ADOBE-Anwender eben schon gleich nicht mehr als 27 Farben speichern bzw. exportieren kann … Und der Rat des Adobe Community Professionals, „Select all > Choose Edit > Edit Colors > Convert to CMYK > Save“ ist ja gut gemeint, aber hilft eben bei manchen Anforderungen nicht weiter.

Proof.de Farbverbindliches Roll-up 1 auch mit PANTONE und HKS FarbenWir produzieren ja seit neuestem auch Roll-Ups mit allen unseren verfügbaren PANTONE und HKS-Farben. Wir hätten kein Problem da mehrere Tausend PANTONE-Farbtöne aus verschiedensten Fächern auf ein Roll-Up zu drucken. Aber ADOBE hat. Von daher: Wir drucken gerne PANTONE Farben auf Roll-Ups, aber bitte: Jetzt gehen 127 statt bisher 27, aber keine Farbe mehr… 🙂

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Proof.de: Ab sofort Proofs nach den aktuellsten Toleranzkriterien der ISO 12647-7:2016

Die Proofnorm ISO 12647-7 wurde im November 2016 überarbeitet und die Testkriterien für die FograCert-Proofherstellung angepasst. Wir haben diese veränderten Kriterien jetzt in unser Proofsystem übernommen und arbeiten ab sofort nach den strengeren Toleranzen der neuesten ISO 12647-7:2016. Insbesondere in Sachen Farbgenauigkeit, Papierweiss und höhere Anforderungen an Proofpapiere werden die Verbesserungen der neuen Norm deutlich.

Warum sich für unsere Proof Kunden kaum etwas ändert

Die gute Nachricht ist: Sie werden nicht merken, dass unsere Proofs jetzt präzise nach neuester Norm hergestellt werden. Warum? Ganz einfach: Weil unsere Ansprüche an unser Proofsystem, an unsere FIERY Proofsoftware, unsere EFI Proofpapiere und die X-Rite Messtechniken bereits so hoch sind, dass alle Komponenten unserer Proofs – und natürlich auch unsere Proofs selbst – den neuen Kriterien der revidierten Norm von November 2016 bereits seit Jahren genügen.

Die wichtigsten Neuerungen der neuen Proof Norm in Kürze

1. Farbverbindlichkeit

Mit der neuen Norm wird die klassische Formel für den Farbabstand Delta-E von der althergebrachten Definition aus dem Jahr 1976 (CIELAB 1976) auf die aktualisierte Version aus dem Jahr 2000 (CIEDE2000) gebracht. Da sich die Werte nicht direkt umrechnen lassen, werden damit auch neue Toleranzen für das Prüfprotokoll eingeführt, die ab sofort gelten. Diese neuen Toleranzen und neue Kriterien sind auch der einzige Unterschied, den Sie bei genauer Betrachtung auf unserem Proof erkennen werden.

proof.de Medienkeil Mediawedge ISO 12647-7 vs. ISO/DIS 12647-7:2016

Warum diese Umstellung: Die Fogra zeigte anhand der Messungen der von 116 Contract Proof-Zertifizierungen aus 2016 sowohl nach den alten als auch den neuen Toleranzen, dass mit der alten ΔEab-Formel ein systematischer Fehler in der Bewertung von satten Farben zugrunde liegt. Diese Farben haben bisher einen im Verhältnis zu großen ΔE- Wert aufgewiesen, der nicht mit der visuellen Beurteilung übereinstimmte. Die neuen Delta-E Werte sind dagegen deutlich „gleichabständiger“, also mit der menschlichen Beurteilung des Farbabstandes deutlich näher, was die Fogra ebenfalls in Tests nachgewiesen hat.

Die Abweichungen bei Grauachse und Buntton werden jetzt ebenfalls genauer bestimmt,  die Auswertung des Bunttonabstands ΔH durch die Metrik ΔCh ersetzt. Auch das können Sie auf den Prüfprotokoll sehen. Die Fogra schreibt: „Da ΔH hauptsächlich vom Bunttonwinkel abhängt, lieferte die Auswertung von neutralgrauen oder bunttontechnisch ähnlichen Farben mit teilweise sehr großen Helligkeits- und Sättigungsunterschieden keine aussagekräftigen Ergebnisse. Das Maß ΔCh beschreibt nun den tatsächlichen Abstand eines Farbpaars in der CIEa*b*-Ebene und eignet sich damit nicht mehr nur für die Bewertung des Buntheitsunterschieds von sehr satten Farben.“

2. Beständigkeit der Proofpapiere

Die Alterungstests für Proofpapiere wurden mit der Einführung der neuen Norm eindeutiger geregelt. So durchlaufen alle zertifizierten Proofpapiere folgende Tests: Weiterlesen