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ISO 12647

In der ISO 12647 ist die für den Druck zuständige ISO Norm. In ihr werden die wichtigsten Eckpunkte für normierte, farbverbindliche Drucke definiert.

Die ISO 12647 gliedert sich in 8 Bereiche:

Die für den Probedruck zuständigen Vorgaben stehen also in der Norm ISO 12647-7. Die Jahreszahl hinter dem Doppelpunkt weist auf die aktuelle gültige Revision der Norm hin. Die ISO 12647-8 für den Validation Print wurde also im Jahr 2012 zuletzt aktualisiert.

Proof

Ein Proof (korrekt: Kontrakt Proof oder englisch Contract Proof) ist ein ISO zertifiziertes Prüfmittel für die grafische Industrie. Ein Proof simuliert die Farbigkeit des Offsetdrucks oder Tiefdrucks farb- und rechtsverbindlich innerhalb der engen Toleranzen der ISO 12647-7. Er wird heute nahezu ausschließlich über ein RIP berechnet und dann mit Tintenstrahldruckern auf speziellen Proof Papieren hergestellt.

Die Proof Daten werden in Separationen umgewandelt, dann wieder zu einem Composite Bild zusammengefügt, um auch das Überdrucken und Überfüllen korrekt zu simulieren. Dann werden die Daten wiederum als neu erzeugtes Composite an einen meist mehr als 8-farbigen Tintenstrahldrucker übergeben, der die Daten druckt. Neben den Druckdaten muss ein Proof auch einen UGRA/Fogra Medienkeil tragen, um farbverbindlich und rechtsverbindlich zu sein. Die Druckerei ist dank des standardisierten Keiles in der Lage, den Proof auf Korrektheit zu überprüfen. Da viele Druckereien diese Messtechnik nicht parat haben, wird oft der Proof direkt mit einem Prüfprotokoll versehen, das die Korrektheit der gemessenen Werte des Medienkeiles direkt auf dem Proof wiedergibt.

Frühere Verfahren wie Chromalin etc. sind heute im Markt nicht mehr anzutreffen.

Neben dem Begriff „Proof“ sind auch noch Begriffe wie Farbproof oder Digitalproof gebräuchlich.

In der ISO 12647 ist neben dem höchsten Standard des Kontrakt Proofs, kurz „Proof“ (ISO 12647-7) auch noch der Begriff des „Validation Prints“ (ISO 12647-8) definiert. Der Validation Print zeichnet sich dadurch aus, dass er zwar farblich weniger genau ist, aber auch auf Laserdruckern hergestellt werden kann. Im Vergleich zum Kontrakt Proof nimmt er aber wesentlich höhere Farbabweichungen in Kauf und ist nur nach vorheriger Absprache rechtsverbindlich. Ein echter „Proof“, also ein echter Kontrakt Proof nach ISO 12647-7 ist derzeit nicht nur farblich die mit Abstand beste Variante, sondern auch der einzige rechtsverbindliche Proof.

Weitere Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Proof_(Druck)

PSO

PSO steht für „ProzessStandard Offsetdruck“, einem Standard, der von der Fogra und dem Bundesverband Druck und Medien zusammen entwickelt wurde. Der ProzessStandard Offsetdruck ist eine Sammlung von Normen und Standardisierungen für den Offsetdruck. Mit Prüfmitteln und Kontollenverfahren, die im PSO beschrieben sind, wird der Druckprozess von der Datenanlieferung und Datenaufbereitung über die Plattenherstellung bis zum Druck überwacht, gesteuert und geprüft.

Folgende Normen sind im PSO – „ProzessStandard Offsetdruck“ zusammengefasst:

ISO 00005-4: Optische Dichte
ISO 02846-1: Druckfarben
ISO 03664: Standardbeleuchtung
ISO 12218: Druckplattenbelichtung analog
ISO 12641: Scanner-Testchart
ISO 12642: Ausgabe-Testcharts
ISO 12646: Monitore
ISO 12647-2: Drucknorm
ISO 12647-7: Digitalproof
ISO 13655: Spektrale Farbmessung
ISO 13656: Densitometrische und Farbmetrische Messung
ISO 14981: Densitometer