multispektral

Um Farben genauer beschreiben zu können und Metamerien besser ausschließen zu können, wird die Farbmessung zunehmend nicht mehr nur über Colorimeter ausgeführt, die einen Messpunkt im 3-dimensionalen Lab Farbraum messen können, sondern über die spektrale Vermessung, also die Aufzeichnung des kompletten Emissionsspektrums oder Remissionsspektrums einer Farbe.

Auch bei Kameras findet diese Technologie Anwendung. So können heute bereits Bilder nicht mehr nur in RGB aufgenommen werden, sondern mit Systemen wie dem Can:View können Bilder mit 11 Millionen Pixel in 16 einzelnen Spektren zwischen 400 und 700 nm fotografiert werden. Jeder einzelne dieser Pixel ist damit spektral definiert.

Für die Retusche kann dann eine Lichtart wie D50 oder D65 definiert werden und – da das Spektrum der Lichtart bekannt ist – für die Retusche das Bild einfach von den multispektralen Daten mit einem Mausklick für das benötigte Normlicht aufbereitet werden.

Derzeit ist mit dem Can:View und dem Can:Scan ein komplettes System auf dem Markt, mit dem multispektrale Fotos aufgenommen und weiterverarbeitet werden können. Außerhalb von Katalogherstellern und Modeunternehmen ist die Technologie aber noch nicht im breiten Markt angekommen.