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Schmuckfarbe

Als Schmuckfarbe oder Sonderfarbe werden Farben bezeichnet, die nicht dem CMYK Farbraum angehören, sondern als echte Farbe in einem zusätzlichen Farbwerk gedruckt werden. Die wichtigsten Vertreter sind HKS und PANTONE Farben.

Während ein leuchtendes CMYK Rot z.B. durch den Druck von 100% Magenta und 100% Gelb aufeinander erzeugt wird, wird eine Schmuckfarbe Rot wie z.B. HKS 13 K, das klassische „Sparkassen-Rot“ als echte Farbe in einem eigenen Farbwerk gedruckt, und erreicht dadurch einen höheren Farbraum als nur durch CMYK angemischte Farben. Leuchtfarben wie Pantone 811 oder Metallicfarben wie Silber und Gold können nur durch Schmuckfarben erzeugt werden.

Der Nachteil der Schmuckfarben liegt in den höheren Kosten. Wenn eine Broschüre mit Schmuckfarben-Sparkassen-Rot HKS 13 K und bunten Bildern gedruckt werden soll, dann muss sie 5-farbig gedruckt werden: CMYK plus HKS 13 K. Das erfordert 5 Druckplatten und eine Druckmaschine mit 5 Farbwerken. Dem Vorteil des höheren Farbraumes steht also oft der Nachteil der höheren Kosten entgegen.

Schmuckfarben können in modernen Proofsystemen sehr gut wiedergegeben werden. Die Farbabweichungen der Proofs von Proof.de sind hier veröffentlicht und spiegeln in den meisten Farbbereichen die gute Proofbarkeit von PANTONE und HKS Farben wider.

Farbabweichungen von HKS Farben im Proof in Delta-E

Farbabweichungen von Pantone Farben im Proof in Delta-E

 

Softproof

Ein Softproof ist im Gegensatz zum klassischen „Hardproof“ auf Papier ein Proof, der farbverbindlich auf einem Monitor dargestellt wird.

Die Vorteile eines Softproofs liegen auf der Hand: Er ist schnell, verursacht keine Kosten für Papier und Tinte und ist mit wenig Aufwand zuverlässig reproduzierbar. Zudem haben Monitore einen sehr großen Farbraum und können bei Bedarf schnell linearisiert und kalibriert werden.

Die Nachteile: Gerade bei der Druckabmusterung ist ein Vergleich von Papierproof mit dem Druck deutlich leichter, als der Vergleich eines selbstleuchtenden Monitorbildes mit einem passiv beleuchteten Papier. Zudem muss die Druckabmusterung nach ProzessStandard Offsetdruck unter sehr hellem Licht ausgeführt werden; für Softproofs dagegen muss der Raum stark abgedunkelt werden, da die meisten Softproof Monitore auf dunkle 120 bis 180 Candela kalibriert werden.

Langfristig werden sich sicher Softproof Systeme stark etablieren, da die Monitortechnik permanent große Fortschritte macht. Derzeit ist aber speziell für die Druckabmusterung der Hardproof noch deutlich verbreiteter.

Sonderfarbe

Als Sonderfarbe oder Schmuckfarbe werden Farben bezeichnet, die nicht dem CMYK Farbraum angehören, sondern als echte Farbe in einem zusätzlichen Farbwerk gedruckt werden. Die wichtigsten Vertreter sind HKS und PANTONE Farben.

Während ein leuchtendes CMYK Rot z.B. durch den Druck von 100% Magenta und 100% Gelb aufeinander erzeugt wird, wird eine Sonderfarbe Rot wie z.B. HKS 13 K, das klassische „Sparkassen-Rot“ als echte Farbe in einem eigenen Farbwerk gedruckt, und erreicht dadurch einen höheren Farbraum als nur durch CMYK angemischte Farben. Leuchtfarben wie Pantone 811 oder Metallicfarben wie Silber und Gold können nur durch Sonderfarben erzeugt werden.

Der Nachteil der Sonderfarben liegt in den höheren Kosten. Wenn eine Broschüre mit Sonderfarben-Sparkassen-Rot HKS 13 K und bunten Bildern gedruckt werden soll, dann muss sie 5-farbig gedruckt werden: CMYK plus HKS 13 K. Das erfordert 5 Druckplatten und eine Druckmaschine mit 5 Farbwerken. Dem Vorteil des höheren Farbraumes steht also oft der Nachteil der höheren Kosten entgegen.

Sonderfarben können in modernen Proofsystemen sehr gut wiedergegeben werden. Die Farbabweichungen der Proofs von Proof.de sind hier veröffentlicht und spiegeln in den meisten Farbbereichen die gute Proofbarkeit von PANTONE und HKS Farben wider.

Farbabweichungen von HKS Farben im Proof in Delta-E

Farbabweichungen von Pantone Farben im Proof in Delta-E

 

sRGB

sRGB ist der am weitesten verbreitete RGB Farbraum, und wurde 1996 von Hewlett-Packard und Microsoft für Monitore geschaffen. sRGB ist der Standardfarbraum aller preiswerten Digitalkameras und Scanner. Nahezu jede 8-Bit RGB Datei ohne Profilkennzeichnung entspricht sRGB.

Intel, Pantone, Corel und zahlreiche andere Unternehmen setzen auf sRGB oder haben den Farbraum als Standard implementiert. In der Druckindustrie ist heute sRGB nicht mehr beliebt, da der Farbraum teilweise deutlich kleiner ist als der druckbare Farbbereich von ISOCoatedV2 und daher die druckbaren Farben teilweise einschränkt. Farbräume wie AdobeRGB 1998 oder ECI-RGB V2, die für den Druck optimiert sind, werden daher auch für die Bildbearbeitung in RGB heute bevorzugt.

Weitere Informationen finden Sie auf Wikipedia.

SWOP

engl.: Specification for Web Offset Publications. Name einer Organisation und einer Sammlung nordamerikanischer Druckstandards, der u.a. die Farbwerte der Primärfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz definiert. Sie beziehen sich auf den ISO Standard, sind aber nicht identisch. Auch für den Proof gibt es SWOP Spezifikationen.