Preiswerter Proof Versand, jetzt auch weltweit.

Die Proof GmbH hat jetzt noch attraktivere Versandkonditionen für den nationalen und internationalen Versand. Zudem können Proofs jetzt auch weltweit per Express und Normalversand versendet werden.

Deutschlandweit wurden die Versandkosten für Pakete ab Proof Format DIN A3 auf nur noch 9,- € gesenkt.

Im internationalen Versand wurden die Kosten teilweise um fast 50% gesenkt. Des weiteren umfasst auf Kundenwunsch das Versandgebiet jetzt nicht mehr nur Europa: Proofs können jetzt schnell und komfortabel weltweit versendet werden. Dabei werden die Versandkosten im Shop direkt berechnet, damit einer schnellen und direkten Proof Bestellung nichts im Wege steht. Der Expressversand in die EU ist jetzt bereits ab 35,- € möglich, die Schweiz und die USA sind ab nur 45,- € per Express erreichbar. Selbst nach Afghanistan oder Nigeria kostet der Versand von DIN A0 Proofs nur noch 75,- €, jeweils zzgl. MwSt. Im Internationalen Express beträgt die Lieferzeit dabei nur zwischen ein und vier Werktage.

Die genauen Preise und pro Land können Sie hier einsehen:

Länder und Versandkosten für Proofs auf shop.proof.de

Bitte beachten Sie: Teilweise sind für den Expressversand und den Standardversand die Länder in unterschiedlichen Tarifzonen. So ist der Standardversand in die USA durch DHL so „teuer“, daß sich z.B. der Expressversand mit nur 10 Euro Aufpreis die attraktivere Option für zeitkritische Güter wie Proofs ist.

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Ist ein Proof auf spezielles Papier wie Auflagenpapier möglich?

„Wir drucken auf ein Berberich Allegro 135gr/qm. Können Sie uns einen Proof auf diesem Papier anfertigen? Können Sie auf unser Auflagenpapier proofen?“

In unseren Telefonsupport taucht häufig die Frage nach einem Proof auf Auflagenpapier auf. Leider müssen wir die Frage stets negativ beantworten. Die Gründe dafür möchte ich im folgenden Artikel kurz erläutern.

Der Proof auf Auflagenpapier ist bis heute technisch nicht möglich.

Alle derzeit bei der Fogra zertifizierten Proofsysteme basieren auf einem Tintenstrahldrucker als Prüfdrucker, meist aus dem Hause Epson, Canon oder HP. Diese Drucker zeichnen sich durch einen großen Farbraum, gute Auflösung und eine hervorragende Homogenität und Farbstabilität aus – alles Eigenschaften, die für ein Proofdrucksystem unbedingt nötig sind. Die von der überwiegenden Zahl der Proofdrucker eingesetzten Epson Systeme basieren auf 11-farbigen Pigmenttinten, die einen deutlich größeren Farbraum als z.B. ISOCoatedV2 abbilden können. Die Voraussetzung dafür ist aber die Verwendung von speziellen, für den Tintenstrahldruck optimierten Papieren, bei denen die Pigmente und Tinten optimal zur Geltung kommen. Hierfür sind spezielle Beschichtungen nötig, die auf eine optimale Wiedergabe, schnelle Trocknung, gute Abriebfestigkeit und hohe UV-Stabilität des Druckes optimiert sind. Auf einem Bilderdruckpapier ohne diese Beschichtungen würde die Tinte verlaufen, kaum trocknen und wäre nicht wischfest. Auch der Farbraum wäre nicht zu erzielen. Ein Proof wäre daher aus dieser Sicht nicht möglich. Weiterlesen

Neue Verpackungen bei Proof.de

Proof.de hat neue Verpackungen für Proofs bis DIN A4+ und ab Format DIN A3 eingeführt.

Die neuen DIN A4+ Verpackungen sind aus hochwertigem Chromosulfarkarton mit 450gr/qm gefertigt und mit einer Aufreißlasche versehen. Sie können auf der Vorderseite entweder beim Postversand mit einem Adressetikett und Briefmarke oder für Expresssendungen mit einem DHL Expressaufkleber versehen werden. Für den Auslandsversand nutzen wir den Versand per Weltbrief Großbrief mit Einschreiben, der jetzt direkt als Internetmarke aufgedruckt wird.

Die neuen Proof Verpackungen von Proof.de: Ab sofort sind Ihre Proofs noch besser geschützt.

Die neuen Versandhülsen sind etwas schlanker als bisher und ebenfalls mit einer bequemen Aufreißlasche versehen. Durch die neuen Adressaufkleber sind sie gut als Sendung von Proof.de zu erkennen. Für die verschiedenen Proof Formate zwischen DIN A3 und DIN A0+ sind sie in verschiedenen Längen verfügbar und werden je nach Proofgröße passend eingesetzt. Sie werden mit DHL Versandetiketten für den Normalversand und Expressversand verwendet.

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„Proof“: Die verschiedenen Bedeutungen des Wortes Proof

Das Wort „Proof“ stammt aus dem Englischen und hat zahlreiche unterschiedliche Bedeutungen, von denen der von uns behandelte „farbverbindliche Prüfdruck“ nur eine ist. Im folgenden Artikel möchte ich kurz die unterschiedlichen Bedeutungen und teilweise auch ihre Herkunft aufzeigen.

1.: Proof = farbverbindlicher Proof, also Prüfdruck (Computer und Druckvorstufe)

Mit einem Proof wird ein nach ISO 12647-7 zertifizierter, farbverbindlicher und rechtsverbindlicher Prüfdruck bezeichnet. Wofür benötigt man einen Proof? Bevor die hohen Auflagen in der Druckerei erstellt werden, wollen Agentur und Kunde oftmals noch einmal final die Farbigkeit des späteren Druckes kontrollieren, also sehen. Dazu wird ein Proof erstellt. Auf Basis der finalen Druckdaten zeigt ein auf modernen Pigment-Inkjetdruckern erstellter Proof das spätere Druckergebnis innerhalb sehr enger Toleranzen an. Die selben Daten sehen beispielsweise im Offsetdruck auf Briefpapier ganz anders aus als auf Bilderdruckpapier, und natürlich wiederum ganz anders als im Zeitungsdruck oder im Tiefdruck, in dem Magazine produziert werden. Anhand eines Proofs kann exakt gesehen werden, wie der spätere Auflagedruck aussehen wird.

Damit ein Proof farbverbindlich und rechtsverbindlich ist, muss er einen UGRA/Fogra Medienkeil tragen. Optimal ist der Medienkeil bereits vom Proofdienstleister vermessen worden und trägt ein Prüfprotokoll, das die Farbverbindlichkeit des Proofs bestätigt. Ein Proof zeigt daher für wenig Geld, wie der spätere und teuere Auflagendruck wirklich aussehen wird.

Weitere Informationen zum Thema Proof – farbverbindlicher Prüfdruck finden Sie bei Wikipedia.

2.: Proof = Der Rapper und Musiker

Der amerikanische Musiker „DeShaun Dupree Holten“ aus Detroit wurde unter dem Künstlernamen „Proof“ berühmt. Mit Eminem und weiteren Rappern formte er die Rappergruppe D12. 1999 gewann er die „Source Magazine Freestyling Competition” und produzierte gemeinsam mit Eminem und den weiteren D12 Mitgliedern mehrere Alben, die sich aufgrund der Popularität von Enimen millionenfach verkauften: 2001 „Devils Night“ und 2004 „D12 World“ mit den bekannten Singles „My Band“ und „How Come“. Proof spielte neben Eminem in dem Film „8 Mile“ in der Rolle des „Lil‘ Tic“ mit. Als wichtiger Partner von Eminem unterstützte er diesen bei zahlreichen Soloauftritten. Weiterlesen

Komfortablerer Proof-Datenupload auf shop.proof.de

Die Proof Dateien sind geladen und können kontrolliert werden.Ansicht der Proof Dateien beim UploadSeit dieser Woche ist der Datenupload auf http://shop.proof.de noch komfortabler. Mehrere Dateien pro Artikel können jetzt nicht mehr nur einzeln, sondern auch zusammen hochgeladen werden. Dabei werden die Uploads nacheinander gestartet und hochgeladen. Nach dem kompletten Upload aller Dateien werden die Dateien wie gewohnt zur Kontrolle angezeigt. Sollte eine Datei fälschlicherweise geladen worden sein, kann das noch problemlos korrigiert werden. Erst durch Drücken des Buttons „Uploads fertig, Bestellung abschließen“ werden die Dateiuploads bestätigt und geprooft.

Insbesondere beim Bereitstellen zahlreicher Seiten zum Proof erleichtert die neue Funktionalität den Upload erheblich.

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Die Proof GmbH: Fogra zertifiziert für Contract Proof Creation

Die Proof GmbH hat erfolgreich die Fogra Zertifizierung für die Erstellung von Contract Proofs nach Fogra39 bestanden.Das Fogra Zertifikat der Proof GmbH für den ISOCoatedV2 Standard Fogra 39

Unter der Prüfnummer 27643 wurde die Herstellung der Proofs nach dem Proofstandard ISOCoatedV2 durch die Fogra geprüft. Mit der Zertifizierung bestätigt die Fogra die Einhaltung der der hohen Qualitätsstandards für Kontrakt Proofs nach ISO 12647-7.

Die Erstellung von prüzisen und farbverbindlichen Proofs ist mithin der wichtigste Faktor bei der Qualitätskontrolle von Drucken. Dabei hat sich der Fogra-Medienkeil in der Vorstufen- und Druckpraxis als zuverlässiges und verbreitetes Kontrollmittel zur Überprüfung der Farbverbindlichkeit digitaler Druckvorlagen durchgesetzt.

Die Proof GmbH hat bei der Zertifizierung durch die Fogra Ihre Proof Drucke nach Fogra39 entsprechend der FograCert-Kriterien, die auf der ISO 12647-7 basieren prüfen lassen.

Überprüft wurden im Rahmen der Zertifizierung durch die Fogra:

  • Die Farbgenauigkeit auf Basis des UGRA/Fogra Medienkeils CMYK V3
  • Die Farbgenauigkeit der Testform von ISO 12642-2, des Farbumfangs und der Graubalance
  • Die Tonwertübertragung und die präzise Darstellung von Verläufen
  • Die Registerhaltigkeit und die Auflösung der Proofs
  • Die kolorimetrische Tonwertübertragung
  • Die Homogenität der Proofs
  • Die Korrektheit der Statusinformationen im Jobticket

Die Fogra bestätigte die erfolgreiche Zertifizierung. Auf Wunsch können Sie  diese auf den Seiten der Fogra unter Eingabe der Zertifikatsnummer 27643 überprüfen.

Fogra Zertifikat
Ausführlicher Prüfbericht der Fogra

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Reklamation wegen falscher Farbe: Ein zufälliger Vergleich von Flyeralarm und Flyerwire in Sachen Farbverbindlichkeit

Vor kurzem haben wir eine Visitenkarte bei Flyerwire drucken lassen, da hier zwar für etwas mehr Geld als z.B. bei Flyeralarm auch – unserer Meinung nach – hochwertigere Visitenkarten geliefert würden. Das Ergebnis enttäuschte zum ersten Mal seit vielen Jahren: Die Farben waren im Vergleich zum Proof deutlich übersättigt, Vorder- und Rückseite nicht identisch sondern sehr unterschiedlich. Anhand des DCS Books haben wir in einem ersten Vergleich ermittelt, daß insbesondere im Magenta Bereich statt den vorgegebenen 70% zwischen 90% und 100% Magenta gedruckt wurden. Auch das Gelb schien deutlich übersättigt.

Nach einer Reklamation wurde die Karte 10 Tage später ein zweites Mal von Flyerwire geliefert. Jetzt deutlich besser, aber immernoch weit weg vom zertifizierten Proof. Insbesondere der helle Cremebereich war deutlich farbabweichend. Wir reklamierten ein zweites Mal und bestellten – rein aus Interesse – eine Visitenkarte bei Flyeralarm mit den identischen Druckdaten. Weiterlesen

Was ist ein Veredelungs-Proof? Fogra49 und Fogra50 im Detail.

Mit den Proof Standards Fogra49 und Fogra50 wurde erstmals ein Proof Standard geschaffen, der nicht für den Druck verbindlich ist. Warum?

Fogra49 und Fogra50 beschreiben zwei Farbräume, wie sie nicht nach dem Druck, sondern nach dem Druck und der Veredlung durch eine Folienkaschierung entstehen.

  • Fogra 49 bezieht sich auf das ICC Profil:  PSO Coated v2 300% Matte laminate (ECI) – PSO_Coated_v2_300_Matte_laminate_eci.icc
  • Fogra 50 bezieht sich auf das ICC Profil: PSO Coated v2 300% Glossy laminate (ECI) – PSO_Coated_v2_300_Glossy_laminate_eci.icc

Warum wurden diese Profile geschaffen?

Die Druckveredlung nimmt in der Weiterverarbeitung von Drucksachen eine immer wichtigere Stellung ein. Das Aufbringen eines Drucklackes beispielsweise erfolgt heutzutage meist direkt während des Druckprozesses z.B. mit Dispersionslack in einem 5. Farbwerk. Dabei wird das Druckbild meist nur gering verändert: Ein Dispersionlack z.B. hat einen Tonwertzuwachs von 2-3 Prozent zur Folge, ein UV-Lack bis rund 5-7 Prozent. Im Gegensatz dazu hat eine Folienkaschierung durch OPP-Folie einen deutlich stärkeren Weiterlesen

EAN / GTIN Codes erstellen: Tipps für Grafiker

EAN Codes gehören heute auf jedem Produkt zum Standard. Tippte gestern noch Tante Emma die Preise von Hand in eine Kasse, sind heute Scannerkassen die Regel, die standardisierte EAN Codes mit einem Laser abtasten und so den Artikel eindeutig erkennen und dem Kassenzettel hinzufügen.

EAN übrigens steht für „European Article Number“, also Europäische Artikel Nummer und wurde 2009 durch das globale GTIN, „Global Trade Item Number“ abgelöst. Die EAN bzw. GTIN ist ein Strichcode, der maschinell gelesen werden kann und von Barcode Lesegeräten ausgelesen werden kann.

Für Grafiker in Europa im Produktbereich wichtig sind primär zwei Standards aus der fast unendlichen Vielzahl der weltweit verbreiteten EAN Codes. EAN 13 und EAN 8, also ein Strichcode aus entweder 13 oder 8 Zahlen. Was bedeuten diese Zahlen eigentlich? Weiterlesen

PDF/X4 – Die Zukunft im Bereich PDF/X

Bereits seit einigen Jahren steht mit dem PDF/X4 Standard eine neue PDF-Spezifikation für den PDF-Export zur Verfügung. Doch was für Vorteile bringt PDF/X4 eigentlich?

Anwender aus dem Print Bereich kennen die Adobe X-Standards schon seit vielen Jahren. Steht der Name PDF für das „Portable Document Format“, also das tragbare und somit übertragbare Dokument, wird mit PDF „X“ eine dem „eXchange“, also dem Austausch von PDF-Dateien spezialisierte Version  beigestellt. Konkret bedeutet das: Zahlreiche der Funktionen, die eine PDF Datei potenziell darstellen kann (Formularfelder, Berechnungen, 3D-Elemente, Filme etc.) aber die im Druck nicht beherrschbar sind, sind in PDF/X verboten, um einen sicheren Datenaustausch zu gewährleisten. Weiterlesen

Der Proof ist viel dunkler als das Bild auf meinem Monitor. Warum?

Oft sind Kunden verunsichert, wenn Sie einen Proof in den Händen halten. „Der Proof des BIldes ist viel dunkler, als das Bild auf meinem Monitor aussieht. Warum ist das so? Und was tue ich jetzt?“

Für eine Abweichung zwischen Proof und z.B. der Monitordarstellung gibt es viele mögliche Gründe:

  • Der Monitor ist nicht kalibriert
    Nur kalibrierte Monitore können auch Farbe akkurat darstellen. Wenn ich einen billigen Monitor kaufe und an meinen Computer anschließe, kann ich definitiv keine reelle Farbe sehen. Als Faustregel gilt: Nur ein hardwarekalibrierter Monitor hat eine Chance auf korrekte Farbe.
  • Der Monitor ist zwar kalibriert, aber die Farben sehen dennoch anders aus
    Ein Monitor unter 1.000 Euro kann meistens nicht auf gute Farbdarstellung für den Standardfarbraum ISOCoated V2 kalibriert werden, weil er einen zu geringen Farbumfang hat. Nur echte Proof Monitore sind auch auf die Darstellung der proofbaren Farben ausgelegt und dafür geeignet.
  • Der Proof wird nicht unter D50 Normlicht betrachtet
    Gerade im Winter sind die Lichtbedingungen oft schlecht. Und Glühlampen, Energiesparlampen und konventionelle Neonröhren liefern nur eine sehr schlechte Farbdarstellung. Ohne D50 Lichtquelle kann ein Proof nicht beurteilt werden.
  • Die Farbeinstellungen in der Software sind falsch
    Oftmals wird die Bildbearbeitungssoftware wie Photoshop einfach ohne Anpassungen installiert und genutzt. Dabei entsprechen die gewählten Farbprofile oft nicht den Profilen, nach denen geprooft wird. Apfel-Shift-K bei Macintosh bzw. Steuerung-Shift-K bei Windows zeigen Ihnen Ihre Profileinstellungen in Photoshop an.

Generell kann kein Patenrezept für die korrekte Darstellung von Proofs zum Monitor gegeben werden. Ist aber ein Proof mit UGRA/Fogra Medienkeil CMYK V3.0  und Prüfprotokoll versehen ist die Chance hoch, daß er sehr präzise die geforderten Farben reproduziert. Entspricht Ihr Monitorbild nicht dem Proof, liegt der Fehler zumeist bei Ihnen. Die Ursachenliste oben kann Sie bei der Fehlersuche unterstützen.

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Mein Kunde möchte eine Blechdose bedrucken. Pantone? CMYK? Kann man das im Proof simulieren?

Anfragen wie der Proof einer bedruckten Blechdose erreichen uns häufig. Warum lässt sich eine solche bedruckte Dose denn nicht „proofen“.

Ein Proof ist ein standardisiertes Produkt. Nehmen wir z.B. einmal den klassischen ISOCoatedV2 Proof; den Standardproof für Bilderdruckpapier. Hier lautet die Definition in Kürze:

„Papiertyp 1 und 2, glänzend und matt gestrichen Bilderdruck, Tonwertzunahmekurven A (CMY) und B (K) aus ISO 12647-2:2004“ (Quelle: farbproofs.de)

Auf Metall wird mit einem Lack gedruckt. Weder die Farbe des Metalls der Blechdose noch die Farbigkeit der Lacke sind klar definiert, von der Dicke des Lackauftrages und dem Druckverfahren, in dem der Lack appliziert wird (Digitaldruck / Siebdruck, Tampondruck etc.) ist ebenfalls nicht definiert.

Ein Kontrakt Proof bezieht sich auf sehr enge Toleranzen und genau festgelegte Rahmenbedingungen. Dazu zählt nicht nur die densitometrische und farbmetrische Referenz der Druckfarbe, sondern zum Beispiel auch das Papierweiss, das im Proof sehr exakt simuliert wird. Aus genau diesem Grund gibt es auch keinen Proof für Recycling Papier: Die Papiere und Papierweissen sind einfach so unterschiedlich, daß sich keine einheitliche, normierte „Farbe“ eines Recycling-Papieres definieren lässt. Von klassischem Recyclingpapier mit neutralgrauer oder gelblichgrauer Färbung bis zu de-inkten, nahezu weissen Recycling Papieren ist am Markt alles erhältlich. Nur eben nicht als Standard.

Ein Proof bezieht sich daher immer auf den Offsetdruck oder den Tiefdruck unter standardisierten Bedingungen. Veränderte Oberflächen wie Metall oder veränderte Papierfarben wie Recycling oder hochwertige Imagepapiere mit Einschlüssen oder der Druck auf bunten Papieren sind bislang nicht standardisiert und daher auch nicht proofbar.

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Weisse Linien bei Druck PDFs in Adobe Acrobat

Häufig taucht die Frage auf, warum bei der Erstellung einer PDF-X/3:2002 Datei in der Voransicht in Adobe Acrobat häufig weisse Linien auftauchen, wo in der Datei doch eigentlich gar keine Linien sind.

Die Antwort ist ganz einfach: Im Gegensatz zu aktuellen PDF-Druckstandards wie PDF/X-4:2010, die als PDF 1.6 Standard exportiert wird, verwendet die häufig von Druckereien geforderte PDF-X/3:2002 Norm das PDF-Format 1.3, in dem Transparenzen verboten sind. Die Konsequenz: Wenn Sie z.B. in Adobe InDesign Schlagschatten anlegen, werden diese in rechteckige Bilder umgewandelt. Werden solche Schlagschatten noch auf Hintergrundbildern eingesetzt, dann treten die weissen Linien auf, die sich horizontal und vertikal an den Schattenstellen durch das PDF ziehen. Doch warum verschwinden diese Linien im Druck und sind auch in anderen Programmen wie MacOS Vorschau nicht sichtbar?

Acrobat besitzt eine Vorschau, die auf Vektorelemente ein Anti-Aliasing anwendet, um Kanten optimal weich darzustellen. Diese Einstellung wirkt jedoch auch auf Pfade und Maskierungen, die eigentlich gar nicht sichtbar sind. Die Pixelbilder der reduzierten Transparenzen werden also ganz leicht weichgezeichnet. Und genau dabei entstehen die weissen Linien der Weichzeichnung, die eigentlich die Größe Null haben und daher auch im Druck auf postscript-fähigen Druckern verschwinden. Nicht PS Drucker drucken teilweise die Bildschirmanzeige, wobei die Linien störenderweise erhalten bleiben.

Die meisten Grafiker kennen den Effekt, verfügen über Postskript-Drucker und leben einfach damit. Wenn Sie die weissen Linien jedoch sehr stören oder diese im Ausdruck ebenfalls auftreten, können Sie das Anti-Aliasing einfach in den Acrobat Voreinstellungen ausschalten. Unter Acrobat > Voreinstellungen > Seitenanzeige können Sie das Häkchen bei „Vektorgrafiken glätten“ einfach abwählen. Dadurch werden die Ränder bei Vektordaten etwas pixeliger, aber die weissen Linien des Anti-Aliasing verschwinden sofort.

Hier können Sie die Option "Vektorgrafiken glätten" einfach abwählen

Screenshot aus den Voreinstellungen der Seitenansicht in Adobe Acrobat

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Ein Proof ohne Profil. Geht das?

An Proofdienstleister wird oft die Frage gestellt: „Ich muss einen Proof machen lassen, weiß aber nicht, für welches Profil. Kann ich auch einen Proof ohne Profil erstellen lassen?“

Proofs sind normierte Produkte, die nach einem bestimmten Satz an Werten erstellt werden und geprüft werden. Genau das ist auch der Punkt, der sie von irgendwelchen „bunten Ausdrucken“ unterscheidet.
Konkret: Ein Proof für Bilderdruckpapier wird nach den Normwerten von ISOCoated V2 hergestellt (Papiertyp 1 und 2, glänzend und matt gestrichen Bilderdruck, Tonwertzunahmekurven A (CMY) und B (K) aus ISO 12647-2:2004) und nach einem Wertesatz überprüft (FOGRA39L). Ein Proof für Naturpapier (z.B. PSOUncoated oder ISOUncoated) wird nach ganz anderen Wertesätzen hergestellt und überprüft. Logisch, denn ein Druck auf einem Naturpapier sieht nachvollziehbar in Sachen Buntheit und Weisswert definitiv anders aus, als ein Druck auf Bilderdruckpapier.

Ein Proof muss daher immer nach einer Norm erstellt sein und nach einem Referenzwertesatz überprüfbar sein. Eine Liste der aktuellen Proof Profile (Stand 2012) finden Sie hier.

Das Problem: Zahlreiche Druckverfahren wie z.B. ein Digitaldruck auf einem Farblaser oder ein Druck auf einem Large-Format-Printing System (LFP) sind nicht normiert und daher gibt es dafür keine gültigen Profile und Spezifikationen.

Was also tun? Als „De Facto Basis“ hat sich der am häufigsten verwendete Standard durchgesetzt: ISOCoated V2.

Das ist verständlich, denn farbkritische Drucke, Kataloge etc. werden überwiegend im Offsetdruck auf Bilderdruckpapier hergestellt und unterliegen daher diesem Standard. Daher geht man überwiegend auch davon aus, daß sich z.B. ein Digitaldrucker oder ein LFP-Drucker an diesem Standard orientieren sollte, und mindestens dieses Farbergebnis erreichen sollte.

Wenn Sie also einen Proof erstellen müssen, aber über keine genauen Angaben zu dem benötigten Profil verfügen, dann proofen Sie im Zweifel ISOCoated V2. Das hat sich in der Branche als am häufigsten eingesetzter Standard durchgesetzt und wird daher stets als Basis Proof akzeptiert werden.

Ein Proof ohne Profil kann leider nicht hergestellt werden, denn das wäre eben nur „buntes Papier aus einem Proofsystem“, aber kein valider, ISO-konformer Proof.

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Wofür ein Proof? Die wichtigsten Gründe für einen Proof!

  1. Ein Proof ist beruhigend:
    Der Proof zeigt das Farbergebnis des späteren Druckes.
    Der Kunde kennt das spätere Ergebnis anhand des Proofs genau und ist beruhigt.
    Der Drucker weiß, daß der Kunde den Proof kennt und ist ebenfalls beruhigt.
  2. Ein Proof ist schnell:
    Heute bestellt, morgen geliefert: Moderne Proofdienstleister arbeiten schnell und produzieren kaum Zeitverlust im Entwurfs- und Druckprozess
  3. Ein Proof ist präzise:
    Alle professionellen Dienstleister arbeiten heutzutage mit Proof Druckern, die in kurzen Abständen neu kalibriert werden. Über einen Medienkeil mit Prüfprotokoll zudem einen klaren messtechnischen Beweis, daß der Proof korrekt und ihm Rahmen der Normabweichungen ist.
  4. Ein Proof ist billig:
    Früher verlangten Reprostudios oft fast 30 Euro für einen DIN A4 Proof. Heutzutage kostet das nur noch einen Bruchteil. Im Produktionsprozess fallen die Proofkosten kaum ins Gewicht.
  5. Ein Proof zeigt auch die Farben, die der Monitor nicht zeigt:
    In den meisten Agenturen sind hardwarekalibrierte Proof-Monitore Mangelware. Und  TFTs oder alte Röhren zeigen zwar Farben, aber leider irgendwelche. Ein Proof bildet auch Farben ab, die Standard-Monitore nicht darstellen können, die aber gedruckt werden können.
  6. Ein Proof simuliert Zeitungsdruck wie Bilderdruck.
    Wenn die gleiche Anzeige im Hochglanzprospekt für den Messestand, in den Messenachrichten und in der Sonderbeilage in der örtlichen Tageszeitung für die Messe erscheinen soll, dann können die drei unterschiedlichen Farbergebnisse vorab im Proof hervorragend simuliert und dargestellt werden. Und wer weiß: Vielleicht lässt der Kunde den Hausprospekt aufgrund des Proofs dann doch auf Bilderdruck statt auf Naturpapier drucken, oder wählt für die Zeitungsanzeige ein anderes Motiv. Der Proof zeigt’s.
  7. Ein Proof kann CMYK und mehr!
    Moderne Proofsysteme können bis zu 98% aller Pantone-Farben und HKS-Farben im Proof darstellen.  Dadurch können nicht nur vierfarbige, sondern auch fünf, sechs und mehrfarbigen Dateien geprooft werden. Oft wird heute zweimal geprooft: Einmal in CMYK plus Hausfarbe in Pantone und einmal in CMYK und Hausfarbe in CMYK. Kunde und Agentur können dann entscheiden, ob ihnen das Farbergebnis den Aufpreis im Druck für die fünfte Farbe wert ist.
  8. Ein Proof ist aus Papier.
    Genau wie das Produkt, das er simuliert. Ein Proof kann neben den Druck gelegt und unter Normlich verglichen werden. Und zur Kontrolle kann man beide ans Tageslicht tragen, im Kerzenlicht betrachten und vieles mehr. Ein Softproof kann das alles nicht.

Soweit die erste unvollständige Liste. Sie kennen weitere gute Gründe? Wir freuen unsüber jeden Kommentar und arbeite gerne weitere Punkte ein.

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Welcher RGB Arbeitsfarbraum ist für farbverbindliches Arbeiten geeignet?

In den Anfangszeiten von Farbräumen wurde von Apple und z.B. in Photoshop bis Version 5.5 standardmäßig der Monitorfarbraum als Arbeitsfarbraum eingestellt. Doch wurde schnell klar, daß in einer Agentur mit 10 Macs in 10 verschiedenen Farbräumen gearbeitet wird. Ein neutrales Konzept musste also her.

RGB Farbräume gibt es wie Sand am Meer. Im Bereich der Print-Medien existieren zur Zeit primar noch drei verschiedene Varianten: sRGB, AdobeRGB(1998) und eciRGB_V2.

Der sRGB Farbraum findet sehr stark im Bereich von Digitalkameras Verwendung und ist hier im Consumer-Segment der Branchenprimus. Problem für den Druck: sRGB ist ein relativ kleiner Farbraum, und deckt die Farbmöglichkeiten moderner Offsetdrucksysteme und von Digitaldruckern nicht ab. Da also Offsetdruck-Profile wie ISOCoated_v2 einen deutlich größeren Farbraum haben, macht es also wenig Sinn, in sRGB Retuschen auszuführen.

Optimal aus unserer Sicht ist eciRGB_V2, eine Weiterentwicklung von eciRGB. Dieser Farbraum wurde speziell für die Verwendung im Druckbereich geschaffen und bietet einige Stärken:

  • Er deckt die Farben aller heutigen Druckfarbräume ab (Offset, Tiefdruck, Rollenoffset, Zeitung), ist aber nicht viel größer und verschenkt damit keine Auflösung.
  • Gleiche Töne von Rot, Grün und Blau ergeben neutrale Grautöne
  • Zwischen 0/0/0 und 50/50/50 herrscht grob der gleiche Abstand wie zwischen 50/50/50 und 100/100/100. Die Schwarzsteigerung wird als ähnliche gesehen.
  • Die Weisse liegt bei 5000 Kelvin und das Gamma bei 1.8

Der eciRGB_v2 Farbraum kann auf den Seiten der European Color Initiative (ECI) kostenlos heruntergeladen werden.

Der durch Adobe seit Photoshop 5.5 und heute in allen Teilen der Adobe Produktpalette weit verbreitete Farbraum AdobeRGB 1998 ist ebenfalls gut für den Druckbereich geeignet, arbeitet allerdings mit einem Gamma von 2.2 und ist auf Weissegrade von D50 bis D65 ausgelegt. Sämtliche gängigen Druckfarbräume können in AdobeRGB 1998 ebenfalls gut abgebildet werden. Eine Adobe Dokumentation zu diesem Farbraum finden Sie hier.

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Welche Daten sollte ich zum proofen geben?

Ein Proof eignet sich für zwei Arten der Farbkontrolle: Zum einen während der Erstellungs- bzw. Retuschephase, um z.B. ein farbretuschiertes Bild noch einmal mit dem Original abzugleichen, und zum zweiten zur Kontrolle der finalen Daten direkt vor dem Druck.

Für Kontrollproofs während der Datenerstellung eines Projektes ist das Datenformat meist egal. Ob PDF, JPEG, TIFF; EPS, PS oder sogar PSD … zahlreiche Proof Firmen akzeptieren eine Vielzahl von Datenformaten. Wichtig für eine korrekte Beurteilung des Ergebnisses ist aber, daß in dem Farbraum geproof werden muss, in dem auch später das Druckprodukt erstellt wird. Daten für ein Briefpapier sollten also unbedingt in ISOUncoated oder PSOUncoated geprooft werden, während auf Bilderdruckpapier gedruckte Erzeugnisse in ISOCoatedV2 geprooft werden sollten. Für gelbliches Papier, Zeitungspapier oder für den Tiefdruck existieren eine Vielzahl weiterer Profile, für die ein Proof hergestellt werden kann. Eine gute Übersicht über die gängigen Proof-Profile finden Sie hier. Wichtig ist auch, daß das Proof-Format und das endgültige Druckformat nicht zu stark voneinander abweichen. Nur so ist eine korrekte Überprüfung möglich.

Wenn die Broschüre fertig gelayoutet oder die Katalogproduktion abgeschlossen ist, dann sollte zur finalen Kontrolle durch den Kunden noch einmal ein Proof erstellt werden. Dieser Proof wird dann mit exakt den Daten erstellt, die auch an die Druckerei gesendet werden. Meist handelt es sich hierbei um eine PDF X/3:2002 Datei, da diese das bevorzugte Datenformat von Druckereien ist. Werden die Seiten mit Beschnittmarken und Beschnitt an die Druckerei geliefert, dann sollten die Proofs eigentlich genau so erstellt werden. Die fertigen Proofs können dann zum ersten als Freigabe für den Kunden verwendet werden, und zum anderen für die Kontrolle des O.K.-Bogens in der Druckerei herangezogen werden. So wird in der Druckerei sichergestellt, daß nach dem Druck und der buchbinderischen Verarbeitung keine unangenehmen Überraschungen auf den Kunden (Wie sieht denn die Farbe aus???) oder den Drucker (Warum reklamiert der Kunde denn???) warten.

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Kann man Sonderfarben proofen?

Da viele Drucksachen Sonderfarben wie Pantone oder HKS enthalten, stellt sich häufig die Frage, ob diese Farben überhaupt geprooft werden können. Die Antwort lautet „nein“. Es ist lediglich eine annähernde Simulation dieser Farben möglich.
Der Grund: Jede Sonderfarbe ist eine eigens angemischte, „echte“ Farbe und wird daher nicht aus den 4 Druckfarben (Cyan, Magenta, Yellow und Black) zu mischen sein.

Moderne Proofgeräte verfügen heute über bis zu 12 unterschiedliche Druckfarben, und haben neben den klassichen Primärfarben auch z.B. Orange und Grün als echte Farben im Gerät. Proofdrucker wie z.B. der Epson 7900 oder 9900 sind daher in der Lage, deutlich größere Farbräume als beispielsweise ISOCoatedV2 darzustellen. Die Sonderfarbsimulation in diesen Geräten ist daher bei der Ansteuerung über einen Contone Treiber, der auf den gesamten Farbraum des Proofdruckers zugreifen kann, teilweise sehr gut. Epson selbst spricht beispielsweise davon, daß „98% aller Pantone Farben“ wiedergegen werden können. Das darf zwar stark angezweifelt werden, aber eine Zahl von über 80% aller Pantone Farben ist aus unserer Sicht durchaus realistisch.

Früher wurden Pantone und HKS Farben von den Proofsystemen einfach nach CMYK umgewandelt und dann im Standard-Farbraum, also zumeist ISOCoatedV2 simuliert. Die Darstellung der Farben ist hier zumeist völlig unzureichend. Für die Wiedergabe von Pantone und HKS Farben in einem Proof ist es daher immens wichtig, einen modernen Proofdrucker mit vielen Farben und einem hohen Farbraum zu haben und eine moderne Proofsoftware, die auch in der Lage ist, den Farbraum präzise anzusteuern.

Unterschiede in der Qualität der Simulation von Sonderfarben sieht man den unterschiedlichen Drucksystemen schnell an: Druckt der Proofdienstleister mit einem älteren 6-Farben oder 8-Farben System (Cyan, Light Cyan, Magenta, Light Magenta, Yellow und Black bzw. Light-Black), werden Sonderfarben schlechter simuliert als z.B. mit einem modernen 11-farbigen System mit Cyan, Light Cyan, Orange, Yellow, Magenta, Light Magenta, Photo Black, Matte Black, Light Black, Light light Black und Grün.

Die höhere Simulationsqualität der Sonderfarben wird dadurch erzeugt, dass etwa Orange bereits als eigene Farbe vorhanden ist und nicht schon vor der Sonderfarbsimulation aus Magenta und Yellow gemischt werden muss.

Dabei muss natürlich gesagt werden, daß insbesondere im Bereich von Metallic oder Leuchtfarben Grenzen gesetzt sind; diese Farbtöne sind derzeit im Proof nicht reproduzierbar.

Kritisch ist auch die Vollton-Simulation von Abstufungen

In den Proofsysteme sind überwiegend nur die 100% Werte einer Pantone- oder HKS Farbe hinterlegt. Soll also z.B. ein Schrift-Logo mit 100% Farbauftrag einer Pantone-Farbe simuliert werden, ist das präzise und wird in den meisten Proof-Systemen gut dargestellt.

Schwieriger wird es aber schon, wenn das Logo neben 100% Flächen auch eine 30% Pantone Farbfläche enthält, da diese nicht im Proofsystem definiert ist, sondern vom Proofsystem simuliert wird. Dabei sind teilweise erhebliche Abweichungen von z.B. von HKS Rasterfächern festzustellen.

Noch schwieriger wird es, wenn z.B. auf einer 100% HKS Fläche ein Graustufen TIFF liegt und überdruckt. Für den grafischen Profi ist sofort nachvollziehbar, daß die HKS Fläche durch ein überdruckendes 30% Schwarz einfach an dieser Stelle dementsprechend dunkler werden muss. Die Proofsoftware muss diesen Effekt allerdings korrekt erkennen, korrekt berechnen und dann auch noch mit den vom Proofdrucker zur Verfügung stehenden 11 Farben korrekt simulieren. Daß hierbei unzählige Fehler entstehen können, ist schnell nachvollziehbar. Und die Königsdisziplin: 7-farbige Pantone-Dateien mit jeder Menge überlagernden und überdruckenden Pantone-Farben oder HKS-Farben mit überdruckenden CMYK-Elementen kann selbst von modernsten Proofsystemen bestenfalls gut geraten werden, aber keinesfalls farbverbindlich simuliert werden.

Die schlechte Nachricht ist also: Ein Proof mit Sonderfarben ist daher nach heutigem Stand der Technik niemals farbverbindlich und fällt je nach Proofsystem äußerst unterschiedlich aus.

Die gute Nachricht ist aber auch: Sonderfarben, insbesondere im Vollton, können heute von modernen Proofsystemen sehr gut simuliert werden. Ein modernes Proofsystem bietet daher auch die Möglichkeit, zu einem Bruchteil der Kosten eines Andrucks einen realistischen Eindruck von Sonderfarb-Drucken zu bekommen.

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Normlicht und Metamerie-Effekt

Ein Proof ist immer nur so gut wie die Beleuchtung, unter der er betrachtet wird. Nur einfach ans Fenster zu gehen, oder bei Dämmerung das Licht anzuschalten bringt nichts: Am Fenster ist zwischen Dezember und Juli, zwischen 8 Uhr morgens und 8 Uhr abends, zwischen wolkig und sonnig ein riesiger Unterschied in der Beleuchtung, der jede Farbbeurteilung unmöglich macht. Und wer das Licht anschaltet, schaltet im Normalfall eine Birne mit 2700 Kelvin ein – oder noch schlimmer: eine Energiesparbirne, die irgendwie in irgendwelchen Spektren leuchtet … eine Katastrophe!

Im Druck liegen die Gründe für Metamerie-Effekte (kurz gesagt: daß zwei Farben zwar unter dem einen Licht identisch, aber unter einem anderen völlig unterschiedlich aussehen) insbesondere an den verschiedenen Drucktechnologien. Farben, die unter einer Glühbirne gleich aussehen, können unter einer Neonröhre plötzlich ganz unterschiedlich aussehen.

In den letzten Jahren haben sich Digitalproofs auf Tintenbasis im Proof Bereich durchgesetzt. Da mit Tinte gedruckt, muss speziell beschichtetes Papier verwendet werden, das dem späteren Auflagendruck in keiner Weise gleicht. Wer einmal versucht hat, auf glänzend gestrichenes Papier mit einem Tintenstrahldrucker zu drucken, der weiß:  die Tinte hält niemals! Daher ist immer Metamerie im Spiel, wenn ein Proof mit einem Offsetdruck verglichen werden soll.

Besonders wichtig dabei ist, unter welchem Licht Proof und Fortdruck betrachtet werden.

Die ISO 3664 regelt die normierte Beleuchtung, die für die Betrachtung von Proofs und Drucken wichtig ist. Dabei ist D50 nicht mehr D50: Die internationale Beleuchtungskommission CIE überarbeitete in den letzten Jahren die ISO 3664 und passte sie den heutigen Umständen an. Wenn früher UV-Anteile streng verboten waren, dann sind sie heute Teil der Norm. Denn früher stand die Übereinstimmung von Dia und Druck im Vordergrund, während heute Monitor, Digitalproof und Offsetdruck wichtig sind. Daher müssen Proofs immer unter D50 Normlich betrachtet werden, damit sie in ihrer Wahrnehmung auch wirklich „farbverbindlich“ sind.

Wer Metamerieeffekte überprüfen möchte, dem sei der UGRA Farbtemperatur Indikator empfohlen. Mit diesen Streifen können sehr schnell und anschaulich Metamerieeffekte überprüft werden.

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Schriften einbetten, in Pfade umwandeln oder rastern?

Um zwischen Kunden und Proofdienstleister einen sicheren Datenaustausch zu gewährleisten, müssen Schriften eingebettet, in Pfade umgewandelt oder gerastert sein. Dies stellt sicher, dass es exakt die gleiche Schriftart und exakt der gleiche Schriftschnitt ist und bleibt.

Wie mache ich das?

  • Bei InDesign und QuarkXPress wählen Sie beim Export der Daten den Standard PDF/X-3.
  • Bei Illustrator und Freehand markieren Sie die Schrift und wählen im Menü „Schrift in Pfade umwandeln“.
  • Bei Photoshop wählen Sie die Textebene, klicken rechts auf diese und wählen „Text rastern“.

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