Farbabweichungen von PANTONE EXTENDED GAMUT Coated im Proof in Delta-E (∆E)

Aktuelle Proofsysteme können Sonderfarben wie HKS oder Pantone sehr gut wiedergeben. Mit der Fiery XF 6.3 Proofsoftware und dem Epson SC-P9000V Proofdrucker haben wir ausgewertet, mit welcher Farbabweichung in Delta-E die PANTONE Extended Gamut Coated Farben geprooft werden können.

Die Farbabweichungen wurden anhand des gemessenen Farbraumes des Proofsystems von proof.de von der Proofsoftware berechnet. Abweichungen sind daher in der Praxis möglich. Es zeigt sich aber, daß fast alle PANTONE Farben recht gut im großen Farbraum des Proofgerätes simuliert werden kann.

Je kleiner der ∆E-Wert, desto geringer ist der Farbabstand von der PANTONE Referenz zur geprooften PANTONE Farbe. Höhere ∆E Werte zeigen, welche PANTONE-Farben im Proof schlechter wiedergegeben werden können.

PANTONE
EXTENDED GAMUT Coated

Delta-E Farbabweichung
Proof

PANTONE
EXTENDED GAMUT Coated

Delta E
Farbabweichung
Proof
PANTONE 100 XGC 0.24 ∆E PANTONE 355 XGC 0.84 ∆E
PANTONE 101 XGC 0.24 ∆E PANTONE 356 XGC 0.00 ∆E
PANTONE 102 XGC 0.49 ∆E PANTONE 357 XGC 0.64 ∆E
PANTONE 103 XGC 0.64 ∆E PANTONE 358 XGC 0.27 ∆E
PANTONE 104 XGC 0.93 ∆E PANTONE 359 XGC 0.27 ∆E
PANTONE 105 XGC 0.77 ∆E PANTONE 360 XGC 0.59 ∆E
PANTONE 106 XGC 0.24 ∆E PANTONE 361 XGC 0.65 ∆E
PANTONE 107 XGC 0.50 ∆E PANTONE 362 XGC 0.35 ∆E
PANTONE 108 XGC 0.25 ∆E PANTONE 363 XGC 0.38 ∆E
PANTONE 109 XGC 0.26 ∆E PANTONE 364 XGC 0.88 ∆E
PANTONE 110 XGC 0.57 ∆E PANTONE 365 XGC 0.26 ∆E
PANTONE 111 XGC 0.98 ∆E PANTONE 366 XGC 0.27 ∆E
PANTONE 112 XGC 0.36 ∆E PANTONE 367 XGC 0.55 ∆E
PANTONE 113 XGC 0.25 ∆E PANTONE 368 XGC 0.61 ∆E
PANTONE 114 XGC 0.50 ∆E PANTONE 369 XGC 1.04 ∆E
PANTONE 115 XGC 0.50 ∆E PANTONE 370 XGC 0.00 ∆E Weiterlesen

PANTONE erweitert um 112 neue Farbtöne in der Plus Serie

PANTONE hat es schon wieder getan: Nach den Veränderungen der Jahre 2010 bis 2014 erweitert PANTONE jetzt seine Solid Coated und Solid Uncoated Palette um 112 neue Farben. Für Anwender der aktuellen Solid Plus Serie bietet PANTONE für 30 Euro einen Fächer mit den neuen Farben in Coated und Uncoated als Erweiterung an. Und natürlich bietet PANTONE auch aktualisierte Solid Coated und Solid Uncoated und Bridget Fächer … und natürlich alle dazugehörigen Bibliotheken ebenfalls in einer aktualisierten Version.

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Der Grund für die 112 neuen Farben ist nicht ganz klar. PANTONE schreibt wässrig, „112 von der Industrie gewünschte und inspirierende Sonderfarben als Ergänzung zu unserer bisherigen Kollektion“ und „Die 112 neuen Sonderfarben sind marktrelevant, wobei der Schwerpunkt auf speziellen, gewünschten Farbbereichen liegt, die den Designern die modernsten und inspirierendsten Farbvarianten für kreative Design-Anwendung, Ausdruck, Kommunikation und Spezifikation bieten.“

Sind wir ehrlich: Positiv formuliert klingt das nicht nach einem überzeugenden farbmetrischen Konzept. So wundert es nicht, daß es auf der amerikanischen Seite einen windelweichen Imagefilm mit Designern gibt, die diese Farben unbedingt hätten haben wollen. Aufgrund mangelnder Relevanz wurde dieser Film vermutlich erst gar nicht auf Deutsch angeboten …

Aber egal: Die neuen Farben sind da, und Designer, Grafiker und Druckereien sind angehalten, sich damit auseinanderzusetzen. Im PANTONE Color Manager sind die Bibliotheken bereits aktualisiert, auch online sind die Farben bei PANTONE verfügbar.

Derzeit haben wir die Farben noch nicht über FIERY im System in LAB verfügbar, können aber aufgrund der veröffentlichten Farbwerte die Farben in sRGB- oder CMYK-Varianten proofen. Einen ersten Auftrag haben wir bereits absolviert – gänzlich irrelevant scheinen die Farbtöne also für die Industrie doch nicht zu sein.

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Neuer EPSON SureColor SC-P9000V Spectro Proofer im Einsatz

Am 23. Dezember haben wir den neuen Epson SureColor P9000V Spectro in Betrieb genommen. Mit einem neu beschichteten Druckkopf und Violett als zusätzlicher Tinte ist dieser Proofdrucker derzeit das System mit der präzisesten Farbwiedergabe auf dem Druckermarkt1. Mit den neuen UltraChrome HDX Pigment-Tinten druckt der SureColor SC-P9000V 99 Prozent der Pantone®-zertifizierten2 Farben und sorgt für akkurate Ergebnisse, besonders beim High-End Proofing von schwierigen Schmuckfarben.

EPSON SureColor SC-P9000V-Spectro Proofer Proof GmbH

Anstelle von bislang erzielbaren 98% aller Pantonefarben kann der neue Proofdrucker 99,94% aller Pantone Farben abbilden. Andreas Kraushaar von der Fogra zeigte:

  • Von gemessenen 1729 Farbfeldern aus ISOCoatedV2 und Pantone+ haben
  • 1700 einen Delta-E 00 von kleiner ΔE1
  • 1728 haben einen Delta-E 00 von kleiner ΔE 2,5 (PSD Level A)
  • 1729, also alle haben einen Delta-E 00 von kleiner < ΔE 3,5 (PSD Level B)

Proof GmbH Tübingen investiert in neuen EPSON SureColor SC-P9000V Spectro Proofer Proof GmbH Tübingen investiert in neuen EPSON SureColor SC-P9000V Spectro Proofer Proof GmbH Tübingen investiert in neuen EPSON SureColor SC-P9000V Spectro Proofer Proof GmbH Tübingen investiert in neuen EPSON SureColor SC-P9000V Spectro Proofer Proof GmbH Tübingen investiert in neuen EPSON SureColor SC-P9000V Spectro Proofer Proof GmbH Tübingen investiert in neuen EPSON SureColor SC-P9000V Spectro Proofer

1 Der SC-P9000V deckt 99 % der Pantone-Palette ab. Er ist somit nach Stand Juni 2015 im Vergleich mit anderen Großformat-Tintenstrahldruckern und Proofern mit 10 oder weniger Farben der akkurateste Drucker der Branche.

2 – Die Marke PANTONE® ist Eigentum von Pantone LLC. Abdeckung der PANTONE FORMULA GUIDE Solid Coated-Palette von 99 %, basierend auf einem Druck auf Epson Proofing Paper White Semimatte, gedruckt mit einem Epson-Druckertreiber in 2880 x 1440 dpi. Die PANTONE-Abdeckung kann bei Verwendung von Drittanbieter-RIPs schwanken.

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Kann man HKS Farben proofen?

HKS Farben können heute sehr gut simuliert werden. Damit Sie bereits vorab sehen können, wie gut Ihre HKS-Farbe wiedergegeben werden kann, haben wir Tabellen aller HKS-Druckfarben veröffenticht, in denen die Farbabweichungen der HKS-Farben bereits vor dem Druck ermittelt werden können.

Farbabweichungen von HKS-Farben in Delta-E

Wir haben nun noch einige Bilder fotografiert, die visuell zeigen, wie gut die Proofs zu den aktuellen HKS-Fächern passen.

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Kann man Pantone Farben proofen?

Pantone Farben können heute sehr gut simuliert werden. Damit Sie bereits vorab sehen können, wie gut Ihre Pantone-Farbe wiedergegeben werden kann, haben wir Tabellen aller Pantone-Druckfarben veröffenticht, in denen die Farbabweichungen der Pantone-Farben bereits vor dem Druck ermittelt werden können.

Farbabweichungen von Pantone-Farben in Delta-E

Farbabweichungen von Pantone-Metallic-Farben in Delta-E

Wir haben nun noch einige Bilder fotografiert, die visuell zeigen, wie gut die Proofs zu den aktuellen Pantone-Fächern passen.

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PANTONE Color Manager Fehler: „Zugriff auf … ist abgelaufen“

Bei vielen Anwendern des Pantone Color Manager tritt ein wiederkehrender Fehler auf, dass der „Zugriff auf PANTONE Fächer …. abgelaufen“ sei. Der Fehler ist weder durch Updates, Aktivierung und Deaktivierung oder Neuinstallation zu beheben und kann einen wirklich viel Zeit und Nerven kosten. Daher hier eine kurze Anleitung, wie man den Fehler unter Mac und Windows meist schnell beheben kann:

MAC Anwender:

1. Gehen Sie zu Macintosh HD/Benutzer/(benutzername)/ Library* /Application Support/PANTONE/PantoneColorManager
2. Löschen Sie hier den ‚PantoneLIVE‘ Ordner
3. Starten Sie den PANTONE Color Manager neu und führend Sie die ein Update der Fächer durch.
4. Das Problem sollte behoben sein.

Under Mac OS X 10.9 – Mavericks – ist der Library Order versteckt. Sie müssen in den Darstellungsoptionen einstellen, dass auch versteckte Ordner angezeigt werden sollen.

WINDOWS Anwender:

1. Gehen Sie zu C:\Benutzer|(benutzername)\AppData**\Roaming\PANTONE\Pant oneColorManager.
2. Löschen Sie dort den ‚PantoneLIVE‘ Ordner.
3. Starten Sie den PANTONE Color Manager neu und führend Sie die ein Update der Fächer durch.
4. Das Problem sollte behoben sein.

AppData ist ein versteckter Ordner; Sie müssen Ihre Ordneroptionen anpassen, um versteckte Dateien und Ordner anzeigen zu können.

P.S.: Bei der Problemrecherche im Netz stieß ich auf folgenden schönen Artikel, bei dem ich oft schmunzeln musste …

Why I made the biggest mistake choosing x-rite and the PANTONE Color Manager

Dieses Lied kann ich so ähnlich auch singen, nur dass ich auf den Anruf bei Pantone verzichtet habe … es gibt ja keine deutsche Telefonnummer von PANTONE, bei der man einfach so anrufen könnte … 🙂

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Farbabweichungen von Pantone Metallics und Pantone Premium Metallics Farben im Proof in Delta-E (∆E)

Aktuelle Proofsysteme können Sonderfarben wie HKS oder Pantone sehr gut wiedergeben. Mit der Fiery XF 5.2 Proofsoftware und den Epson 7900/9900 Proofdruckern haben wir ausgewertet, mit welcher Farbabweichung in Delta-E die PANTONE Metallics Coated und die PANTONE Premium Metallics Coated Farben getr werden können.

Die Farbabweichungen wurden anhand des gemessenen Farbraumes des Proofsystems von shop.proof.de von der Proofsoftware berechnet. Abweichungen sind daher in der Praxis gut möglich. Es zeigt sich aber, daß fast alle PANTONE Farben recht gut im großen Farbraum des Proofgerätes simuliert werden kann.

Je kleiner der ∆E-Wert, desto geringer ist der Farbabstand von der PANTONE Referenz zur geprooften PANTONE Farbe. Höhere ∆E Werte zeigen, welche PANTONE-Farben im Proof schlechter wiedergegeben werden können.

Bitte beachten Sie: Da die Proofgeräte über keine Farben mit Metallpigmenten verfügen, kann der metallische Glanz im Proof nicht wiedergegeben werden. Lediglich durch die Satinoberfläche unseres Proofpapieres wird ein leicht glänzender Effekt produziert, der teilweise dem metallischen Glanz der echten PANTONE Farben nahekommt. Auch wenn die Farbe gut wiedergegeben wird, ist der Metallic-Effekt im Proof nicht vorhanden. Der Proof kann daher stets nur als Anhaltspunkt, nicht aber als verbindliche Simulation des Druckergebnisses verwendet werden.

PANTONE Metallics
Coated
Delta-E Farbabweichung
Proof
PANTONE
Premium Metallics Coated
Delta E
Farbabweichung
Proof
PANTONE 871 C 0,71 ∆E PANTONE 10101 C 1,49 ∆E
PANTONE 872 C 0,72 ∆E PANTONE 10102 C 1,77 ∆E
PANTONE 873 C 1,03 ∆E PANTONE 10103 C 1,00 ∆E
PANTONE 874 C 1,26 ∆E PANTONE 10104 C 1,42 ∆E
PANTONE 875 C 0,97 ∆E PANTONE 10105 C 1,42 ∆E
PANTONE 876 C 0,86 ∆E PANTONE Silver C 1,65 ∆E
PANTONE 877 C 1,37 ∆E PANTONE 10106 C 1,09 ∆E
PANTONE 8001 C 1,52 ∆E PANTONE 10107 C 0,97 ∆E Weiterlesen

PANTONE Premium Metallics oder PANTONE Matching System Metallics

Derzeit existieren bei PANTONE parallel zwei Metallics Farbfächer:

  • PANTONE Metallics Coated: Beinhaltet die klassischen bereits seit Ende der 1980er Jahre erhältlichen Metallic-Farbtöne.
    • Wichtigste Basisfarben: PANTONE 877, 876, 875 …
    • Typische Farbnamen: PANTONE 8020, 8040, 8060 etc.
  • PANTONE Premium Metallics Coated: Der neue, seit 2012 existierende Metallics Fächer, der neue, feinere Metallics-Farbtöne zeigt.
    • Wichtigste Basisfarbe: PANTONE Silver 10077 C
    • Typische Farbnamen: PANTONE 10142, 10158, 10214 etc.

Der Hauptunterschiede zwischen den beiden Fächern liegen in der Zusammensetzung ihrer jeweiligen Basisfarben: Zum einen ist da das unterschiedliche Pantone Silber: PANTONE 877 bzw. PANTONE Silver 10077 C. Zum anderen wird im PANTONE Metallics Coated das Silber durch weitere Gold Basisfarben ergänzt, während im PANTONE Premium Metallics Coated das neu definierte Silber die einzige metallische Basisfarbe ist und durch PANTONE Goe Basisfarben abgetönt wird.

Pantone 877 und Pantone Silver 10077 C im Vergleich: Bild 2 Weiterlesen

Die Namen der 84 neuen PANTONE Farben von 2014

Folgende 84 PANTONE Farben wurden im Februar 2014 zum PANTONE Matching System ergänzt und sind in den aktuellen Pantone Plus enthalten

PANTONE 2337 | PANTONE 2338 | PANTONE 2339 | PANTONE 2340
PANTONE 2341 | PANTONE 2342 | PANTONE 2343 | PANTONE 2344
PANTONE 2345 | PANTONE 2346 | PANTONE 2347 | PANTONE 2348
PANTONE 2349 | PANTONE 2350 | PANTONE 2351 | PANTONE 2352
PANTONE 2353 | PANTONE 2354 | PANTONE 2355 | PANTONE 2356
PANTONE 2357 | PANTONE 2358 | PANTONE 2359 | PANTONE 2360
PANTONE 2361 | PANTONE 2362 | PANTONE 2363 | PANTONE 2364
PANTONE 2366 | PANTONE 2367 | PANTONE 2368 | PANTONE 2369
PANTONE 2370 | PANTONE 2371 | PANTONE 2372 | PANTONE 2373
PANTONE 2374 | PANTONE 2376 | PANTONE 2377 | PANTONE 2378
PANTONE 2379 | PANTONE 2380 | PANTONE 2381 | PANTONE 2382
PANTONE 2383 | PANTONE 2384 | PANTONE 2386 | PANTONE 2387
PANTONE 2388 | PANTONE 2389 | PANTONE 2390 | PANTONE 2391
PANTONE 2392 | PANTONE 2393 | PANTONE 2394 | PANTONE 2396
PANTONE 2397 | PANTONE 2398 | PANTONE 2399 | PANTONE 2400
PANTONE 2401 | PANTONE 2402 | PANTONE 2403 | PANTONE 2404
PANTONE 2406 | PANTONE 2407 | PANTONE 2408 | PANTONE 2409
PANTONE 2410 | PANTONE 2411 | PANTONE 2412 | PANTONE 2413
PANTONE 2414 | PANTONE 2416 | PANTONE 2417 | PANTONE 2418
PANTONE 2419 | PANTONE 2420 | PANTONE 2421 | PANTONE 2422
PANTONE 2423 | PANTONE 2424 | PANTONE 2426 | PANTONE 2427

Folgende sechs PANTONE Farben entfallen im Vergleich zum PANTONE 50th Anniversary Fächer von 2012:

PANTONE Medium Yellow | PANTONE Bright Orange | PANTONE STRONG Red
PANTONE Medium Blue | PANTONE Bright Green | PANTONE Neutral Black

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PANTONE GOE abgekündigt

Mit dem Erscheinen des aktuellen PANTONE MATCHING SYSTEMS (PMS) hat Pantone das 2007 mit viel Aufwand auf den Markt gebrachtes PANTONE GOE System abgekündigt.

Dass ein solcher Schritt erfolgen könnte, war schon seit längerem im Gespräch. Das mit viel Aufwand und großen Anzeigen eingeführt GOE System hatte sich weltweit am Markt nie durchgesetzt. Auch wir haben sicher weniger als fünf mal Pantone GOE Farben zum Proof erhalten. Weiterlesen

Pantone Farbchaos 2014: 84 neue Pantone Plus Farben verärgern die Pantone Anwender

Pantone hat seiner Pantone Plus Farbpalette im März 2014 weitere 84 Farben hinzugefügt und damit die Gesamtsumme der Pantone Plus Farben auf 1755 Farbtöne erweitert, wie Pantone auf seiner Website schreibt.  Die Farben wurden – passend zur Pantone Farbe des Jahres: Radiant Orchid – im Rouge und Rosa Spektrum erweitert, basieren aber auf den bisherigen Basisfarben.

Zwei weitere Veränderungen im Vergleich zum bisherigen 50th Anniversary Fächer sind sichtbar:

  • Die Deckblätter wurden neu gestaltet
  • Die Reihenfolge der Farbanordnung wurde jetzt durchgehend nach chromatischen Kriterien verändert und entspricht nun der korrekten Reihenfolge.  Damit wurden die Farben aus 2010 und 2012 nun logisch in die neuen Fächer integriert.

Für die CMYK Fächer, die Premium Metallics und die Pastells & Neons Farbfächer wurden nur die Deckblätter aktualisiert. Grafiker und Druckereien sollten also bald ihre Solid Coated und Solid Uncoated Fächer auf den Fächerjahrgang 2014 upgraden.

Genervte Kunden durch die Pantone Produktpolitik

Seit 2010 herrscht Chaos im Pantone Plus Farbportfolio, was durch die neue Fächergeneration nicht verbessert wird. So existieren derzeit parallel drei Pantone Plus Fächer, die alle unterschiedliche viele Farben beinhalten, obwohl das nirgends durch Pantone transparent kommuniziert wird. Gleiches gilt für die Pantone Produktpartner wie Adobe: Kaum ein Grafiker weiss, welche Pantone Plus Farben in seiner Adobe Version enthalten sind, da weder Pantone noch Adobe ihre Fächer- und Farbgenerationen unterschiedlich kennzeichnen.  Pantones Aussage: „Kompatibel mit den digitalen Workflows der heutigen Zeit – Farben können in führenden Design-Anwendungen problemlos aktualisiert werden“ heißt übersetzt wohl eher: „Welche Pantone Farben Sie in Ihrer Anwendung sehen, ist je nach Aktualisierungsstand und Ihrem manuellen Eingriff purer Zufall.“ Weiterlesen

Farbabweichungen von HKS Farben im Proof in Delta-E (∆E)

Aktuelle Proofsysteme können Sonderfarben wie HKS oder Pantone sehr gut wiedergeben. Mit der Fiery XF 5.2 Proofsoftware und den Epson 7900/9900 Proofdruckern haben wir ausgewertet, mit welcher Farbabweichung in Delta-E HKS Farben getroffen werden können.

Die Farbabweichungen wurden anhand des gemessenen Farbraumes des Proofsystems von shop.proof.de von der Proofsoftware berechnet. Abweichungen sind daher in der Praxis gut möglich. Es zeigt sich aber, daß fast alle HKS Farben recht gut im großen Farbraum des Proofgerätes simuliert werden kann.

Je kleiner der ∆E-Wert, desto geringer ist der Farbabstand von der HKS Referenz zur geprooften HKS Farbe. Werte mit fast ∆E 5 wie bei HKS 29 N oder bei HKS 33 K und HKS 33 N zeigen, welche HKS-Farben im Proof schlechter wiedergegeben werden können.

HKS K Farbe Delta-E Farbabstand Proof Bilderdruck HKS N Farbe Delta E Farbabstand Proof Naturpapier
HKS 1 K 0,73 ∆E HKS 1 N 0,32 ∆E
HKS 2 K 0,53 ∆E HKS 2 N 0,32 ∆E
HKS 3 K 1,17 ∆E HKS 3 N 0,37 ∆E
HKS 4 K 0,64 ∆E HKS 4 N 0,07 ∆E
HKS 5 K 0,77 ∆E HKS 5 N 0,42 ∆E
HKS 6 K 1,08 ∆E HKS 6 N 0,64 ∆E Weiterlesen

Farbabweichungen von Pantone Farben im Proof in Delta-E (∆E)

Moderne Proofsysteme können auch Sonderfarben wie Pantone oder HKS sehr gut wiedergeben. Wir haben mit der aktuellen Fiery XF 5.2 Proofsoftware und den Epson 7900/9900 Proofdruckern ausgewertet, mit welcher Farbabweichung in Delta-E Pantone Farben getroffen werden können.

Die Farbabweichungen wurden anhand des gemessenen Farbraumes des Proofsystems von shop.proof.de von der Proofsoftware berechnet. Abweichungen sind daher in der Praxis gut möglich. Es zeigt sich aber, daß ein Großteil der Pantonefarben recht gut im großen Farbraum des Proofgerätes simuliert werden kann.

Je kleiner der ∆E-Wert, desto geringer ist der Farbabstand von der Pantone Referenz zur geprooften Pantone Farbe. Werte über ∆E 5 oder sogar leere Felder wie bei einigen Pantone U Farben zeigen, welche Pantonefarben im Proof nur sehr schlecht wiedergegeben werden können.

Pantone Farbe
Solid Coated
Farbabweichung im Proof in
Delta-E (∆E)
  Pantone Farbe
Solid Uncoated
Farbabweichung im Proof in
Delta-E (∆E)
PANTONE 100 C 0.89 ∆E PANTONE 100 U 1.69 ∆E
PANTONE 101 C 0.60 ∆E PANTONE 101 U 1.62 ∆E
PANTONE 102 C 1.23 ∆E PANTONE 102 U 1.40 ∆E
PANTONE 103 C 0.72 ∆E PANTONE 103 U 0.49 ∆E
PANTONE 104 C 0.48 ∆E PANTONE 104 U 0.92 ∆E
PANTONE 105 C 0.80 ∆E PANTONE 105 U 1.07 ∆E Weiterlesen

Pantone Plus vs. Pantone: Farben, Fächer und Probleme.

Im Jahr 2010 stand eine der zentralen Neuerungen im Hause Pantone für Grafiker, Dienstleister und Druckereien an: Die Pantone Palette wurde um zahlreiche Farben erweitert und bekam einen neuen Namen: Pantone Plus

Die Erweiterung um 560 Farben erfolgte in zwei Schritten:

 2010: Plus 224 auf insgesamt 1341 Pantone Solid Farben

Im Jahr 2010 wurde die Pantone Palette um 224 Farben erweitert, die in der Pantone Nomenglatur die Farbnamen von 7548 bis 7771 tragen. Alle neuen Farben konnten weiter in der Druckerei mit bisherigen 14 Pantone Basisfarben angemischt werden.

  • PANTONE Yellow
  • PANTONE Yellow 012
  • PANTONE Orange 021
  • PANTONE Warm Red
  • PANTONE Red 032
  • PANTONE Rubine Red
  • PANTONE Rhodamine Red
  • PANTONE Purple
  • PANTONE Violet
  • PANTONE Blue 072
  • PANTONE Reflex Blue
  • PANTONE Process Blue
  • PANTONE Green
  • PANTONE Black

 2012: Plus weitere 336 auf insgesamt 1677 Pantone Solid Farben

Im Jahr 2012 wurde die Pantone Plus Palette um weitere 336 Farben erweitert, die in der Pantone Nomenglatur die Farbnamen von 2001 bis 2336 tragen. Damit diese Farben erzielt werden können, wurden die bisherigen 14 Pantone Basisfarben um 4 neue Farben auf insgesamt 18 Basisfarben erweitert. Die neuen, aus der Pantone GOE Palette entlehnten Farben sind:

  • PANTONE Bright Red
  • PANTONE Pink
  • PANTONE Medium Purple
  • PANTONE Dark Blue

Diese Änderungen wurden ungeschickterweise von Pantone nur sehr ungenügend kommuniziert. Ein typisches Beispiel zeigt ein Screenshot vom 08. November 2013: Auf der deutschen und der englischen Pantone Seite werden zwei völlig Weiterlesen

Einfache Umrechnung von Pantone – HKS – CMYK – RGB mit Adobe Photoshop

Farbbücher Auswahl in Adobe Photoshop CC: HKS, Pantone, CMYK und vieles mehrÖfter einmal stellt sich die Frage, was für einer Pantone Farbe denn HKS 43 K entspricht. Oder was für einem CMYK Wert? Und was für einer Webfarbe in RGB?

Wer Adobe Photoshop besitzt, der kann diese Umrechnungen direkt dort durchführen. In Photoshop CC sind alle namhaften Farbbücher mit Werten hinterlegt.

Nehmen wir an, wir suchen die Pantone Entsprechung und die passende CMYK Farbe von HKS 43 K.

1.: Öffnen Sie die Farbpalette in Adobe Photoshop und wählen Sie als Buch HKS K und dann die Farbe HKS 43 K aus. Alle namhaften Farbbücher sind in Photoshop direkt hinterlegt.

Farbauswahl von HKS 43 K im Buch HKS K in Adobe Photoshop CCDie Farbe entspricht einem Lab Wert von 26/29/-79. Auch ein CMYK Wert ist bereits hier hinterlegt. Wählen Sie einfach das Buch HKS K Process: Weiterlesen

Abschlussprüfung Mediengestalter 2013: Probleme beim Proof von CMYK plus HKS 37 K

Deutschlandweit absolvieren die Auszubildenden zum Mediengestalter/in Digital und Print ihre Abschlussprüfungen im Bereich Print. Die Aufgabenstellung sieht in diesem Jahr eine Bildretusche eines CMYK Bildes vor, bei dem die Farbe der Bluse von weiss auf HKS 37 K verändert werden soll. An sich eine gute Aufgabenstellung, die die zukünftigen Mediengestalterinnen und Mediengestalter vor eine lösbare und gute Aufgabe stellt.

Seit 2010 müssen die Abschlussprüfungen zusammen mit dem Fogra Medienkeil 2.0 entweder als farbverbindlicher Proof eingereicht werden, oder der Prüfling soll sich laut ZFA Medien (Zentral-Fachausschuss Druck und Medien) „vor der Ausgabe seiner Prüfungsarbeit von der korrekten gerätespezifischen Kalibrierung des Ausgabegerätes überzeugen“, was kaum ein Prüfling realistisch leisten kann. Und so landen jedes Jahr die Abschlussarbeiten der Auszubildenden Mediengestalter bei Reprostudios und Proof-Dienstleistern und werden dort professionell geprooft.

Der Wortlaut der ZFA Anforderungen an die Proofs für Abschlussprüfungen finden Sie hier.

In diesem Jahr jedoch sind bei der Abschlussprüfung der Mediengestalter erstmals nicht Daten in CMYK, sondern als fünffarbige Daten in CMYK plus HKS 37 K gefordert. Dabei besonders kritisch: HKS 37 K soll als Stofffarbe in ein CMYK Bild integriert werden und eine weisse Bluse in HKS 37 umfärben. Weiterlesen

Kann man Sonderfarben proofen?

Da viele Drucksachen Sonderfarben wie Pantone oder HKS enthalten, stellt sich häufig die Frage, ob diese Farben überhaupt geprooft werden können. Die Antwort lautet „nein“. Es ist lediglich eine annähernde Simulation dieser Farben möglich.
Der Grund: Jede Sonderfarbe ist eine eigens angemischte, „echte“ Farbe und wird daher nicht aus den 4 Druckfarben (Cyan, Magenta, Yellow und Black) zu mischen sein.

Moderne Proofgeräte verfügen heute über bis zu 12 unterschiedliche Druckfarben, und haben neben den klassichen Primärfarben auch z.B. Orange und Grün als echte Farben im Gerät. Proofdrucker wie z.B. der Epson 7900 oder 9900 sind daher in der Lage, deutlich größere Farbräume als beispielsweise ISOCoatedV2 darzustellen. Die Sonderfarbsimulation in diesen Geräten ist daher bei der Ansteuerung über einen Contone Treiber, der auf den gesamten Farbraum des Proofdruckers zugreifen kann, teilweise sehr gut. Epson selbst spricht beispielsweise davon, daß „98% aller Pantone Farben“ wiedergegen werden können. Das darf zwar stark angezweifelt werden, aber eine Zahl von über 80% aller Pantone Farben ist aus unserer Sicht durchaus realistisch.

Früher wurden Pantone und HKS Farben von den Proofsystemen einfach nach CMYK umgewandelt und dann im Standard-Farbraum, also zumeist ISOCoatedV2 simuliert. Die Darstellung der Farben ist hier zumeist völlig unzureichend. Für die Wiedergabe von Pantone und HKS Farben in einem Proof ist es daher immens wichtig, einen modernen Proofdrucker mit vielen Farben und einem hohen Farbraum zu haben und eine moderne Proofsoftware, die auch in der Lage ist, den Farbraum präzise anzusteuern.

Unterschiede in der Qualität der Simulation von Sonderfarben sieht man den unterschiedlichen Drucksystemen schnell an: Druckt der Proofdienstleister mit einem älteren 6-Farben oder 8-Farben System (Cyan, Light Cyan, Magenta, Light Magenta, Yellow und Black bzw. Light-Black), werden Sonderfarben schlechter simuliert als z.B. mit einem modernen 11-farbigen System mit Cyan, Light Cyan, Orange, Yellow, Magenta, Light Magenta, Photo Black, Matte Black, Light Black, Light light Black und Grün.

Die höhere Simulationsqualität der Sonderfarben wird dadurch erzeugt, dass etwa Orange bereits als eigene Farbe vorhanden ist und nicht schon vor der Sonderfarbsimulation aus Magenta und Yellow gemischt werden muss.

Dabei muss natürlich gesagt werden, daß insbesondere im Bereich von Metallic oder Leuchtfarben Grenzen gesetzt sind; diese Farbtöne sind derzeit im Proof nicht reproduzierbar.

Kritisch ist auch die Vollton-Simulation von Abstufungen

In den Proofsysteme sind überwiegend nur die 100% Werte einer Pantone- oder HKS Farbe hinterlegt. Soll also z.B. ein Schrift-Logo mit 100% Farbauftrag einer Pantone-Farbe simuliert werden, ist das präzise und wird in den meisten Proof-Systemen gut dargestellt.

Schwieriger wird es aber schon, wenn das Logo neben 100% Flächen auch eine 30% Pantone Farbfläche enthält, da diese nicht im Proofsystem definiert ist, sondern vom Proofsystem simuliert wird. Dabei sind teilweise erhebliche Abweichungen von z.B. von HKS Rasterfächern festzustellen.

Noch schwieriger wird es, wenn z.B. auf einer 100% HKS Fläche ein Graustufen TIFF liegt und überdruckt. Für den grafischen Profi ist sofort nachvollziehbar, daß die HKS Fläche durch ein überdruckendes 30% Schwarz einfach an dieser Stelle dementsprechend dunkler werden muss. Die Proofsoftware muss diesen Effekt allerdings korrekt erkennen, korrekt berechnen und dann auch noch mit den vom Proofdrucker zur Verfügung stehenden 11 Farben korrekt simulieren. Daß hierbei unzählige Fehler entstehen können, ist schnell nachvollziehbar. Und die Königsdisziplin: 7-farbige Pantone-Dateien mit jeder Menge überlagernden und überdruckenden Pantone-Farben oder HKS-Farben mit überdruckenden CMYK-Elementen kann selbst von modernsten Proofsystemen bestenfalls gut geraten werden, aber keinesfalls farbverbindlich simuliert werden.

Die schlechte Nachricht ist also: Ein Proof mit Sonderfarben ist daher nach heutigem Stand der Technik niemals farbverbindlich und fällt je nach Proofsystem äußerst unterschiedlich aus.

Die gute Nachricht ist aber auch: Sonderfarben, insbesondere im Vollton, können heute von modernen Proofsystemen sehr gut simuliert werden. Ein modernes Proofsystem bietet daher auch die Möglichkeit, zu einem Bruchteil der Kosten eines Andrucks einen realistischen Eindruck von Sonderfarb-Drucken zu bekommen.

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