PDFX-ready: Leitfaden 2015 und neue Preflight-Profile für CMYK- und CMYK+RGB online

PDFX-ready Leitfaden 2015 DownloadDie Schweizer PDFX-ready Initiative, der auch die Proof GmbH angehört, hat aktuell die neueste Version des PDFX-ready Leitfadens auf www.pdfx-ready.ch veröffentlicht. Der Leitfaden kann kostenlos als PDF heruntergeladen werden und bietet jede Menge Erklärungen und Infos zu PDF und PDF/X.

Im aktuellen Leitfaden wurden neben Anpassungen für QuarkXPress 2015 und Adobe Acrobat DC wurde der RGB-Workflow wieder aufgenommen.

Unter anderem bietet der Leitfacen folgende Themen:

  • Farbgrundeinstellungen für Programme und Dokumente – heutzutage haben nicht nur Bilder angehängte ICC Profile, sondern auch Grafiken und Layoutdokumente
  • Vorbereiten von Bildern für zwei Aufbereitungs-Arten – early und intermediate binding
  • Aufbereitung von Grafiken
  • Aufbau von Layouts
  • Datenprüfung in Layoutprogrammen
  • Optimierte Verwendung von Transparenzfunktionen
  • PDF/X Erzeugung aus InDesign und XPress
  • Erstellung von medienneutralen PDFs
  • PDF Datenprüfung mit den Prüfprofilen von PDFX-ready
  • Warum überhaupt der PDFX-ready-Workflow V2
  • Das Prüfregelwerk zum PDFX-ready-Workflow V2
  • Umgang mit der Ausgabebedingung
  • Farbkonvertierung von PDF Dateien
  • Verarbeiten von PDF/X-4 Dateien

Was den RGB-Workflow betrifft, wurde ja bereits 2011 bei der ersten Veröffentlichung des PDFX-ready Workflows V2, der auf PDF/X-4 basiert, der RGB-Workflow als Alternative zum traditionellen CMYK-Workflow (genannt «Classic») angeboten. Weiterlesen

Einfache Umrechnung von Pantone – HKS – CMYK – RGB mit Adobe Photoshop

Farbbücher Auswahl in Adobe Photoshop CC: HKS, Pantone, CMYK und vieles mehrÖfter einmal stellt sich die Frage, was für einer Pantone Farbe denn HKS 43 K entspricht. Oder was für einem CMYK Wert? Und was für einer Webfarbe in RGB?

Wer Adobe Photoshop besitzt, der kann diese Umrechnungen direkt dort durchführen. In Photoshop CC sind alle namhaften Farbbücher mit Werten hinterlegt.

Nehmen wir an, wir suchen die Pantone Entsprechung und die passende CMYK Farbe von HKS 43 K.

1.: Öffnen Sie die Farbpalette in Adobe Photoshop und wählen Sie als Buch HKS K und dann die Farbe HKS 43 K aus. Alle namhaften Farbbücher sind in Photoshop direkt hinterlegt.

Farbauswahl von HKS 43 K im Buch HKS K in Adobe Photoshop CCDie Farbe entspricht einem Lab Wert von 26/29/-79. Auch ein CMYK Wert ist bereits hier hinterlegt. Wählen Sie einfach das Buch HKS K Process: Weiterlesen

Layout in RGB, Druck in CMYK. Probleme?

Insbesondere in größeren Unternehmen stellt heute das Layout in RGB eher die Regel als die Ausnahme dar. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand:

  • Das Layout findet in einem großen, nahezu medienneutralen Farbraum statt
  • Alle Photoshop Filter stehen uneingeschränkt zur Verfügung
  • Der Prozess der Farbraumkonvertierung nach CMYK wird so spät als möglich in den Produktionsprozess verlagert

In der Praxis stehen aber insbesondere an zwei Stellen mögliche Probleme ins Haus.

Problemstellung 1: CMYK Konvertierung im letzten Schritt.
Der Katalog ist in InDesign gelayoutet, alle Daten stimmen perfekt, als letzter Schritt vor Druck und Proof steht der Export in ein druckfähiges PDF in CMYK an. Im Normalfall erfolgt das über einen Preset in InDesign, in dem die genauen Spezifikationen für die Farbraumkonvertierung definiert sind. In der Praxis ist dieser Farbraumtransfer aber kaum zu überwachen. Das Problem: Selbst wenn Sie in der exportierten PDF Datei z.B. die Farbwerte in Acrobat kontrollieren, zeigt Ihnen Acrobat nicht wirklich die enthaltenen Farben an. Auch bei fälschlicherweise immernoch enthaltenen RGB Bildern würde Ihnen Acrobat brav CMYK Werte anzeigen. Im Druck können aber beim erneuten Verarbeiten der Daten andere CMYK Werte entstehen. Da sah vor kurzem so aus: Weiterlesen

Warum sich Monitor und Papier in Sachen Farbe nicht verstehen.

Farbe ist Farbe, sollte man denken. Das stimmt. Aber haben Sie schon einmal versucht, die Farbe Ihres neuen Autos oder Ihrer neuen roten Geldbörse am Telefon einer Bekannten zu erklären? Da merken Sie schon, daß menschliche Farberkennung und die Wiedergabe derselben in einem anderen Medium sehr schwierig sind.

Das gleiche gilt für Computer – besser: Monitore, und Drucker – also: Laserdrucker, Tintenstrahldrucker bzw. Zeitungsdruck oder Offset-Broschürendruck.

Wieso ist das Rot auf einem Monitor ein anderes Rot als genau dasselbe Rot, das auf einem Papier gedruckt ist? Ganz einfach: Legen Sie das Papier vor den Monitor. Die beiden Rottöne sind exakt dieselben. So. Und jetzt verdunkeln Sie den Raum vollständig. Was sehen Sie? Das Rot auf dem Monitor ist immernoch rot. Und genau dasselbe Rot auf dem Papier? Das ist jetzt Schwarz. Warum das? Ganz einfach:

Ein Monitor fügt dem bestehenden Umgebungslicht Licht, also Spektralanteile hinzu. Sehen Sie auf einem Monitor Rot, dann deshalb, weil der Monitor aktiv rotes Licht aussendet.

Und nun das Papier: Wann sehen Sie auf einem Papier Rot? Genau dann, wenn weisses Licht auf das Papier fällt, zum Beispiel durch ein Fenster oder eine Lampe. Und wann sehen Sie die auf einem Papier die Farbe Rot? Wenn weisses Licht auf das Papier fällt, und das Papier dem weissen Licht die nicht-roten Spektralanteile entzieht und das rote Licht reflektiert. Genau dann sehen Sie die Farbe Rot.

Eine Farbe, zwei völlig unterschiedliche Wege der Erzeugung. Und genau hier setzten die Farbkalibrierung und der Proof an. Die Strategie? Messen. Und das unter festgelegten Bedinungen und nicht mit dem menschlichen Auge, sondern mit „unbestechlicher“ Technik.

Vereinfacht gesagt: Ein Monitor-Kalibrationsgerät kann Ihren Monitor ausmessen und genau erkennen, „wieviel“ Farbe Ihr Montor darstellen kann, und „wie falsch“ Ihr Monitor Farbe darstellt. Und wenn Ihr Computer das weiss, kann er den Monitor korrigieren.

Ein weiteres Messgerät kann neutrales weisses Licht auf ein Papier aussenden und die reflektierte Farbe messen. Je nach Druckverfahren und Papier sieht die Farbe völlig unterschiedlich aus, aber das Messgerät sieht wiederum, „wieviel“ Farbe der Druck darstellen kann, und „wie falsch“ der Druck Farbe darstellt. Und wenn Ihr Computer das weiss, kann er das korrigieren. Und:

Wenn der Computer die Farbdarstellung von Monitor und Drucker kennt, dann kann er die Darstellung so korrigieren und angleichen, dass beides derselben Farbe entspricht. Das funktioniert natürlich nur, wenn das Licht, das das Papier beleuchtet in Farbe und Helligkeit ebenfalls bekannt und normiert ist.

Und wie funktioniert der Proof? Ganz einfach:
Wenn ein Computer auch noch weiss, daß das endgültige Druckerzeugnis im Offsetdruck auf einem Bilderdruckpapier gedruckt werden soll, und er kennt die Farbdarstellung dieses Druckverfahrens, dann kann er das auf Monitor und auf einem Tintenstrahldrucker simulieren. Am Monitor ist diese farbverbindliche Darstellung ein sogenannter „Softproof“, die farbverbindliche Vorschau des späteren Druckes auf dem Tintenstrahldrucker heißt „Proof“ oder „Kontrakt Proof“.

Dieser Tintenstrahldruck muss sehr präzise sein, und in Farbraum und Farbsimulation höchsten Ansprüchen genügen. Und da die dahinterstehende Bildverarbeitungstechnik, Farbabgleichungstechnung und Messtechnik nicht eben sehr billig ist, sind Proofs auch nach wie vor zumeist „teure“ Tintenstrahldrucke. Durch neue Drucksysteme und preiswerte und bessere Messtechnik haben sich aber auch hier in den letzten Jahren die Preise deutlich nach unten bewegt.

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Wofür ein Proof? Die wichtigsten Gründe für einen Proof!

  1. Ein Proof ist beruhigend:
    Der Proof zeigt das Farbergebnis des späteren Druckes.
    Der Kunde kennt das spätere Ergebnis anhand des Proofs genau und ist beruhigt.
    Der Drucker weiß, daß der Kunde den Proof kennt und ist ebenfalls beruhigt.
  2. Ein Proof ist schnell:
    Heute bestellt, morgen geliefert: Moderne Proofdienstleister arbeiten schnell und produzieren kaum Zeitverlust im Entwurfs- und Druckprozess
  3. Ein Proof ist präzise:
    Alle professionellen Dienstleister arbeiten heutzutage mit Proof Druckern, die in kurzen Abständen neu kalibriert werden. Über einen Medienkeil mit Prüfprotokoll zudem einen klaren messtechnischen Beweis, daß der Proof korrekt und ihm Rahmen der Normabweichungen ist.
  4. Ein Proof ist billig:
    Früher verlangten Reprostudios oft fast 30 Euro für einen DIN A4 Proof. Heutzutage kostet das nur noch einen Bruchteil. Im Produktionsprozess fallen die Proofkosten kaum ins Gewicht.
  5. Ein Proof zeigt auch die Farben, die der Monitor nicht zeigt:
    In den meisten Agenturen sind hardwarekalibrierte Proof-Monitore Mangelware. Und  TFTs oder alte Röhren zeigen zwar Farben, aber leider irgendwelche. Ein Proof bildet auch Farben ab, die Standard-Monitore nicht darstellen können, die aber gedruckt werden können.
  6. Ein Proof simuliert Zeitungsdruck wie Bilderdruck.
    Wenn die gleiche Anzeige im Hochglanzprospekt für den Messestand, in den Messenachrichten und in der Sonderbeilage in der örtlichen Tageszeitung für die Messe erscheinen soll, dann können die drei unterschiedlichen Farbergebnisse vorab im Proof hervorragend simuliert und dargestellt werden. Und wer weiß: Vielleicht lässt der Kunde den Hausprospekt aufgrund des Proofs dann doch auf Bilderdruck statt auf Naturpapier drucken, oder wählt für die Zeitungsanzeige ein anderes Motiv. Der Proof zeigt’s.
  7. Ein Proof kann CMYK und mehr!
    Moderne Proofsysteme können bis zu 98% aller Pantone-Farben und HKS-Farben im Proof darstellen.  Dadurch können nicht nur vierfarbige, sondern auch fünf, sechs und mehrfarbigen Dateien geprooft werden. Oft wird heute zweimal geprooft: Einmal in CMYK plus Hausfarbe in Pantone und einmal in CMYK und Hausfarbe in CMYK. Kunde und Agentur können dann entscheiden, ob ihnen das Farbergebnis den Aufpreis im Druck für die fünfte Farbe wert ist.
  8. Ein Proof ist aus Papier.
    Genau wie das Produkt, das er simuliert. Ein Proof kann neben den Druck gelegt und unter Normlich verglichen werden. Und zur Kontrolle kann man beide ans Tageslicht tragen, im Kerzenlicht betrachten und vieles mehr. Ein Softproof kann das alles nicht.

Soweit die erste unvollständige Liste. Sie kennen weitere gute Gründe? Wir freuen unsüber jeden Kommentar und arbeite gerne weitere Punkte ein.

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Profile für den Proof einbetten? Ja oder Nein?

Oftmals stellt sich die Frage, ob Farbprofile in den PDF-Dateien für den Proof eingebettet werden sollen.

Um die Frage zu beantworten, muss ein wenig ausgeholt werden: Der Proof soll den späteren Offsetdruck simulieren. Für den Offsetdruck wurden bislang mit wenigen Ausnahmen die Belichter so konfiguriert, daß ein 70% schwarz in der Datei als 70% schwarz auf der Druckplatte wiedergegeben wird, egal was für ein Profil in der Datei angegeben war. Auch ob Bilderdruck oder Naturpapier war egal: 70% in der Datei entsprachen 70% auf der Platte, die Papierauswahl ergab die Farbdarstellung.

Dem hat sich auch der Proof angepasst: Die meisten Proof-Dienstleiter ignorieren eingebettete CMYK Profile und tun es damit ihren Druck-Kollegen gleich. Auch bei Graustufen werden die Profile meist ignoriert und die Graustufe einfach dem CMYK Schwarz zugeordnet. Somit werden alle CMYK und Graustufen Daten einfach so interpretiert, als wären sie im Ausgabefarbraum erstell worden. Wird nach „ISOCoated V2“ geproof, werden alle Bilder als solches behandelt, und wird nach „PSOUncoated“ geprooft, dann sind die CMYK Bilder eben in diesem Farbraum angelegt.

Das tut bei der Großzahl der zu proofenden Dateien hervorragende Dienste. Problematisch sind nur RGB Farben, die in den Daten enthalten sind.
Da der RGB Farbraum erheblich größer ist als die meisten CMYK Farbräume muss hier klar sein, aus welchem Farbraum nach welchen Kriterien in CMYK konvertiert werden soll. Die meisten Proofdienstleister geben hier einen Farbraum vor, aus dem sie standardmäßig konvertieren, sollte kein RGB Farbraum definiert sein. Das kann zu Schwierigkeiten führen: Viele Proof Studios wählen z.B. ECI-RGB als Farbraum, da er groß und auf den Offsetdruck optimiert ist; die meisten Bilder von Digitalkameras kommen allerdings aus sRGB und diese Farbräume unterscheiden sich erheblich. Daher ist es wichtig, daß der RGB Farbraum für einen Proof eingebettet wird, da ansonsten im Normalfall die Proofsoftware einen Farbraum für die Umwandlung in den zu proofenden CMYK Farbraum wählt; und dieser Farbraum ist zumeist nicht derjenige, in dem die Daten erstellt würden.

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