Beta Tester für PDFX-ready Online Tools gesucht

Im Oktober sollen die neuen Online-Tools der PDFX-ready online gehen. Um bis dahin Erfahrungen mit den Tools zu sammeln, sucht PDFX-ready noch Beta-Tester, die sich mit den Funktionen und Möglichkeiten der Tools zum Preflight von PDF-Daten vertraut machen und ihre Erfahrungen an die Entwicklergruppe zurückspielen.
Mit den neuen PDFX-ready Online Tools können Anwender online kostenlos PDF Prüfungen und Konvertierungen auf einem Server in der Cloud durchzuführen. Beim PDF Preflight werden PDF-Dateien mit den Preflight-Profilen von PDFX-ready geprüft und ein ausführlicher Report erzeugt. Mit dem Color Preflight können die ursprünglichen CMYK-Farbräume der Bilder in einer PDF-Datei ermittelt werden. Mit dem ISO<->PSO Converter werden PDF-Dateien von FOGRA39 (ISO Coated V2) zu FOGRA51 (PSO Coated V3) oder umgekehrt konvertiert. Die Freigabe der PDFX-ready Online Tools ist für Oktober 2016 geplant.

PDFX-ready Online ToolsWer sich als Beta-Tester registrieren möchte, kann das unter folgendem Link tun.

Weitere Informationen zu den Online-Tools finden Sie auch in der Präsentation von Stephan Jaeggi dazu von den Swiss Publishing Days.

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PaC.Space Proofs im Shop: Neues Proof Profil für den Verpackungstiefdruck

Mit PaC.Space gibt es zum ersten Mal einen einheitlichen Farbstandard und Proofstandard für den Verpackungstiefdruck auf gestrichenen Substraten und Folien. Proofs im Farbraum PaC.Space können jetzt bequem auf shop.proof.de bestellt werden.

Im Verpackungstiefdruck existierten bislang keine Farbstandards, da er wesentlich komplexer ist als z.B. der Magazintiefdruck und im Verpackungsdruck wesentlich größere Farbräume erzielt werden können. So wurde bislang oft im Farbraum ISOCoatedV2 gearbeitet, der aber wesentlich weniger Farben umfasst als PaC.Space. Oder es wurden Hausstandards der Verpackungsdrucker verwendet, die aber vor dem Druckprozess immer noch einmal auf den finalen Druck hin überarbeitet werden mussten.

Mit PaC.Space gibt es nun einen für viele Verpackungstiefdrucke geeigneten Farbraum, mit dem bereits sehr früh im Designprozess ein Proof erstellt werden kann, das dem späteren Produktionsergebnis sehr nahe kommt. Die Bearbeitung der Daten kann und soll direkt in PaC.Space erfolgen, was Kosten und Zeiten zu reduzieren hilft.

Die Idee eines einheitlichen Farbraumes ist das Ergebnis eines Projekts der Arbeitsgruppe Pro Tiefdruck der European Rotogravure Association (ERA) unter der Führung von GMG und des europaweit größten Zylinderhauses Janoschka. Bei Proof.de werden PaC.Space Proofs nach folgenden Bedingungen erstellt: Weiterlesen

Profile für den Proof einbetten? Ja oder Nein?

Oftmals stellt sich die Frage, ob Farbprofile in den PDF-Dateien für den Proof eingebettet werden sollen.

Um die Frage zu beantworten, muss ein wenig ausgeholt werden: Der Proof soll den späteren Offsetdruck simulieren. Für den Offsetdruck wurden bislang mit wenigen Ausnahmen die Belichter so konfiguriert, daß ein 70% schwarz in der Datei als 70% schwarz auf der Druckplatte wiedergegeben wird, egal was für ein Profil in der Datei angegeben war. Auch ob Bilderdruck oder Naturpapier war egal: 70% in der Datei entsprachen 70% auf der Platte, die Papierauswahl ergab die Farbdarstellung.

Dem hat sich auch der Proof angepasst: Die meisten Proof-Dienstleiter ignorieren eingebettete CMYK Profile und tun es damit ihren Druck-Kollegen gleich. Auch bei Graustufen werden die Profile meist ignoriert und die Graustufe einfach dem CMYK Schwarz zugeordnet. Somit werden alle CMYK und Graustufen Daten einfach so interpretiert, als wären sie im Ausgabefarbraum erstell worden. Wird nach „ISOCoated V2“ geproof, werden alle Bilder als solches behandelt, und wird nach „PSOUncoated“ geprooft, dann sind die CMYK Bilder eben in diesem Farbraum angelegt.

Das tut bei der Großzahl der zu proofenden Dateien hervorragende Dienste. Problematisch sind nur RGB Farben, die in den Daten enthalten sind.
Da der RGB Farbraum erheblich größer ist als die meisten CMYK Farbräume muss hier klar sein, aus welchem Farbraum nach welchen Kriterien in CMYK konvertiert werden soll. Die meisten Proofdienstleister geben hier einen Farbraum vor, aus dem sie standardmäßig konvertieren, sollte kein RGB Farbraum definiert sein. Das kann zu Schwierigkeiten führen: Viele Proof Studios wählen z.B. ECI-RGB als Farbraum, da er groß und auf den Offsetdruck optimiert ist; die meisten Bilder von Digitalkameras kommen allerdings aus sRGB und diese Farbräume unterscheiden sich erheblich. Daher ist es wichtig, daß der RGB Farbraum für einen Proof eingebettet wird, da ansonsten im Normalfall die Proofsoftware einen Farbraum für die Umwandlung in den zu proofenden CMYK Farbraum wählt; und dieser Farbraum ist zumeist nicht derjenige, in dem die Daten erstellt würden.

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