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Epson zeigt neue Proofdrucker Referenz: Epson SureColor P7000 / P9000

 

Die Firma Epson, die mit den verbreiteten Epson Stylus Pro 7900 und 9900 derzeit die am Markt überwiegend verbreiteten Proofdrucksysteme bietet, präsentiert mit dem Epson SureColor P7000 und P9000 die kommende Referenz im Proofmarkt. Die Geräte ähneln äußerlich verblüffend ihren Vorgängern, wer nicht genau hinsieht, wird auf den ersten Blick außer der Farbe der Rollenabdeckung oben keine äußerlichen Unterschiede zwischen den Druckern feststellen.

Epson SureColor P7000 / P9000

Epson SureColor P7000 P9000 Overview

 

 

 

 

 

Epson Stylus Pro 7900 / 9900

Epson Stylus Pro 7900 / 9900

 

 

 

 

 

Es stecken auch nicht mehr Tintenpatronenplätze in den neuen Proofdruckern, aber: Die neuen SureColor P7000 und P9000 Drucker kommen in zwei Optionen: In der Standardvariante sind exakt dieselben Farben wie bei den 7900 und 9900 Druckern vorhanden. In der Commercial Version wird das LightLightSchwarz durch den Farbton „Violett“ ersetzt, der die Magenta und VividLightMagenta Farbtöne ergänzt und damit das erzielbare Farbspektrum minimal ergänzt. Anstelle von bislang erzielbaren 98% aller Pantonefarben werden die neuen Systeme 99,94% aller Pantone Farben abbilden können. Andreas Kraushaar von der Fogra zeigt in seiner PDF-Präsentation:

  • Von gemessenen 1729 Farbfeldern aus ISOCoatedV2 und Pantone+ haben
  • 1700 einen Delta-E 00 von kleiner ΔE1
  • 1728 haben einen Delta-E 00 von kleiner ΔE 2,5 (PSD Level A)
  • 1729, also alle haben einen Delta-E 00 von kleiner < ΔE 3,5 (PSD Level B)

In wiefern sich der höhere mögliche Farbumfang auch auf ISOCoatedV2 oder PSOCoatedV3 Farbräume auswirken wird, ist mir derzeit nicht bekannt.

Noch heißt es bei Epson auf der „Features and Benefits“-Seite lediglich „Coming soon“, aber so viel ist klar: Die Farbfeatures der beiden Editionen sind:

  • Standard Edition: C, LC, VM, VLM, Y, LK, LLK, O, G and PK or MK
  • Optional violet ink for commercial proofing applications:
  • Commercial Edition: C, LC, VM, VLM, Y, LK, V, O, G and PK or MK
  • Die Geräte scheinen gleich zu sein, und werden zum selben Preis verkauft
  • Sobald eine Farbkombination eingelegt ist, kann sie nicht mehr verändert werden

Epson schreibt von „Epson UltraChrome HDX pigment inks“, verwendet also eine andere Tintenrezeptur als bei den bisherigen K3 Modellen. Epson schreibt, daß die Pigmente vollständig neue seien, also vielleicht auch einen besseren Farbraum böten als die bisherigen, und im Schwarz eine 1,5mal bessere Dichte böten als die bisherigen K3 Pigmente. Dadurch sei höherer Kontrast und eine bessere Klarheit erzielbar, so Epson. Derzeit würden die neuen Pigmenttinten von Wilhelm-Research auf ihre Langzeithaltbarkeit überprüft.

  • „Better print permanence“, also einem besserern Langzeitstabilität, was aber im Proof-Bereich keine Relevanz haben wird
  • Einem neuen „Epson PrecisionCore® TFP®“ Druckkopf, der aber ziemlich ähnliche Kennzahlen wie der alte Druckkopf aufweist
  • Die Tropfengröße wird von 4pl auf 3,5pl reduziert
  • „faster processing and networking performance“, nun gut, alles andere wäre ja enttäuschend gewesen
  • „Improved Epson SpectroProofer spectrophotometer“, bezieht sich dabei auf den ILS-30 Messkopf, den wir ja bereits seit einem halben Jahr einsetzen
  • Die Spectroproofer-Halterung könnte voraussichtlich neu sein, aber vom reinen Aussehen her zu urteilen ist es dasselbe Ding, das wir seit 2010 in unseren 7900 und 9900 einsetzen
  • Die erzielbare Auflösung von 1440 x 2880 DPI wird sich wohl nicht ändern
  • Die Treiber sind jetzt wohl 16-Bit kompatibel und durch ein neues Screening und mehr Tropfengrößen wird wohl ein besseres Druckbild erzielt

Die Drucker sollen ab Oktober 2015, realistischer wohl ab 2016 zu voraussichtlich wohl ca. 4000 bzw. 6.000 Euro erhältlich sein.

Matthias Betz
Matthias Betz
Jahrgang 1970. Inhaber und Geschäftsführer der Proof GmbH in Tübingen, dem weltweit ersten Fogra 51/52 zertifizierten Unternehmen. Seit den 1990er Jahren Beschäftigung mit Farbmanagement, Proof, Normlicht und Softproof. Matthias Betz ist zertifizierter PDFX-ready Expert (X-1a und X-4).

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