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Farbskala

Der Begriff „Farbskala“ hat in der Druckindustrie zwei Bedeutungen:

1. Gernormte Prozessfarben: Standardisierte Druckfarben für den Vierfarbdruck (CMYK), z.B. die Euroskala.

2. Andruckskala: Ein schematisches Druckfarbenmuster, das bei einem Andruck hergestellt wird und zur Beurteilung des Druckausfalls durch den Kunden und als verbindliche Vorlage für die korrekte Farbführung im Auflagendruck dient.
Beim Vierfarbdruck z.B. besteht eine solche Skala aus je einem Einzeldruck in Cyan (C), Magenta (M), Gelb (Y) und Schwarz (K), sowie drei verschiedenen Zusammendrucken, bei denen erst zwei, dann drei, dann alle vier Farben übereinander gedruckt werden.

Farbstich

Wenn ein farbiges Bild wirkt, als läge ein farbiger Filter darüber, dann wird dies als Farbstich bezeichnet. Im Druck passiert dies auf Grund einer schlechten Graubalance.

Farbsystem

Ein Farbsystem (oder Farbmodell) ist eine abstrakte mathematische Methode zur Bestimmung und Spezifizierung von Farben, sowie deren Beziehung zueinander.
Es wird oft gleichgestellt mit dem Farbraum, der jedoch die konkrete Anwendung eines Farbsystems auf eine farbgebende Methode (Drucker, Bildschirm, etc) ist.

Bekannte Farbsysteme sind:

  • RGB (additive Farbmischung mit Rot, Grün und Blau)
  • CMYK (subtraktive Farbmischung mit Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz)
  • Lab/CIELab (aus Helligkeit, Rot-Grün-Achse und Blau-Gelb-Achse)
  • HSL und HSB/HSV (Hue, Saturation, Lightness und Hue, Saturation, Brightness/Value)

 

Farbtemperatur

Wird in Kelvin angegeben. Die Farbtemperatur beschreibt den empfunden Farbeindruck einer Lichtquelle. Eine Farbtemperatur von 5000K entspricht dabei der Weiße des Lichts, das ein metallischer Gegenstand aussenden würde, der auf 5.000 Kelvin erhitzt und glühen würde. Je höher die Temperatur, desto kühler das Licht. Das zeigt sich auch gut m Beispiel einer Glühlampe mit Dimmer: Je niedriger gedimmt die Lampe ist, desto röter und gelblicher wird das Licht, da der Glühdraht kühler wird. Je höher der Dimmer eingestellt wird, desto heller, aber auch weißer und kühler wird das Licht.

Beispielsweise wird eine Lampe mit 3000K als warmes Licht empfunden, eine mit 6000K als kaltes Licht.
D50 Normlicht hat eine Farbtemperatur von 5000K, D65 Normlicht eine Farbtemperatur von 6500 Kelvin.

Farbtiefe

Gibt an, wie viele unterschiedliche Farbtöne dargestellt werden können.
Es basiert auf dem binären System, das alle PCs benutzen.
Eine Farbtiefe von 1 Bit würde bedeuten, dass 2 Farben dargestellt werden können, wohingegen 24 Bit = 16,7 Millionen darstellbare Farben wären.

Die Farbtiefe hat direkten Einfluss auf die Dateigröße.

Farbumfang

Der Farbumfang (auch: Gamut) umfasst die Menge aller Farben eines Farbraums, die von einem Gerät erkannt (Kamera, Scanner) oder wiedergegeben werden kann (Drucker, Monitor).
Er wird in Form eines Farbkörpers veranschaulicht.

Farbverlauf

Eine Farbe, die auf einer Fläche meist von gesättigt zu weniger gesättigt verläuft.
Der Verlauf kann auch von einer Farbe zu einer anderen, oder mehreren Farben verlaufen.

Fiery

Fiery ist eine Produktreihe der Firma EFI – Electronics for Imaging. Während man früher den Namen Fiery nur von Controllern für Drucker kannte, werden unter dem Namen Fiery heute auch Proof und Produktionssysteme vertrieben.

Die beliebte Proofsoftware „EFI Colorproof XF“ wurde 2013 in „Fiery XF“ umbenannt.

FM-Rasterung

Bei der freguenzmodulierten Rasterung (nichtperiodische Rasterung) werden die Rasterpunkte unregelmäßig verteilt. Unterschiedliche Tonwerte entstehen durch die variierende Anzahl gleichgroßer Punkte auf einer Fläche.
Die FM-Rasterung überzeugt durch bessere Farbverläufe und fehlenden Moiré-Effekten.
Gerade filigrane Details können mit dem FM-Raster besser dargestellt werden als mit dem AM-Raster.

Fogra

Die Fogra Forschungsgesellschaft Druck e.V. mit Sitz in München versteht sich als Dienstleister der Druckindustrie. Sie hat vier Arbeitsfelder:

  • Forschung und Entwicklung
  • Beratung, Prüfung und Kontrollmittel
  • Gremienarbeit und Standardisierung
  • Wissenstransfer und Weiterbildung

Die Fogra zählt rund 800 Mitglieder aus dem Druckgewerbe und der Zulieferindustrie und rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter Ingenieure, Chemiker und Physiker.

Für den Proof relevant ist die Fogra an mehreren Stellen:

  • Der UGRA/Fogra Medienkeil CMYK V3.0 wird als Kontrollmittel zur Verifizierung von Proofs eingesetzt
  • Dabei werden die Prüfdatensätze der Fogra angewendet (z.B. Fogra 39 für Proofs nach ISOCoatedV2
  • Die Fogra zertifiziert Betriebe für die Herstellung von Kontrakt Proofs, aber auch Proof-Papiere und mehr. So ist z.B. die Proof GmbH für die Erstellung von Proofs nach Fogra 39 durch die Fogra zertifiziert, und unser Papier EFI Gravure Proof Papier 4245 ebenfalls als Proofsubstrat Fogra zertifiziert.

Weblink: www.fogra.de

Folienkaschierung

Die Folienkaschierung ist ein Schutzüberzug aus Folie, welcher dabei hilft, das Produkt (z.B. ein Buch) vor Dreck und Gebrauchsspuren zu schützen.

Gängige Arten der Folienkaschierung sind:

  • Nasskaschierung
    Ein viskoser Klebstoff wird auf die Folie aufgetragen, die anschließend unter Druck und Wärme auf das Material gepresst wird. Dabei verdunstet das Lösungsmittel im Klebstoff.
  • Thermokaschierung
    Die Folie ist bereits mit einem thermoaktiven Klebstoff beschichtet, der auf Hitze reagiert und sich verflüssigt.

Eine Folienkaschierung kann auch als Gestaltungsmittel verwendet werden, um das Produkt mit einer besonderen Optik (Gold, Silber, Perlmutt, Glanz, matt) oder Haptik (seidig, glatt, uvm) aufzuwerten.

Freistellen

Das Entfernen des Hintergrunds oder unwesentlicher Bestandteile aus einem Bild, um

– Ablenkung durch den Hintergrund oder Nebenelemente des Bildes zu vermeiden.
Dafür reicht manchmal auch schon partielles Freistellen: Der Hintergrund wird lediglich geschwächt.

– eine Fotomontage durchzuführen.
Das Motiv soll auf einem anderen Hintergrund verwendet werden.

Gamma

Gamma ist im grafischen Bereich die Kurzbezeichnung für Gammakorrektur, einer nicht-standardisierten Messmethode des Kontrastes für Scanner, Monitore und fotografische Materialien.

Hintergrund der Gammakorrektur ist, dass das menschliche Auge einen gleichmäßigen Verlauf von Weiß nach Schwarz nicht mathematisch linear wahrnimmt. In der menschlichen Wahrnehmung steigt in den hellen Bereichen der Kontrast weniger stark an, während er in den dunklen Bereichen steiler ansteigt.

Ein Gamma von 1.0 bedeutet keine Veränderung des Kontrastes. Historisch gesehen wurde ein Gamma von 1.8 für Mac Monitore empfohlen, während Windows Benutzer ein Gamma von 2.2 als Standard empfohlen wurde. Heute ist ein Gamma von 2.2 für Mac und Windows empfohlen.

Höhere Gamma Werte bedeuten mehr Kontrast mit dunkleren Mitteltönen. Niedrigere Gammawerte stehen für niedrigeren Kontrast und hellere Mitteltöne. Gamma basiert auf dem Weiß- und Schwarzpunkt eines Bildes, die es auch nicht verändert.

Weiterführende Informationen finden Sie auf Wikipedia.

Für das Profil Adobe RGB 1998 ist ein Gamma von 2.2 definiert, für ECI-RGB-V2 ein L* Gamma.

Gamut

Der Gamut (auch: Farbumfang) umfasst die Menge aller Farben eines Farbraums, die von einem Gerät erkannt (Kamera, Scanner) oder wiedergegeben werden kann (Drucker, Monitor).
Er wird in Form eines Farbkörpers veranschaulicht.

Gamut-Mapping

dt.: Farbraumtransformation, Farbraumanpassung

Die Umrechnung der Farbwerte von einem Farbraum (z.B. sRGB am Monitor) in einen anderen Farbraum (z.B. CMYK im Druck), sodass die Farbwiedergabe möglichst gleich bleibt.

GC1

GC1 bezeichnet einen gestrichenen Primärfaserkarton (Chromokarton).

Vorderseitige Decklage = hf weiß
Einlage = hell
Rückseitige Decklage = hf weiß

hf weiß: holzfrei weiße Lage aus gebleichtem Zellstoff mit einer Beimischung von höchstens 5% Holzschliff

hell = helle Lage aus Holzschliff oder aus einer Mischung von ungebleichtem Zellstoff und Holzschliff

GC2

GC2 bezeichnet einen gestrichenen Primärfaserkarton (Chromokarton).

Vorderseitige Decklage = hf weiß
Einlage = hell
Rückseitige Decklage = hell

hf weiß: holzfrei weiße Lage aus gebleichtem Zellstoff mit einer Beimischung von höchstens 5% Holzschliff

hell = helle Lage aus Holzschliff oder aus einer Mischung von ungebleichtem Zellstoff und Holzschliff

GCR

Gray Component Replacement oder deutsch: Unbuntaufbau. Es ist eine Variante des Farbaufbaus im Druck.

GCR und UCR (Under Color Removal) sind dabei entgegengesetzte Verfahren. Bildlich gesprochen bedeutet das: Während bei UCR ein Farbbild erstellt wird, und dann die tiefen dunklen Werte durch Schwarz ergänzt werden, wird bei GCR erst ein Schwarzweißbild erstellt, und dieses anschließend coloriert, wie früher z.B. farbige Stiche erstellt wurden.

Ein geringerer Farbverbrauch resultiert auch hier wie bei der UCR in schnellerer Trocknung, weniger Farbverbrauch und auch in einer besseren Wiedergabe von Bildern.

Weiterführende Informationen finden Sie bei Wikipedia.

 

GD1

GD1 bezeichnet einen gestrichenen Sekundärfaserkarton, Einlage und Rückseite grau
(Chromo-Duplexkarton), Oberseite holzfrei weiß, mit spez. Volumen (> 1,45 cm³/g).

Vorderseitige Decklage = hf weiß
Einlage = grau
Rückseitige Decklage = grau

hf weiß: holzfrei weiße Lage aus gebleichtem Zellstoff mit einer Beimischung von höchstens 5% Holzschliff

grau = Lage aus Altpapierfaserstoff (wiederverwendete Zellstoff- und Holzschliffasern)

GD2

GD2 bezeichnet einen gestrichenen Sekundärfaserkarton, Einlage und Rückseite grau
(Chromo-Duplexkarton), Oberseite holzfrei weiß oder leicht holzhaltig weiß, mit spez. Volumen (< 1,45 cm³/g, > 1,3cm³/g).

Vorderseitige Decklage = hf oder leicht hh weiß
Einlage = grau
Rückseitige Decklage = grau

hf weiß: holzfrei weiße Lage aus gebleichtem Zellstoff mit einer Beimischung von höchstens 5% Holzschliff

leicht hh weiß = leicht holzhaltig weiße Lage aus gebleichtem Zellstoff mit einer Beimischung von höchstens 30% Holzschliff

grau = Lage aus Altpapierfaserstoff (wiederverwendete Zellstoff- und Holzschliffasern)

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