PaC.Space Proofs im Shop: Neues Proof Profil für den Verpackungstiefdruck

Mit PaC.Space gibt es zum ersten Mal einen einheitlichen Farbstandard und Proofstandard für den Verpackungstiefdruck auf gestrichenen Substraten und Folien. Proofs im Farbraum PaC.Space können jetzt bequem auf shop.proof.de bestellt werden.

Im Verpackungstiefdruck existierten bislang keine Farbstandards, da er wesentlich komplexer ist als z.B. der Magazintiefdruck und im Verpackungsdruck wesentlich größere Farbräume erzielt werden können. So wurde bislang oft im Farbraum ISOCoatedV2 gearbeitet, der aber wesentlich weniger Farben umfasst als PaC.Space. Oder es wurden Hausstandards der Verpackungsdrucker verwendet, die aber vor dem Druckprozess immer noch einmal auf den finalen Druck hin überarbeitet werden mussten.

Mit PaC.Space gibt es nun einen für viele Verpackungstiefdrucke geeigneten Farbraum, mit dem bereits sehr früh im Designprozess ein Proof erstellt werden kann, das dem späteren Produktionsergebnis sehr nahe kommt. Die Bearbeitung der Daten kann und soll direkt in PaC.Space erfolgen, was Kosten und Zeiten zu reduzieren hilft.

Die Idee eines einheitlichen Farbraumes ist das Ergebnis eines Projekts der Arbeitsgruppe Pro Tiefdruck der European Rotogravure Association (ERA) unter der Führung von GMG und des europaweit größten Zylinderhauses Janoschka. Bei Proof.de werden PaC.Space Proofs nach folgenden Bedingungen erstellt: Weiterlesen

Neues Proof Profil im Shop: Japan Color 2011 Coated

Wir haben ein neues Proof Profil hinzugefügt und damit die Liste unserer Proof Profile erweitert: Japan Color 2011 Coated, der neue Standard der Japan Printing Machinery Association (JPMA). Der neue Standard wird mit dem JapanColor2011 Medienkeil geprooft und vermessen.

ICC Profil: JapanColor2011Coated.icc
Medienkeil: Japan Color Control Strip
Prüfdatensatz: JapanColor.it8

Die Proofs nach Japan Color 2011 Coated werden auf dem EFI 4245 Gravure Proof Paper hergestellt. Im Gegensatz zu Proofs mit UGRA/Fogra Medienkeil CMYK V3.0 werden im Prüfprotokoll nur die Mittelwerte und Maximumwerte aller Felder in dE (Delta-E), das Papierweiß in dE und die Mittelwerte der grauen Felder in dH (Delta-H) geprüft.

Sie können Ihre Japan Color 2011 Coated Proofs hier bestellen.

Japan Color 2011 Coated Proof Medienkeil (oben) und Prüfprotokoll (unten).

Japan Color 2011 Coated Proof – Oben: Capan Color Control Strip. Mitte: UGRA/Fogra Medienkeil 3. Unten: Prüfprotokoll für Japan Color 2011 Coated (CapanColor2011Coated.icc).

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Fogra 51 und Fogra 52 in der Betaphase

Mit der Revision der ISO 12647-2 wird in der Druckindustrie bald eine Neuordnung der wichtigsten Druckbedingung für den Offsetdruck erfolgen. Derzeit laufen unter Koordination der Fogra verschiedene Drucktests und Praxisversuche, die die Eignung der neuen Druckbedingungen und Produktionsmittel untersucht.

Fogra 51 wird der Standard für matte und glänzend gestrichene Offsetpapiere werden.
Fogra 52 wird der Standard für unterstrichene Papiere werden.

Auch für den Proof wird die Eignung von Papieren mit einem höheren Anteil von optischen Aufhellern für die Simulation von Drucken auf optisch aufgehellte Papiere unter den Vorgaben der ISO 12647-7:2014+ getestet. Nach Klärung aller Unwägbarkeiten werden die neuen Profile auf den Webseiten der ECI und der Fogra veröffentlicht werden. Die Fogra will zudem zeitnah Beta-Versionen der Profile zur Verfügung stellen und lädt Interessierte zu Praxistests ein.

Die Informationen dazu sollen bald auf der Fogra Webseite folgen.

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ISO12647 … und weiter? Zur Fortentwicklung des ProzessStandard Offsetdruck

Derzeit arbeitet die Fogra mit viel Engagement daran, die ISO 12647 zu modernisieren und an die derzeitigen Umgebungsbedingungen anzupassen.

Wichtige Neuerungen der reformierten ISO 12647 werden sein:

  • Neuerungen im Bereich der Papiertypen (PT)
  • Neue Tonwertzunahmen
  • Für den Proof: Neue Papiere mit optischen Aufhellern

Warum wird die ISO 12647 überarbeitet? An drei zentralen Stellen haben sich seit der letzten Revision im Jahr 2004 die Umgebungsbedingungen stark verändert.

Papiertypen

Die bisherigen Papiertypen 3 und 5 mit den 2004 definierten Papierweissen sind am Markt heute kaum mehr erhältlich. Auch Bilderdruckpapiere weisen heute eine deutlich stärkere Blaufärbung auf als noch vor wenigen Jahren. Dazu kommt, daß über die Revision von D50 im Jahr 2009 auch die Beleuchtung in den Drucksälen heute deutlich mehr UV-Anteile enthält, als vor 2009. Das verursachte bislang teilweise nicht zu kontrollierende Probleme in der Abmusterung von Proofs ohne optischen Aufhellern gegenüber Papieren mit einem hohen Anteil an Aufhellern. Neu werden vermutlich statt der bisherigen 5 Papiertypen jetzt 8 Papiertypen sein, bei denen auch zwischen glänzendem und mattem Bilderdruckpapier unterschieden wird:

  • PT1: Gestrichenes Bilderdruckpapier (Premium coated)
  • PT2: Aufgehelltes, gestrichenes Bilderdruckpapier (Improved coated)
  • PT3: Glänzend gestrichenes Magazinpapier (Standard coated glossy)
  • PT4: Matt gestrichenes Magazinpapier (Standard coated matte)
  • PT5: Holzfrei ungestrichen
  • PT6: Superkalandriert, ungestrichen
  • PT7: Aufgebessertes ungestrichenes Papier
  • PT8: Standard ungestrichen

Aus diesen acht Papiertypen werden unter anderem durch die Anwendung eines frequenzmodulieren nicht-periodischen Rasters und einer konventionellen, periodischen Rasterung insgesamt 16 Druckbedingungen. Weiterlesen

Proof für Aufgebessertes Zeitungspapier, Improved Newsprint (INP), Fogra 48

Die Vorgabe lautete:

„Wir brauchen einen Proof für aufgebessertes Zeitungspapier, 76er Weisse.“
„Kennen Sie denn das Proof Profil?“
„Nein, leider nicht. Können Sie das nicht entscheiden?“

Wir sind der Fragestellung einmal nachgegangen: Gedruckt wird auf dem Papier UPM EcoPrime 76 H im Rollenoffset in einer großen Druckerei. Die Auskunft der dortigen Kundenbetreuung lautete:

„Das vorgegebene Profil ist Fogra 42, PSO SNP Paper (ECI) aber das passt hinten und vorne nicht, ist viel zu grau. Proofen Sie mal lieber nach Fogra 40, SC Paper (ECI), das passt viel besser.“

Die beiden Profile passen aber gar nicht zusammen. SC Paper ist für Super-Calandriertes Papier, PSO SNP Paper für Standard Zeitungspapier, Standard-Newsprint. Und auch die Tonwertzunahmekurven unterscheiden sich vollständig. Weiterlesen

Was ist ein Veredelungs-Proof? Fogra49 und Fogra50 im Detail.

Mit den Proof Standards Fogra49 und Fogra50 wurde erstmals ein Proof Standard geschaffen, der nicht für den Druck verbindlich ist. Warum?

Fogra49 und Fogra50 beschreiben zwei Farbräume, wie sie nicht nach dem Druck, sondern nach dem Druck und der Veredlung durch eine Folienkaschierung entstehen.

  • Fogra 49 bezieht sich auf das ICC Profil:  PSO Coated v2 300% Matte laminate (ECI) – PSO_Coated_v2_300_Matte_laminate_eci.icc
  • Fogra 50 bezieht sich auf das ICC Profil: PSO Coated v2 300% Glossy laminate (ECI) – PSO_Coated_v2_300_Glossy_laminate_eci.icc

Warum wurden diese Profile geschaffen?

Die Druckveredlung nimmt in der Weiterverarbeitung von Drucksachen eine immer wichtigere Stellung ein. Das Aufbringen eines Drucklackes beispielsweise erfolgt heutzutage meist direkt während des Druckprozesses z.B. mit Dispersionslack in einem 5. Farbwerk. Dabei wird das Druckbild meist nur gering verändert: Ein Dispersionlack z.B. hat einen Tonwertzuwachs von 2-3 Prozent zur Folge, ein UV-Lack bis rund 5-7 Prozent. Im Gegensatz dazu hat eine Folienkaschierung durch OPP-Folie einen deutlich stärkeren Weiterlesen

Layout in RGB, Druck in CMYK. Probleme?

Insbesondere in größeren Unternehmen stellt heute das Layout in RGB eher die Regel als die Ausnahme dar. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand:

  • Das Layout findet in einem großen, nahezu medienneutralen Farbraum statt
  • Alle Photoshop Filter stehen uneingeschränkt zur Verfügung
  • Der Prozess der Farbraumkonvertierung nach CMYK wird so spät als möglich in den Produktionsprozess verlagert

In der Praxis stehen aber insbesondere an zwei Stellen mögliche Probleme ins Haus.

Problemstellung 1: CMYK Konvertierung im letzten Schritt.
Der Katalog ist in InDesign gelayoutet, alle Daten stimmen perfekt, als letzter Schritt vor Druck und Proof steht der Export in ein druckfähiges PDF in CMYK an. Im Normalfall erfolgt das über einen Preset in InDesign, in dem die genauen Spezifikationen für die Farbraumkonvertierung definiert sind. In der Praxis ist dieser Farbraumtransfer aber kaum zu überwachen. Das Problem: Selbst wenn Sie in der exportierten PDF Datei z.B. die Farbwerte in Acrobat kontrollieren, zeigt Ihnen Acrobat nicht wirklich die enthaltenen Farben an. Auch bei fälschlicherweise immernoch enthaltenen RGB Bildern würde Ihnen Acrobat brav CMYK Werte anzeigen. Im Druck können aber beim erneuten Verarbeiten der Daten andere CMYK Werte entstehen. Da sah vor kurzem so aus: Weiterlesen

Der Proof ist viel dunkler als das Bild auf meinem Monitor. Warum?

Oft sind Kunden verunsichert, wenn Sie einen Proof in den Händen halten. „Der Proof des BIldes ist viel dunkler, als das Bild auf meinem Monitor aussieht. Warum ist das so? Und was tue ich jetzt?“

Für eine Abweichung zwischen Proof und z.B. der Monitordarstellung gibt es viele mögliche Gründe:

  • Der Monitor ist nicht kalibriert
    Nur kalibrierte Monitore können auch Farbe akkurat darstellen. Wenn ich einen billigen Monitor kaufe und an meinen Computer anschließe, kann ich definitiv keine reelle Farbe sehen. Als Faustregel gilt: Nur ein hardwarekalibrierter Monitor hat eine Chance auf korrekte Farbe.
  • Der Monitor ist zwar kalibriert, aber die Farben sehen dennoch anders aus
    Ein Monitor unter 1.000 Euro kann meistens nicht auf gute Farbdarstellung für den Standardfarbraum ISOCoated V2 kalibriert werden, weil er einen zu geringen Farbumfang hat. Nur echte Proof Monitore sind auch auf die Darstellung der proofbaren Farben ausgelegt und dafür geeignet.
  • Der Proof wird nicht unter D50 Normlicht betrachtet
    Gerade im Winter sind die Lichtbedingungen oft schlecht. Und Glühlampen, Energiesparlampen und konventionelle Neonröhren liefern nur eine sehr schlechte Farbdarstellung. Ohne D50 Lichtquelle kann ein Proof nicht beurteilt werden.
  • Die Farbeinstellungen in der Software sind falsch
    Oftmals wird die Bildbearbeitungssoftware wie Photoshop einfach ohne Anpassungen installiert und genutzt. Dabei entsprechen die gewählten Farbprofile oft nicht den Profilen, nach denen geprooft wird. Apfel-Shift-K bei Macintosh bzw. Steuerung-Shift-K bei Windows zeigen Ihnen Ihre Profileinstellungen in Photoshop an.

Generell kann kein Patenrezept für die korrekte Darstellung von Proofs zum Monitor gegeben werden. Ist aber ein Proof mit UGRA/Fogra Medienkeil CMYK V3.0  und Prüfprotokoll versehen ist die Chance hoch, daß er sehr präzise die geforderten Farben reproduziert. Entspricht Ihr Monitorbild nicht dem Proof, liegt der Fehler zumeist bei Ihnen. Die Ursachenliste oben kann Sie bei der Fehlersuche unterstützen.

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Mein Kunde möchte eine Blechdose bedrucken. Pantone? CMYK? Kann man das im Proof simulieren?

Anfragen wie der Proof einer bedruckten Blechdose erreichen uns häufig. Warum lässt sich eine solche bedruckte Dose denn nicht „proofen“.

Ein Proof ist ein standardisiertes Produkt. Nehmen wir z.B. einmal den klassischen ISOCoatedV2 Proof; den Standardproof für Bilderdruckpapier. Hier lautet die Definition in Kürze:

„Papiertyp 1 und 2, glänzend und matt gestrichen Bilderdruck, Tonwertzunahmekurven A (CMY) und B (K) aus ISO 12647-2:2004“ (Quelle: farbproofs.de)

Auf Metall wird mit einem Lack gedruckt. Weder die Farbe des Metalls der Blechdose noch die Farbigkeit der Lacke sind klar definiert, von der Dicke des Lackauftrages und dem Druckverfahren, in dem der Lack appliziert wird (Digitaldruck / Siebdruck, Tampondruck etc.) ist ebenfalls nicht definiert.

Ein Kontrakt Proof bezieht sich auf sehr enge Toleranzen und genau festgelegte Rahmenbedingungen. Dazu zählt nicht nur die densitometrische und farbmetrische Referenz der Druckfarbe, sondern zum Beispiel auch das Papierweiss, das im Proof sehr exakt simuliert wird. Aus genau diesem Grund gibt es auch keinen Proof für Recycling Papier: Die Papiere und Papierweissen sind einfach so unterschiedlich, daß sich keine einheitliche, normierte „Farbe“ eines Recycling-Papieres definieren lässt. Von klassischem Recyclingpapier mit neutralgrauer oder gelblichgrauer Färbung bis zu de-inkten, nahezu weissen Recycling Papieren ist am Markt alles erhältlich. Nur eben nicht als Standard.

Ein Proof bezieht sich daher immer auf den Offsetdruck oder den Tiefdruck unter standardisierten Bedingungen. Veränderte Oberflächen wie Metall oder veränderte Papierfarben wie Recycling oder hochwertige Imagepapiere mit Einschlüssen oder der Druck auf bunten Papieren sind bislang nicht standardisiert und daher auch nicht proofbar.

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Ein Proof ohne Profil. Geht das?

An Proofdienstleister wird oft die Frage gestellt: „Ich muss einen Proof machen lassen, weiß aber nicht, für welches Profil. Kann ich auch einen Proof ohne Profil erstellen lassen?“

Proofs sind normierte Produkte, die nach einem bestimmten Satz an Werten erstellt werden und geprüft werden. Genau das ist auch der Punkt, der sie von irgendwelchen „bunten Ausdrucken“ unterscheidet.
Konkret: Ein Proof für Bilderdruckpapier wird nach den Normwerten von ISOCoated V2 hergestellt (Papiertyp 1 und 2, glänzend und matt gestrichen Bilderdruck, Tonwertzunahmekurven A (CMY) und B (K) aus ISO 12647-2:2004) und nach einem Wertesatz überprüft (FOGRA39L). Ein Proof für Naturpapier (z.B. PSOUncoated oder ISOUncoated) wird nach ganz anderen Wertesätzen hergestellt und überprüft. Logisch, denn ein Druck auf einem Naturpapier sieht nachvollziehbar in Sachen Buntheit und Weisswert definitiv anders aus, als ein Druck auf Bilderdruckpapier.

Ein Proof muss daher immer nach einer Norm erstellt sein und nach einem Referenzwertesatz überprüfbar sein. Eine Liste der aktuellen Proof Profile (Stand 2012) finden Sie hier.

Das Problem: Zahlreiche Druckverfahren wie z.B. ein Digitaldruck auf einem Farblaser oder ein Druck auf einem Large-Format-Printing System (LFP) sind nicht normiert und daher gibt es dafür keine gültigen Profile und Spezifikationen.

Was also tun? Als „De Facto Basis“ hat sich der am häufigsten verwendete Standard durchgesetzt: ISOCoated V2.

Das ist verständlich, denn farbkritische Drucke, Kataloge etc. werden überwiegend im Offsetdruck auf Bilderdruckpapier hergestellt und unterliegen daher diesem Standard. Daher geht man überwiegend auch davon aus, daß sich z.B. ein Digitaldrucker oder ein LFP-Drucker an diesem Standard orientieren sollte, und mindestens dieses Farbergebnis erreichen sollte.

Wenn Sie also einen Proof erstellen müssen, aber über keine genauen Angaben zu dem benötigten Profil verfügen, dann proofen Sie im Zweifel ISOCoated V2. Das hat sich in der Branche als am häufigsten eingesetzter Standard durchgesetzt und wird daher stets als Basis Proof akzeptiert werden.

Ein Proof ohne Profil kann leider nicht hergestellt werden, denn das wäre eben nur „buntes Papier aus einem Proofsystem“, aber kein valider, ISO-konformer Proof.

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Papierweiss Simulation von PSOUncoated

Seit 2009 ist PSOUncoated das geltende Standard Profil für ungestrichenes Naturpapier. Dennoch haben Proof-Dienstleister oft das Problem, daß sich Proofs auf PSOUncoated auf den ersten Blick oftmals deutlich vom Druckergebnis unterscheiden. Sofort sichtbar: der Weisspunkt des Papieres.

Das PSOUncoated Papierweiss wirkt sehr gräulich. Wenn z.B. auf einem EFI 9120 XF Papier, das als Papier eigentlich eine neutrale weisse Färbung hat, PSOUncoated geprooft wird, dann muss das Papier vom Drucker in Sachen Papierweiss nachgefärbt werden. Durch diese Papierweiss Simulation wirkt der Proof „gräulich“ und und oftmals nicht wie das wirkliche Auflagenpapier „hochweiss“. „Das kann ich meinem Kunden nicht hinlegen“ hören Proof Dienstleister oft von den Agenturen und Designern, die Proofs in Auftrag geben. Und offen gesagt: Auch der Druck auf einem weissen Naturpapier wird vom PSOUncoated Proof Ergebnis je nach gewähltem Papier deutlich abweichen.

Manche Proof Dienste proofen daher auch heute noch Naturpapier nach ISOUncoated, da hier der Papierton deutlich weisser und nicht so gräulich ist. Das wird aber mittelfristig nicht über die Misere hinwegtragen: PSOUncoated ist der gängige Standard, nach dem sich auch die ProzessStandard Offsetdruck zertifizierten Druckereien richten. Aber im Drucksaal offenbaren sich oftmals die Unterschiede zwischen Norm und Realität. Wenn dann noch das neue D50 Normlicht nach ISO 3664:2009 mit höheren UV-Anteilen zur Begutachtung am Drucktisch zum Einsatz kommt, dann lassen sich oft Proof und Druckergebnis nur noch sehr schlecht aufeinander abstimmen. Und diese Problematik wird aufgrund der langen Normierungszeiträume auch noch eine ganze Zeit die Begleiterin von Druckereien und Proof-Dienstleistern sein.

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Welcher RGB Arbeitsfarbraum ist für farbverbindliches Arbeiten geeignet?

In den Anfangszeiten von Farbräumen wurde von Apple und z.B. in Photoshop bis Version 5.5 standardmäßig der Monitorfarbraum als Arbeitsfarbraum eingestellt. Doch wurde schnell klar, daß in einer Agentur mit 10 Macs in 10 verschiedenen Farbräumen gearbeitet wird. Ein neutrales Konzept musste also her.

RGB Farbräume gibt es wie Sand am Meer. Im Bereich der Print-Medien existieren zur Zeit primar noch drei verschiedene Varianten: sRGB, AdobeRGB(1998) und eciRGB_V2.

Der sRGB Farbraum findet sehr stark im Bereich von Digitalkameras Verwendung und ist hier im Consumer-Segment der Branchenprimus. Problem für den Druck: sRGB ist ein relativ kleiner Farbraum, und deckt die Farbmöglichkeiten moderner Offsetdrucksysteme und von Digitaldruckern nicht ab. Da also Offsetdruck-Profile wie ISOCoated_v2 einen deutlich größeren Farbraum haben, macht es also wenig Sinn, in sRGB Retuschen auszuführen.

Optimal aus unserer Sicht ist eciRGB_V2, eine Weiterentwicklung von eciRGB. Dieser Farbraum wurde speziell für die Verwendung im Druckbereich geschaffen und bietet einige Stärken:

  • Er deckt die Farben aller heutigen Druckfarbräume ab (Offset, Tiefdruck, Rollenoffset, Zeitung), ist aber nicht viel größer und verschenkt damit keine Auflösung.
  • Gleiche Töne von Rot, Grün und Blau ergeben neutrale Grautöne
  • Zwischen 0/0/0 und 50/50/50 herrscht grob der gleiche Abstand wie zwischen 50/50/50 und 100/100/100. Die Schwarzsteigerung wird als ähnliche gesehen.
  • Die Weisse liegt bei 5000 Kelvin und das Gamma bei 1.8

Der eciRGB_v2 Farbraum kann auf den Seiten der European Color Initiative (ECI) kostenlos heruntergeladen werden.

Der durch Adobe seit Photoshop 5.5 und heute in allen Teilen der Adobe Produktpalette weit verbreitete Farbraum AdobeRGB 1998 ist ebenfalls gut für den Druckbereich geeignet, arbeitet allerdings mit einem Gamma von 2.2 und ist auf Weissegrade von D50 bis D65 ausgelegt. Sämtliche gängigen Druckfarbräume können in AdobeRGB 1998 ebenfalls gut abgebildet werden. Eine Adobe Dokumentation zu diesem Farbraum finden Sie hier.

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Softproof – Chance oder Risiko?

Softproof heißt: Die farbrichtige Darstellung eines Druckerzeugnisses an einem Monitor. Dabei kann sowohl ein genormter Druck z.B. nach ProzessStandard Offsetdruck simuliert werden – also z.B. ein späterer Offsetdruck nach ISOCoatedV2 farbrichtig am Bildschirm simuliert werden – als auch die Ausgabe auf digitalen Endgeräten wie LFP-Systemen in der Werbetechnik.

Technisch gesehen sind Softproofs heutzutage gut beherrschbar. Die Monitortechnologie ist weit genug fortgeschritten, um hervorragende Displays mit hohem Farbraum und konsistenter Ausleuchtung auch schon für wenige Tausend Euro zur Verfügung zu stellen. Dabei können z.B. Monitore in zwei Niederlassungen eines Unternehmens so aufeinander abgestimmt werden, daß an beiden Orten das auf den Monitoren angezeigte Ergebnis einander exakt entspricht, also ein Bildbearbeiter in Hamburg und einer in München sich über die Retusche der gleichen Datei unterhalten können.

Das Problem: Daß die beiden Monitore das identische Farb- und Lichtergebnis aussenden kann präzise kontrolliert werden. Daß der Kollege in Hamburg an einem Nordfenster auf die neblige Alster schaut, während der Kollege in München bei Sonnenschein den Monitor an ein Südfenster in Richtung Isar gerückt hat, zeigt bereits das Problem: Die Umgebungsvariablen, unter denen der Softproof betrachtet wird, sind nicht identisch.

Noch schwieriger wird es, wenn der Softproof im Drucksaal eingesetzt werden soll, um den Auflagendruck abzustimmen. So bieten zwar zahlreiche Firmen wie JUST moderne Lösungen an, die einen Softproof direkt an der Druckmaschine zur Verfügung stellen können. Ungelöst ist aber das Problem, daß der Softproof bis unter einem zehntel der Helligkeit betrachtet werden sollte, als der Druck aus der Maschine. Waren für die Drucker bislang Helligkeiten von 2000 Lux Standard, so schreibt JUST jetzt: „Der Vergleich von Softproofs auf Monitoren mit Drucken und Hardproofs wird gemäß der ISO 12646 geregelt. Die Lichtbedingungen entsprechen grundsätzlich ISO 3664, jedoch muss die Helligkeit an die begrenzte Leuchtdichte des Monitors angepasst werden, die idealerweise > 120 cd / qm ist. “

An der Druckmaschine entstehen daher zwei Szenarien: Entweder steht der Drucker „im Licht“ und kann dann den Druck mit einem auf Papier gedruckten Kontrakt Proof abstimmen, oder er steht „im Dunklen“ und kann den Druck mit dem Softproof abstimmen. Zur Schwierigkeit der Abstimmung zwischen Papier und Monitor – und das sind zwei gänzliche unterschiedliche und nur schwer vergleichbare Medien – kommt also noch die Schwierigkeit, daß der Drucker das Licht zur Farbbeurteilung an der Maschine um bis zu Faktor 10 dimmen muss, damit er in der Lage ist, sowohl einen Kontrakt-Proof als auch einen Softproof am gleichen Arbeitsplatz abzustimmen. Das scheint aus heutiger Sicht nicht wirklich praktikabel zu sein.

Fazit: Der Softproof ist auf dem Vormarsch und wird sicher aus Geschwindigkeits- und Kostengründen früher oder später den klassischen Kontrakt-Proof aus dem Markt verdrängen. Aufgrund der großen lichttechnischen und haptischen Unterschiede zwischen Monitor und dem beleuchteten Blatt Papier ist aber eine verbreitete Einführung noch in weiter Ferne. Denn wer einmal an einer Druckmaschine eine Farbstimmung durchgeführt hat kann sich vorstellen, daß ein Abgleich zum Kontrakt Proof auf der einen Seite und zu einem Softproof-Monitor auf der anderen Seite zeitgleich nur schwer vorstellbar ist.  Der Kontrakt Proof wird daher auch in der näheren Zukunft erste Wahl bleiben müssen, um im Drucksaal die farbverbindliche Abmusterung des Druckergebnisses durchführen zu können.

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Neue Druckbedingungen FOGRA 48/49/50

Die ECI hat die neuen Druckbedingungen FOGRA 48, FOGRA 49 und FOGRA 50 veröffentlicht. FOGRA 48 ist für Rollenoffsetdruck auf aufgebessertem Zeitungspapier  und wird auch als „INP“, „Improved Newsprint“ bezeichnet. Der ProzessStandard Offsetdruck  „PSO INP Paper (ECI)“ ist für den Heatset-Rollenoffsetdruck auf aufgebessertem Zeitungspapier ausgerichtet. FOGRA 49 und 50 stehen für folienkaschierten Bogenoffsetdruck auf Basis von ISOCoated V2, FOGRA 39. Vermutlich werden diese aber für den Proof kaum eine Rolle spielen, da laut ECI die „Datensätze FOGRA49 und FOGRA50 als grobe Annäherung für den zu erwartenden Veredelungseffekt dienen“.

Weitere Informationen gibt es direkt bei der ECI.

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Aktuelle Proofstandards 2019

PSOCoatedV3 / Fogra 51
Profil: PSOcoated_v3.icc
Der Nachfolger von ISOCoatedV2 für glänzend und matt gestrichenes Bilderdruckpapier mit moderaten optischen Aufhellern
Papier: Papiertyp 1, glänzend und matt gestrichen Bilderdruck mit moderaten Aufhellern (8-14 DeltaB gemäß ISO 15397), Tonwertzunahmekurven A (CMYK) aus ISO 12647-2:2013, Papierweiß: CIELAB=95;1,5;-6
Charakterisierungsdaten: Fogra51 / Fogra 51 Spectral (M1)

PSOuncoated_v3 / Fogra 52
Profil: PSOuncoated_v3_FOGRA52.icc
Der Nachfolger von PSOUncoated für ungestrichenes, holzfreies Naturpapier mit vielen optischen Aufhellern
Papier: Papiertyp 5, ungestrichenes Naturpapier (wood-free uncoated), mit vielen Aufhellern ( mehr als 14 DeltaB gemäß ISO 15397), Tonwertzunahmekurven C (CMYK) aus ISO 12647-2:2013, Papierweiß: CIELAB=93.5;2.5;-10
Charakterisierungsdaten: Fogra52 (M1)

ISO Coated v2 (ECI) / ISOCoated V2 300% (ECI)
Profil: ISOcoated_v2_eci.icc / ISOCoated_v2_300_eci.icc
aktueller Standard für glänzend und matt gestrichenes Bilderdruckpapier.
Papier: Papiertyp 1 und 2, glänzend und matt gestrichen Bilderdruck, Tonwertzunahmekurven A (CMY) und B (K) aus ISO 12647-2:2004
Charakterisierungsdaten: FOGRA39L

ISOUncoated
Profil: ISOUncoated.icc
Ungestrichenes weisses Naturpapier (alt)
Papier: Papiertyp 4, ungestrichen weiß Offset, Tonwertzunahmekurven C (CMY) und D (K) aus ISO 12647-2:2004
Charakterisierungsdaten: FOGRA29L

PSO Uncoated ISO12647 (ECI)
Profil: PSO_Uncoated_ISO12647_eci.icc
Der Standard für ungestrichenes, weißes Naturpapier
Papier: Papiertyp 4, ungestrichen weiß Offset, Tonwertzunahmekurven C (CMY) und D (K) aus ISO 12647-2:2004
Charakterisierungsdaten: FOGRA47L

PSO LWC Improved (ECI)
Profil: PSO_LWC_Improved_eci.icc
LWC-Papier aufgebessert, glänzend gestrichen, Nachfolger von ISO Web Coated
Papier: Papiertyp 3, aufgebessert glänzend gestrichen (LWC), Tonwertzunahmekurven B (CMY) und C (K) aus ISO 12647-2:2004
Charakterisierungsdaten: FOGRA45L

PSO LWC Standard (ECI)
Profil: PSO_LWC_Standard_eci.icc
LWC-Papier standard, glänzend gestrichen
Papier: Papiertyp 3, Standard glänzend gestrichen (LWC), Tonwertzunahmekurven B (CMY) und C (K) aus ISO 12647-2:2004
Charakterisierungsdaten: FOGRA46L

ISO Web Coated
Profil: ISOwebcoated.icc
LWC-Papier standard, glänzend gestrichen
Papier: Papiertyp 3, Standard glänzend gestrichen (LWC), Tonwertzunahmekurven B (CMY) und C (K) aus ISO 12647-2:2004
Charakterisierungsdaten: FOGRA28L

ISO Uncoated Yellowish
Profil: ISOuncoatedyellowish.icc
Ungestrichenes Naturpapier leicht gelblich (chamois)
Papier: Papiertyp 5, ungestrichen leicht gelblich Offset, Tonwertzunahmekurven C (CMY) und D (K) aus ISO 12647-2:2004
Charakterisierungsdaten: FOGRA30L

SC Paper (ECI)
Profil: SC_paper_eci.icc
Super calandered Papier, satiniert
Papier: Papiertyp SC, Super-Calandered, satiniert, Tonwertzunahmekurven B (CMY) und C (K) aus ISO 12647-2:2004
Charakterisierungsdaten: FOGRA40L

PSO SC-B Paper v3
Profil: PSOsc-b_paper_v3_FOGRA54.icc
SC-B Papier, Super calandered Papier, satiniert
Papier: Akzidenzoffset, SC-B Papier (super-kalandriert, satiniert), Druckbedingung PC6, Tonwertzunahmekurve 2013-B, weiße Messunterlage.
Prüfprofil: FOGRA54.txt

PSO MFC Paper (ECI)
Profil: PSO_MFC_paper_eci.icc
Machine finished Coating Papier
Papier: Papiertyp MFC, Machine Finished Coating, Tonwertzunahmekurven B (CMY) und C (K) aus ISO 12647-2:2004
Charakterisierungsdaten: FOGRA41L

PSO SNP Paper (ECI)
Profil: PSO_SNP_paper_eci.icc
Zeitungspapier
Papier: Papiertyp SNP, Standard Newsprint, Heatset Rollenoffset, Tonwertzunahmekurven C (CMY) und D (K) aus ISO 12647-2:2004
Charakterisierungsdaten: FOGRA42L

WAN-IFRAnewspaper 26v5
Profil: WAN-IFRAnewspaper26v5.icc
Farbraum: Primär- und Sekundärfarben aus ISO 12647-3:2013
Tonwertzunahme: 26%
Maximaler Farbauftrag: 220%
Maximum GCR: Langes Schwarz mit einem frühen Schwarzstart

ISONewspaper 26v4
Profil: ISONewspaper26v4.icc
Zeitungspapier
Papier: Papiertyp SNP, Standard Newsprint, Heatset Rollenoffset, Tonwertzunahmekurven C (CMY) und D (K) aus ISO 12647-2:2004
Charakterisierungsdaten: IFRA26

PSO Coated NPscreen ISO12647 (ECI)
Profil: PSO_Coated_NPscreen_ISO12647_eci.icc
glänzendes und matt gestrichenes Bilderdruckpapier, FM-Raster
Papier: Papiertyp 1 und 2, glänzend und matt gestrichen Bilderdruck, nicht periodischer Raster (NPscreen), 20 µm, Tonwertzunahmekurve F (CMYK) aus ISO 12647-2:2004
Charakterisierungsdaten: FOGRA43L

PSO Coated 300% NPscreen ISO12647 (ECI)
Profil: PSO_Coated_300_NPscreen_ISO12647_eci.icc
glänzendes und matt gestrichenes Bilderdruckpapier, FM-Raster
Papier: Papiertyp 1 und 2, glänzend und matt gestrichen Bilderdruck, nicht periodischer Raster (NPscreen), 20 µm, Tonwertzunahmekurve F (CMYK) aus ISO 12647-2:2004 Charakterisierungsdaten: FOGRA43L

PSO Uncoated NPscreen ISO12647 (ECI)
Profil: PSO_Uncoated_NPscreen_ISO12647_eci.icc
ungestrichenes weißes Naturpapier, FM-Raster
Papier: Papiertyp 4, ungestrichen weiß Offset, nicht periodischer Raster (NPscreen),30 µm, Tonwertzunahmekurve F (CMYK) aus ISO 12647-2:2004
Charakterisierungsdaten: FOGRA44L

Improved Newsprint, INP
Profil: PSO_INP_Paper_eci.icc
Akzidenzoffset, aufgebessertes Zeitungspapier (INP, Improved News Print), Positivkopie,Tonwertzunahmekurven C (CMY) und D (K), weiße Messunterlage.
Papier: Aufgebessertes Zeitungspapier
Charakterisierungsdaten: FOGRA48L.txt

PSO Coated v2 300% Glossy laminate (ECI)
Profil: PSO_Coated_v2_300_Glossy_laminate_eci.icc
Akzidenzoffsetdruck, Papiertyp 1 und 2, glänzend oder matt gestrichen Bilderdruck, Positivkopie, AM-Raster mit 60–80 Linien/cm, Tonwertzunahmekurven A (CMY) und B (K), mit anschließender Glanzfolienkaschierung (typische OPP Glanzfolie 12–15 μm), weiße Messunterlage. Das Profil ist konsistent mit den alten Profilen ISOcoated_v2_eci.icc und ISOcoated_v2_300_eci.icc und zeigt das dazu passende glanzveredelte Ergebnis.
Papier: Papiertyp 1 und 2,glänzend und matt gestrichen Bilderdruck, Tonwertzunahmekurven A (CMY) und B (K) aus ISO 12647-2:2004
Charakterisierungsdaten: FOGRA49L.txt

PSO Coated v2 300% Matte laminate (ECI)
Profil: PSO_Coated_v2_300_Matte_laminate_eci.icc
Akzidenzoffsetdruck, Papiertyp 1 und 2, glänzend oder matt gestrichen Bilderdruck, Positivkopie, AM-Raster mit 60–80 Linien/cm, Tonwertzunahmekurven A (CMY) und B (K), mit anschließender Mattfolienkaschierung (typische OPP Mattfolie 15 μm mit mittlerer Opazität ~70%, d. h. Aufhellung ΔL* = 6 auf schwarzem Vollton nach Veredelung), weiße Messunterlage. Das Profil ist konsistent mit den alten Profilen ISOcoated_v2_eci.icc und ISOcoated_v2_300_eci.icc und zeigt das dazu passende mattveredelte Ergebnis.
Papier: Papiertyp 1 und 2,glänzend und matt gestrichen Bilderdruck, Tonwertzunahmekurven A (CMY) und B (K) aus ISO 12647-2:2004
Charakterisierungsdaten: FOGRA50L.txt

NEU 2018: LWC Plus V2 M1
Profil: PSR_LWC_PLUS_V2_ M1.icc
Der Nachfolger von LWC Plus (PSR_LWC_PLUS_V2_PT.icc,
Prüfprofil: PSRgravureHWC_ECI2002.txt)

Papier: Papiertyp LWCplus (aufgebessertes light weight coated) glänzend gestrichen
Charakterisierungsdaten: PSR_LWC_PLUS_V2_M1.txt

LWC Plus
Profil: PSR_LWC_PLUS_V2_PT.icc
Der Nachfolger von PSR HWC (PSRgravureHWC.icc, Prüfprofil: PSRgravureHWC_ECI2002.txt)
Papier: Aufgebessertes LWC (light weight coated) Papier
Charakterisierungsdaten: ECI_PSR_LWC_PLUS_V2.txt

LWC Standard
Profil: PSR_LWC_STD_V2_PT.icc
(ersetzt: PSR LWC, PSRgravureLWC.icc mit dem Prüfprofil PSRgravureLWC_ECI2002.txt)
Papier: LWC (light weight coated) Papier
Charakterisierungsdaten: ECI_PSR_LWC_STD_V2.txt

SC Plus
Profil: PSR_SC_Plus_V2.icc whiter super calandered Papier
Charakterisierungsdaten: ECI_PSR_SC_Plus_V2.txt

SC Standard
Profil: PSR_SC_STD_V2.icc
Der Nachfolger von PSR SC (PSRgravureSC.icc, Prüfprofil: PSRgravureSC_ECI2002.txt)
Papier: super calandered Papier
Charakterisierungsdaten: ECI_PSR_SC_STD_V2.txt

News Plus
Profil: PSRgravureMF.icc
Die 2004 herausgegebene Druckbedingung PSRgravureMF wird jetzt als News Plus
bezeichnet
Papier: News Plus Papier
Charakterisierungsdaten: PSRgravureMF_ECI2002.txt

GRACoL2006_Coated1v2
Profil: GRACoL2006_Coated1v2.icc
GRACoL Interpretation der ISO 12647-2. Wenn Sie bei einer klassischen Bogenoffsetdruckerei in den USA drucken lassen, benötigen Sie diesen Proof. Dieser Proof ist synonym – wenn auch nicht technisch exakt identisch – mit G7.
Adobe Profilname: CoatedGRACoL2006
Papier: Papier: Papiertyp 1 und 2, glänzend und matt gestrichen Bilderdruck, NPDC Tonwertzunahmekurven (Neutral Print Density Curves)
Charakterisierungsdaten: GRACoL2006_Coated1.txt, eine Ableitung aus Fogra 39

SWOP2006_Coated3v2
Profil: SWOP2006_Coated3v2
SWOP Interpretation der ISO12647-2 für Rollenoffsetdruck auf dünnem gestrichenen Papier. Wenn Sie einen SWOP Proof benötigen ist dies vermutlich der Standard, den Sie suchen. Er bezieht sich auf High-End Publikationen wie Magazine.
Adobe Profilname: WebCoatedSWOP2006Grade3
Papier: Dünnes, gestrichenes Papier, NPDC Tonwertzunahmekurven (Neutral Print Density Curves)
Charakterisierungsdaten: SWOP2006_Coated3.txt, eine Ableitung von Adobe USWebCoated v2

SWOP2006_Coated5v2
Profil: SWOP2006_Coated5v2
Andere SWOP Interpretation der ISO12647-2 für Rollenoffsetdruck auf sehr einfachem, dünnem gestrichenen Papier, im Branchenjargon „groundwood“ genannt. Dieser Proofstandard wird nur empfohlen, wenn die Druckerei spezifisch dieses Profil angefragt hat.
Adobe Profilname: WebCoatedSWOP2006Grade5Paper
Papier: Dünnes, gestrichenes Papier mit einem etwas unterschiedlichen Weisston zu SWOP2006_Coated3V2, NPDC Tonwertzunahmekurven (Neutral Print Density Curves)
Charakterisierungsdaten: SWOP2006_Coated5.txt, eine Ableitung von Adobe USWebCoated v2

JapanColor2011Coated
Profil: JapanColor2011Coated.icc
Der neue Standard der Japan Printing Machinery Association (JPMA).
Referenzdaten: JapanColor.it8

Japan Color 2001 Coated
Profil: JapanColor2001Coated.icc
Druckprozessdefinition: ISO 12647-2:1996, Bogenoffsetdruck, Positivplatten, Papiertyp 1, (gestrichen, 105 g/m²), Rasterweite 69/cm

PaC.Space
Profil: PaC.Space_CMYK_gravure_V1a.icc
PaC.Space ist der erste einheitliche Farbstandard für den Verpackungstiefdruck, der eine Schnittstelle von gelieferten Prepress-Daten zu prozess- oder druckspezifischen Anpassungen ermöglicht.
Papier: Gestrichene Substrate und Folien im Verpackungstiefdruck
Charakterisierungsdaten: FOGRA_PaCSpace_MKCheck11.it8

Heaven42
Mit heaven 42 wurde von der Firma Scheufelen ein hochweisses Papier entwickelt, das einen neuen Farbraum erschließt. Speziell technische Motive (Grautöne, Silbertöne aus 4c, starke Hell-Dunkelkontraste) wirken darauf besonders brillant und neutral. Bei unveränderter Separation (z.B. mit dem ICC-Profil „IsoCoated_v2“), wirkt das Druckbild bei gleicher Färbung und Tonwertzunahme erheblich kälter. Bei warmen Tönen (z. B. Hauttöne) sind daher Farbanpassungen empfehlenswert.

Wir proofen Heaven42 auf Proofpapier mit optischen Aufhellern und messen den Proof im M1 Standard unter Berücksichtung dieser Aufheller aus. Bitte beachten Sie: Unsere Heaven42 Proofs stellen eine gute Simulation des Originalen Heaven42 ICC Profiles dar, sind aber nicht – wie z.B. ein ISOCoatedV2 Proof – farbverbindlich und rechtsverbindlich.

Scheufelen stellt zwei ICC-Profile zum Download zur Verfügung, wir proofen das Profil von Heidelberger Druck („_HD“).
Profil: Heaven42_AM_U280_K98_G80_HD.icc (Heidelberger Druck)
Flächendeckung: ~280 % (U)
Schwarzaufbau: GCR , 80 % (G)
Max. Schwarz: 98 % (K)
Proofpapier: EFI Proof Paper 8245 OBA Semimatt
Prüfprofil: Erzeugt aus Referenzdaten
Messmethode: M1 mit Berücksichtigung von optischen Aufhellern

SWOP 2013 C3
Profil: SWOP2013_CRPC5.icc oder SWOP2013C3-CPRC5.icc
Das Profil wird im M1 Modus unter Berücksichtigung von optischen Aufhellern vermessen und muss auf Proofpapieren mit optischen Aufhellern gedruckt werden.
Maximaler Farbautrag: 260%
GCR: Medium+
Maximales Schwarz: 100%
Tonwertzunahme: CMY 16%, K19%

Papier: Grade #3 paper
Charakterisierungsdaten: CGATS21-2-CRPC5

SWOP 2013 C5
Profil: SWOP2013C5.icc
Basiert auf CGATS-21-2 CRPC5, mit Anpassung (SCCA) auf US Grade5 gestrichenes Papier. Papierweiss in LAB: 90/0/-4
Das Profil wird im M1 Modus unter Berücksichtigung von optischen Aufhellern vermessen und muss auf Proofpapieren mit optischen Aufhellern gedruckt werden.

Papier: Grade #5 paper
Charakterisierungsdaten: SWOP2015C5

SWOP 2013
Profil: SWOP2013_CRPC5.icc
Das Profil wird im M1 Modus unter Berücksichtigung von optischen Aufhellern vermessen und muss auf Proofpapieren mit optischen Aufhellern gedruckt werden.
Maximaler Farbautrag: 260%
GCR: Medium+
Maximales Schwarz: 100%
Tonwertzunahme: CMY 16%, K19%
Papier: Grade #3 paper
Prüfprofil: CGATS21-2-CRPC5

GRACoL 2013 Uncoated
Profil: GRACoL2013UNC_CRPC3.icc
Das Profil wird im M1 Modus unter Berücksichtigung von optischen Aufhellern vermessen und muss auf Proofpapieren mit optischen Aufhellern gedruckt werden.
Maximaler Farbautrag: 260%
GCR: Medium+
Maximales Schwarz: 100%
Tonwertzunahme: CMY 16%, K19%

Papier: N.N.
Charakterisierungsdaten: CGATS21-2-CRPC3

GRACoL 2013
Profil: GRACoL2013_CRPC6.icc
Das Profil wird im M1 Modus unter Berücksichtigung von optischen Aufhellern vermessen und muss auf Proofpapieren mit optischen Aufhellern gedruckt werden.
Maximaler Farbautrag: 320%
GCR: Medium+
Maximales Schwarz: 100%
Tonwertzunahme: CMY 16%, K19,1%

Papier: N.N.
Charakterisierungsdaten: CGATS21-2-CRPC6

NEU 2017: eciCMYK – CMYK Austauschfarbraum
Profil: eciCMYK.icc
FOGRA53 ist ein CMYK-Austauschfarbraum und dient der Farbkommunikation für die Druckproduktion.

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