Proof GmbH auch 2018 erneut Fogra zertifiziert

Auch in diesem Jahr haben wir wieder Proofs für die Fogra-Zertifizierung eingereicht. Wir wollen damit nachweisen, dass wir nicht nur durch unsere internen Qualitätskontrollen und Checks hervorragende Proofqualität liefern, sondern die Qualität unserer Proofs auch von externer Stelle bestätigt wird. Wir haben daher im sechsten Jahr Prüfdrucke zertifizieren lassen. Die Qualität unserer Drucke wurde uns von der Fogra erneut bestätigt.

 

 

 

 

Den vollständigen 12-seitigen Prüfbericht der Fogra können Sie hier herunterladen. 

Wie im Prüfbericht gesehen werden kann, haben wir vor rund 6 Wochen unser Proofsystem Fiery XF auf die neue Version 7.0 umgestellt, was mit einem höheren Aufwand verbunden war, da in der neuen Softwareversion zahlreiche grundsätzliche Veränderungen in der Struktur und Verbindung von Druckern, Medien, Workflows, Proofprofilen, LAB-Optimierungen und vielem mehr umgesetzt wurden. Wir haben jetzt die Gelegenheit genutzt, die neue Fogra Zertifizierung der Proof GmbH auch direkt auf dem neuen Fiery XF 7 durchzuführen.

Da wir parallel ja auch unsere Proofer um einen EPSON SureColor P7000V Spectro ergänzt haben, nutzten wir die Gelegenheit, alle Medien und Workflows neu einzumessen und neu zu konfigurieren. Wir werden diesen Prozess in der nächsten Woche abschließen. Zudem haben wir auch in unserem RIP Server eine schnellere SSD für das Betriebssystem verbaut, die einen erhöhten Durchsatz und damit die Fiery-Berechnungszeiten etwas nach unten bringt.

Auch in Sachen Hardware haben wir eine Erweiterungen vorgenommen: Ein aktuelles I1Pro2 ergänzt unser bisheriges i1Pro2 Gerät in unserem X-Rite iO Tisch. Damit sind wir jetzt in der Lage, selbst unsere Kontrollemessungen noch einmal kontrollieren können. Klingt ein wenig pedantisch? Das stimmt vielleicht, aber wir gewinnen eben noch ein Quantum mehr Messsicherheit dazu. Zusammen mit unserer Fogra-Zertifizierung haben also vier Messgeräte die Korrektheit unserer Proofs bestätigt: Ein im Proofdrucker  verbautes X-Rite ILS-30 hat die Linearisierung und Kalibrierung erstellt, ein externes i1Pro2 hat die Profiloptimierung erstellt, die von einem weiteren externen i1Pro2 überprüft und vom eingebauten ILS-30 bei jedem Proof bestätigt wird. Und zudem hat die Fogra noch mit ihren Messgeräten unsere Proofs verifiziert.

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CIELAB HLC Colour Atlas im Proof.de Shop erhältlich

Nun hat es doch fast ein Jahr lang gedauert, aber umso mehr freuen wir uns jetzt: Das freieFarbe e.V. Großprojekt, der „CIELAB HLC Farbatlas“ ist fertiggestellt und kann bei uns im Shop bestellt werden. Der HLC Farbatlas ist ein kostenloses, auf offenes Standards basierendes, hochpräzises Farbsystem.

Der CIELAB HLC Farbatlas bietet professionellen Anwendern von Farbe drei entscheidende Vorteile:

  • Der CIELAB HLC Farbatlas basiert auf offenen, nicht proprietären Standards, die frei von Copyrights und Markenrechten sind. 
  • Der Farbatlas mit allen Komponenten steht allen Anwendern kostenlos online zur Verfügung und kann direkt heruntergeladen, genutzt und weitergegeben werden.
    Er ist unter einer OpenSource Creative Commons Lizenz veröffentlicht.
  • Die gedruckte Referenz des CIELAB HLC Farbatlasses besticht durch eine überragende Präzision.Im Gegensatz zu manchen kommerziellen Produkten ist die Farbgenauigkeit mit einem DeltaE00 Median von 0,3 und einem durchschnittlichen DeltaE00 von 0,5 extrem hoch. Die Abweichung von der idealen Farbreferenz und Farbunterschiede zwischen zwei Farbatlassen können in den allermeisten Fällen zwar gemessen, aber mit dem menschlichen Auge nicht wahrgenommen werden. Jeder Atlas wird auf unserem besten Fogra-zertifizierten High-End-Proofdrucker auf Fogra-zertifiziertem Papier hergestellt. Jedes Exemplar wird mit einem individuellen, farbmetrischen Prüfprotokoll nach ISO 12647-7:2016 ausgeliefert, zur Dokumentation der Farbpräzision jedes einzelnen Farbatlasses.



Der Atlas besteht aus folgenden Komponenten:

  • Einer gedruckten Farbatlas Master-Referenz (A4, Ringbuch) mit 2040 Farben, basierend auf dem intuitiven HLC-Farbmodell (Hue, Lightness, Chroma), mit Abstufungen von 10 zwischen den einzelnen Farbtönen. Dazu gehören auch Farben, die in normalen CMYK-Workflows (Schmuckfarben) nicht reproduzierbar sind. Diese Komponente wird mit größter Sorgfalt bei uns in Tübingen produziert. Der Farbatlas enthält eine Einführungs- und Gebrauchsanweisung in deutscher oder englischer Sprache.
  • Einer kostenlosen PDF-Master-Version des Farbatlasses, die zudem zahlreiche weitere Farbräume wie sRGB, Fogra39, Fogra51 und 52 etc. über Ebenen in der PDF Datei abbildet.
  • Farbpaletten mit allen 2040 LAB-Werten für Adobe-Software im ASE-Format. Wir stellen diese Bibliothek zeitnah auch im SBZ-Format von Swatchbooker sowie in sRGB-Versionen für LibreOffice (SOC), GIMP (GPL) und Scribus 1.4.x (XML) zur Verfügung. Scribus 1.5.x enthält bereits die SBZ-Datei und eine sRGB-Version wird mit LibreOffice seit Version 5.4.4.4 ausgeliefert, sowie mit der aktuellen stabil Version  Scribus 1.4.6.
  • Einer Tabelle mit Farbkonvertierungswerten aller Farbtöne des Atlasses nach sRGB, HEX und ISOCoatedV2 in zwei Rendering Intents.
  • Spektraldaten aller Farbfelder in einer CxF v.3-Datei, die die Farbdaten aller Farbfelder in Spektralwerten enthält. Diese Datei ermöglicht es beispielsweise Farbherstellern, alle Farben des Atlasses hochpräzise spektral anzuzischen oder eigene zuverlässige Referenzen zu erstellen, – Open Source und ohne Lizenzgebühren. So kann ein Druckfarbenhersteller die CxF3-Datei einfach in typische Farben-Formulierungssoftware laden und die richtige Mischung für seine Druckfarben erstellen. Das gilt natürlich nicht nur für den Offsetdruck, sondern auch für Lacke, Textilfarben oder Kunststoffe.

Alle Dateien stehen unter einer CC-Lizenz zum kostenlosen Download zur Verfügung. Nur der durch die Proof GmbH gedruckte HLC Farbatlas ist kostenpflichtig, da die Produktion sehr arbeits- und kostenintensiv ist. Bis Ende April 2018 gilt der Einführungspreis von EUR 99,-, ab Mai EUR 149,– zzgl. MwSt. und Versandkosten.

Sie können den CIELAB HLC Farbatlas hier bei uns im Shop bestellen

Wir von freieFarbe e.V. und der Proof GmbH sehen im „CIELAB HLC-Farbatlas“ nicht nur eine echte und offene Alternative den hunderten proprietären Farbsystemen, sondern wir sind auch der Meinung, dass der Qualitätsstandard des gedruckten Farbatlasses höchstens von Lacksystemen übertroffen werden kann.

Seit Anfang Januar arbeiten wir zudem daran, unser offenes Farbsystem mit der deutschen Normungsorganisation DIN in eine DIN SPEC Norm zu überführen.

Beteiligte an diesem Projekt waren:

Holger Everding (DPT Studio Oldenburg), Jan-Peter Homann (Homann Colormanagement), Eric A. Soder (pixsource.com), Peter Jäger (pre2media.ch) und Matthias Betz (Proof GmbH) sowie Christoph Schäfer und Gregory Pittman (Scribus Team).

Mit freundlicher Unterstützung von:

freieFarbe e.V. dankt auch für die Unterstützung der ColorLogic GmbH mit ihrer Software ZePrA für die Sonderfarboptimierung und ColorAnt zur Erfassung der spektralen Daten, der Epson Deutschland GmbH für Unterstützung mit Tinte und der GMG GmbH & Co. KG für die Unterstützung mit zertifizierten Proofpapieren und ihrer Colorproof Software.

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Fogra 54 – PSO SC-B Paper v3 – veröffentlicht und für den Proof erhältlich

Vor kurzem hat die Fogra mit der Druckbedingung FOGRA54 die erste Rollenoffsetdruckbedingung auf Basis der neuen ISO 12647-2:2013 zur Verfügung gestellt. Fogra 54 beschreibt den standardisierten Offsetdruck im AM Raster (48-70’cm) auf superkalandrierten B-Stoff Material (SC-B) mit mineralölfreien Druckfarben.

Die ECI schreibt: „Vor allem aufgrund von Papierunterschieden entspricht das Druckergebnis auf den heute verstärkt eingesetzten SC-B Papieren nicht mehr der Charakterisierungsdatei »FOGRA40« und dem Profil »SC paper (ECI)«. Infolgedessen haben Druckereien bei Produktionen auf SC-B Papier Probleme, die messtechnischen Vorgaben (Volltonfarborte) von FOGRA40 und die höhere Farbsättigung von »SC Paper«-Proofs zu erreichen. Darüberhinaus gelten mittlerweile neue Normvorgaben, insbesondere für die Tonwertzunahme (ISO12647-2:2013).“

Proofs nach PSO SC-B Paper v3 können Sie ab sofort bei uns im Shop direkt bestellen.

PSO SC-B Paper v3 NEU 2017
SC-B Papier, Super calandered Papier, satiniert
Profil: PSOsc-b_paper_v3_FOGRA54.icc
Papier: Akzidenzoffset, SC-B Papier (super-kalandriert, satiniert), Druckbedingung PC6, Tonwertzunahmekurve 2013-B, weiße Messunterlage.
Prüfprofil: FOGRA54.txt

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Zwei Jahre nach Erscheinen: Große Druckereien stellen auf Fogra 51 und 52 um

Ende 2017 scheinen die neuen Normen PSOCoatedV3 und PSOUncoatedV3 endlich im breiteren Druckmarkt anzukommen. Zumindest sind mit der Druckerei Thieme und – seit heute auch Schleunungdruck zwei größere Player im Markt und Flyeralarm-Partner auf die neuen Standards umgestiegen.

Nachdem von Experten wie Christian Piskulla von Cleverprinting schon provokant das Scheitern der neuen Normen ins Spiel gebracht wurde (Scheitern PSOcoated_v3 und die ISO 12647-2:2013) scheinen sich derzeit die neuen Druckstandards in der Praxis zu verbreiten. So wird von zwei der vier Flyeralarm Partnerdruckereien jetzt explizit das neue Profil verlangt, Flyeralarm selbst verweist noch auf ISOCoatedV2. Vermutlich ist das aber nur noch eine Frage der Zeit, wann auch die großen Onlinedruckereien auf die neuen Standards umstellen werden. Prognose: Startet der Erste, ziehen die anderen nach.

Damit sind stark zwei Jahre nach Einführung der neuen Profile die Normen Fogra51 und Fogra52 zum ersten Mal im größeren Markt angekommen und werden auch aktiv von Druckereien eingefordert.

Im Proofbereich spielt zumindest Fogra51 nach wie vor eine untergeordnete Rolle, Fogra39 ist hier nach wie vor der absolute Platzhirsch. Im Bereich der Proofs für die Naturpapiere hat Fogra52 aufgrund der zahlreichen Papiere mit einem hohen Anteil an optischen Aufhellern bereits jetzt einen festen Platz. Auf vielen Papieren lassen sich die Farbigkeiten von Fogra47/PSOUncoated schlichtweg nicht mehr erreichen.

So scheint sich das Trommeln insbesondere des BVDM in Sachen neue Druckbedingungen auf lange Sicht doch ausgezahlt zu haben. Wenn die großen Marktteilnehmer umstellen, werden die kleinen bald folgen bzw. folgen müssen.

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Fogra Colormanagement Symposium am 28.2. und 1.3. in München

Ende Februar 2018 findet nach zwei Jahren wieder ein zweitägiges Farbmanagement Symposium der Fogra in München statt.

Fogra Colormanagement Symposium 2018Schwerpunkte dabei werden Themen wie Farbkommunikation im Skalen- und Multicolordruck („CMYK++“) mit Jan-Peter Homann von homann colormanagement, CxF/X-4, Proofing mit einem Vortrag von Dr. Jürgen Seitz von GMG, Hochgeschwindigkeits-Inkjet-Druck, Farbmanagement-Lösungen aus der Praxis und vieles mehr sein.

Charmant in diesem Jahr: Das Symposium fällt mit der Tagung zu „25 Jahre ICC“ zusammen, die ICC wird  auch einen Special Event organisieren.

Bis zum 31. Dezember ist ein Frühbucherpreis verfügbar. 

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Proof GmbH 2017: Erneute Fogra Zertifizierung für PSOCoatedV3, PSOUncoatedV3 und ISOCoatedV2

Proof GmbH Fogra Cert Logo 2017 Contract Proof Creation Die Proof GmbH hat auch 2017 erneut die Fogra Zertifizierung für die Herstellung von Kontrakt Proofs – Contract Proof Creation – erfolgreich abgeschlossen. Auch für Fogra 39 – ISOCoatedV2 haben wir uns wie in den letzten Jahren erneut zertifizieren lassen.

Fogra Prüfzertifikat 2017 Proof GmbHDie Zertifizierungs-Proofs haben wir auf unseren EPSON 7900, EPSON 9900 und Epson P9000V Proofdruckern mit X-Rite ILS30 Spectroproofer Messgeräten erzeugt und intern noch einmal mit einem I1Pro2 vermessen, bevor wir die Drucke an die Fogra gesendet haben. Drei unserer vier Proofpapiere wurden ebenfalls in die Zertifizierung einbezogen.

Die Anforderungen für die Fogra Zertifizierung gehen weit über das reine Ausmessen des Medienkeiles hinaus. So werden die Proofs nach folgenden Kriterien analysiert:

  • Einhaltung der Toleranzen des Fogra Medienkeils CMYK V3.0
  • Feststellung der Farbgenauigkeit [Testtafel ISO 12642-2], des Farbumfangs und der Graubalance
  • Glanzmessung gemäß ISO 8254-1 [TAPPI]
  • Tonwertübertragung / Verläufe
  • Registerhaltigkeit und Auflösung
  • Statusinformationen
  • Kolorimetrische Tonwertübertragung
  • Homogenität

Das Fazit der Fogra: „Die Prüfdrucke der Firma Proof GmbH sind in den folgenden Kombinationen farbverbindlich:

1. Fogra 39 / ISOCoatedV2
Ansteuerungssoftware Fiery XF 6.4
Bedruckstoff: EFI Gravure Proof Paper 4245
EPSON Stylus Pro 7900
Fogra 39

2. Fogra 51 / PSOCoatedV3
Ansteuerungssoftware: Fiery XF 6.4
Bedruckstoff: EFI 8245OBA semimatt
EPSON SureColor P9000V
Fogra 51

3. Fogra 52 / PSOUncoatedV3
Ansteuerungssoftware: Fiery XF 6.4
Bedruckstoff: EFI 8175OBA matt
EPSON Stylus Pro 9900
Fogra 52

Das Fogra Zertifikat und den vollständigen 11-seitigen Prüfbericht der Fogra können Sie hier herunterladen:

Fogra Prüfzertifikat 2017 Proof GmbH

Fogra Prüfzertifikat 2017 Proof GmbH

12-seitiger Fogra Prüfreport Proof GmbH 2017

12-seitiger Fogra Prüfreport Proof GmbH 2017

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Proof.de: Ab sofort Proofs nach den aktuellsten Toleranzkriterien der ISO 12647-7:2016

Die Proofnorm ISO 12647-7 wurde im November 2016 überarbeitet und die Testkriterien für die FograCert-Proofherstellung angepasst. Wir haben diese veränderten Kriterien jetzt in unser Proofsystem übernommen und arbeiten ab sofort nach den strengeren Toleranzen der neuesten ISO 12647-7:2016. Insbesondere in Sachen Farbgenauigkeit, Papierweiss und höhere Anforderungen an Proofpapiere werden die Verbesserungen der neuen Norm deutlich.

Warum sich für unsere Proof Kunden kaum etwas ändert

Die gute Nachricht ist: Sie werden nicht merken, dass unsere Proofs jetzt präzise nach neuester Norm hergestellt werden. Warum? Ganz einfach: Weil unsere Ansprüche an unser Proofsystem, an unsere FIERY Proofsoftware, unsere EFI Proofpapiere und die X-Rite Messtechniken bereits so hoch sind, dass alle Komponenten unserer Proofs – und natürlich auch unsere Proofs selbst – den neuen Kriterien der revidierten Norm von November 2016 bereits seit Jahren genügen.

Die wichtigsten Neuerungen der neuen Proof Norm in Kürze

1. Farbverbindlichkeit

Mit der neuen Norm wird die klassische Formel für den Farbabstand Delta-E von der althergebrachten Definition aus dem Jahr 1976 (CIELAB 1976) auf die aktualisierte Version aus dem Jahr 2000 (CIEDE2000) gebracht. Da sich die Werte nicht direkt umrechnen lassen, werden damit auch neue Toleranzen für das Prüfprotokoll eingeführt, die ab sofort gelten. Diese neuen Toleranzen und neue Kriterien sind auch der einzige Unterschied, den Sie bei genauer Betrachtung auf unserem Proof erkennen werden.

proof.de Medienkeil Mediawedge ISO 12647-7 vs. ISO/DIS 12647-7:2016

Warum diese Umstellung: Die Fogra zeigte anhand der Messungen der von 116 Contract Proof-Zertifizierungen aus 2016 sowohl nach den alten als auch den neuen Toleranzen, dass mit der alten ΔEab-Formel ein systematischer Fehler in der Bewertung von satten Farben zugrunde liegt. Diese Farben haben bisher einen im Verhältnis zu großen ΔE- Wert aufgewiesen, der nicht mit der visuellen Beurteilung übereinstimmte. Die neuen Delta-E Werte sind dagegen deutlich „gleichabständiger“, also mit der menschlichen Beurteilung des Farbabstandes deutlich näher, was die Fogra ebenfalls in Tests nachgewiesen hat.

Die Abweichungen bei Grauachse und Buntton werden jetzt ebenfalls genauer bestimmt,  die Auswertung des Bunttonabstands ΔH durch die Metrik ΔCh ersetzt. Auch das können Sie auf den Prüfprotokoll sehen. Die Fogra schreibt: „Da ΔH hauptsächlich vom Bunttonwinkel abhängt, lieferte die Auswertung von neutralgrauen oder bunttontechnisch ähnlichen Farben mit teilweise sehr großen Helligkeits- und Sättigungsunterschieden keine aussagekräftigen Ergebnisse. Das Maß ΔCh beschreibt nun den tatsächlichen Abstand eines Farbpaars in der CIEa*b*-Ebene und eignet sich damit nicht mehr nur für die Bewertung des Buntheitsunterschieds von sehr satten Farben.“

2. Beständigkeit der Proofpapiere

Die Alterungstests für Proofpapiere wurden mit der Einführung der neuen Norm eindeutiger geregelt. So durchlaufen alle zertifizierten Proofpapiere folgende Tests: Weiterlesen

Proof GmbH: Erneut Fogra zertifiziert für PSOCoatedV3 (Fogra 51), PSOUncoatedV3 (Fogra 52) und ISOCoatedV2 (Fogra39)

Die Proof GmbH hat ein Jahr nach der Vorstellung der neuen Druckprofile Fogra 51 und 52, PSOCoatedV3 und PSOUncoatedV3 erneut die Fogra Zertifizierung für die Herstellung von Kontrakt Proofs – Contract Proof Creation – erfolgreich abgeschlossen. Auch für Fogra 39 – ISOCoatedV2 haben wir uns erneut zertifizieren lassen.

Die Zertifizierungs-Proofs haben wir auf unseren EPSON 7900, EPSON 9900 und Epson P9000V Proofdruckern mit Spectroproofer Messgeräten erzeugt und intern noch einmal mit einem I1Pro2 vermessen, bevor wir die Drucke an die Fogra gesendet haben. Drei unserer vier Proofpapiere wurden ebenfalls in die Zertifizierung einbezogen.

Die Anforderungen für die Fogra Zertifizierung gehen weit über das reine Ausmessen des Medienkeiles hinaus. So werden die Proofs nach folgenden Kriterien analysiert:

  • Einhaltung der Toleranzen des Fogra Medienkeils CMYK 
  • Feststellung der Farbgenauigkeit [Testtafel IS12642-2], des Farbumfangs und der Graubalance
  • Glanzmessung gemäß ISO 8254-1 [TAPPI]
  • Tonwertübertragung / Verläufe 
  • Registerhaltigkeit und Auflösung 
  • Statusinformationen
  • Kolorimetrische Tonwertübertragung
  • Homogenität 

Das Fazit der Fogra: „Die Prüfdrucke der Firma Proof GmbH sind in den folgenden Kombinationen farbverbindlich:

1. Fogra 39 / ISOCoatedV2
Ansteuerungssoftware Fiery XF 6.2.2
Bedruckstoff: EFI Gravure Proof Paper 4245
EPSON Stylus Pro 7900
Fogra 39

2. Fogra 51 / PSOCoatedV3
Ansteuerungssoftware: Fiery XF 6.2.2
Bedruckstoff: EFI 8245OBA semimatt
EPSON SureColor P9000V
Fogra 51

3. Fogra 52 / PSOUncoatedV3
Ansteuerungssoftware: Fiery XF 6.2.2
Bedruckstoff: EFI 8175OBA matt
EPSON Stylus Pro 9900
Fogra 52

Das Fogra Zertifikat und den vollständigen 11-seitigen Prüfbericht der Fogra können Sie hier herunterladen:

Fogra Zertifikat 2016 der Proof GmbH Tübingen

Fogra Zertifikat 2016 der Proof GmbH Tübingen

Vollständiger 12-seitiger Fogra Prüfbericht der Proof GmbH Tübingen 2016

Vollständiger 12-seitiger Fogra Prüfbericht der Proof GmbH Tübingen 2016

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Altona Test Suite 2+ bis Ende April zum Vorzugspreis

Als Prüfmittel der Wahl hat sich die Altona Test Suite in der Druckindustrie schnell durchgesetzt. Der Bundesverband Druck und Medien hat jetzt mit der Version 2+ eine Aktualisierung für die neuen Druckbedingungen Fogra51 und Fogra52 entwickelt, die bis Ende April zum Vorzugspreis erhältlich ist.Altona Test-Suite 2.0 2+

Das neue Altona Paket 2+ wird eine visuelle Vergleichbarkeit von optisch aufgehellten Proofs zum Offsetdruck ermöglichen. Wer also in nächster Zeit den Umstieg von Fogra 39/47 auf 51/52 plant, für den stellt die aktualisierte Altona Test Suite eine gute Referenz dar.

Neukunden können die aktualisierte Test Suite für nur EUR 398,- statt regulär 498,- EUR bestellen, Mitglieder der Druck- und Medienverbände erhalten sie für nur 198,- EUR statt 298,- EUR. Aktuelle Kunden der bisherigen Testsuite 2.0 können für nur 15,- EUR ein Update bestellen. Alle Preise verstehen sich zzgl. MwSt..

Auf der im Rahmen des Updates aktualisierten DVD befinden sich alle notwendigen Test-Suite-Dateien, Charakterisierungsdaten und ICC-Profile sowohl nach ISO12647-2:2004/Amd1:2007 vertreten als auch nach dem im März 2016 angekündigten ISO12647-2:2013/Amd1:2016 realisiert ist.

Die Altona Test Suite2+ besteht aus einer DVD, zehn DIN-A3-Referenzdruckserien von jeweils sechs Test-Suite-Dateien, die innerhalb der ISO-Normtoleranzen gefertigt wurden, sowie einer Dokumentation. Den vier Testformen „ATS 2.0 roman16“, mit allen roman16-bvdm-Referenzbildern, kommt in Sachen visueller Vergleichbarkeit optisch aufgehellter Drucke eine herausragende Bedeutung im Umstellungsprozess zu.

Die aktualisierte Altona Test-Suite 2+ kann hier bestellt werden.

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Fogra 51/52: Profile und Charakterisierungsdaten bei Fogra und ECI online

Bildschirmfoto 2015-10-01 um 00.53.04Nach dem heutigen Kick-Off der neuen Druckbedingungen Fogra 51 (PSO Coated V3) und Fogra 52 (PSO Uncoated V3) haben die Fogra und die ECI (European Color Initiative) die neuen Profile und dazugehörigen Charakterisierungsdaten auf ihren jeweiligen Webseiten veröffentlicht.

Die Fogra Charakterisierungsdaten zu Fogra 51 und 52 finden Sie hier

Die ECI Profile zum Download Bildschirmfoto 2015-10-01 um 00.52.56finden Sie hier, etwas versteckt in der Mitte der Seite

In den jeweiligen Downloads finden sich auch noch PDF Dateien mit Erläuterungen und Hinweisen zu den jeweiligen Profilen und Charakterisierungsdaten. Auf der Fogra Seite finden sich auch noch die aktuellen Farbwerte zu den UGRA/Fogra Medienkeilen CMYK 3.0 für die neuen Druckbedingungen PSO Coated V3 und PSO Uncoated V3.

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Proof GmbH: Erstes Fogra 51 und Fogra 52 zertifiziertes Unternehmen weltweit

Die Proof GmbH ist im September 2015 erneut Fogra zertifiziert worden, dieses Mal für die Standards Fogra 51 (PSOCoated_v3), Fogra 52 (PSOuncoated_v3) und Fogra 39 (ISOCoatedV2).

Die Proof GmbH ist im September 2015 erneut Fogra zertifiziert worden, dieses Mal für die Standards Fogra 51 (PSOCoated_v3), Fogra 52 (PSOuncoated_v3) und Fogra 39 (ISOCoatedV2).

Die Proof GmbH hat damit erneut ihre Qualität durch die strengen Kriterien der Fogra unabhängig bestätigen lassen. Die Prüfungen der Fogra gehen dabei weit über das reine farbmetrische Auslesen eines Medienkeiles hinaus. Die speziellen Prüfdrucke für die Fogra werden unter anderen nach folgenden Kriterien bewertet:

  • Farbgenauigkeit des Ugra/Fogra Medienkeiles CMYK 3
  • Farbgenauigkeit und Farbumfang
  • Gleichmäßigkeit und Homogenität der Proofs
  • Glanz und Färbung der eingesetzten Proofpapiere
  • Tonwertumfang und Tonwertverläufe
  • Registerhaltigkeit und Auflösungsvermögen
  • Statusinformationen auf dem Proof
  • Kolorimetrische Tonwertübertragung

Die Farbverbindlichkeit unserer zur Prüfung eingereichten Proofs wurde von der Fogra mit Datum vom 24. September 2015 bestätigt. Die Proof GmbH ist damit das weltweit erste Unternehmen, das über eine Fogra 51 und Fogra 52 Zertifizierung für die Erstellung von Kontrakt Proofs verfügt. Und übrigens – Stand heute auch das weltweit einzige Fogra 51 und 52 zertifizierte Unternehmen für die Contract Proof Erstellung.

Wir freuen uns sehr, daß unsere Vorbereitung und die Anstrengungen der letzten Monate in eine erfolgreiche Zertifizierung umgemünzt werden konnten. Ab sofort können Sie auch die Proofs nach Fogra 51 (PSOcoated_v2) und Fogra 52 (PSOuncoated_v2) ganz normal auf shop.proof.de bestellen.

Den vollständigen, 12-seitigen Prüfbericht der Fogra können Sie hier laden:Fogra Gutachten Proof GmbH 2015 Nr. 29712

Prüfbericht der Fogra für die Proof GmbH, Tübingen

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Kick-off: PSOCoatedV3 und PSOUncoatedV3 am 30.09.2015 in Stuttgart

Der bvdm lädt zusammen mit Fogra und ECI zu einem gemeinsamen „Kick-Off“ der neuen Druckbedingungen am 30.09.2015 in die Hochschule der Medien nach Stuttgart ein.

Als einziger beteiligter Verband hat der bvdm die Veranstaltung auf seiner Website veröffentlicht. Vermutlich auch deswegen haben viele Interessierte und Betroffene von dem Termin noch gar nicht erfahren.

Ich möchte daher an dieser Stelle noch einmal explizit auf die für Fachpublikum zugängliche Veranstaltung hinweisen:

Auf der Website des bvdm findet sich folgender Hinweis:

„Der Bundesverband Druck und Medien e.V. (bvdm), die European Color Initiative (ECI) und die Forschungsgesellschaft Druck e.V. (Fogra) stellen am 30. September in Stuttgart ihre gemeinsam erarbeiteten und erprobten Arbeitsmittel zur Umsetzung der ISO 12647-2:2013 vor.

Die neue ISO 12647-2 berücksichtigt die jüngsten Entwicklungen bei Messtechnik und Normlicht – Stichwort optische Aufheller – und bietet daher deutliche Vorteile beim Qualitätsmanagement im standardisierten Druck. Die Verbesserungen der Norm, die neu entwickelten Druckbedingungen für gestrichene und ungestrichene Premium-Papiere im Bogenoffsetdruck und deren erfolgreiche Umsetzung in die Praxis werden von den Projektbeteiligten anschaulich dargestellt. Mit der Bereitstellung der neuen Druckbedingungen, darunter der Nachfolger der international bewährten Referenz „ISO Coated V2“ (Fogra39), wurde die Grundlage für eine kontinuierliche und verbesserte Anwendung des ProzessStandard Offsetdruck geschaffen.

Mittwoch, 30. September 2015 – 10:00 bis 12:30 Uhr
Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) 

Neubau der Fakultät 3, Erdgeschoss, Hörsaal i003 
Nobelstraße 10, D-70569 Stuttgart (Vaihingen)

Eine Anmeldung ist über die Email-Adresse ks(at)bvdm-online(dot)de erforderlich. Hier können auch Unterlagen angefordert werden, wenn man terminlich verhindert ist.

Über die Mailingliste der ECI wurden Wünsche geäußert, ob die Veranstaltung auch im Internet gestreamt würde, da – auch aufgrund der Kurzfristigkeit des Termins – sicher viele verhindert sein dürften. Bislang ist dazu noch nichts näheres bekannt.

Nachtrag 19.09.2015:

Heute hat die Fogra auch über Ihre Mailingliste zum Kick-Off in Stuttgart eingeladen. Auf ihrer Website findet sich noch kein genauer Hinweis zum Termin, aber es gibt ein PDF von Andreas Kraußhaar, in dem er sowohl Features und Erfahrungen mit den kommenden Epson Sure Color P 7000 und P 9000 von Epson vorstellt, als auch Details zu den kommenden Normen vorstellt. Die PDF können Sie von der Website der Fogra hier herunterladen:

Vorstellung der Epson SureColor SP-7000 am 16.9.215 in Meerbusch
Erfahrungen mit „Violett“ und zum Status des FOGRA51/52-Standards

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Neue Proof Papiere für Fogra51 und Fogra52 im Einsatz

Vor drei Wochen haben wir zwei neue Proofpapiere für die Proofs nach Fogra 51 und Fogra 52 Beta Standard im Einsatz, die mit dem Erscheinen der neuen Profile sukzessive unsere beiden bislang eingesetzten Proof-Papiere ersetzen werden:

EFI Proof Paper 8245 OBA Semimatt
EFI Proof Paper 8175 OBA Matt

Wer einen Proof für Bilderdruckpapiere mit optischen Aufhellern benötigt, dem bieten wir einen Proof  auf semimattem EFI 8245 OBA semimatt mit 245 gr/qm Papier an. Das EFI Proof Paper 8245OBA Semimatt wurde speziell entwickelt für das Proofing weißer und aufgehellter, gestrichener Auflagenpapiere. Der Weißpunkt dieses semimatten Papiers ist sehr nah an den Werten des FOGRA51-Profils und ermöglicht damit das Proofing nach FOGRA51 nahezu ohne Papierweißsimulation. Ausserdem ist es gut geeignet für die Simulation von Druckbedingungen PC1 gemäß ISO 12647-2:2013.

EFI Proof Paper 8245 OBA Semimatt

Gewicht: 245 g/m²
Stärke: 245 μm
Opazität: > 95 %
Glanz: 22 %
CIE L*a*b* (M0): 95,8 | 0,9 | -4,3
CIE L*a*b* (M1): 96,0 | 1,1 | -5,6

Wer einen Proof für Naturpapiere mit optischen Aufhellern benötigt, dem bieten wir einen Proof  auf mattem EFI 8175 OBA matt mit 175gr/qm Papier an. Das EFI Proof Paper 8175OBA Matt wurde speziell entwickelt für das Proofing ungestrichener, stark aufgehellter Auflagenpapiere. Es ist sehr gut geeignet für Proofing nach Fogra52.

EFI Proof Paper 8175 OBA Matt

Gewicht: 175 g/m²
Stärke: 230 μm
Opazität: 97 %
Glanz: 5 %
CIE L*a*b* (M0): 96,8 | 2,5 | -7,7
CIE L*a*b* (M1): 97,0 | 3,0 | -10,8

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Fogra 51 und Fogra 52 Beta Proofs erhältlich

Durch die Umstellung auf das neue Fiery XF 6.1 und den Einsatz der neuen X-Rite Spectroproofer Messgeräte sind wir jetzt in der Lage, die aktuellen Betaversionen der neuen Druckstandards Fogra 51 und Fogra 52 zu proofen.

Da die derzeitigen Proof Profile nur in vorläufigen Beta-Versionen erhältlich sind sind die Versionen natürlich nicht farbverbindlich und rechtsverbindlich. Dennoch können sich interessierte Agenturen und Druckereien ein Bild vom aktuellen Stand der Entwicklung machen und die kommenden Veränderungen von den verwendeten Proof-Papieren bis zur veränderten Farbigkeit der neuen M1 Proofs besser abschätzen. Auch die in den neuen Proof-Papieren enthaltenen optischen Aufheller können so bereits vor Einführung der neuen Normen begutachtet werden.

Wir haben dazu in unserem Proof.de Shop eine neue Kategorie angelegt:
Fogra 51 / Fogra 52 Beta Proofs

Die Fogra 51 / 52 Beta Proofs werden wie folgt aufgeführt:

Proof Profil Bilderdruck: 
PSO_Coated_v3_ECI-Praxis-Fred15_Oct2014.icc

Proof Profile Naturpapier: 
PSO_Uncoated_v3_eci_Fred15-July2014.icc
PSO_Uncoated_blueish_v3_(ECI)-Fred15-July.icc

Software: Fiery XF 6.1
Proofdrucker: EPSON 7900/9900
Messtechnik: Epson/X-Rite Spectroproofer ILS30
Messstandard: M1 mit UV

Proof Papier Bilderdruck: EFI Proof Paper 8245OBA Semimatt 245gr/qm
Proof Papier Naturpapier: EFI Proof Paper 8175OBA Matt 175gr/qm

Da die neuen Proof-Papiere erst in wenigen Breiten verfügbar sind, bieten wir derzeit die Proofs nur bis zur Größe DIN A2 an. Wenn weitere, größere Breiten erhältlich sind, werden wir die Palette der neuen Proofstandards wieder bis DIN A0+ erweitern. Momentan ist aber das EFI 8245 nur bis 61cm Breite, das EFI 8175 nur bis 43 cm Breite bei unserem Systemhaus erhältlich.

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Fogra 51 und Fogra 52: Kein Start in Sicht.

Fogra 51 und Fogra 52, optische Aufheller und die neuen Standards für den Offsetdruck und das Proofing sind derzeit in aller Munde. Im Proofbereich sind bis heute nur Ankündigungen, aber keine wirklichen Lösungen in Sicht. Bereits 2013 wurde die Neuordnung der ISO 12647-2 für den Offsetdruck verabschiedet, aber auch hier wird laut ECI frühestens in 2015 mit den „Empfehlung zur Umsetzung der neuen ISO 12647-2 sowie der Bereitstellung entsprechender Handreichungen und Arbeitsmittel gerechnet“. Der aktuelle Stand zu Fogra 51 und Fogra 52 stellt sich aus unserer Sicht so dar:

Farbprofile:

  • Fogra 51 und Fogra 52 haben im Mai 2014 die Betaphase bei der Fogra beendet und wurden an die ECI weitergegeben. Die dort im Projekt „Fred15“ zusammengestellten Informationen und Downloads sind aber von März 2014, über die ECI Mailingliste ist seitdem auch nichts greifbares zu den neuen Normen mehr gelaufen. Es ist also derzeit kein Termin für die Veröffentlichung der finalen Profile, Handreichungen und Arbeitsmittel erkennbar. Fogra, ECI, UGRA und bvdm arbeiten weiter gemeinsam an den neuen Standards.

Proof Papiere:

ONE Technologies: Das bereits im Mai angekündigte Proofpapier für Fogra 51 ist bis heute nicht erhältlich.

ONE Technologies: Das bereits im Mai angekündigte Proofpapier für Fogra 51 ist bis heute nicht erhältlich.

  • ONE Technologies kündigte bereits im Mai 2014 das zertifizierte Proofpapier „ONE Proof 51 Paper SATIN“ an … das leider auch im November noch nirgends erhältlich ist.
  • GMG kündigte im Oktober das Proofpapier „GMG ProofPaper semimatte 250 OBA“ an, das ebenfalls bis heute nirgendwo erhältlich ist.
  • Auch EFI arbeitet an neuen Proofsubstraten, aber Namensgebung, Preise und Erscheinungstermine sind keine bekannt.

Messtechnik:

  • Epson kündigte im August an, ab 1. September 2014 alle Epson Spectroproofer Messgeräte nur noch mit dem neuen Messkopf ILS 30 zu liefern. Doch leider ist der neue Spectroproofer bislang nicht als Zubehör käuflich, also auch noch nicht lieferbar.
  • Während alle bisherigen Quellen berichteten, daß mit dem neuen Spectroproofer zwar Fogra 51 und 52, also M1 und M2 vermessen werden kann, aber kein ISOCoatedV2 bzw. M0 mehr, spricht EFI davon, mit Fiery XF 6.1 und dem Spectroproofer ILS 30 alle Messmodi, also Fogra 51 und 52 und ISOCoatedV2 gleichzeitig unterstützen zu können … leider ist weder Fiery XF 6.1. bisher erhältlich noch der Spectroproofer … aber laut EFI testen sie derzeit alle 3 Messmodi … M0, M1 und M2 mit dem neuen Spectroproofer … das klingt vielversprechend. Weiterlesen

Proof GmbH: Fogra zertifiziert für ISOCoatedV2 (Fogra 39) und PSOUncoated (Fogra 47)

Proof GmbH Fogracert Contract Proof Creation 28651Die Proof GmbH hat erneut die Fogra Zertifizierung für die Herstellung von Kontrakt Proofs – Contract Proof Creation – durchlaufen und erfolgreich abgeschlossen.

Die Zertifizierungs-Proofs haben wir sowohl auf EPSON 7900 und EPSON 9900 Proofdruckern mit Spectroproofer Messgeräten erzeugt. Auch unsere beiden Proofpapiere wurden in die Zertifizierung einbezogen. Damit ist die Proof GmbH für die am häufigsten geprooften Proof-Standards nativ zertifiziert.

Fogra Zertifikat 2014 der Proof GmbH TübingenDie Anforderungen für die Fogra Zertifizierung gehen weit über das reine Ausmessen des Medienkeiles hinaus. So werden die Proofs nach folgenden Kriterien analysiert:

  • Einhaltung der Toleranzen des Fogra Medienkeils CMYK 3
  • Feststellung der Farbgenauigkeit [Testtafel ISO 12642-2], des Farbumfangs und der Graubalance
  • Glanzmessung gemäß ISO 8254-1 [TAPPI]
  • Tonwertübertragung / Verläufe
  • Registerhaltigkeit und Auflösung
  • Statusinformationen
  • Kolorimetrische Tonwertübertragung
  • Homogenität 

Parallel zu den Messungen wurden Kontrollmessungen mit einem zweiten X-Rite Messgerät durchgeführt, um Messfehler auszuschließen.

Das Fazit der Fogra: „Die Prüfdrucke der Firma Proof GmbH sind in den folgenden Kombinationen farbverbindlich:

1. Fogra 39 / ISOCoatedV2
Ansteuerungssoftware Fiery XF 5.2.2
Bedruckstoff: EFI Gravure Proof Paper 4245
EPSON Stylus Pro 7900
Fogra 39

2. Fogra 47 / PSOUncoated
Ansteuerungssoftware: Fiery XF 5.2.2
EFI Proof Paper 9120 XF matt
Epson Stylus Pro 9900
Fogra 47

Das Fogra Zertifikat und den vollständigen 11-seitigen Prüfbericht der Fogra können Sie hier herunterladen:

Fogra Zertifikat 2014 der Proof GmbH Tübingen

Fogra Zertifikat 2014 der Proof GmbH Tübingen

Fogra Prüfbericht der Proof GmbH Tübingen 2014

Vollständiger 11-seitiger Fogra Prüfbericht der Proof GmbH Tübingen 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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ISO12647 … und weiter? Zur Fortentwicklung des ProzessStandard Offsetdruck

Derzeit arbeitet die Fogra mit viel Engagement daran, die ISO 12647 zu modernisieren und an die derzeitigen Umgebungsbedingungen anzupassen.

Wichtige Neuerungen der reformierten ISO 12647 werden sein:

  • Neuerungen im Bereich der Papiertypen (PT)
  • Neue Tonwertzunahmen
  • Für den Proof: Neue Papiere mit optischen Aufhellern

Warum wird die ISO 12647 überarbeitet? An drei zentralen Stellen haben sich seit der letzten Revision im Jahr 2004 die Umgebungsbedingungen stark verändert.

Papiertypen

Die bisherigen Papiertypen 3 und 5 mit den 2004 definierten Papierweissen sind am Markt heute kaum mehr erhältlich. Auch Bilderdruckpapiere weisen heute eine deutlich stärkere Blaufärbung auf als noch vor wenigen Jahren. Dazu kommt, daß über die Revision von D50 im Jahr 2009 auch die Beleuchtung in den Drucksälen heute deutlich mehr UV-Anteile enthält, als vor 2009. Das verursachte bislang teilweise nicht zu kontrollierende Probleme in der Abmusterung von Proofs ohne optischen Aufhellern gegenüber Papieren mit einem hohen Anteil an Aufhellern. Neu werden vermutlich statt der bisherigen 5 Papiertypen jetzt 8 Papiertypen sein, bei denen auch zwischen glänzendem und mattem Bilderdruckpapier unterschieden wird:

  • PT1: Gestrichenes Bilderdruckpapier (Premium coated)
  • PT2: Aufgehelltes, gestrichenes Bilderdruckpapier (Improved coated)
  • PT3: Glänzend gestrichenes Magazinpapier (Standard coated glossy)
  • PT4: Matt gestrichenes Magazinpapier (Standard coated matte)
  • PT5: Holzfrei ungestrichen
  • PT6: Superkalandriert, ungestrichen
  • PT7: Aufgebessertes ungestrichenes Papier
  • PT8: Standard ungestrichen

Aus diesen acht Papiertypen werden unter anderem durch die Anwendung eines frequenzmodulieren nicht-periodischen Rasters und einer konventionellen, periodischen Rasterung insgesamt 16 Druckbedingungen. Weiterlesen

Die Proof GmbH: Fogra zertifiziert für Contract Proof Creation

Die Proof GmbH hat erfolgreich die Fogra Zertifizierung für die Erstellung von Contract Proofs nach Fogra39 bestanden.Das Fogra Zertifikat der Proof GmbH für den ISOCoatedV2 Standard Fogra 39

Unter der Prüfnummer 27643 wurde die Herstellung der Proofs nach dem Proofstandard ISOCoatedV2 durch die Fogra geprüft. Mit der Zertifizierung bestätigt die Fogra die Einhaltung der der hohen Qualitätsstandards für Kontrakt Proofs nach ISO 12647-7.

Die Erstellung von prüzisen und farbverbindlichen Proofs ist mithin der wichtigste Faktor bei der Qualitätskontrolle von Drucken. Dabei hat sich der Fogra-Medienkeil in der Vorstufen- und Druckpraxis als zuverlässiges und verbreitetes Kontrollmittel zur Überprüfung der Farbverbindlichkeit digitaler Druckvorlagen durchgesetzt.

Die Proof GmbH hat bei der Zertifizierung durch die Fogra Ihre Proof Drucke nach Fogra39 entsprechend der FograCert-Kriterien, die auf der ISO 12647-7 basieren prüfen lassen.

Überprüft wurden im Rahmen der Zertifizierung durch die Fogra:

  • Die Farbgenauigkeit auf Basis des UGRA/Fogra Medienkeils CMYK V3
  • Die Farbgenauigkeit der Testform von ISO 12642-2, des Farbumfangs und der Graubalance
  • Die Tonwertübertragung und die präzise Darstellung von Verläufen
  • Die Registerhaltigkeit und die Auflösung der Proofs
  • Die kolorimetrische Tonwertübertragung
  • Die Homogenität der Proofs
  • Die Korrektheit der Statusinformationen im Jobticket

Die Fogra bestätigte die erfolgreiche Zertifizierung. Auf Wunsch können Sie  diese auf den Seiten der Fogra unter Eingabe der Zertifikatsnummer 27643 überprüfen.

Fogra Zertifikat
Ausführlicher Prüfbericht der Fogra

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Softproof – Chance oder Risiko?

Softproof heißt: Die farbrichtige Darstellung eines Druckerzeugnisses an einem Monitor. Dabei kann sowohl ein genormter Druck z.B. nach ProzessStandard Offsetdruck simuliert werden – also z.B. ein späterer Offsetdruck nach ISOCoatedV2 farbrichtig am Bildschirm simuliert werden – als auch die Ausgabe auf digitalen Endgeräten wie LFP-Systemen in der Werbetechnik.

Technisch gesehen sind Softproofs heutzutage gut beherrschbar. Die Monitortechnologie ist weit genug fortgeschritten, um hervorragende Displays mit hohem Farbraum und konsistenter Ausleuchtung auch schon für wenige Tausend Euro zur Verfügung zu stellen. Dabei können z.B. Monitore in zwei Niederlassungen eines Unternehmens so aufeinander abgestimmt werden, daß an beiden Orten das auf den Monitoren angezeigte Ergebnis einander exakt entspricht, also ein Bildbearbeiter in Hamburg und einer in München sich über die Retusche der gleichen Datei unterhalten können.

Das Problem: Daß die beiden Monitore das identische Farb- und Lichtergebnis aussenden kann präzise kontrolliert werden. Daß der Kollege in Hamburg an einem Nordfenster auf die neblige Alster schaut, während der Kollege in München bei Sonnenschein den Monitor an ein Südfenster in Richtung Isar gerückt hat, zeigt bereits das Problem: Die Umgebungsvariablen, unter denen der Softproof betrachtet wird, sind nicht identisch.

Noch schwieriger wird es, wenn der Softproof im Drucksaal eingesetzt werden soll, um den Auflagendruck abzustimmen. So bieten zwar zahlreiche Firmen wie JUST moderne Lösungen an, die einen Softproof direkt an der Druckmaschine zur Verfügung stellen können. Ungelöst ist aber das Problem, daß der Softproof bis unter einem zehntel der Helligkeit betrachtet werden sollte, als der Druck aus der Maschine. Waren für die Drucker bislang Helligkeiten von 2000 Lux Standard, so schreibt JUST jetzt: „Der Vergleich von Softproofs auf Monitoren mit Drucken und Hardproofs wird gemäß der ISO 12646 geregelt. Die Lichtbedingungen entsprechen grundsätzlich ISO 3664, jedoch muss die Helligkeit an die begrenzte Leuchtdichte des Monitors angepasst werden, die idealerweise > 120 cd / qm ist. “

An der Druckmaschine entstehen daher zwei Szenarien: Entweder steht der Drucker „im Licht“ und kann dann den Druck mit einem auf Papier gedruckten Kontrakt Proof abstimmen, oder er steht „im Dunklen“ und kann den Druck mit dem Softproof abstimmen. Zur Schwierigkeit der Abstimmung zwischen Papier und Monitor – und das sind zwei gänzliche unterschiedliche und nur schwer vergleichbare Medien – kommt also noch die Schwierigkeit, daß der Drucker das Licht zur Farbbeurteilung an der Maschine um bis zu Faktor 10 dimmen muss, damit er in der Lage ist, sowohl einen Kontrakt-Proof als auch einen Softproof am gleichen Arbeitsplatz abzustimmen. Das scheint aus heutiger Sicht nicht wirklich praktikabel zu sein.

Fazit: Der Softproof ist auf dem Vormarsch und wird sicher aus Geschwindigkeits- und Kostengründen früher oder später den klassischen Kontrakt-Proof aus dem Markt verdrängen. Aufgrund der großen lichttechnischen und haptischen Unterschiede zwischen Monitor und dem beleuchteten Blatt Papier ist aber eine verbreitete Einführung noch in weiter Ferne. Denn wer einmal an einer Druckmaschine eine Farbstimmung durchgeführt hat kann sich vorstellen, daß ein Abgleich zum Kontrakt Proof auf der einen Seite und zu einem Softproof-Monitor auf der anderen Seite zeitgleich nur schwer vorstellbar ist.  Der Kontrakt Proof wird daher auch in der näheren Zukunft erste Wahl bleiben müssen, um im Drucksaal die farbverbindliche Abmusterung des Druckergebnisses durchführen zu können.

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Profile für den Proof einbetten? Ja oder Nein?

Oftmals stellt sich die Frage, ob Farbprofile in den PDF-Dateien für den Proof eingebettet werden sollen.

Um die Frage zu beantworten, muss ein wenig ausgeholt werden: Der Proof soll den späteren Offsetdruck simulieren. Für den Offsetdruck wurden bislang mit wenigen Ausnahmen die Belichter so konfiguriert, daß ein 70% schwarz in der Datei als 70% schwarz auf der Druckplatte wiedergegeben wird, egal was für ein Profil in der Datei angegeben war. Auch ob Bilderdruck oder Naturpapier war egal: 70% in der Datei entsprachen 70% auf der Platte, die Papierauswahl ergab die Farbdarstellung.

Dem hat sich auch der Proof angepasst: Die meisten Proof-Dienstleiter ignorieren eingebettete CMYK Profile und tun es damit ihren Druck-Kollegen gleich. Auch bei Graustufen werden die Profile meist ignoriert und die Graustufe einfach dem CMYK Schwarz zugeordnet. Somit werden alle CMYK und Graustufen Daten einfach so interpretiert, als wären sie im Ausgabefarbraum erstell worden. Wird nach „ISOCoated V2“ geproof, werden alle Bilder als solches behandelt, und wird nach „PSOUncoated“ geprooft, dann sind die CMYK Bilder eben in diesem Farbraum angelegt.

Das tut bei der Großzahl der zu proofenden Dateien hervorragende Dienste. Problematisch sind nur RGB Farben, die in den Daten enthalten sind.
Da der RGB Farbraum erheblich größer ist als die meisten CMYK Farbräume muss hier klar sein, aus welchem Farbraum nach welchen Kriterien in CMYK konvertiert werden soll. Die meisten Proofdienstleister geben hier einen Farbraum vor, aus dem sie standardmäßig konvertieren, sollte kein RGB Farbraum definiert sein. Das kann zu Schwierigkeiten führen: Viele Proof Studios wählen z.B. ECI-RGB als Farbraum, da er groß und auf den Offsetdruck optimiert ist; die meisten Bilder von Digitalkameras kommen allerdings aus sRGB und diese Farbräume unterscheiden sich erheblich. Daher ist es wichtig, daß der RGB Farbraum für einen Proof eingebettet wird, da ansonsten im Normalfall die Proofsoftware einen Farbraum für die Umwandlung in den zu proofenden CMYK Farbraum wählt; und dieser Farbraum ist zumeist nicht derjenige, in dem die Daten erstellt würden.

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