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Pantone Plus vs. Pantone: Farben, Fächer und Probleme.

Im Jahr 2010 stand eine der zentralen Neuerungen im Hause Pantone für Grafiker, Dienstleister und Druckereien an: Die Pantone Palette wurde um zahlreiche Farben erweitert und bekam einen neuen Namen: Pantone Plus

Die Erweiterung um 560 Farben erfolgte in zwei Schritten:

 2010: Plus 224 auf insgesamt 1341 Pantone Solid Farben

Im Jahr 2010 wurde die Pantone Palette um 224 Farben erweitert, die in der Pantone Nomenklatur die Farbnamen von 7548 bis 7771 tragen. Alle neuen Farben konnten weiter in der Druckerei mit bisherigen 14 Pantone Basisfarben angemischt werden.

  • PANTONE Yellow
  • PANTONE Yellow 012
  • PANTONE Orange 021
  • PANTONE Warm Red
  • PANTONE Red 032
  • PANTONE Rubine Red
  • PANTONE Rhodamine Red
  • PANTONE Purple
  • PANTONE Violet
  • PANTONE Blue 072
  • PANTONE Reflex Blue
  • PANTONE Process Blue
  • PANTONE Green
  • PANTONE Black

 2012: Plus weitere 336 auf insgesamt 1677 Pantone Solid Farben

Im Jahr 2012 wurde die Pantone Plus Palette um weitere 336 Farben erweitert, die in der Pantone Nomenklatur die Farbnamen von 2001 bis 2336 tragen. Damit diese Farben erzielt werden können, wurden die bisherigen 14 Pantone Basisfarben um 4 neue Farben auf insgesamt 18 Basisfarben erweitert. Die neuen, aus der Pantone GOE Palette entlehnten Farben sind:

  • PANTONE Bright Red
  • PANTONE Pink
  • PANTONE Medium Purple
  • PANTONE Dark Blue

Diese Änderungen wurden ungeschickterweise von Pantone nur sehr ungenügend kommuniziert. Ein typisches Beispiel zeigt ein Screenshot vom 08. November 2013: Auf der deutschen und der englischen Pantone Seite werden zwei völlig (mehr …)

Papierweiß Simulation von PSOUncoated

Seit 2009 ist PSOUncoated das geltende Standard Profil für ungestrichenes Naturpapier. Dennoch haben Proof-Dienstleister oft das Problem, daß sich Proofs auf PSOUncoated auf den ersten Blick oftmals deutlich vom Druckergebnis unterscheiden. Sofort sichtbar: der Weißpunkt des Papieres.

Das PSOUncoated Papierweiß wirkt sehr gräulich. Wenn z.B. auf einem EFI 9120 XF Papier, das als Papier eigentlich eine neutrale weiße Färbung hat, PSOUncoated geprooft wird, dann muss das Papier vom Drucker in Sachen Papierweiß nachgefärbt werden. Durch diese Papierweiß Simulation wirkt der Proof „gräulich“ und und oftmals nicht wie das wirkliche Auflagenpapier „hochweiß“. „Das kann ich meinem Kunden nicht hinlegen“ hören Proof Dienstleister oft von den Agenturen und Designern, die Proofs in Auftrag geben. Und offen gesagt: Auch der Druck auf einem weißen Naturpapier wird vom PSOUncoated Proof Ergebnis je nach gewähltem Papier deutlich abweichen.

Manche Proof Dienste proofen daher auch heute noch Naturpapier nach ISOUncoated, da hier der Papierton deutlich weißer und nicht so gräulich ist. Das wird aber mittelfristig nicht über die Misere hinwegtragen: PSOUncoated ist der gängige Standard, nach dem sich auch die ProzessStandard Offsetdruck zertifizierten Druckereien richten. Aber im Drucksaal offenbaren sich oftmals die Unterschiede zwischen Norm und Realität. Wenn dann noch das neue D50 Normlicht nach ISO 3664:2009 mit höheren UV-Anteilen zur Begutachtung am Drucktisch zum Einsatz kommt, dann lassen sich oft Proof und Druckergebnis nur noch sehr schlecht aufeinander abstimmen. Und diese Problematik wird aufgrund der langen Normierungszeiträume auch noch eine ganze Zeit die Begleiterin von Druckereien und Proof-Dienstleistern sein.

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