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Farbprofil-Anforderungen von Onlinedruckereien im Überblick

Häufig wird bei Proof.de geprooft, und die Daten anschließend in einer Online-Druckerei wie flyeralarm oder wir-machen-druck.de gedruckt. Daher kann es hilfreich sein, wenn man vorab bereits das geforderte ICC Profil kennt, das die Online-Druckerei zur Erstellung der Druckdaten wünscht. Wir haben im folgenden eine Übersicht zahlreicher Online-Druckereien zusammengestellt und deren geforderte Druck- und Proofprofile aufgeführt. Über den Link in der ersten Spalte kommen Sie direkt auf die Seite der Online-Druckerei, auf der die Informationen zum gewünschten Farbprofil zu finden sind.

 

Onlinedruckerei

Farbprofile

Anmerkungen

cewe.de

Link zu den Farbprofilvorgaben

wird nicht berücksichtigt Erklärung: ICC-Profile sind von der Belichtungsmaschine abhängig. Bei einer Bestellung ist vorab nicht abzusehen, welche Maschine für den Auftrag zum Einsatz kommen wird.
diedruckerei.de / onlineprinters.de

Link zu den Farbprofilvorgaben

Gestrichen: PSO Coated v3
Ungestrichen: PSO Uncoated v3 FOGRA52
Andere Materialien: PSO Coated v3
dierotationsdrucker.de

Link zu den Farbprofilvorgaben

Gestrichen: PSO Coated v3 – FOGRA51
Ungestrichen: PSO Uncoated v3 – FOGRA52
Zeitungspapier: WAN IFRA-Newspapier 26v5
RGB-Daten werden automatisch von der Druckerei in den CMYK-Farbraum formatiert
dieumweltdruckerei.de

Link zu den Farbprofilvorgaben

Gestrichen: ISO Coated v2
Ungestrichen: PSO Uncoated ISO12647
druck.at

Link zu den Farbprofilvorgaben
– auf der Webseite
– in der PDF

Gestrichen: ISO Coated v2
Ungestrichen: PSO Uncoated ISO12647 (ISO Uncoated yellowish für Premium Munken)
ISO Coated v2 / Coated FOGRA39:
115g Kunstdruckpapier
130g Kunstdruckpapier
135g Kunstdruckpapier
170g Kunstdruckkarton
250g Kunstdruckkarton
350g Kunstdruckkarton
Affichen
Postkartenkarton Vorderseite
Haftnotizen: Umschläge und EinbändePSO Uncoated ISO12647:
Postkartenkarton Rückseite
90g Volumenpapier
225g Volumenkarton
300g Volumenkarton
90g Recyclingpapier
190g Recyclingkarton
300g Recyclingkarton
Haftnotizen: Blöcke
Premium Laid
Premium Feel
Premium Leinen
Premium FeltISO Uncoated yellowish:
Premium Munkenalle weiteren Materialien: ISO Coated v2
druckbombe.de

Link zu den Farbprofilvorgaben

Print-Produkte: ISO Coated v2 300%
Werbetechnik/ Digitaldruck: Europe ISO Coated FOGRA27
RGB-Daten werden automatisch nach CMYK umgewandelt
druckdiscount24.de

Link zu den Farbprofilvorgaben

(ISO Coated v2
ISO Uncoated) Es wird kein bestimmtes Profil empfohlen.
„Binden Sie ICC- und Farbprofile nur in Ihre PDF ein, wenn Sie damit Erfahrung haben. […] Haben Sie keine Erfahrung mit ICC- und Farbprofilen, binden Sie diese auch nicht ein. Es können sonst unerwünschte Farben und Druckqualitäten entstehen.“
druckhelden.de

Link zu den Farbprofilvorgaben

siehe Anmerkungen „Betten Sie in Ihre Dateien bitte möglichst keine ICC-Profile ein.“
druckterminal.de

Link zu den Farbprofilvorgaben

 

 

 

Fogra39 (ISO Coated V2 ECI), in Anleitung zu PDF-Export aus verschiedenen Programmen wird Coated Fogra39 verwendet RGB-Bilder mit definiertem Farbraum (z.B. Adobe-RGB) werden in unserer Druckvorstufe korrekt umgerechnet.
RGB-Bilder ohne definiertem Farbraum behandeln wir nach SRGB(PC).
Mitgelieferte ICC-Output-Profile an Ihren CMYK-Daten werden standardmäßig verworfen und mit dem Fogra39-Profil ersetzt. (mehr …)

Gamutmap: Das Farb-Tool für cross-mediales Design

Durch unser Engagement bei freieFarbe e.V. wurde beim letzten Treffen in der Schweiz der Wunsch nach einem crossmedialen Tool für Designer laut, mit dem man Schnittmengen von Farben aus dem freieFarbe CIELAB HLC Colour Atlas XL bilden kann.

Mit Gamutmap hat die Proof GmbH nun ein solches Tool geschaffen, das allen Designern kostenlos zur Verfügung steht. Mit Gamutmap können aus 34.250 Farben des gesamten CIELAB Farbraumes nahezu 100 einzelne Farbräume angezeigt, oder Schnittmengen aus vielen kombinierten Farbräumen angezeigt werden.

Ein Beispiel: Als Designer suchen Sie nach Farben für ein neues Corporate Design, die sowohl in sRGB für das Internet, in ISOCoatedV2 für den Druck der Imagebroschüren und in PSOUncoatedV3 für den Druck des Briefpapieres zur Verfügung stehen. Für Videoproduktionen soll zudem der Rec.709 Farbraum berücksichtigt werden.

In Gamutmap können Sie nun ganz einfach die Farbräume sRGB, ISOCoatedV2, PSOUncoatedV3 und Rec.709 anwählen und dann auf „show“ klicken. Nach wenigen Sekunden sehen Sie nun nur noch diejenigen Farben, die in allen ausgewählten Farbräumen vorhanden sind. Wenn Sie über einen Farbfeld mit der Maus ziehen, dann sehen Sie direkt die absolut farbmetrischen Werte der Farbe in allen ausgewählten Farbräumen und können diese direkt kopieren und in ihre Zwischenablage kopieren.

Rechts oben steht Ihnen ein vertikales Farbrad zur Verfügung, um schnell zum allen Hue-Farbtönen des HLC CIELAB Farbraumesnavigieren zu können.

Da der Hex-Wert des sRGB Farbraumes ebenfalls noch interessant war, wurde dieser Farbraum noch zusätzlich für die Anzeige markiert. Die HLC- und Lab-Werte aller Farben können direkt in der Farbtabelle abgelesen werden. Alle anderen Farbwerte können einfach nach der Mausbewegung auf das gewünschte Farbfeld in die Zwischenablage kopiert werden. Für das im obigen Beispiel angezeigte Farbfeld sieht das so aus:

HLC: H005 | L055 | C035
Lab: 55 | 34,867 | 3,05
sRGB: 188 | 106 | 128
sRGB (HEX): #BC6A80
Rec. ITU-R BT.709-5: 188 | 87 | 115
ISO Coated V2 (ECI): 14 | 64 | 27 | 11
PSO Uncoated V3 (Fogra52): 10 | 70 | 34 | 8

Gamutmap ist „Work in Progress“

Wir sind sicher, dass gamutmap vielen Designern eine große Hilfe bei der Gestaltung von Cross-medialen Corporate Designs sein wird und freuen uns sehr, dass wir das Projekt mit den Mitgliedern von freieFarbe e.V. starten und anschieben konnten. Gamutmap ist für uns „Work in progress“, das heißt: In den kommenden Wochen werden wir weitere Funktionalitäten und Features zu Gamutmap ergänzen. So ist zum Beispiel eine deutsche Version in Arbeit, und auch der Download von spektralen D50 CxF Daten der ausgewählten Farben soll in Zukunft direkt beim Hovern über dem jeweiligen Farbfeld möglich sein, wenn das Feld im Gamut des freieFarbe CIELAB HLC Colour Atlas XL ist. Weitere Funktionserweiterungen stehen bereits auf unserer Wunschliste… 🙂

Wir freuen uns über Anregungen, Kritik, Wünsche und jede Unterstützung für die Erweiterung und Ergänzung von Gamutmap.

Ein Video zur Anwendung von Gamutmap von Peter Jäger von freieFarbe e.V. finden Sie auf youtube und auf der seiner Schulungsplattform com2publish.ch:

Preview Youtube Video Gamutmap.com

 

 

Rückblick: Fogra Color Management Symposium 2020

Vom 12. bis 13. Februar 2020 fand das 7. Fogra Color Management Symposium in München statt, zu dem ich als Referent für den Bereich Proofing in Session 6 geladen war. Ich berichtete über unsere Test in Sachen Proofing für den Fogra58-Beta-Textile-RGB Standard für den textilen Digitaldruck.

Das Fogra Color Management Symposium ist eine der Veranstaltungen im Bereich Farbmanagement und vereint Wissenschaftler und Anwender aus der ganzen Welt für einen zweitägigen Gedankenaustausch in München. Insgesamt 21 Referenten und 7 Moderatoren berichteten über die Themen Multicolordruck, Proofing, Druckbeschaffung, Kundenerwartungen, Farbmanagement für den 3D-Druck und Farbmanagement für den textilen Digitaldruck, das Thema, dem ich auch zugeordnet war.

Ich reiste bereits einen Tag früher an, da es bereits am Vorabend ein „Speakers Dinner“ gab, und ich zudem mit Jan-Peter Homann und Joe Tschudi den Aufbau und die Auswahl unserer Muster in Sachen Textile-RGB besprechen musste. Vor Ort in München bauten wir die uns von der Firma Just-Normlicht zur Verfügung gestellt Normlichtkabine LED Color Viewing Light XL HYBRID 2.0 auf und stimmten uns noch einmal ab, welche Muster wir während des Color Management Symposiums am besten zeigen würden.

Joe Tschudi und Jan-Peter Homann besprechen, welche Muster wir am Fogra Colormanagement Symposium 2020 fürden Proof-Vergleich von Fogra58beta-TextileRGB zeigen wollen
Joe Tschudi und Jan-Peter Homann und ich besprechen, welche Muster wir am Fogra Colormanagement Symposium 2020 für den Proof-Vergleich von Fogra58beta-TextileRGB zeigen wollen.
Ein Muster, das wir am Fogra Colormanagement Symposium 2020 fürden Proof-Vergleich von Fogra58beta-TextileRGB gezeigt haben. Unten der Proof von uns, oben Joe Tschudis im Sublimationsdruck hergestellter Stoff, beides in Fogra58-beta-TextileRGB unter D50 Normlicht beleuchtet.
Ein Muster, das wir am Fogra Colormanagement Symposium 2020 fürden Proof-Vergleich von Fogra58beta-TextileRGB gezeigt haben. Unten der Proof von uns, oben Joe Tschudis im Sublimationsdruck hergestellter Stoff, beides in Fogra58-beta-TextileRGB unter D50 Normlicht beleuchtet.

Während des Speakers Dinner konnte ich mich noch mit Jürgen Seitz von GMG, dem Moderator meiner Session und  Jeffrey Stauffer von der oneflexo GmbH besprechen, um unsere Session an Tag 2 gut auszurichten. Gerardo Cerros von CMA Imaging Belgium SPRL, der dritte Vortragende unserer Session kam erst direkt zu seinem Vortrag angereist. Zudem konnten wir unsere Vorträge auf den Fogra-Computern testen und bereits den Vortragsraum kennenlernen und uns mit der Bühne vertraut machen. Auf der Bühne saßen jeweils die drei Sprecher pro Session plus der Moderator der Session. Alle Vorträge, Moderationen, Fragen ect. wurden live übersetzt von Englisch nach Deutsch bzw. Deutsch nach Englisch. Ich hielt meinen Vortrag auf Deutsch, hatte aber die Folien auf „Denglisch“ gehalten, damit sie sowohl für Deutsche, als auch für alle anderen verständlich sind.

Die Sprecher und Moderatoren besichtigen die Bühne und Bühnentechnik
Die Sprecher und Moderatoren besichtigen die Bühne und Bühnentechnik. Der graue Kasten links hinten ist die Übersetzerkabine, in der die zwei Simultanübersetzer untergebracht waren.

Das gesamte Programm des Symposiums finden Sie auf der Seite der Fogra. Die Themen der sieben Sessions waren:

1. Managing customer expectations – Managing colours throughout the  food chain
2. Creating colour credibility in CMYK and extended gamut printing
3. Real-world multicolour packaging implementations (ECG)
4. Industrial Printing application:  High Speed Inkjet beyond commercial and packaging printing
KEYNOTE: Colour workflows in the motion picture  world –  How HDR & Wide Gamut  change the game (Harald Brendl, ARRI)
5. Colour communication for fashion textile applications
6. Colour Proofing for Packacking & textile applications
7. Colour in 3D (3D Softproof & Appearance measurement)

Die Präsentation meines Vortrages „Proofing im Textildruck: Contract proofs für RGB-(FOGRA58) basierte Textil-Workflows“ können Sie hier herunterladen:

Proofing im Textildruck: Contract proofs für RGB-(FOGRA58) basierte Textil-Workflows

Nach der Session wurde an unserem Fogra58-Stand noch rege diskutiert und die ausgestellten Stoff-/Proofvergleiche besprochen. Besondere Beachtung fand dabei ein Muster mit unterschiedlichen Grautönen von Joe Tschudi. Für das für das menschliche Auge war der Proof recht Neutralgrau, der Stoff aber mit deutlich sichtbarem Grünstich. Messtechnisch aber waren die beiden Muster sowohl für ein i1Pro2 nur DeltaE00 0,3 auseinander, und auch ein Kugelkopfmessgerät zeigte einen ähnlichen Abstand. Ein schönes Beispiel, um auch die Schwierigkeit zwischen Textildruck und Proof, zwischen Messgeräten und menschlicher Wahrnehmung zu demonstrieren.

Ein herzlicher Dank gilt Andreas Kraushaar und dem gesamten Fogra Team für die hervorragende Organisation und Betreuung während des gesamten Farbmanagement Symposiums. Ein hervorragender Event, der aktuelle Entwicklungen im Farbmanagement zeigt und den Blick auf neue Märkte und Segmente weitet.

Schön war’s: Die Mitgliederversammlung 2019 von freieFarbe e.V. in der Schweiz

Nachdem sich der Verein freieFarbe e.V. im letzten Jahr in Tübingen zur jährlichen Mitgliederversammlung getroffen hatte, fanden wir uns in diesem Jahr in einer urigen Hütte im Appenzeller Land zusammen, die Peter Jäger von pre2media und Eric A. Soder von pixsource.com hervorragend gewählt hatten, genau wie das sonnige Wetter, das uns von Freitag bis Sonntag begleiten sollte.

freieFarbe e.V. Mitgliederversammlung 2019: Unsere Unterkunft in den schweizer Bergen
freieFarbe e.V. Mitgliederversammlung 2019: Unsere Unterkunft in den schweizer Bergen

Nach Tübingen reisten bereits am Donnerstag der Vereinsvorsitzende Holger Everding vom DTP Studio Oldenburg und Jan-Peter Homann von Homann Colormanagement aus Berlin an, und wir setzten nach einer ersten langen Nacht voller Gespräche und einem Treffen im Proof.de Büro am Freitag Vormittag gegen Mittag die Reise zu dritt in die Schweiz fort. Nach einem gemeinsamen Abendessen mit Peter Jäger und Eric A. Soder (aus Tübingen hatten wir am Vorabend gemeinsam zubereiteten schwäbischen Kartoffelsalat und meine handgemachten Maultaschen mitgenommen) begann ein Abend voller Planungen und einem Strategie-Workshop für die Aufgaben und Ziele des nächsten Vereinsjahres. Keine Frage, auch an diesem Abend wurde bis spät in die Nacht diskutiert, entwickelt, gelacht und zwischen Flensburger Pils, Schweizer Bergbier und Wein in attraktiven roten und hellgelben Farbnuancen kreativ gearbeitet.

Ausschnitt der Ergebnisse des freieFarbe Kreativworkshops am Freitag Abend mit Gewichtungen (blaue Aufkleber) und Zuständigkeiten (Namenskürzel)
Ausschnitt der Ergebnisse des freieFarbe Kreativworkshops am Freitag Abend mit Gewichtungen (blaue Aufkleber) und Zuständigkeiten (Namenskürzel)

Nach einem Frühstück ging es am Samstag weiter zu swissQprint, wo wir uns über bei dem Vereinsmitglied Guy Flüeli ausführlich über den Stand der Technik in Sachen großformatigem Digitaldruck informieren, die Produktion besichtigen und Drucktests auf der Karibu und anderen Druckmaschinen von SwissQPrint durchführen konnten.

Jahreshauptversammlung freieFarbe e.V. 2019 in der Schweiz
von links nach rechts: Matteo Baschera, Jan-Peter Homann, Matthias Betz, Holger Everding, Eric A. Soder, Martin Spaar, Peter Jäger, Michael Jakobi. Es fehlen: Kai-Uwe Behrmann, Jan Seguda, Guy Flüeli (Foto)
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PANTONE Farben optimal in CMYK umsetzen. Praktische Aspekte zur neuen alten Diskussion.

Ein sehr häufiges Thema für uns im Bereich Proof ist die optimale Umsetzung von PANTONE Farben in CMYK für den klassischen, preisgünstigen Vierfarbdruck. In den letzten Tagen hat sich hierzu im Adobe Forum und im Farbmanagementforum von hilfdirselbst.ch eine rege Diskussion ergeben, die ich kurz zusammenfassen möchte, da auch unsere Kunden oft mit denselben Punkten kämpfen.

PANTONE und die PANTONE CMYK Werte aus Bridge: Das Problem

Die zentrale Fragestellung ist ja, auf welchen Standard oder auf welches Farbprofil sich ein CMYK Wert einer PANTONE Farbe in Bridge eigentlich bezieht. Konkret fragte ein Anwender für die Umsetzung von PANTONE 116 C, einem Farbton, der im PANTONE Bridge Fächer in CMYK 0/14/100/0 angegeben wird (hier können Sie den originalen Wert bei PANTONE nachvollziehen). Wenn man nun aber den zugrundeliegenden PANTONE-LAB-Farbwert in InDesign oder Photoshop in verschiedene CMYK Profile wandelt, bekommt man unterschiedliche, deutlich abweichende Farbwerte. „Worauf bezieht sich denn nun der PANTONE Bridge CMYK Farbwert?“, so war die ursprüngliche Frage der Diskussion.

Die Ausgangsbasis des PANTONE Bridge Fächers

Im PANTONE Bridge Fächer werden „Entsprechungen“ der PANTONE Sonderfarben auf einer coated und einer uncoated Papiersorte, separiert mit 4 pantoneeigenen Skalenfarben visualisiert und die CMYK Werte dazu angegeben.

Klar ist aber: Ohne genaue Angaben zu Bedruckstoff, Druckdichte, verwendeten Farben etc. haben die dort gemachten Angaben nur begrenzte Aussagekraft. Konvertiert man z.B. den LAB Farbwert von PANTONE 116 C in das in den USA gebräuchliche SWOP Web coated, dann erreicht man im Magenta einen Wert von 20 anstelle von 14 wie im PANTONE Bridge Fächer angegeben.

Vergleich PANTONE LAB Werte mit PANTONE Bridge CMYK Werte im Farbraum PSOUncoatedV3 und PSOCoatedV3

Vergleicht man die originalen PANTONE LAB Werte und die PANTONE Bridge CMYK Werte in europäische Standards wie ISOCoatedV2 oder PSOCoatedV3 für Bilderdruck oder PSOUncoated oder PSOUncoatedV3 für Naturpapier entstehen teilweise gravierende Farbabweichungen. Die PANTONE Cool Gray 2 ist in der CMYK Umsetzung viel zu hell, die PANTONE Cool Gray 11 immer viel zu dunkel. Für die PANTONE 3278 C passt der Bridge CMYK Wert für PSOCoatedV3 recht gut, derselbe Vergleich für Uncoated ist aber spürbar schlechter. Woran liegt das denn?

Vergleich PANTONE C Solid Coated LAB Werte mit PANTONE Bridge CMYK Werte im Farbraum PSOCoatedV3
Vergleich PANTONE C Solid Coated LAB Werte mit PANTONE Bridge CMYK Werte im Farbraum PSOCoatedV3
Vergleich PANTONE U Solid Uncoated LAB Werte mit PANTONE Bridge CMYK Werte im Farbraum PSOUncoatedV3
Vergleich PANTONE U Solid Uncoated LAB Werte mit PANTONE Bridge CMYK Werte im Farbraum PSOUncoatedV3

Die Fragestellung wurde daher noch einmal konkretisiert:

  • Wie kann PANTONE „offizielle“ CMYK-Werte für eine bestimmte Farbe angeben, wenn nicht klar ist, auf welches Papierweiß, Druckdichte, Farbauftrag etc. sich die Werte beziehen?
  • Wie kommt PANTONE auf die angegebenen Farbwerte?
  • Welche ICC Profile liegen möglicherweise zugrunde?
  • Liegen Fehler vor, wenn Programme wie Photoshop oder Affinity Publisher bei Wandlung einer Pantone-Farbe nicht die gleichen Werte zeigen, die von Pantone angegeben werden?

These 1: Warum sollte ein Sonderfarbhersteller perfekte CMYK-Ersetzungswerte für seine Produkte liefern? Das wäre ja geschäftsschädigend.

Klar ist: Systemfehler liegen keine vor. PANTONE weis, was sie tun. Es verwundert aber schon, dass die Bridge-Werte scheinbar seit vielen Jahren um einige Prozentpunkte schwanken. Möglicherweise ist ein Grund dafür, dass über die Jahre verschiedene Basispigmente verwendet wurden, und daher die Werte abgepasst wurden. Aber wie die Werte zustandekommen, welche Profile oder Logik hinter den Werten stecken könnten, war in keiner Weise herauszufinden. Manche Diskussionsteilnehmer dachten an einen gewollten Systemfehler: „Cui bono? Warum sollte ein Sonderfarbhersteller perfekte CMYK-Ersetzungswerte für seine Produkte liefern? Das wäre ja geschäftsschädigend.

Ein spannender Ansatz, der spätestens auf den zweiten Blick einer gewissen Logik nicht entbehrt. Wenn der Firmenchef nur lange genug schlechte CMYK Umsetzungen seiner PANTONE-Sonderfarbe gesehen hat, dann wird er seufzend jedem Aufpreis für einen fünffarbigen Druck zustimmen, nur um endlich seine Hausfarbe wieder korrekt wiedergegeben zu finden.

Aber auch eine weitere These ist sehr einleuchtend:

These 2: Der Vertrieb legt die CMYK Werte fest

Nehmen wir an, ein PANTONE „Grün1“ entspricht farbmetrisch einem CMYK von 30/0/100/0. Wenn jetzt im Fächer noch zwei gesättigtere Grüntöne („Grün2“ und „Grün3“) abgebildet sind, die also theoretisch mit CMYK 35/0/110/0 und CMYK 40/0/120/0 abgebildet werden müssten, was dann?

Alle drei Grüntöne auf CMYK 30/0/100/0 zu setzen, also den nächsten absolut farbmetrisch erreichbaren CMYK Wert? Das wäre eigentlich der einleuchtendste Weg, zumal es in der Praxis sehr unwahrscheinlich ist, dass jemals zwei nebeneinanderliegende PANTONE Farben in CMYK Umsetzungen verwendet würden. Denn eine Firma hat entweder Grün1 oder Grün2 als Hausfarbe, aber wohl kaum beide gleichzeitig.

Andererseits würden sich die Käufer der PANTONE Bridge Fächer wohl sehr wundern, wenn unterschiedliche PANTONE Farbtöne im Fächer denselben CMYK Wert zugeordnet hätten.

Daher liegt ein psychologisches-vertriebliches Korrekturmoment nahe: Um identische CMYK Werte zu vermeiden, setzen wir den gesättigtsten Grünton auf den nicht passenden CMYK 30/0/100/0, und dann eben die weniger gesättigten Farben auf 25/0/90/0 und 20/0/80/0, also ebenfalls nicht passende CMYK Werte. Jetzt passt zwar gar nichts mehr, aber wenigstens haben alle Farben unterschiedliche CMYK Werte.

Die Praxis zeigt: Eine angepasste Konvertierung über ICC Profile liefert oft einen besseren CMYK Farbwert für die Umsetzung von PANTONE Farben wie der CMYK Wert aus der PANTONE Bridge.

Wir haben die in den oben angeführten Grafiken verwendeten PANTONE Farben auch über ICC Profile teils absolut farbmetrisch und relativ farbmetrisch mit Tiefenkompensierung (mit einem „r“ hinter dem CMYK Farbwert gekennzeichnet) in die beiden Ausgabefarbräume PSOCoatedV3 und PSOUncoatedV3 konvertiert und jeweils die visuell beste Übereinstimmung abgebildet.


Vergleich PANTONE C LAB Werte (mitte) mit PANTONE Bridge CMYK Werte (rechts) und via ICC Profil 
ermittelten CMYK Werten (links) im Farbraum PSOCoatedV3

Vergleich PANTONE U LAB Werte (mitte) mit PANTONE Bridge CMYK Werte (rechts) und via ICC Profil 
ermittelten CMYK Werten (links) im Farbraum PSOUncoatedV3

In den allermeisten Fällen liefert diese auf den Ausgabefarbraum angepasste Umsetzung die deutlich besseren Ergebnisse. Sehen Sie selbst:

Die beiden oberen Grafiken haben wir auch als PDF mit dem passenden Ausgabefarbraum PSOCoatedV3 und PSOUncoatedV3 für Sie hier zum Download bereit.

Vergleich PANTONE C LAB mit Bridge CMYK und PSOCoatedV3 ICC CMYK

Vergleich PANTONE U LAB mit Bridge CMYK und PSOUncoatedV3 ICC CMYK

Bitte beachten Sie: Die PDF Daten wirken farblich nur so wie oben, wenn Sie sie in einer Software wie Adobe Acrobat Pro oder PDF Toolbox öffnen, das die ICC Ausgabefarbräume korrekt interpretieren kann. In Acrobat Reader oder Foxit Reader etc. wird die Farbigkeit teilweise deutlich abweichen.

Wir unterstützen Sie bei der Ermittlung optimaler CMYK Umsetzungen für Ihre PANTONE Hausfarben

Wenn Sie eine möglichst optimale Umsetzung einer oder mehrerer PANTONE Farben nach CMYK brauchen, dann unterstützen wir Sie gerne mit unseren Know-How und unserer Messtechnik und Prooftechnik bei Ihrem Vorhaben. Wir ermitteln und vergleichen unterschiedliche Abbildungsvarianten einer PANTONE Farbe in CMYK und zeigen Ihnen die besten ermittelten Umsetzungen in CMYK mit messtechnischen Auswertungen in Delta-E00.

 

Auflagenpapier, Proofstandard und die Proofpräzision von Sonderfarben abstimmen.

Heute rief ein Kunde an, der einen Proof von mehreren HKS N Sonderfarben auf einem Naturpapier in Auftrag geben wollte. „Was für ein Proofprofil soll ich denn wählen? Und wie genau können Sie im Proof denn dann meine Sonderfarben treffen? Ich muss vermutlich mehrere HKS N Rottöne im Vergleich proofen. Gedruckt werden soll übrigens auf einem Werkdruckpapier, Fly Cream, als ein etwas gelbliches Papier.“

Wie ist das Papierweiß des Auflagenpapieres?

Als erstes suchte ich mit dem Kunden nach dem Auflagenpapier in unserer Papierweiß-Datenbank. Ein schneller Blick per Volltextsuche ergab: Fly Cream von Papier Union haben wir vermessen:

Fly Cream enthält gemäß unseren Messungen keine optischen Aufheller, also "keine OBA". Das LAB Papierweiss liegt bei allen drei Messungen bei rund  LAB 95 / 0,7 / 9,2
Fly Cream enthält gemäß unseren Messungen keine optischen Aufheller, also „keine OBA“. Das LAB Papierweiß liegt bei allen drei Messungen bei rund LAB 95 / 0,7 / 9,2

Mit einem B-Wert in LAB von 9,2 ist Fly Cream also wirklich nicht nur etwas gelblich, wie der Kunde meinte, sondern deutlich gelblich, chamois, cremefarben … wie man das auch immer nennen mag. Die Idee lag also nahe, das Proofprofil „ISOUncoatedYellowish“, Fogra 30 zu prüfen, in wieweit hier das Papierweiß übereinstimmen könnte.

Wie ist das Papierweiß des möglichen Proofstandards?

Gemeinsam mit dem Kunden schauten wir in unserer „Papierweiß von Proofprofilen“ Tabelle nach:

Das Papierweiss des Proofstandards Fogra30, ISOUncoatedYellowish
Das Papierweiß des Proofstandards Fogra30, ISOUncoatedYellowish in LAB:95,93 / -0,77 / 3,85

Das Papierweiß von ISOUncoatedYellowish ist entgegen der Erwartung des Kunden nicht einmal so gelblich wie das Papierweiß des Auflagenpapieres Fly cream, das um mehr als 5 Schritte auf der B-Achse gelblicher ist. Damit war klar: PSOUncoated als aufhellerfreier Naturpapier-Proofstandard fällt aus, das ist deutlich zu weiß, ISOUncoatedYellowish ist da deutlich besser geeignet.

Auf was für einem Proofpapier wird dieser Proofstandard gedruckt?

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Welches Proofprofil für Hohlkammerplakate und Wahlplakate?

Irgendwelche Wahlen stehen ja bekanntlich immer vor der Türe, und der Trend zu immer größeren und zahlreicheren Wahlplakaten ist ungebrochen. Machte früher nur Mutter Natur im Frühjahr die Landschaften bunt, schafft das heute spielend jede Kommunalwahl, Landtags-, Bundestags- und Europawahl. Jeder Kandidat, jede große oder kleine Partei hat heute die technischen und finanziellen Möglichkeiten, ganze Straßenzüge in ein buntes Meer aus Botschaften und Gesichtern zu verwandeln. Hat der Fotograf nun im Studio die Wahlkandidaten gut abgelichtet, gehen die Bilder ab zur Retusche und dann zum Layout.

Bis vor wenigen Jahren wurden Wahlplakate meist im klassischen Offsetdruck produziert und dann mit Kleister auf Hartfaserplatten aufgeklebt, diese dann gebohrt oder auf Dachlattenständer aufgeschraubt und so mit Draht an Straßenlaternen befestigt. Und falls die Wahl im Sommer stattfand, wurden die Plakate in doppelter Auflage gedruckt, damit im Notfall die verblichenen Drucke nach einem Monat für den Endspurt noch einmal mit neuen übergekleistert und aufgefrischt werden konnten.

Doch heute wird mehr und mehr das Hohlkammerplakat bevorzugt, das bereits fix und fertig mit Bohrungen geliefert wird, mehrere Monate farbstabil bleibt, und mit Kabelbindern ganz fix an Straßenlaternen angebracht werden kann. Wie aber sollen dafür Druckdaten erstellt, und wie dafür Daten aufbereitet und geprooft werden?

Alle uns bekannten Hersteller von Hohlkammerplakaten und Wahlplakaten wollen Proofs in ISOCoatedV2 bzw. ISOCoatedV2 300%

Hohlkammerplakate werden auf unterschiedlichsten Systemen produziert. Mal wird mit vier Farben, mal mit sechs, mal mit mehr Farben gedruckt. Daher gibt es für die meisten so produzierten Digitaldruckprodukte keine speziell dafür verbindlichen Proofstandards.

Stattdessen funktioniert es andersherum: Da die meisten dieser Digitaldrucksysteme mindestens über den Farbraum von Offsetdruck auf Bilderdruckpapier besitzen, orientieren sich diese Drucksysteme an der etablierten Farbigkeit von ISOCoatedV2.

So schreibt beispielsweise Printpartner-XXL: „Bei farbkritischen Motiven empfehlen wir deshalb einen Andruck auf Originalmaterial oder um Lieferung eines farbverbindlichen Proofs (mit Prüfkeil und Datum). Daten, die ohne Farbinformationen angeliefert werden, werden mit dem Standard-Profil „ISO Coated v2 “ versehen und produziert.
Eine Reklamation der Farbe kann in so einem Fall nicht anerkannt werden.

Aus unserer Sicht fordern die meisten Druckspezialisten ISOCoatedV2, manche wir flyeralarm und wir-machen-druck ISOCoatedV2 300%. Manche wollen Schwarz ausschließlich als Reinschwarz, manche ausschließlich als Buntschwarz mit CMYK 50/50/50/100 … und manche machen keinerlei Angaben zu geforderten Farbprofilen … aber wer nichts vorgibt, hält sich eben vermutlich auch an nichts … wer also auf Nummer sicher gehen will, sollte sich an einen Anbieter mit funktionierendem Farbmanagement und Vorgaben zu Farbprofilen halten.

eciCMYK Profil für den Proof verfügbar

Wir haben heute den Austauschfarbraum eciCMYK, Fogra53 für den Proof freigeschaltet und in Online-Shop von proof.de zur Bestellung integriert.

eciCMYK ist der Farbraum für die CMYK Druckproduktion und ergänzt die anderen Fogra Farbräume, bildet aber im Gegensatz zu diesen keinen bestimmten Druckprozess ab, sondern ist quasi „neutral CMYK“. Durch den großen Gamut von eciCMYK können alle klassischen Druckprozesse dargestellt werden, er lässt sich problemlos auf modernen Proofsystemen proofen und enspricht in seiner Charakteristik typischen CMYK Druckfarbräumen.

Proofs in eciCMYK / Fogra 53 können ab sofort ganz einfach bei uns im Proof Shop bestellt werden, Sie können das Profil bei der Bestellung direkt auswählen.

Weitere Informationen zu Fogra 53 finden Sie auch auf den Seiten der European Color Initiative ECI. Andreas Kraushaar von der Fogra hat darüber hinaus den Farbraum in der Fogra aktuell Ausgabe 201 vorgestellt, die Sie kostenlos herunterladen können.

 

 

Video zum Crossmedialen Publishing mit dem freieFarbe CIELAB HLC Farbatlas

Peter Jäger von com2publish in der Schweiz hat ein Erklärvideo zum crossmedialen Publishing verfasst und zeigt dort anschaulich, wie man Farben in unterschiedlichen Farbräume wie sRGB, PSOCoatedV3 etc. und in unterschiedlichen Farbsystemen und Farbfächern miteinander vergleichen und aufeinander abgleichen kann. Auch der Nutzen des bei uns hergestellten freieFarbe CIELAB HLC Farbatlas wird hier anschaulich erklärt.

Video Crossmediale Datenaufbereitung mit dem HLC Farbatlas
Video Crossmediale Datenaufbereitung mit dem HLC Farbatlas

freieFarbe: CIELAB HLC Colour Atlas XL erschienen und bei proof.de bestellbar

Nach fast einem Jahr Arbeit ist es endlich soweit. Der CIELAB HLC Colour Atlas XL hat das Licht der Welt erblickt. Der neue HLC Colour Atlas XL ist die Basis für alle Stufen der professionellen Farbkommunikation – vom Design bis zum fertigen Produkt. Die Standard-Version enthält 2040, die neue XL-Version sogar 13283 mathematisch-systematisch abgestufte CIELAB-Farbtöne. auf 74 Seiten.

Sie können den CIELAB HLC Farbatlas hier bei uns im Shop bestellen

Das kostenlose Dateipaket beinhaltet die Ebenen-PDF-Version mit mehreren Gamuts für für die Analyse und recherche von Farben, sowie die Spektraldaten (380–730 nm) aller Farbtöne für Rezeptursoftware, eine Excel-Tabelle mit den Messwerten und Spektren sowie Farbwertetabellen für alle gängigen CMYK Farbräume und sRGB.

Alle Dateien stehen unter einer CC-Lizenz zum kostenlosen Download zur Verfügung. Nur der durch die Proof GmbH gedruckte HLC Farbatlas XL ist kostenpflichtig, da die Produktion sehr arbeits- und kostenintensiv ist. Bis Ende März 2019 gilt der Einführungspreis von EUR 399,-, ab April EUR 599,– zzgl. MwSt. und Versandkosten.

Wir von freieFarbe e.V. und der Proof GmbH sehen im „CIELAB HLC Colour Atlas XL“ eine echte, transparente und hochpräzise Alternative zu den hunderten proprietären Farbsystemen, die eine schneller und präzise, crossmediale Kommunikation in Design und Produktion oft sehr schwierig machen.


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Warum ist das Einbetten von RGB Profilen eigentlich wichtig?

 Vor einigen Tagen rief uns ein Kunde aus dem Bereich Design an, der für eine aufwändige CD-Produktion auf Anraten des produzierenden Unternehmens („Die Druckerei hat noch eine Vorstufe, die dann Ihre Daten optimal aufbereiten kann…“) offene Adobe InDesign Daten in ISOCoatedV2 300% mit enthaltenen RGB Bildern an die Produktionsfirma gesendet hat. Das Ergebnis der fertig gedruckten CD Booklets und Inlays entsprach überhaupt nicht dem kalibrierten Monitorbild unseres Kunden, auch der Auftraggeber war unglücklich und forderte zur Fehlersuche die Druckdaten über die Produktionsfirma von der Druckerei an, die den Druck zu verantworten hatte. Es kamen Daten im Farbraum „US Web Coated“ mit einer Farbdeckung von 350% von der Druckerei zurück. Zur Fehlersuche ließ der Kunde dann einen Proof von seinen Daten bei uns erstellen, hatte aber beim Schreiben der Proof-PDF wie gewohnt die Einstellungen „In Zielprofil konvertieren (Werte beibehalten)“ gewählt; wir erhielten also vollständig in CMYK aufgebaute Daten, von denen wir einen Proof nach ISOCoatedV2 300% fertigten, der den Erwartungen unseres Kunden vollkommen entsprach. Es scheint also, als hätte der Designer die Daten korrekt erstellt und die Druckerei falsch gedruckt.

Bei näherer Betrachtung des Sachverhalts zeigte unsere Fehleranalyse hier zwei gravierende Schwachstellen auf:

  • Zum einen die offensichtlich falsche Profilkonvertierung der Druckerei mit InDesign CS2 nach „US Web Coated“, einem vollkommen veralteten und in Europa nie eingesetzten Profil, das eben mit frühen Creative Suite Versionen ausgeliefert wurde und wohl mangels Kompetenz aut Seiten der Druckerei nie angepasst wurde.
  • Zum anderen aber waren in der offenen InDesign Datei unseres Kunden, die er an das Produktionsunternehmen gesendet hatte RGB Bilder ohne Profil enthalten (also DeviceRGB), die nicht sicher interpretiert werden können.

Eine Reklamation des Designers bei der Druckerei wird in diesem Falle natürlich schwierig, da zum einen nicht profilierte RGB Daten an die Produktionsfirma gesendet wurden, und zum anderen keine vom Datenersteller erzeugte Druck-PDF im korrekten Ausgabefarbraum ISOCoatedV2 300% mitgeliefert wurde. (mehr …)

Individuelle ICC Profile für den Proof verwenden

Heute rief uns ein neuer Kunde an: Er prooft für chinesische Lieferanten, und erstellt bisher Proofs in Japan Color 2001 Coated (JapanColor2001Coated.icc). Das Profil hatten wir bislang bei uns im RIP nicht eingerichtet, konnten aber binnen kurzer Zeit das Profil in unser RIP laden, Workflows anlegen, und das Profil im Shop bestellbar machen.

Gerne binden wir Ihre individuellen ICC Proof Profile ein und erstellen Ihnen dafür Proofs.

Wir proofen über 50 internationale Proof-Standards, aber auch dabei findet sich immer wieder der eine oder andere Standard, den wir bislang nicht anbieten. Oft bieten auch Farbenhersteller oder Papierproduzenten ICC Profile wie bei Aniva oder Heaven42 und die Munken, Amber und Arctic Papierreihe von Arctic Paper an. Oder haben Sie einen Hausstandard für Ihre Druckparamenter eingemessen, den Sie gerne für Proofs verwenden würden? Dann sprechen Sie mit uns. Wir unterstützen Sie gerne.

CIELAB HLC Colour Atlas im Proof.de Shop erhältlich

Nun hat es doch fast ein Jahr lang gedauert, aber umso mehr freuen wir uns jetzt: Das freieFarbe e.V. Großprojekt, der „CIELAB HLC Farbatlas“ ist fertiggestellt und kann bei uns im Shop bestellt werden. Der HLC Farbatlas ist ein kostenloses, auf offenes Standards basierendes, hochpräzises Farbsystem.

Der CIELAB HLC Farbatlas bietet professionellen Anwendern von Farbe drei entscheidende Vorteile:

  • Der CIELAB HLC Farbatlas basiert auf offenen, nicht proprietären Standards, die frei von Copyrights und Markenrechten sind. 
  • Der Farbatlas mit allen Komponenten steht allen Anwendern kostenlos online zur Verfügung und kann direkt heruntergeladen, genutzt und weitergegeben werden.
    Er ist unter einer OpenSource Creative Commons Lizenz veröffentlicht.
  • Die gedruckte Referenz des CIELAB HLC Farbatlasses besticht durch eine überragende Präzision.Im Gegensatz zu manchen kommerziellen Produkten ist die Farbgenauigkeit mit einem DeltaE00 Median von 0,3 und einem durchschnittlichen DeltaE00 von 0,5 extrem hoch. Die Abweichung von der idealen Farbreferenz und Farbunterschiede zwischen zwei Farbatlassen können in den allermeisten Fällen zwar gemessen, aber mit dem menschlichen Auge nicht wahrgenommen werden. Jeder Atlas wird auf unserem besten Fogra-zertifizierten High-End-Proofdrucker auf Fogra-zertifiziertem Papier hergestellt. Jedes Exemplar wird mit einem individuellen, farbmetrischen Prüfprotokoll nach ISO 12647-7:2016 ausgeliefert, zur Dokumentation der Farbpräzision jedes einzelnen Farbatlasses.



Der Atlas besteht aus folgenden Komponenten:

  • Einer gedruckten Farbatlas Master-Referenz (A4, Ringbuch) mit 2040 Farben, basierend auf dem intuitiven HLC-Farbmodell (Hue, Lightness, Chroma), mit Abstufungen von 10 zwischen den einzelnen Farbtönen. Dazu gehören auch Farben, die in normalen CMYK-Workflows (Schmuckfarben) nicht reproduzierbar sind. Diese Komponente wird mit größter Sorgfalt bei uns in Tübingen produziert. Der Farbatlas enthält eine Einführungs- und Gebrauchsanweisung in deutscher oder englischer Sprache.
  • Einer kostenlosen PDF-Master-Version des Farbatlasses, die zudem zahlreiche weitere Farbräume wie sRGB, Fogra39, Fogra51 und 52 etc. über Ebenen in der PDF Datei abbildet.
  • Farbpaletten mit allen 2040 LAB-Werten für Adobe-Software im ASE-Format. Wir stellen diese Bibliothek zeitnah auch im SBZ-Format von Swatchbooker sowie in sRGB-Versionen für LibreOffice (SOC), GIMP (GPL) und Scribus 1.4.x (XML) zur Verfügung. Scribus 1.5.x enthält bereits die SBZ-Datei und eine sRGB-Version wird mit LibreOffice seit Version 5.4.4.4 ausgeliefert, sowie mit der aktuellen stabil Version  Scribus 1.4.6.
  • Einer Tabelle mit Farbkonvertierungswerten aller Farbtöne des Atlasses nach sRGB, HEX und ISOCoatedV2 in zwei Rendering Intents.
  • Spektraldaten aller Farbfelder in einer CxF v.3-Datei, die die Farbdaten aller Farbfelder in Spektralwerten enthält. Diese Datei ermöglicht es beispielsweise Farbherstellern, alle Farben des Atlasses hochpräzise spektral anzuzischen oder eigene zuverlässige Referenzen zu erstellen, – Open Source und ohne Lizenzgebühren. So kann ein Druckfarbenhersteller die CxF3-Datei einfach in typische Farben-Formulierungssoftware laden und die richtige Mischung für seine Druckfarben erstellen. Das gilt natürlich nicht nur für den Offsetdruck, sondern auch für Lacke, Textilfarben oder Kunststoffe.

Alle Dateien stehen unter einer CC-Lizenz zum kostenlosen Download zur Verfügung. Nur der durch die Proof GmbH gedruckte HLC Farbatlas ist kostenpflichtig, da die Produktion sehr arbeits- und kostenintensiv ist. Bis Ende April 2018 gilt der Einführungspreis von EUR 99,-, ab Mai EUR 149,– zzgl. MwSt. und Versandkosten.

Sie können den CIELAB HLC Farbatlas hier bei uns im Shop bestellen

Wir von freieFarbe e.V. und der Proof GmbH sehen im „CIELAB HLC-Farbatlas“ nicht nur eine echte und offene Alternative den hunderten proprietären Farbsystemen, sondern wir sind auch der Meinung, dass der Qualitätsstandard des gedruckten Farbatlasses höchstens von Lacksystemen übertroffen werden kann.

Seit Anfang Januar arbeiten wir zudem daran, unser offenes Farbsystem mit der deutschen Normungsorganisation DIN in eine DIN SPEC Norm zu überführen.

Beteiligte an diesem Projekt waren:

Holger Everding (DPT Studio Oldenburg), Jan-Peter Homann (Homann Colormanagement), Eric A. Soder (pixsource.com), Peter Jäger (pre2media.ch) und Matthias Betz (Proof GmbH) sowie Christoph Schäfer und Gregory Pittman (Scribus Team).

Mit freundlicher Unterstützung von:

freieFarbe e.V. dankt auch für die Unterstützung der ColorLogic GmbH mit ihrer Software ZePrA für die Sonderfarboptimierung und ColorAnt zur Erfassung der spektralen Daten, der Epson Deutschland GmbH für Unterstützung mit Tinte und der GMG GmbH & Co. KG für die Unterstützung mit zertifizierten Proofpapieren und ihrer Colorproof Software.

Fogra 54 – PSO SC-B Paper v3 – veröffentlicht und für den Proof erhältlich

Vor kurzem hat die Fogra mit der Druckbedingung FOGRA54 die erste Rollenoffsetdruckbedingung auf Basis der neuen ISO 12647-2:2013 zur Verfügung gestellt. Fogra 54 beschreibt den standardisierten Offsetdruck im AM Raster (48-70’cm) auf superkalandrierten B-Stoff Material (SC-B) mit mineralölfreien Druckfarben.

Die ECI schreibt: „Vor allem aufgrund von Papierunterschieden entspricht das Druckergebnis auf den heute verstärkt eingesetzten SC-B Papieren nicht mehr der Charakterisierungsdatei »FOGRA40« und dem Profil »SC paper (ECI)«. Infolgedessen haben Druckereien bei Produktionen auf SC-B Papier Probleme, die messtechnischen Vorgaben (Volltonfarborte) von FOGRA40 und die höhere Farbsättigung von »SC Paper«-Proofs zu erreichen. Darüber hinaus gelten mittlerweile neue Normvorgaben, insbesondere für die Tonwertzunahme (ISO12647-2:2013).“

Proofs nach PSO SC-B Paper v3 können Sie ab sofort bei uns im Shop direkt bestellen.

PSO SC-B Paper v3 NEU 2017
SC-B Papier, Super calandered Papier, satiniert
Profil: PSOsc-b_paper_v3_FOGRA54.icc
Papier: Akzidenzoffset, SC-B Papier (super-kalandriert, satiniert), Druckbedingung PC6, Tonwertzunahmekurve 2013-B, weiße Messunterlage.
Prüfprofil: FOGRA54.txt

 

Zwei Jahre nach Erscheinen: Große Druckereien stellen auf Fogra 51 und 52 um

Ende 2017 scheinen die neuen Normen PSOCoatedV3 und PSOUncoatedV3 endlich im breiteren Druckmarkt anzukommen. Zumindest sind mit der Druckerei Thieme und – seit heute auch Schleunungdruck zwei größere Player im Markt und Flyeralarm-Partner auf die neuen Standards umgestiegen.

Nachdem von Experten wie Christian Piskulla von Cleverprinting schon provokant das Scheitern der neuen Normen ins Spiel gebracht wurde (Scheitern PSOcoated_v3 und die ISO 12647-2:2013) scheinen sich derzeit die neuen Druckstandards in der Praxis zu verbreiten. So wird von zwei der vier Flyeralarm Partnerdruckereien jetzt explizit das neue Profil verlangt, Flyeralarm selbst verweist noch auf ISOCoatedV2. Vermutlich ist das aber nur noch eine Frage der Zeit, wann auch die großen Onlinedruckereien auf die neuen Standards umstellen werden. Prognose: Startet der Erste, ziehen die anderen nach.

Damit sind stark zwei Jahre nach Einführung der neuen Profile die Normen Fogra51 und Fogra52 zum ersten Mal im größeren Markt angekommen und werden auch aktiv von Druckereien eingefordert.

Im Proofbereich spielt zumindest Fogra51 nach wie vor eine untergeordnete Rolle, Fogra39 ist hier nach wie vor der absolute Platzhirsch. Im Bereich der Proofs für die Naturpapiere hat Fogra52 aufgrund der zahlreichen Papiere mit einem hohen Anteil an optischen Aufhellern bereits jetzt einen festen Platz. Auf vielen Papieren lassen sich die Farbigkeiten von Fogra47/PSOUncoated schlichtweg nicht mehr erreichen.

So scheint sich das Trommeln insbesondere des BVDM in Sachen neue Druckbedingungen auf lange Sicht doch ausgezahlt zu haben. Wenn die großen Marktteilnehmer umstellen, werden die kleinen bald folgen bzw. folgen müssen.

Proof GmbH ist Partner von freieFarbe e.V.

freieFarbe e.V. ist ein Zusammenschluss deutscher und schweizer Farb-Experten, die daran arbeiten, in allen Anwendungsbereichen übereinstimmende Farbe zu erzeugen. Klingt einleuchtend? Genau. Das ist ja das Thema, das für unsere Proofkunden von zentraler Bedeutung ist. Daher arbeiten wir derzeit in einem Projekt eng mit den Kollegen von freieFarbe e.V. zusammen und sind jetzt auch als Proof GmbH Mitglied und Partner von freieFarbe e.V.

freieFarbe e.V. LogofreieFarbe setzt auf offene Standards wie LAB und HLC, die im Computer längst integriert sind und möchten zeigen: der Computer ist ein ideales Werkzeug für Farbe, er kann Farbe frei machen! Der Verein freieFarbe e.V. möchte die Farbkommunikation fördern ohne erwerbswirtschaftliche Ziele zu verfolgen.

freieFarbe e.V. möchte Entwicklungen fördern, die…

  • Farbe berechenbar machen
  • Farbe anwendbar machen
  • Farbsysteme vergleichbar machen
  • Farbkommunikation vereinfachen
  • keine Lizenzkosten verursachen
  • Tipps und Hinweise geben zu einem crossmedial korrekten Farbenworkflow
  • das vielfache Mysterium Farbe verständlich machen

Dazu haben in den vergangenen Monaten Holger Everding, Peter Jäger, Eric A. Soder und Jan-Peter Homann einen gänzlich neuen Ansatz entwickelt, den wir gemeinsam mit den Kollegen zu einem Produkt entwickeln durften, das wir demnächst vorstellen werden.

1. Jahreshauptversammlung des freieFarbe e. V., 30.9.2017, Berlin. Von links nach rechts: Eric A. Soder (pixsource.com), Matthias Betz (proof.de), Jan-Peter Homann (colormanagement.de), Peter Jäger (pre2media.ch), Holger Everding (dtpstudio.de). Foto: E. Soder
1. Jahreshauptversammlung des freieFarbe e. V., 30.9.2017, Berlin. Von links nach rechts: Eric A. Soder (polygrafix.ch), Matthias Betz (proof.de), Jan-Peter Homann (colormanagement.de), Peter Jäger (pre2media.ch), Holger Everding (dtpstudio.de). Foto: E. Soder

Gerne nutzen wir die Gelegenheit, auf ein tolles Feature der Website von freieFarbe.de hinzuweisen: Die Farbdatenbank: Hier können Sie die wichtigsten Farbwerte für über 300 Farbsysteme nachsehen und Farbvergleiche aller Art berechnen.

Hier können Sie die wichtigsten Farbwerte für über 300 Farbsysteme nachsehen und Farbvergleiche aller Art berechnen.

Für die Arbeit innerhalb des Vereines freieFarbe e.V. sucht der Verein natürlich jederzeit noch kompetente Mitstreiter. Wenn Sie ebenso wie uns das Thema Farbe vielfältig berührt, gibt es bei fF viele Möglichkeiten, Kenntnisse und Stärken einzubringen. Wenn Sie Lust an unserer guten Sache verspüren, melden Sie sich!

www.freieFarbe.de

Proof.de: Ab sofort Proofs nach den aktuellsten Toleranzkriterien der ISO 12647-7:2016

Die Proofnorm ISO 12647-7 wurde im November 2016 überarbeitet und die Testkriterien für die FograCert-Proofherstellung angepasst. Wir haben diese veränderten Kriterien jetzt in unser Proofsystem übernommen und arbeiten ab sofort nach den strengeren Toleranzen der neuesten ISO 12647-7:2016. Insbesondere in Sachen Farbgenauigkeit, Papierweiß und höhere Anforderungen an Proofpapiere werden die Verbesserungen der neuen Norm deutlich.

Warum sich für unsere Proof Kunden kaum etwas ändert

Die gute Nachricht ist: Sie werden nicht merken, dass unsere Proofs jetzt präzise nach neuester Norm hergestellt werden. Warum? Ganz einfach: Weil unsere Ansprüche an unser Proofsystem, an unsere FIERY Proofsoftware, unsere EFI Proofpapiere und die X-Rite Messtechniken bereits so hoch sind, dass alle Komponenten unserer Proofs – und natürlich auch unsere Proofs selbst – den neuen Kriterien der revidierten Norm von November 2016 bereits seit Jahren genügen.

Die wichtigsten Neuerungen der neuen Proof Norm in Kürze

1. Farbverbindlichkeit

Mit der neuen Norm wird die klassische Formel für den Farbabstand Delta-E von der althergebrachten Definition aus dem Jahr 1976 (CIELAB 1976) auf die aktualisierte Version aus dem Jahr 2000 (CIEDE2000) gebracht. Da sich die Werte nicht direkt umrechnen lassen, werden damit auch neue Toleranzen für das Prüfprotokoll eingeführt, die ab sofort gelten. Diese neuen Toleranzen und neue Kriterien sind auch der einzige Unterschied, den Sie bei genauer Betrachtung auf unserem Proof erkennen werden.

proof.de Medienkeil Mediawedge ISO 12647-7 vs. ISO/DIS 12647-7:2016

Warum diese Umstellung: Die Fogra zeigte anhand der Messungen der von 116 Contract Proof-Zertifizierungen aus 2016 sowohl nach den alten als auch den neuen Toleranzen, dass mit der alten ΔEab-Formel ein systematischer Fehler in der Bewertung von satten Farben zugrunde liegt. Diese Farben haben bisher einen im Verhältnis zu großen ΔE- Wert aufgewiesen, der nicht mit der visuellen Beurteilung übereinstimmte. Die neuen Delta-E Werte sind dagegen deutlich „gleichabständiger“, also mit der menschlichen Beurteilung des Farbabstandes deutlich näher, was die Fogra ebenfalls in Tests nachgewiesen hat.

Die Abweichungen bei Grauachse und Buntton werden jetzt ebenfalls genauer bestimmt,  die Auswertung des Bunttonabstands ΔH durch die Metrik ΔCh ersetzt. Auch das können Sie auf den Prüfprotokoll sehen. Die Fogra schreibt: „Da ΔH hauptsächlich vom Bunttonwinkel abhängt, lieferte die Auswertung von neutralgrauen oder bunttontechnisch ähnlichen Farben mit teilweise sehr großen Helligkeits- und Sättigungsunterschieden keine aussagekräftigen Ergebnisse. Das Maß ΔCh beschreibt nun den tatsächlichen Abstand eines Farbpaars in der CIEa*b*-Ebene und eignet sich damit nicht mehr nur für die Bewertung des Buntheitsunterschieds von sehr satten Farben.“

2. Beständigkeit der Proofpapiere

Die Alterungstests für Proofpapiere wurden mit der Einführung der neuen Norm eindeutiger geregelt. So durchlaufen alle zertifizierten Proofpapiere folgende Tests: (mehr …)

Farbabweichungen von PANTONE EXTENDED GAMUT Coated im Proof in Delta-E (∆E)

Aktuelle Proofsysteme können Sonderfarben wie HKS oder Pantone sehr gut wiedergeben. Mit der Fiery XF 6.3 Proofsoftware und dem Epson SC-P9000V Proofdrucker haben wir ausgewertet, mit welcher Farbabweichung in Delta-E die PANTONE Extended Gamut Coated Farben geprooft werden können.

Die Farbabweichungen wurden anhand des gemessenen Farbraumes des Proofsystems von proof.de von der Proofsoftware berechnet. Abweichungen sind daher in der Praxis möglich. Es zeigt sich aber, daß fast alle PANTONE Farben recht gut im großen Farbraum des Proofgerätes simuliert werden kann.

Je kleiner der ∆E-Wert, desto geringer ist der Farbabstand von der PANTONE Referenz zur geprooften PANTONE Farbe. Höhere ∆E Werte zeigen, welche PANTONE-Farben im Proof schlechter wiedergegeben werden können.

PANTONE
EXTENDED GAMUT Coated

Delta-E Farbabweichung
Proof

PANTONE
EXTENDED GAMUT Coated

Delta E
Farbabweichung
Proof
PANTONE 100 XGC 0.24 ∆E PANTONE 355 XGC 0.84 ∆E
PANTONE 101 XGC 0.24 ∆E PANTONE 356 XGC 0.00 ∆E
PANTONE 102 XGC 0.49 ∆E PANTONE 357 XGC 0.64 ∆E
PANTONE 103 XGC 0.64 ∆E PANTONE 358 XGC 0.27 ∆E
PANTONE 104 XGC 0.93 ∆E PANTONE 359 XGC 0.27 ∆E
PANTONE 105 XGC 0.77 ∆E PANTONE 360 XGC 0.59 ∆E
PANTONE 106 XGC 0.24 ∆E PANTONE 361 XGC 0.65 ∆E
PANTONE 107 XGC 0.50 ∆E PANTONE 362 XGC 0.35 ∆E
PANTONE 108 XGC 0.25 ∆E PANTONE 363 XGC 0.38 ∆E
PANTONE 109 XGC 0.26 ∆E PANTONE 364 XGC 0.88 ∆E
PANTONE 110 XGC 0.57 ∆E PANTONE 365 XGC 0.26 ∆E
PANTONE 111 XGC 0.98 ∆E PANTONE 366 XGC 0.27 ∆E
PANTONE 112 XGC 0.36 ∆E PANTONE 367 XGC 0.55 ∆E
PANTONE 113 XGC 0.25 ∆E PANTONE 368 XGC 0.61 ∆E
PANTONE 114 XGC 0.50 ∆E PANTONE 369 XGC 1.04 ∆E
PANTONE 115 XGC 0.50 ∆E PANTONE 370 XGC 0.00 ∆E (mehr …)

Neuer EPSON SureColor SC-P9000V Spectro Proofer im Einsatz

Am 23. Dezember haben wir den neuen Epson SureColor P9000V Spectro in Betrieb genommen. Mit einem neu beschichteten Druckkopf und Violett als zusätzlicher Tinte ist dieser Proofdrucker derzeit das System mit der präzisesten Farbwiedergabe auf dem Druckermarkt1. Mit den neuen UltraChrome HDX Pigment-Tinten druckt der SureColor SC-P9000V 99 Prozent der Pantone®-zertifizierten2 Farben und sorgt für akkurate Ergebnisse, besonders beim High-End Proofing von schwierigen Schmuckfarben.

EPSON SureColor SC-P9000V-Spectro Proofer Proof GmbH

Anstelle von bislang erzielbaren 98% aller Pantonefarben kann der neue Proofdrucker 99,94% aller Pantone Farben abbilden. Andreas Kraushaar von der Fogra zeigte:

  • Von gemessenen 1729 Farbfeldern aus ISOCoatedV2 und Pantone+ haben
  • 1700 einen Delta-E 00 von kleiner ΔE1
  • 1728 haben einen Delta-E 00 von kleiner ΔE 2,5 (PSD Level A)
  • 1729, also alle haben einen Delta-E 00 von kleiner < ΔE 3,5 (PSD Level B)

Proof GmbH Tübingen investiert in neuen EPSON SureColor SC-P9000V Spectro Proofer Proof GmbH Tübingen investiert in neuen EPSON SureColor SC-P9000V Spectro Proofer Proof GmbH Tübingen investiert in neuen EPSON SureColor SC-P9000V Spectro Proofer Proof GmbH Tübingen investiert in neuen EPSON SureColor SC-P9000V Spectro Proofer Proof GmbH Tübingen investiert in neuen EPSON SureColor SC-P9000V Spectro Proofer Proof GmbH Tübingen investiert in neuen EPSON SureColor SC-P9000V Spectro Proofer

1 Der SC-P9000V deckt 99 % der Pantone-Palette ab. Er ist somit nach Stand Juni 2015 im Vergleich mit anderen Großformat-Tintenstrahldruckern und Proofern mit 10 oder weniger Farben der akkurateste Drucker der Branche.

2 – Die Marke PANTONE® ist Eigentum von Pantone LLC. Abdeckung der PANTONE FORMULA GUIDE Solid Coated-Palette von 99 %, basierend auf einem Druck auf Epson Proofing Paper White Semimatte, gedruckt mit einem Epson-Druckertreiber in 2880 x 1440 dpi. Die PANTONE-Abdeckung kann bei Verwendung von Drittanbieter-RIPs schwanken.

 

ISONewspaper 26v5 – WAN-IFRAnewspaper26v5 Proof Profil verfügbar

WAN-IFRA Logo

Das WAN-IFRA-Standardprofil für den Zeitungsdruck „ISOnewspaper26v4.icc“ ist in zahllosen Zeitungsdruckspezifikationen in aller Welt enthalten, auch die meisten deutschen Tageszeitungen drucken auf diesem bewährten Standard.

Nun hat die IFRA mit dem neuen ISO Newspaper 26v5 einen Nachfolger an den Start gebracht, der sich zunehmend Anteile erobert. Er adaptiert die Änderungen der ISO 12647-3:2013, insbesondere mit einem verminderten Gesamtfarbauftrag. Das aktuelle ICC-Profill mit der Bezeichnung ISOnewspaper26v5.icc hat einen Gesamtfarbauftrag von 220% und eine Tonwertzunahme von 26%. Der Name des neuen Profils lautet „WAN-IFRAnewspaper26v5.icc“. Das neue Zeitungsdruckprofil kann hier heruntergeladen werden.

Die WAN-IFRA schreibt weiter: „Zudem hat das Board des World Printers Forum eine entsprechende Neuauflage des WAN-IFRA-Reports zur Implementierung von ISO 12647-3 beschlossen. Der neue, von WAN-IFRA Research Manager Anand Srinivasan verfasste WAN-IFRA-Report “ISO 12647-3:2013, Quality Standard for Newspaper Production” kann hier heruntergeladen werden.“

Wir bieten seit heute Proofs in ISONewspaper26v5 an.

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