Neueste Kommentare

PANTONE führt Metallics und Premium Metallics Fächer zusammen

Bild: PANTONE.com

PANTONE hat seine beiden Metallics Fächer „PANTONE Metallics Coated“ und „PANTONE Premium Metallics Coated“ zu einem Fächer zusammengefasst und ergänzt. Zum einen kommt eine neue metallischen Basisfarbe, die „PANTONE Rose Gold 10412 C“ dazu, die das bisherige „Premium“ Basis-Silber „PANTONE Silver 10077 C“ ergänzt und um 54 neue Metallics Farbtöne ergänzt. Zum anderen werden die beiden bisherigen Fächer jetzt nach Metallics Basisfarben getrennt, der Fächer in zwei Bereiche aufgeteilt: In einen Metallics Bereich für „Verpackungen“ und in einen für die klassische „Werbegrafik“.

Die 354 hochglänzenden, haltbaren metallische Verpackungsfarben beruhen auf den zwei Premium Metallics Basisfarben PANTONE Silver 10077 C und PANTONE Rose Gold 10412 C und bilden den vorderen Teil des Fächers. Fächerseiten mit den 54 neuen Farben sind jetzt mit einem schwarzen Quadrat an der oberen Paginierung markiert, um die neuen Farben schneller erkennen zu können, eine gute Idee, wie ich finde. Die 301 metallischen Spotfarben für Werbegrafik basieren auf den sieben klassischen, „alten“ PANTONE Gold- und Silbertönen mit PANTONE 871 C bis PANTONE 877 C und bilden den hinteren Teil des Fächers.

Werbegrafik PANTONE Metallics (bislang als „Metallics“ bezeichnet)

Metallische Farben für Nicht-Verpackungsprojekte Marketing- und Verkaufsmaterialien, Verlagswesen und Literatur. Die Farben basieren auf den sieben klassischen PANTONE Gold- und Silbertönen 871 bis 877 C.

Verpackungsdruck PANTONE Metallics (bislang als „Premium Metallics“ bezeichnet)

Verpackungsmetallicfarben für den Verpackungsdruch. Diese ehemals „Premium Metallics“ Farben werden mit den Grundfarben Pantone Silber 10077 und Pantone Roségold 10412 erstellt. Diese speziellen Druckfarben sind mit Pigmenten hergestellt, die sich besser mit wasserbasierten und UV-Lacken verarbeiten lassen. Durch den Lack werden die Farben versiegelt, dies schützt die Farben und bietet damit den Schutz, der im Verpackungsbereich oftmals erforderlich ist. Laut PANTONE bieten die neuen Farben:

  • Bessere Druckergebnisse
  • Größere Brillanz
  • Höherer Glanz
  • Mehr Haltbarkeit
  • Langfristig weniger Leafing und Anlaufen der Farben

Die zur Herstellung dieser Farben verwendeten Druckfarben (wenn ich es recht in Erinnerung habe von Sun Chemical) sind laut PANTONE etwas teurer, aber sind eben auch für eine breite Palette von Dispersions- und UV-Lacken geeignet.

PANTONE und EFI? Fehlanzeige.

Nachdem wir in den letzten Tagen die neuen PANTONE Farben über ein schwieriges Update von Fiery XF in unser Proofsystem implementieren konnten fiel uns auf, dass die neuen Metallics Farben nach wie vor fehlten.

Aktuell werden die PANTONE Metallics Farben für den Verpackungsdruck noch nicht von Fiery XF unterstützt, eine Unterstützung ist derzeit auch nicht geplant, so die Auskunft des Fiery Supports. Für uns eine unverständliche Entscheidung. Zugegeben, metallische Farben sind im Proof ohnehin nicht darstellbar, da ja nur die Farbe, aber nicht der metallische Glanz wiedergegeben werden kann. Für uns als Dienstleister bedeutet diese Entscheidung von EFI aber, daß wir – wenn Kunden Proofs mit Premium Metallics Farben bestellen – diese manuell mit LAB Werten im Job anlegen müssen, da unsere Proofsoftware nicht alle aktuellen PANTONE Farben erkennen, sondern als unbekannte Sonderfarbe markieren und den Proof verweigern wird.

Nachdem die aktuellen PANTONE V4 Farbpaletten ja nur mit erheblichen Aufwand durch die Anwender in die Adobe Produktpaletten integriert werden können ist mir nicht ganz klar, ob das Fehlen der Farben in Fiery auf eine profitgetrieben-ignorante PANTONE Lizenzpolitik oder auf eine geizig-ignorante EFI Produktpolitik zurückzuführen ist. Fakt ist aber:

Wir von proof.de werden den Service bieten und auch diese Farben für den Proof anbieten. Das sind wir unseren Kunden schuldig.

 

PANTONE Farben optimal in CMYK umsetzen. Praktische Aspekte zur neuen alten Diskussion.

Ein sehr häufiges Thema für uns im Bereich Proof ist die optimale Umsetzung von PANTONE Farben in CMYK für den klassischen, preisgünstigen Vierfarbdruck. In den letzten Tagen hat sich hierzu im Adobe Forum und im Farbmanagementforum von hilfdirselbst.ch eine rege Diskussion ergeben, die ich kurz zusammenfassen möchte, da auch unsere Kunden oft mit denselben Punkten kämpfen.

PANTONE und die PANTONE CMYK Werte aus Bridge: Das Problem

Die zentrale Fragestellung ist ja, auf welchen Standard oder auf welches Farbprofil sich ein CMYK Wert einer PANTONE Farbe in Bridge eigentlich bezieht. Konkret fragte ein Anwender für die Umsetzung von PANTONE 116 C, einem Farbton, der im PANTONE Bridge Fächer in CMYK 0/14/100/0 angegeben wird (hier können Sie den originalen Wert bei PANTONE nachvollziehen). Wenn man nun aber den zugrundeliegenden PANTONE-LAB-Farbwert in InDesign oder Photoshop in verschiedene CMYK Profile wandelt, bekommt man unterschiedliche, deutlich abweichende Farbwerte. „Worauf bezieht sich denn nun der PANTONE Bridge CMYK Farbwert?“, so war die ursprüngliche Frage der Diskussion.

Die Ausgangsbasis des PANTONE Bridge Fächers

Im PANTONE Bridge Fächer werden „Entsprechungen“ der PANTONE Sonderfarben auf einer coated und einer uncoated Papiersorte, separiert mit 4 pantoneeigenen Skalenfarben visualisiert und die CMYK Werte dazu angegeben.

Klar ist aber: Ohne genaue Angaben zu Bedruckstoff, Druckdichte, verwendeten Farben etc. haben die dort gemachten Angaben nur begrenzte Aussagekraft. Konvertiert man z.B. den LAB Farbwert von PANTONE 116 C in das in den USA gebräuchliche SWOP Web coated, dann erreicht man im Magenta einen Wert von 20 anstelle von 14 wie im PANTONE Bridge Fächer angegeben.

Vergleich PANTONE LAB Werte mit PANTONE Bridge CMYK Werte im Farbraum PSOUncoatedV3 und PSOCoatedV3

Vergleicht man die originalen PANTONE LAB Werte und die PANTONE Bridge CMYK Werte in europäische Standards wie ISOCoatedV2 oder PSOCoatedV3 für Bilderdruck oder PSOUncoated oder PSOUncoatedV3 für Naturpapier entstehen teilweise gravierende Farbabweichungen. Die PANTONE Cool Gray 2 ist in der CMYK Umsetzung viel zu hell, die PANTONE Cool Gray 11 immer viel zu dunkel. Für die PANTONE 3278 C passt der Bridge CMYK Wert für PSOCoatedV3 recht gut, derselbe Vergleich für Uncoated ist aber spürbar schlechter. Woran liegt das denn?

Vergleich PANTONE C Solid Coated LAB Werte mit PANTONE Bridge CMYK Werte im Farbraum PSOCoatedV3
Vergleich PANTONE C Solid Coated LAB Werte mit PANTONE Bridge CMYK Werte im Farbraum PSOCoatedV3
Vergleich PANTONE U Solid Uncoated LAB Werte mit PANTONE Bridge CMYK Werte im Farbraum PSOUncoatedV3
Vergleich PANTONE U Solid Uncoated LAB Werte mit PANTONE Bridge CMYK Werte im Farbraum PSOUncoatedV3

Die Fragestellung wurde daher noch einmal konkretisiert:

  • Wie kann PANTONE „offizielle“ CMYK-Werte für eine bestimmte Farbe angeben, wenn nicht klar ist, auf welches Papierweiß, Druckdichte, Farbauftrag etc. sich die Werte beziehen?
  • Wie kommt PANTONE auf die angegebenen Farbwerte?
  • Welche ICC Profile liegen möglicherweise zugrunde?
  • Liegen Fehler vor, wenn Programme wie Photoshop oder Affinity Publisher bei Wandlung einer Pantone-Farbe nicht die gleichen Werte zeigen, die von Pantone angegeben werden?

These 1: Warum sollte ein Sonderfarbhersteller perfekte CMYK-Ersetzungswerte für seine Produkte liefern? Das wäre ja geschäftsschädigend.

Klar ist: Systemfehler liegen keine vor. PANTONE weis, was sie tun. Es verwundert aber schon, dass die Bridge-Werte scheinbar seit vielen Jahren um einige Prozentpunkte schwanken. Möglicherweise ist ein Grund dafür, dass über die Jahre verschiedene Basispigmente verwendet wurden, und daher die Werte abgepasst wurden. Aber wie die Werte zustandekommen, welche Profile oder Logik hinter den Werten stecken könnten, war in keiner Weise herauszufinden. Manche Diskussionsteilnehmer dachten an einen gewollten Systemfehler: „Cui bono? Warum sollte ein Sonderfarbhersteller perfekte CMYK-Ersetzungswerte für seine Produkte liefern? Das wäre ja geschäftsschädigend.

Ein spannender Ansatz, der spätestens auf den zweiten Blick einer gewissen Logik nicht entbehrt. Wenn der Firmenchef nur lange genug schlechte CMYK Umsetzungen seiner PANTONE-Sonderfarbe gesehen hat, dann wird er seufzend jedem Aufpreis für einen fünffarbigen Druck zustimmen, nur um endlich seine Hausfarbe wieder korrekt wiedergegeben zu finden.

Aber auch eine weitere These ist sehr einleuchtend:

These 2: Der Vertrieb legt die CMYK Werte fest

Nehmen wir an, ein PANTONE „Grün1“ entspricht farbmetrisch einem CMYK von 30/0/100/0. Wenn jetzt im Fächer noch zwei gesättigtere Grüntöne („Grün2“ und „Grün3“) abgebildet sind, die also theoretisch mit CMYK 35/0/110/0 und CMYK 40/0/120/0 abgebildet werden müssten, was dann?

Alle drei Grüntöne auf CMYK 30/0/100/0 zu setzen, also den nächsten absolut farbmetrisch erreichbaren CMYK Wert? Das wäre eigentlich der einleuchtendste Weg, zumal es in der Praxis sehr unwahrscheinlich ist, dass jemals zwei nebeneinanderliegende PANTONE Farben in CMYK Umsetzungen verwendet würden. Denn eine Firma hat entweder Grün1 oder Grün2 als Hausfarbe, aber wohl kaum beide gleichzeitig.

Andererseits würden sich die Käufer der PANTONE Bridge Fächer wohl sehr wundern, wenn unterschiedliche PANTONE Farbtöne im Fächer denselben CMYK Wert zugeordnet hätten.

Daher liegt ein psychologisches-vertriebliches Korrekturmoment nahe: Um identische CMYK Werte zu vermeiden, setzen wir den gesättigtsten Grünton auf den nicht passenden CMYK 30/0/100/0, und dann eben die weniger gesättigten Farben auf 25/0/90/0 und 20/0/80/0, also ebenfalls nicht passende CMYK Werte. Jetzt passt zwar gar nichts mehr, aber wenigstens haben alle Farben unterschiedliche CMYK Werte.

Die Praxis zeigt: Eine angepasste Konvertierung über ICC Profile liefert oft einen besseren CMYK Farbwert für die Umsetzung von PANTONE Farben wie der CMYK Wert aus der PANTONE Bridge.

Wir haben die in den oben angeführten Grafiken verwendeten PANTONE Farben auch über ICC Profile teils absolut farbmetrisch und relativ farbmetrisch mit Tiefenkompensierung (mit einem „r“ hinter dem CMYK Farbwert gekennzeichnet) in die beiden Ausgabefarbräume PSOCoatedV3 und PSOUncoatedV3 konvertiert und jeweils die visuell beste Übereinstimmung abgebildet.


Vergleich PANTONE C LAB Werte (mitte) mit PANTONE Bridge CMYK Werte (rechts) und via ICC Profil 
ermittelten CMYK Werten (links) im Farbraum PSOCoatedV3

Vergleich PANTONE U LAB Werte (mitte) mit PANTONE Bridge CMYK Werte (rechts) und via ICC Profil 
ermittelten CMYK Werten (links) im Farbraum PSOUncoatedV3

In den allermeisten Fällen liefert diese auf den Ausgabefarbraum angepasste Umsetzung die deutlich besseren Ergebnisse. Sehen Sie selbst:

Die beiden oberen Grafiken haben wir auch als PDF mit dem passenden Ausgabefarbraum PSOCoatedV3 und PSOUncoatedV3 für Sie hier zum Download bereit.

Vergleich PANTONE C LAB mit Bridge CMYK und PSOCoatedV3 ICC CMYK

Vergleich PANTONE U LAB mit Bridge CMYK und PSOUncoatedV3 ICC CMYK

Bitte beachten Sie: Die PDF Daten wirken farblich nur so wie oben, wenn Sie sie in einer Software wie Adobe Acrobat Pro oder PDF Toolbox öffnen, das die ICC Ausgabefarbräume korrekt interpretieren kann. In Acrobat Reader oder Foxit Reader etc. wird die Farbigkeit teilweise deutlich abweichen.

Wir unterstützen Sie bei der Ermittlung optimaler CMYK Umsetzungen für Ihre PANTONE Hausfarben

Wenn Sie eine möglichst optimale Umsetzung einer oder mehrerer PANTONE Farben nach CMYK brauchen, dann unterstützen wir Sie gerne mit unseren Know-How und unserer Messtechnik und Prooftechnik bei Ihrem Vorhaben. Wir ermitteln und vergleichen unterschiedliche Abbildungsvarianten einer PANTONE Farbe in CMYK und zeigen Ihnen die besten ermittelten Umsetzungen in CMYK mit messtechnischen Auswertungen in Delta-E00.

 

Auflagenpapier, Proofstandard und die Proofpräzision von Sonderfarben abstimmen.

Heute rief ein Kunde an, der einen Proof von mehreren HKS N Sonderfarben auf einem Naturpapier in Auftrag geben wollte. „Was für ein Proofprofil soll ich denn wählen? Und wie genau können Sie im Proof denn dann meine Sonderfarben treffen? Ich muss vermutlich mehrere HKS N Rottöne im Vergleich proofen. Gedruckt werden soll übrigens auf einem Werkdruckpapier, Fly Cream, als ein etwas gelbliches Papier.“

Wie ist das Papierweiß des Auflagenpapieres?

Als erstes suchte ich mit dem Kunden nach dem Auflagenpapier in unserer Papierweiß-Datenbank. Ein schneller Blick per Volltextsuche ergab: Fly Cream von Papier Union haben wir vermessen:

Fly Cream enthält gemäß unseren Messungen keine optischen Aufheller, also "keine OBA". Das LAB Papierweiss liegt bei allen drei Messungen bei rund  LAB 95 / 0,7 / 9,2
Fly Cream enthält gemäß unseren Messungen keine optischen Aufheller, also „keine OBA“. Das LAB Papierweiß liegt bei allen drei Messungen bei rund LAB 95 / 0,7 / 9,2

Mit einem B-Wert in LAB von 9,2 ist Fly Cream also wirklich nicht nur etwas gelblich, wie der Kunde meinte, sondern deutlich gelblich, chamois, cremefarben … wie man das auch immer nennen mag. Die Idee lag also nahe, das Proofprofil „ISOUncoatedYellowish“, Fogra 30 zu prüfen, in wieweit hier das Papierweiß übereinstimmen könnte.

Wie ist das Papierweiß des möglichen Proofstandards?

Gemeinsam mit dem Kunden schauten wir in unserer „Papierweiß von Proofprofilen“ Tabelle nach:

Das Papierweiss des Proofstandards Fogra30, ISOUncoatedYellowish
Das Papierweiß des Proofstandards Fogra30, ISOUncoatedYellowish in LAB:95,93 / -0,77 / 3,85

Das Papierweiß von ISOUncoatedYellowish ist entgegen der Erwartung des Kunden nicht einmal so gelblich wie das Papierweiß des Auflagenpapieres Fly cream, das um mehr als 5 Schritte auf der B-Achse gelblicher ist. Damit war klar: PSOUncoated als aufhellerfreier Naturpapier-Proofstandard fällt aus, das ist deutlich zu weiß, ISOUncoatedYellowish ist da deutlich besser geeignet.

Auf was für einem Proofpapier wird dieser Proofstandard gedruckt?

(mehr …)

PANTONE und HKS Farbabweichungen für den Proof aktualisiert

PANTONE und HKS Farbabweichungen im Proof. Alle PANTONE Farbsysteme und HKS und HKS 3000+ für ISOCoatedV2 ohne optische Aufheller und PSOCoatedV3 mit optischen Aufhellern
PANTONE und HKS Farbabweichungen im Proof. Alle PANTONE Farbsysteme und HKS und HKS 3000+ für ISOCoatedV2 ohne optische Aufheller und PSOCoatedV3 mit optischen Aufhellern haben wir in den vergangenen Monaten aktualisiert. https://shop.proof.de/info/Pantone-und-HKS-Proof.html

Aktuelle Proofsysteme können Sonderfarben wie HKS oder Pantone sehr gut wiedergeben. Mit der Fiery XF 6.5.2 Proofsoftware und dem Epson SureColor-P9000V Spectro Proofdrucker haben wir ausgewertet, mit welcher Farbabweichung in Delta-E00 die verschiedenen PANTONE- und HKS-Farben geprooft werden können. Auf shop.proof.de stehen die Tabellen nun nach Fächern geordnet für alle wichtigen PANTONE und HKS Farbsysteme zur Verfügung.

Unterschieden wird dabei zwischen den Proofpapieren, die wir verwenden, da die Oberflächenbeschaffenheit und das Papierweiß auch Einfluss auf die Darstellbarkeit der Farben haben. Die Farbabweichungen wurden anhand des gemessenen Farbraumes des Proofsystems von proof.de von der Proofsoftware berechnet. Abweichungen sind daher in der Praxis möglich. Es zeigt sich aber, dass fast alle Sonderfarben recht gut im großen Farbraum des Proofgerätes simuliert werden können. Je kleiner der ∆E00-Wert, desto geringer ist der Farbabstand von der Sonderfarb-Referenz zur geprooften Farbe. Höhere ∆E Werte zeigen, welche Farben im Proof schlechter wiedergegeben werden können.
Als grober Anhaltspunkt gilt: Ab ∆E00 > 1 ist ein Farbunterschied mit dem menschlichen Auge sichtbar, darunter kann er nur gemessen, aber nicht gesehen werden.

PANTONE Solid Coated Farbabweichungen im Proof für ISOCoatedV2 ohne optische Aufheller

 

CIELAB HLC Colour Atlas im Proof.de Shop erhältlich

Nun hat es doch fast ein Jahr lang gedauert, aber umso mehr freuen wir uns jetzt: Das freieFarbe e.V. Großprojekt, der „CIELAB HLC Farbatlas“ ist fertiggestellt und kann bei uns im Shop bestellt werden. Der HLC Farbatlas ist ein kostenloses, auf offenes Standards basierendes, hochpräzises Farbsystem.

Der CIELAB HLC Farbatlas bietet professionellen Anwendern von Farbe drei entscheidende Vorteile:

  • Der CIELAB HLC Farbatlas basiert auf offenen, nicht proprietären Standards, die frei von Copyrights und Markenrechten sind. 
  • Der Farbatlas mit allen Komponenten steht allen Anwendern kostenlos online zur Verfügung und kann direkt heruntergeladen, genutzt und weitergegeben werden.
    Er ist unter einer OpenSource Creative Commons Lizenz veröffentlicht.
  • Die gedruckte Referenz des CIELAB HLC Farbatlasses besticht durch eine überragende Präzision.Im Gegensatz zu manchen kommerziellen Produkten ist die Farbgenauigkeit mit einem DeltaE00 Median von 0,3 und einem durchschnittlichen DeltaE00 von 0,5 extrem hoch. Die Abweichung von der idealen Farbreferenz und Farbunterschiede zwischen zwei Farbatlassen können in den allermeisten Fällen zwar gemessen, aber mit dem menschlichen Auge nicht wahrgenommen werden. Jeder Atlas wird auf unserem besten Fogra-zertifizierten High-End-Proofdrucker auf Fogra-zertifiziertem Papier hergestellt. Jedes Exemplar wird mit einem individuellen, farbmetrischen Prüfprotokoll nach ISO 12647-7:2016 ausgeliefert, zur Dokumentation der Farbpräzision jedes einzelnen Farbatlasses.



Der Atlas besteht aus folgenden Komponenten:

  • Einer gedruckten Farbatlas Master-Referenz (A4, Ringbuch) mit 2040 Farben, basierend auf dem intuitiven HLC-Farbmodell (Hue, Lightness, Chroma), mit Abstufungen von 10 zwischen den einzelnen Farbtönen. Dazu gehören auch Farben, die in normalen CMYK-Workflows (Schmuckfarben) nicht reproduzierbar sind. Diese Komponente wird mit größter Sorgfalt bei uns in Tübingen produziert. Der Farbatlas enthält eine Einführungs- und Gebrauchsanweisung in deutscher oder englischer Sprache.
  • Einer kostenlosen PDF-Master-Version des Farbatlasses, die zudem zahlreiche weitere Farbräume wie sRGB, Fogra39, Fogra51 und 52 etc. über Ebenen in der PDF Datei abbildet.
  • Farbpaletten mit allen 2040 LAB-Werten für Adobe-Software im ASE-Format. Wir stellen diese Bibliothek zeitnah auch im SBZ-Format von Swatchbooker sowie in sRGB-Versionen für LibreOffice (SOC), GIMP (GPL) und Scribus 1.4.x (XML) zur Verfügung. Scribus 1.5.x enthält bereits die SBZ-Datei und eine sRGB-Version wird mit LibreOffice seit Version 5.4.4.4 ausgeliefert, sowie mit der aktuellen stabil Version  Scribus 1.4.6.
  • Einer Tabelle mit Farbkonvertierungswerten aller Farbtöne des Atlasses nach sRGB, HEX und ISOCoatedV2 in zwei Rendering Intents.
  • Spektraldaten aller Farbfelder in einer CxF v.3-Datei, die die Farbdaten aller Farbfelder in Spektralwerten enthält. Diese Datei ermöglicht es beispielsweise Farbherstellern, alle Farben des Atlasses hochpräzise spektral anzuzischen oder eigene zuverlässige Referenzen zu erstellen, – Open Source und ohne Lizenzgebühren. So kann ein Druckfarbenhersteller die CxF3-Datei einfach in typische Farben-Formulierungssoftware laden und die richtige Mischung für seine Druckfarben erstellen. Das gilt natürlich nicht nur für den Offsetdruck, sondern auch für Lacke, Textilfarben oder Kunststoffe.

Alle Dateien stehen unter einer CC-Lizenz zum kostenlosen Download zur Verfügung. Nur der durch die Proof GmbH gedruckte HLC Farbatlas ist kostenpflichtig, da die Produktion sehr arbeits- und kostenintensiv ist. Bis Ende April 2018 gilt der Einführungspreis von EUR 99,-, ab Mai EUR 149,– zzgl. MwSt. und Versandkosten.

Sie können den CIELAB HLC Farbatlas hier bei uns im Shop bestellen

Wir von freieFarbe e.V. und der Proof GmbH sehen im „CIELAB HLC-Farbatlas“ nicht nur eine echte und offene Alternative den hunderten proprietären Farbsystemen, sondern wir sind auch der Meinung, dass der Qualitätsstandard des gedruckten Farbatlasses höchstens von Lacksystemen übertroffen werden kann.

Seit Anfang Januar arbeiten wir zudem daran, unser offenes Farbsystem mit der deutschen Normungsorganisation DIN in eine DIN SPEC Norm zu überführen.

Beteiligte an diesem Projekt waren:

Holger Everding (DPT Studio Oldenburg), Jan-Peter Homann (Homann Colormanagement), Eric A. Soder (pixsource.com), Peter Jäger (pre2media.ch) und Matthias Betz (Proof GmbH) sowie Christoph Schäfer und Gregory Pittman (Scribus Team).

Mit freundlicher Unterstützung von:

freieFarbe e.V. dankt auch für die Unterstützung der ColorLogic GmbH mit ihrer Software ZePrA für die Sonderfarboptimierung und ColorAnt zur Erfassung der spektralen Daten, der Epson Deutschland GmbH für Unterstützung mit Tinte und der GMG GmbH & Co. KG für die Unterstützung mit zertifizierten Proofpapieren und ihrer Colorproof Software.

Proof GmbH ist Partner von freieFarbe e.V.

freieFarbe e.V. ist ein Zusammenschluss deutscher und schweizer Farb-Experten, die daran arbeiten, in allen Anwendungsbereichen übereinstimmende Farbe zu erzeugen. Klingt einleuchtend? Genau. Das ist ja das Thema, das für unsere Proofkunden von zentraler Bedeutung ist. Daher arbeiten wir derzeit in einem Projekt eng mit den Kollegen von freieFarbe e.V. zusammen und sind jetzt auch als Proof GmbH Mitglied und Partner von freieFarbe e.V.

freieFarbe e.V. LogofreieFarbe setzt auf offene Standards wie LAB und HLC, die im Computer längst integriert sind und möchten zeigen: der Computer ist ein ideales Werkzeug für Farbe, er kann Farbe frei machen! Der Verein freieFarbe e.V. möchte die Farbkommunikation fördern ohne erwerbswirtschaftliche Ziele zu verfolgen.

freieFarbe e.V. möchte Entwicklungen fördern, die…

  • Farbe berechenbar machen
  • Farbe anwendbar machen
  • Farbsysteme vergleichbar machen
  • Farbkommunikation vereinfachen
  • keine Lizenzkosten verursachen
  • Tipps und Hinweise geben zu einem crossmedial korrekten Farbenworkflow
  • das vielfache Mysterium Farbe verständlich machen

Dazu haben in den vergangenen Monaten Holger Everding, Peter Jäger, Eric A. Soder und Jan-Peter Homann einen gänzlich neuen Ansatz entwickelt, den wir gemeinsam mit den Kollegen zu einem Produkt entwickeln durften, das wir demnächst vorstellen werden.

1. Jahreshauptversammlung des freieFarbe e. V., 30.9.2017, Berlin. Von links nach rechts: Eric A. Soder (pixsource.com), Matthias Betz (proof.de), Jan-Peter Homann (colormanagement.de), Peter Jäger (pre2media.ch), Holger Everding (dtpstudio.de). Foto: E. Soder
1. Jahreshauptversammlung des freieFarbe e. V., 30.9.2017, Berlin. Von links nach rechts: Eric A. Soder (polygrafix.ch), Matthias Betz (proof.de), Jan-Peter Homann (colormanagement.de), Peter Jäger (pre2media.ch), Holger Everding (dtpstudio.de). Foto: E. Soder

Gerne nutzen wir die Gelegenheit, auf ein tolles Feature der Website von freieFarbe.de hinzuweisen: Die Farbdatenbank: Hier können Sie die wichtigsten Farbwerte für über 300 Farbsysteme nachsehen und Farbvergleiche aller Art berechnen.

Hier können Sie die wichtigsten Farbwerte für über 300 Farbsysteme nachsehen und Farbvergleiche aller Art berechnen.

Für die Arbeit innerhalb des Vereines freieFarbe e.V. sucht der Verein natürlich jederzeit noch kompetente Mitstreiter. Wenn Sie ebenso wie uns das Thema Farbe vielfältig berührt, gibt es bei fF viele Möglichkeiten, Kenntnisse und Stärken einzubringen. Wenn Sie Lust an unserer guten Sache verspüren, melden Sie sich!

www.freieFarbe.de

Proof.de: Ab sofort Proofs nach den aktuellsten Toleranzkriterien der ISO 12647-7:2016

Die Proofnorm ISO 12647-7 wurde im November 2016 überarbeitet und die Testkriterien für die FograCert-Proofherstellung angepasst. Wir haben diese veränderten Kriterien jetzt in unser Proofsystem übernommen und arbeiten ab sofort nach den strengeren Toleranzen der neuesten ISO 12647-7:2016. Insbesondere in Sachen Farbgenauigkeit, Papierweiß und höhere Anforderungen an Proofpapiere werden die Verbesserungen der neuen Norm deutlich.

Warum sich für unsere Proof Kunden kaum etwas ändert

Die gute Nachricht ist: Sie werden nicht merken, dass unsere Proofs jetzt präzise nach neuester Norm hergestellt werden. Warum? Ganz einfach: Weil unsere Ansprüche an unser Proofsystem, an unsere FIERY Proofsoftware, unsere EFI Proofpapiere und die X-Rite Messtechniken bereits so hoch sind, dass alle Komponenten unserer Proofs – und natürlich auch unsere Proofs selbst – den neuen Kriterien der revidierten Norm von November 2016 bereits seit Jahren genügen.

Die wichtigsten Neuerungen der neuen Proof Norm in Kürze

1. Farbverbindlichkeit

Mit der neuen Norm wird die klassische Formel für den Farbabstand Delta-E von der althergebrachten Definition aus dem Jahr 1976 (CIELAB 1976) auf die aktualisierte Version aus dem Jahr 2000 (CIEDE2000) gebracht. Da sich die Werte nicht direkt umrechnen lassen, werden damit auch neue Toleranzen für das Prüfprotokoll eingeführt, die ab sofort gelten. Diese neuen Toleranzen und neue Kriterien sind auch der einzige Unterschied, den Sie bei genauer Betrachtung auf unserem Proof erkennen werden.

proof.de Medienkeil Mediawedge ISO 12647-7 vs. ISO/DIS 12647-7:2016

Warum diese Umstellung: Die Fogra zeigte anhand der Messungen der von 116 Contract Proof-Zertifizierungen aus 2016 sowohl nach den alten als auch den neuen Toleranzen, dass mit der alten ΔEab-Formel ein systematischer Fehler in der Bewertung von satten Farben zugrunde liegt. Diese Farben haben bisher einen im Verhältnis zu großen ΔE- Wert aufgewiesen, der nicht mit der visuellen Beurteilung übereinstimmte. Die neuen Delta-E Werte sind dagegen deutlich „gleichabständiger“, also mit der menschlichen Beurteilung des Farbabstandes deutlich näher, was die Fogra ebenfalls in Tests nachgewiesen hat.

Die Abweichungen bei Grauachse und Buntton werden jetzt ebenfalls genauer bestimmt,  die Auswertung des Bunttonabstands ΔH durch die Metrik ΔCh ersetzt. Auch das können Sie auf den Prüfprotokoll sehen. Die Fogra schreibt: „Da ΔH hauptsächlich vom Bunttonwinkel abhängt, lieferte die Auswertung von neutralgrauen oder bunttontechnisch ähnlichen Farben mit teilweise sehr großen Helligkeits- und Sättigungsunterschieden keine aussagekräftigen Ergebnisse. Das Maß ΔCh beschreibt nun den tatsächlichen Abstand eines Farbpaars in der CIEa*b*-Ebene und eignet sich damit nicht mehr nur für die Bewertung des Buntheitsunterschieds von sehr satten Farben.“

2. Beständigkeit der Proofpapiere

Die Alterungstests für Proofpapiere wurden mit der Einführung der neuen Norm eindeutiger geregelt. So durchlaufen alle zertifizierten Proofpapiere folgende Tests: (mehr …)

Farbabweichungen von PANTONE EXTENDED GAMUT Coated im Proof in Delta-E (∆E)

Aktuelle Proofsysteme können Sonderfarben wie HKS oder Pantone sehr gut wiedergeben. Mit der Fiery XF 6.3 Proofsoftware und dem Epson SC-P9000V Proofdrucker haben wir ausgewertet, mit welcher Farbabweichung in Delta-E die PANTONE Extended Gamut Coated Farben geprooft werden können.

Die Farbabweichungen wurden anhand des gemessenen Farbraumes des Proofsystems von proof.de von der Proofsoftware berechnet. Abweichungen sind daher in der Praxis möglich. Es zeigt sich aber, daß fast alle PANTONE Farben recht gut im großen Farbraum des Proofgerätes simuliert werden kann.

Je kleiner der ∆E-Wert, desto geringer ist der Farbabstand von der PANTONE Referenz zur geprooften PANTONE Farbe. Höhere ∆E Werte zeigen, welche PANTONE-Farben im Proof schlechter wiedergegeben werden können.

PANTONE
EXTENDED GAMUT Coated

Delta-E Farbabweichung
Proof

PANTONE
EXTENDED GAMUT Coated

Delta E
Farbabweichung
Proof
PANTONE 100 XGC 0.24 ∆E PANTONE 355 XGC 0.84 ∆E
PANTONE 101 XGC 0.24 ∆E PANTONE 356 XGC 0.00 ∆E
PANTONE 102 XGC 0.49 ∆E PANTONE 357 XGC 0.64 ∆E
PANTONE 103 XGC 0.64 ∆E PANTONE 358 XGC 0.27 ∆E
PANTONE 104 XGC 0.93 ∆E PANTONE 359 XGC 0.27 ∆E
PANTONE 105 XGC 0.77 ∆E PANTONE 360 XGC 0.59 ∆E
PANTONE 106 XGC 0.24 ∆E PANTONE 361 XGC 0.65 ∆E
PANTONE 107 XGC 0.50 ∆E PANTONE 362 XGC 0.35 ∆E
PANTONE 108 XGC 0.25 ∆E PANTONE 363 XGC 0.38 ∆E
PANTONE 109 XGC 0.26 ∆E PANTONE 364 XGC 0.88 ∆E
PANTONE 110 XGC 0.57 ∆E PANTONE 365 XGC 0.26 ∆E
PANTONE 111 XGC 0.98 ∆E PANTONE 366 XGC 0.27 ∆E
PANTONE 112 XGC 0.36 ∆E PANTONE 367 XGC 0.55 ∆E
PANTONE 113 XGC 0.25 ∆E PANTONE 368 XGC 0.61 ∆E
PANTONE 114 XGC 0.50 ∆E PANTONE 369 XGC 1.04 ∆E
PANTONE 115 XGC 0.50 ∆E PANTONE 370 XGC 0.00 ∆E (mehr …)

PANTONE erweitert um 112 neue Farbtöne in der Plus Serie

PANTONE hat es schon wieder getan: Nach den Veränderungen der Jahre 2010 bis 2014 erweitert PANTONE jetzt seine Solid Coated und Solid Uncoated Palette um 112 neue Farben. Für Anwender der aktuellen Solid Plus Serie bietet PANTONE für 30 Euro einen Fächer mit den neuen Farben in Coated und Uncoated als Erweiterung an. Und natürlich bietet PANTONE auch aktualisierte Solid Coated und Solid Uncoated und Bridget Fächer … und natürlich alle dazugehörigen Bibliotheken ebenfalls in einer aktualisierten Version.

gp1601supl_formula_guide_supplement gp1601n_formula_guide_set_2_1

Der Grund für die 112 neuen Farben ist nicht ganz klar. PANTONE schreibt wässrig, „112 von der Industrie gewünschte und inspirierende Sonderfarben als Ergänzung zu unserer bisherigen Kollektion“ und „Die 112 neuen Sonderfarben sind marktrelevant, wobei der Schwerpunkt auf speziellen, gewünschten Farbbereichen liegt, die den Designern die modernsten und inspirierendsten Farbvarianten für kreative Design-Anwendung, Ausdruck, Kommunikation und Spezifikation bieten.“

Sind wir ehrlich: Positiv formuliert klingt das nicht nach einem überzeugenden farbmetrischen Konzept. So wundert es nicht, daß es auf der amerikanischen Seite einen windelweichen Imagefilm mit Designern gibt, die diese Farben unbedingt hätten haben wollen. Aufgrund mangelnder Relevanz wurde dieser Film vermutlich erst gar nicht auf Deutsch angeboten …

Aber egal: Die neuen Farben sind da, und Designer, Grafiker und Druckereien sind angehalten, sich damit auseinanderzusetzen. Im PANTONE Color Manager sind die Bibliotheken bereits aktualisiert, auch online sind die Farben bei PANTONE verfügbar.

Derzeit haben wir die Farben noch nicht über FIERY im System in LAB verfügbar, können aber aufgrund der veröffentlichten Farbwerte die Farben in sRGB- oder CMYK-Varianten proofen. Einen ersten Auftrag haben wir bereits absolviert – gänzlich irrelevant scheinen die Farbtöne also für die Industrie doch nicht zu sein.

Neuer EPSON SureColor SC-P9000V Spectro Proofer im Einsatz

Am 23. Dezember haben wir den neuen Epson SureColor P9000V Spectro in Betrieb genommen. Mit einem neu beschichteten Druckkopf und Violett als zusätzlicher Tinte ist dieser Proofdrucker derzeit das System mit der präzisesten Farbwiedergabe auf dem Druckermarkt1. Mit den neuen UltraChrome HDX Pigment-Tinten druckt der SureColor SC-P9000V 99 Prozent der Pantone®-zertifizierten2 Farben und sorgt für akkurate Ergebnisse, besonders beim High-End Proofing von schwierigen Schmuckfarben.

EPSON SureColor SC-P9000V-Spectro Proofer Proof GmbH

Anstelle von bislang erzielbaren 98% aller Pantonefarben kann der neue Proofdrucker 99,94% aller Pantone Farben abbilden. Andreas Kraushaar von der Fogra zeigte:

  • Von gemessenen 1729 Farbfeldern aus ISOCoatedV2 und Pantone+ haben
  • 1700 einen Delta-E 00 von kleiner ΔE1
  • 1728 haben einen Delta-E 00 von kleiner ΔE 2,5 (PSD Level A)
  • 1729, also alle haben einen Delta-E 00 von kleiner < ΔE 3,5 (PSD Level B)

Proof GmbH Tübingen investiert in neuen EPSON SureColor SC-P9000V Spectro Proofer Proof GmbH Tübingen investiert in neuen EPSON SureColor SC-P9000V Spectro Proofer Proof GmbH Tübingen investiert in neuen EPSON SureColor SC-P9000V Spectro Proofer Proof GmbH Tübingen investiert in neuen EPSON SureColor SC-P9000V Spectro Proofer Proof GmbH Tübingen investiert in neuen EPSON SureColor SC-P9000V Spectro Proofer Proof GmbH Tübingen investiert in neuen EPSON SureColor SC-P9000V Spectro Proofer

1 Der SC-P9000V deckt 99 % der Pantone-Palette ab. Er ist somit nach Stand Juni 2015 im Vergleich mit anderen Großformat-Tintenstrahldruckern und Proofern mit 10 oder weniger Farben der akkurateste Drucker der Branche.

2 – Die Marke PANTONE® ist Eigentum von Pantone LLC. Abdeckung der PANTONE FORMULA GUIDE Solid Coated-Palette von 99 %, basierend auf einem Druck auf Epson Proofing Paper White Semimatte, gedruckt mit einem Epson-Druckertreiber in 2880 x 1440 dpi. Die PANTONE-Abdeckung kann bei Verwendung von Drittanbieter-RIPs schwanken.

 

Kann man HKS Farben proofen?

HKS Farben können heute sehr gut simuliert werden. Damit Sie bereits vorab sehen können, wie gut Ihre HKS-Farbe wiedergegeben werden kann, haben wir Tabellen aller HKS-Druckfarben veröffenticht, in denen die Farbabweichungen der HKS-Farben bereits vor dem Druck ermittelt werden können.

Farbabweichungen von HKS-Farben in Delta-E

Wir haben nun noch einige Bilder fotografiert, die visuell zeigen, wie gut die Proofs zu den aktuellen HKS-Fächern passen.

vergleich_hks-k_farben_zum_proof (mehr …)

Kann man Pantone Farben proofen?

Pantone Farben können heute sehr gut simuliert werden. Damit Sie bereits vorab sehen können, wie gut Ihre Pantone-Farbe wiedergegeben werden kann, haben wir Tabellen aller Pantone-Druckfarben veröffenticht, in denen die Farbabweichungen der Pantone-Farben bereits vor dem Druck ermittelt werden können.

Farbabweichungen von Pantone-Farben in Delta-E

Farbabweichungen von Pantone-Metallic-Farben in Delta-E

Wir haben nun noch einige Bilder fotografiert, die visuell zeigen, wie gut die Proofs zu den aktuellen Pantone-Fächern passen.

vergleich_PANTONE-C_farben_zum_proof (mehr …)

PANTONE Color Manager Fehler: „Zugriff auf … ist abgelaufen“

Bei vielen Anwendern des Pantone Color Manager tritt ein wiederkehrender Fehler auf, dass der „Zugriff auf PANTONE Fächer …. abgelaufen“ sei. Der Fehler ist weder durch Updates, Aktivierung und Deaktivierung oder Neuinstallation zu beheben und kann einen wirklich viel Zeit und Nerven kosten. Daher hier eine kurze Anleitung, wie man den Fehler unter Mac und Windows meist schnell beheben kann:

MAC Anwender:

1. Gehen Sie zu Macintosh HD/Benutzer/(benutzername)/ Library* /Application Support/PANTONE/PantoneColorManager
2. Löschen Sie hier den ‚PantoneLIVE‘ Ordner
3. Starten Sie den PANTONE Color Manager neu und führend Sie die ein Update der Fächer durch.
4. Das Problem sollte behoben sein.

Under Mac OS X 10.9 – Mavericks – ist der Library Order versteckt. Sie müssen in den Darstellungsoptionen einstellen, dass auch versteckte Ordner angezeigt werden sollen.

WINDOWS Anwender:

1. Gehen Sie zu C:\Benutzer|(benutzername)\AppData**\Roaming\PANTONE\Pant oneColorManager.
2. Löschen Sie dort den ‚PantoneLIVE‘ Ordner.
3. Starten Sie den PANTONE Color Manager neu und führend Sie die ein Update der Fächer durch.
4. Das Problem sollte behoben sein.

AppData ist ein versteckter Ordner; Sie müssen Ihre Ordneroptionen anpassen, um versteckte Dateien und Ordner anzeigen zu können.

Farbabweichungen von Pantone Metallics und Pantone Premium Metallics Farben im Proof in Delta-E (∆E)

Aktuelle Proofsysteme können Sonderfarben wie HKS oder Pantone sehr gut wiedergeben. Mit der Fiery XF 5.2 Proofsoftware und den Epson 7900/9900 Proofdruckern haben wir ausgewertet, mit welcher Farbabweichung in Delta-E die PANTONE Metallics Coated und die PANTONE Premium Metallics Coated Farben getr werden können.

Die Farbabweichungen wurden anhand des gemessenen Farbraumes des Proofsystems von shop.proof.de von der Proofsoftware berechnet. Abweichungen sind daher in der Praxis gut möglich. Es zeigt sich aber, daß fast alle PANTONE Farben recht gut im großen Farbraum des Proofgerätes simuliert werden kann.

Je kleiner der ∆E-Wert, desto geringer ist der Farbabstand von der PANTONE Referenz zur geprooften PANTONE Farbe. Höhere ∆E Werte zeigen, welche PANTONE-Farben im Proof schlechter wiedergegeben werden können.

Bitte beachten Sie: Da die Proofgeräte über keine Farben mit Metallpigmenten verfügen, kann der metallische Glanz im Proof nicht wiedergegeben werden. Lediglich durch die Satinoberfläche unseres Proofpapieres wird ein leicht glänzender Effekt produziert, der teilweise dem metallischen Glanz der echten PANTONE Farben nahekommt. Auch wenn die Farbe gut wiedergegeben wird, ist der Metallic-Effekt im Proof nicht vorhanden. Der Proof kann daher stets nur als Anhaltspunkt, nicht aber als verbindliche Simulation des Druckergebnisses verwendet werden.

PANTONE Metallics
Coated
Delta-E Farbabweichung
Proof
PANTONE
Premium Metallics Coated
Delta E
Farbabweichung
Proof
PANTONE 871 C 0,71 ∆E PANTONE 10101 C 1,49 ∆E
PANTONE 872 C 0,72 ∆E PANTONE 10102 C 1,77 ∆E
PANTONE 873 C 1,03 ∆E PANTONE 10103 C 1,00 ∆E
PANTONE 874 C 1,26 ∆E PANTONE 10104 C 1,42 ∆E
PANTONE 875 C 0,97 ∆E PANTONE 10105 C 1,42 ∆E
PANTONE 876 C 0,86 ∆E PANTONE Silver C 1,65 ∆E
PANTONE 877 C 1,37 ∆E PANTONE 10106 C 1,09 ∆E
PANTONE 8001 C 1,52 ∆E PANTONE 10107 C 0,97 ∆E (mehr …)

PANTONE Premium Metallics oder PANTONE Matching System Metallics?

Derzeit existieren bei PANTONE parallel zwei Metallics Farbfächer:

  • PANTONE Metallics Coated: Beinhaltet die klassischen bereits seit Ende der 1980er Jahre erhältlichen Metallic-Farbtöne.
    • Wichtigste Basisfarben: PANTONE 877, 876, 875 …
    • Typische Farbnamen: PANTONE 8020, 8040, 8060 etc.
  • PANTONE Premium Metallics Coated: Der neue, seit 2012 existierende Metallics Fächer, der neue, feinere Metallics-Farbtöne zeigt.
    • Wichtigste Basisfarbe: PANTONE Silver 10077 C
    • Typische Farbnamen: PANTONE 10142, 10158, 10214 etc.

Der Hauptunterschiede zwischen den beiden Fächern liegen in der Zusammensetzung ihrer jeweiligen Basisfarben: Zum einen ist da das unterschiedliche Pantone Silber: PANTONE 877 bzw. PANTONE Silver 10077 C. Zum anderen wird im PANTONE Metallics Coated das Silber durch weitere Gold Basisfarben ergänzt, während im PANTONE Premium Metallics Coated das neu definierte Silber die einzige metallische Basisfarbe ist und durch PANTONE Goe Basisfarben abgetönt wird.

Pantone 877 und Pantone Silver 10077 C im Vergleich: Bild 2 (mehr …)

Die Namen der 84 neuen PANTONE Farben von 2014

Folgende 84 PANTONE Farben wurden im Februar 2014 zum PANTONE Matching System ergänzt und sind in den aktuellen Pantone Plus enthalten

PANTONE 2337 | PANTONE 2338 | PANTONE 2339 | PANTONE 2340
PANTONE 2341 | PANTONE 2342 | PANTONE 2343 | PANTONE 2344
PANTONE 2345 | PANTONE 2346 | PANTONE 2347 | PANTONE 2348
PANTONE 2349 | PANTONE 2350 | PANTONE 2351 | PANTONE 2352
PANTONE 2353 | PANTONE 2354 | PANTONE 2355 | PANTONE 2356
PANTONE 2357 | PANTONE 2358 | PANTONE 2359 | PANTONE 2360
PANTONE 2361 | PANTONE 2362 | PANTONE 2363 | PANTONE 2364
PANTONE 2366 | PANTONE 2367 | PANTONE 2368 | PANTONE 2369
PANTONE 2370 | PANTONE 2371 | PANTONE 2372 | PANTONE 2373
PANTONE 2374 | PANTONE 2376 | PANTONE 2377 | PANTONE 2378
PANTONE 2379 | PANTONE 2380 | PANTONE 2381 | PANTONE 2382
PANTONE 2383 | PANTONE 2384 | PANTONE 2386 | PANTONE 2387
PANTONE 2388 | PANTONE 2389 | PANTONE 2390 | PANTONE 2391
PANTONE 2392 | PANTONE 2393 | PANTONE 2394 | PANTONE 2396
PANTONE 2397 | PANTONE 2398 | PANTONE 2399 | PANTONE 2400
PANTONE 2401 | PANTONE 2402 | PANTONE 2403 | PANTONE 2404
PANTONE 2406 | PANTONE 2407 | PANTONE 2408 | PANTONE 2409
PANTONE 2410 | PANTONE 2411 | PANTONE 2412 | PANTONE 2413
PANTONE 2414 | PANTONE 2416 | PANTONE 2417 | PANTONE 2418
PANTONE 2419 | PANTONE 2420 | PANTONE 2421 | PANTONE 2422
PANTONE 2423 | PANTONE 2424 | PANTONE 2426 | PANTONE 2427

Folgende sechs PANTONE Farben entfallen im Vergleich zum PANTONE 50th Anniversary Fächer von 2012:

PANTONE Medium Yellow | PANTONE Bright Orange | PANTONE STRONG Red
PANTONE Medium Blue | PANTONE Bright Green | PANTONE Neutral Black

PANTONE GOE abgekündigt

Mit dem Erscheinen des aktuellen PANTONE MATCHING SYSTEMS (PMS) hat Pantone das 2007 mit viel Aufwand auf den Markt gebrachtes PANTONE GOE System abgekündigt.

Dass ein solcher Schritt erfolgen könnte, war schon seit längerem im Gespräch. Das mit viel Aufwand und großen Anzeigen eingeführt GOE System hatte sich weltweit am Markt nie durchgesetzt. Auch wir haben sicher weniger als fünf mal Pantone GOE Farben zum Proof erhalten. (mehr …)

Pantone Farbchaos 2014: 84 neue Pantone Plus Farben verärgern die Pantone Anwender

Pantone hat seiner Pantone Plus Farbpalette im März 2014 weitere 84 Farben hinzugefügt und damit die Gesamtsumme der Pantone Plus Farben auf 1755 Farbtöne erweitert, wie Pantone auf seiner Website schreibt.  Die Farben wurden – passend zur Pantone Farbe des Jahres: Radiant Orchid – im Rouge und Rosa Spektrum erweitert, basieren aber auf den bisherigen Basisfarben.

Zwei weitere Veränderungen im Vergleich zum bisherigen 50th Anniversary Fächer sind sichtbar:

  • Die Deckblätter wurden neu gestaltet
  • Die Reihenfolge der Farbanordnung wurde jetzt durchgehend nach chromatischen Kriterien verändert und entspricht nun der korrekten Reihenfolge.  Damit wurden die Farben aus 2010 und 2012 nun logisch in die neuen Fächer integriert.

Für die CMYK Fächer, die Premium Metallics und die Pastells & Neons Farbfächer wurden nur die Deckblätter aktualisiert. Grafiker und Druckereien sollten also bald ihre Solid Coated und Solid Uncoated Fächer auf den Fächerjahrgang 2014 upgraden.

Genervte Kunden durch die Pantone Produktpolitik

Seit 2010 herrscht Chaos im Pantone Plus Farbportfolio, was durch die neue Fächergeneration nicht verbessert wird. So existieren derzeit parallel drei Pantone Plus Fächer, die alle unterschiedliche viele Farben beinhalten, obwohl das nirgends durch Pantone transparent kommuniziert wird. Gleiches gilt für die Pantone Produktpartner wie Adobe: Kaum ein Grafiker weis, welche Pantone Plus Farben in seiner Adobe Version enthalten sind, da weder Pantone noch Adobe ihre Fächer- und Farbgenerationen unterschiedlich kennzeichnen.  Pantones Aussage: „Kompatibel mit den digitalen Workflows der heutigen Zeit – Farben können in führenden Design-Anwendungen problemlos aktualisiert werden“ heißt übersetzt wohl eher: „Welche Pantone Farben Sie in Ihrer Anwendung sehen, ist je nach Aktualisierungsstand und Ihrem manuellen Eingriff purer Zufall.“ (mehr …)

Farbabweichungen von HKS Farben im Proof in Delta-E (∆E)

Aktuelle Proofsysteme können Sonderfarben wie HKS oder Pantone sehr gut wiedergeben. Mit der Fiery XF 5.2 Proofsoftware und den Epson 7900/9900 Proofdruckern haben wir ausgewertet, mit welcher Farbabweichung in Delta-E HKS Farben getroffen werden können.

Die Farbabweichungen wurden anhand des gemessenen Farbraumes des Proofsystems von shop.proof.de von der Proofsoftware berechnet. Abweichungen sind daher in der Praxis gut möglich. Es zeigt sich aber, daß fast alle HKS Farben recht gut im großen Farbraum des Proofgerätes simuliert werden kann.

Je kleiner der ∆E-Wert, desto geringer ist der Farbabstand von der HKS Referenz zur geprooften HKS Farbe. Werte mit fast ∆E 5 wie bei HKS 29 N oder bei HKS 33 K und HKS 33 N zeigen, welche HKS-Farben im Proof schlechter wiedergegeben werden können.

HKS K Farbe Delta-E Farbabstand Proof Bilderdruck HKS N Farbe Delta E Farbabstand Proof Naturpapier
HKS 1 K 0,73 ∆E HKS 1 N 0,32 ∆E
HKS 2 K 0,53 ∆E HKS 2 N 0,32 ∆E
HKS 3 K 1,17 ∆E HKS 3 N 0,37 ∆E
HKS 4 K 0,64 ∆E HKS 4 N 0,07 ∆E
HKS 5 K 0,77 ∆E HKS 5 N 0,42 ∆E
HKS 6 K 1,08 ∆E HKS 6 N 0,64 ∆E (mehr …)

Farbabweichungen von Pantone Farben im Proof in Delta-E (∆E)

Moderne Proofsysteme können auch Sonderfarben wie Pantone oder HKS sehr gut wiedergeben. Wir haben mit der aktuellen Fiery XF 5.2 Proofsoftware und den Epson 7900/9900 Proofdruckern ausgewertet, mit welcher Farbabweichung in Delta-E Pantone Farben getroffen werden können.

Die Farbabweichungen wurden anhand des gemessenen Farbraumes des Proofsystems von shop.proof.de von der Proofsoftware berechnet. Abweichungen sind daher in der Praxis gut möglich. Es zeigt sich aber, daß ein Großteil der Pantonefarben recht gut im großen Farbraum des Proofgerätes simuliert werden kann.

Je kleiner der ∆E-Wert, desto geringer ist der Farbabstand von der Pantone Referenz zur geprooften Pantone Farbe. Werte über ∆E 5 oder sogar leere Felder wie bei einigen Pantone U Farben zeigen, welche Pantonefarben im Proof nur sehr schlecht wiedergegeben werden können.

Pantone Farbe
Solid Coated
Farbabweichung im Proof in
Delta-E (∆E)
  Pantone Farbe
Solid Uncoated
Farbabweichung im Proof in
Delta-E (∆E)
PANTONE 100 C 0.89 ∆E PANTONE 100 U 1.69 ∆E
PANTONE 101 C 0.60 ∆E PANTONE 101 U 1.62 ∆E
PANTONE 102 C 1.23 ∆E PANTONE 102 U 1.40 ∆E
PANTONE 103 C 0.72 ∆E PANTONE 103 U 0.49 ∆E
PANTONE 104 C 0.48 ∆E PANTONE 104 U 0.92 ∆E
PANTONE 105 C 0.80 ∆E PANTONE 105 U 1.07 ∆E (mehr …)
Zertifiziert für
Proofs bestellen

Sie können Proofs bequem über unserem Shop bestellen:

Kontakt

Einfach Farbräume vergleichen und Farben für Ihre Vorhaben finden:

© 2020 – Proof GmbH