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Proof günstig. Was heißt das?

Proof günstig ist ein typischer Suchbegriff, mit dem Menschen in Suchmaschinen nach einem günstigen, farb- und rechtsverbindlichen Proof suchen. Aber was macht einen günstigen Proof aus?

Einen Proof macht aus, dass er gemäß den Vorgaben der neuesten Revision der Proofnorm ISO 12467-7 produziert wird und innerhalb der Toleranzen dieser Norm ist. Die aktuelle Revision derzeit ist die ISO 12647-7:2016. Die Toleranzen wurden mit dieser Norm noch einmal enger gefasst und um eine zertifizierte Ausgabe von Sonderfarben wie PANTONE und HKS ergänzt.

Solche zertifizieren Proofs können Sie auf shop.proof.de für alle Proof Profile bestellen.

Doch was macht den zertifizierten Proof günstig? Nun, der günstige Preis. Proofs werden auf sehr hochwertigen Pigment-Tintenstrahldruckern über meist kostspielige Proof-Software auf zertifizierte Proof Papiere gedruckt und mit Spektralphotometern ausgemessen. Wie kann hier also günstig produziert werden?

1.: Günstige Pigment-Tinte verwenden?

Ein Liter Tinte für Proofgeräte liegt bei rund 400 Euro, da liegt es also nahe, preiswerte Alternativtinte aus China einzusetzen. Das Problem: es gibt keine Hersteller – weder in China noch sonst wo – die Tinten produzieren, die in Sachen Pigmentfarbigkeit und spektraler Zusammensetzung wirklich nahezu identische Tinten produzieren würden. Ich habe einmal bei einem Hersteller angerufen, der damit wirbt, dass mit seinen – bereits recht teuren – Tinten auch geprooft werden könnte. Auf meine Nachfrage sagte er: „Nein, nein, das steht nur zur Werbung da, aber ich würde das natürlich niemals machen oder empfehlen und kenne auch niemanden, der das macht.“ Was die Chinatinten angeht, meinte er: „Die bekommen sie ja schon ab 20 Euro pro Liter, aber da erhalten sie eben bei jeder Lieferung eine andere Tinte, je nachdem, wo der Großhändler gerade einkauft. Dann müssen sie jedesmal den Proofer neu Einmessen … das können sie komplett vergessen.“ Zudem kostet der Austausch eines verstopften Druckkopfes rund 2.500 Euro, das Risiko ist also zu hoch. Ein echter Proof kommt daher ausschließlich von originaler, eben sehr teurer Tinte.

2.: Günstige Software verwenden?

GMG ColorProof, EFI Fiery XF und ORIS Color Tuner sind nur einige der wichtigsten Proof-Lösungen im Markt. Allen gemeinsam ist: Proofsoftware ist eher Nischensoftware, der Programmieraufwand ist also gemessen an den Verkaufszahlen sehr hoch. Je nach Größe des Ausgabegerätes und nach Funktionsumfang in Sachen Verifizierung, Sonderfarbdarstellung oder Proofing auf Spezialmaterialien wie transparenten Folien etc. kostet die Software ab zwischen 5.000 bis 10.000 Euro, im Zusammenspiel mit weiteren Softwareprodukten von GMG oder Colorlogic schnell aus wesentlich mehr. Es gibt auch hier wenige preiswerte Lösungen, aber im professionellen Proofing spielen diese zumeist keine Rolle, da sie entweder nicht mehrplatzfähig sind, oder wichtige Funktionen wie Sonderfarbbibliotheken etc. fehlen.

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Welches Proofprofil für Hohlkammerplakate und Wahlplakate?

Irgendwelche Wahlen stehen ja bekanntlich immer vor der Türe, und der Trend zu immer größeren und zahlreicheren Wahlplakaten ist ungebrochen. Machte früher nur Mutter Natur im Frühjahr die Landschaften bunt, schafft das heute spielend jede Kommunalwahl, Landtags-, Bundestags- und Europawahl. Jeder Kandidat, jede große oder kleine Partei hat heute die technischen und finanziellen Möglichkeiten, ganze Straßenzüge in ein buntes Meer aus Botschaften und Gesichtern zu verwandeln. Hat der Fotograf nun im Studio die Wahlkandidaten gut abgelichtet, gehen die Bilder ab zur Retusche und dann zum Layout.

Bis vor wenigen Jahren wurden Wahlplakate meist im klassischen Offsetdruck produziert und dann mit Kleister auf Hartfaserplatten aufgeklebt, diese dann gebohrt oder auf Dachlattenständer aufgeschraubt und so mit Draht an Straßenlaternen befestigt. Und falls die Wahl im Sommer stattfand, wurden die Plakate in doppelter Auflage gedruckt, damit im Notfall die verblichenen Drucke nach einem Monat für den Endspurt noch einmal mit neuen übergekleistert und aufgefrischt werden konnten.

Doch heute wird mehr und mehr das Hohlkammerplakat bevorzugt, das bereits fix und fertig mit Bohrungen geliefert wird, mehrere Monate farbstabil bleibt, und mit Kabelbindern ganz fix an Straßenlaternen angebracht werden kann. Wie aber sollen dafür Druckdaten erstellt, und wie dafür Daten aufbereitet und geprooft werden?

Alle uns bekannten Hersteller von Hohlkammerplakaten und Wahlplakaten wollen Proofs in ISOCoatedV2 bzw. ISOCoatedV2 300%

Hohlkammerplakate werden auf unterschiedlichsten Systemen produziert. Mal wird mit vier Farben, mal mit sechs, mal mit mehr Farben gedruckt. Daher gibt es für die meisten so produzierten Digitaldruckprodukte keine speziell dafür verbindlichen Proofstandards.

Stattdessen funktioniert es andersherum: Da die meisten dieser Digitaldrucksysteme mindestens über den Farbraum von Offsetdruck auf Bilderdruckpapier besitzen, orientieren sich diese Drucksysteme an der etablierten Farbigkeit von ISOCoatedV2.

So schreibt beispielsweise Printpartner-XXL: „Bei farbkritischen Motiven empfehlen wir deshalb einen Andruck auf Originalmaterial oder um Lieferung eines farbverbindlichen Proofs (mit Prüfkeil und Datum). Daten, die ohne Farbinformationen angeliefert werden, werden mit dem Standard-Profil „ISO Coated v2 “ versehen und produziert.
Eine Reklamation der Farbe kann in so einem Fall nicht anerkannt werden.

Aus unserer Sicht fordern die meisten Druckspezialisten ISOCoatedV2, manche wir flyeralarm und wir-machen-druck ISOCoatedV2 300%. Manche wollen Schwarz ausschließlich als Reinschwarz, manche ausschließlich als Buntschwarz mit CMYK 50/50/50/100 … und manche machen keinerlei Angaben zu geforderten Farbprofilen … aber wer nichts vorgibt, hält sich eben vermutlich auch an nichts … wer also auf Nummer sicher gehen will, sollte sich an einen Anbieter mit funktionierendem Farbmanagement und Vorgaben zu Farbprofilen halten.

Ein Proof für Recyclingpapier. Ist das möglich?

Proofs für klassische weiße Naturpapiere erstellen wir ja täglich, aber häufig taucht die Frage auf, welchen Proof-Standard man denn für einen Druck auf Recyclingpapier verwenden könnte.

Generell ist bei Proof das Papierweiß im Proofstandard exakt definiert, und wird ja auch in jedem Prüfprotokoll dezidiert ausgemessen.

Für PSOUncoated liegt es in CIELAB bei 95.00 / 0.00 / -2.00 und für PSOUncoatedV3 bei 93.50 / 2.50 / -10.00, also etwas dunkler (93.50 statt 95.00 für die Helligkeit L) und deutlich bläulicher (-10.00 statt -2.00 auf der B-Achse, also der Blau-Gelb Achse in Richtung Blau).

Recyclingpapiere weichen im Bereich des Papierweißes nicht nur sehr stark von Sorte zu Sorte voneinander ab, sondern selbst von Charge zu Charge. Wenn also eine Druckerei im Januar und im Februar dasselbe Recycling Papier bestellt, dann kann durchaus ein leicht unterschiedlicher Weißwert des Papieres von der Papierfabrik geliefert werden, da beim Recycling natürlich das Papierweiß stark von den zur Herstellung verwendeten recycleten Papierqualitäten abhängt.

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Warum ist das Einbetten von RGB Profilen eigentlich wichtig?

 Vor einigen Tagen rief uns ein Kunde aus dem Bereich Design an, der für eine aufwändige CD-Produktion auf Anraten des produzierenden Unternehmens („Die Druckerei hat noch eine Vorstufe, die dann Ihre Daten optimal aufbereiten kann…“) offene Adobe InDesign Daten in ISOCoatedV2 300% mit enthaltenen RGB Bildern an die Produktionsfirma gesendet hat. Das Ergebnis der fertig gedruckten CD Booklets und Inlays entsprach überhaupt nicht dem kalibrierten Monitorbild unseres Kunden, auch der Auftraggeber war unglücklich und forderte zur Fehlersuche die Druckdaten über die Produktionsfirma von der Druckerei an, die den Druck zu verantworten hatte. Es kamen Daten im Farbraum „US Web Coated“ mit einer Farbdeckung von 350% von der Druckerei zurück. Zur Fehlersuche ließ der Kunde dann einen Proof von seinen Daten bei uns erstellen, hatte aber beim Schreiben der Proof-PDF wie gewohnt die Einstellungen „In Zielprofil konvertieren (Werte beibehalten)“ gewählt; wir erhielten also vollständig in CMYK aufgebaute Daten, von denen wir einen Proof nach ISOCoatedV2 300% fertigten, der den Erwartungen unseres Kunden vollkommen entsprach. Es scheint also, als hätte der Designer die Daten korrekt erstellt und die Druckerei falsch gedruckt.

Bei näherer Betrachtung des Sachverhalts zeigte unsere Fehleranalyse hier zwei gravierende Schwachstellen auf:

  • Zum einen die offensichtlich falsche Profilkonvertierung der Druckerei mit InDesign CS2 nach „US Web Coated“, einem vollkommen veralteten und in Europa nie eingesetzten Profil, das eben mit frühen Creative Suite Versionen ausgeliefert wurde und wohl mangels Kompetenz aut Seiten der Druckerei nie angepasst wurde.
  • Zum anderen aber waren in der offenen InDesign Datei unseres Kunden, die er an das Produktionsunternehmen gesendet hatte RGB Bilder ohne Profil enthalten (also DeviceRGB), die nicht sicher interpretiert werden können.

Eine Reklamation des Designers bei der Druckerei wird in diesem Falle natürlich schwierig, da zum einen nicht profilierte RGB Daten an die Produktionsfirma gesendet wurden, und zum anderen keine vom Datenersteller erzeugte Druck-PDF im korrekten Ausgabefarbraum ISOCoatedV2 300% mitgeliefert wurde. (mehr …)

Proof GmbH 2017: Erneute Fogra Zertifizierung für PSOCoatedV3, PSOUncoatedV3 und ISOCoatedV2

Proof GmbH Fogra Cert Logo 2017 Contract Proof Creation Die Proof GmbH hat auch 2017 erneut die Fogra Zertifizierung für die Herstellung von Kontrakt Proofs – Contract Proof Creation – erfolgreich abgeschlossen. Auch für Fogra 39 – ISOCoatedV2 haben wir uns wie in den letzten Jahren erneut zertifizieren lassen.

Fogra Prüfzertifikat 2017 Proof GmbHDie Zertifizierungs-Proofs haben wir auf unseren EPSON 7900, EPSON 9900 und Epson P9000V Proofdruckern mit X-Rite ILS30 Spectroproofer Messgeräten erzeugt und intern noch einmal mit einem I1Pro2 vermessen, bevor wir die Drucke an die Fogra gesendet haben. Drei unserer vier Proofpapiere wurden ebenfalls in die Zertifizierung einbezogen.

Die Anforderungen für die Fogra Zertifizierung gehen weit über das reine Ausmessen des Medienkeiles hinaus. So werden die Proofs nach folgenden Kriterien analysiert:

  • Einhaltung der Toleranzen des Fogra Medienkeils CMYK V3.0
  • Feststellung der Farbgenauigkeit [Testtafel ISO 12642-2], des Farbumfangs und der Graubalance
  • Glanzmessung gemäß ISO 8254-1 [TAPPI]
  • Tonwertübertragung / Verläufe
  • Registerhaltigkeit und Auflösung
  • Statusinformationen
  • Kolorimetrische Tonwertübertragung
  • Homogenität

Das Fazit der Fogra: „Die Prüfdrucke der Firma Proof GmbH sind in den folgenden Kombinationen farbverbindlich:

1. Fogra 39 / ISOCoatedV2
Ansteuerungssoftware Fiery XF 6.4
Bedruckstoff: EFI Gravure Proof Paper 4245
EPSON Stylus Pro 7900
Fogra 39

2. Fogra 51 / PSOCoatedV3
Ansteuerungssoftware: Fiery XF 6.4
Bedruckstoff: EFI 8245OBA semimatt
EPSON SureColor P9000V
Fogra 51

3. Fogra 52 / PSOUncoatedV3
Ansteuerungssoftware: Fiery XF 6.4
Bedruckstoff: EFI 8175OBA matt
EPSON Stylus Pro 9900
Fogra 52

Das Fogra Zertifikat und den vollständigen 11-seitigen Prüfbericht der Fogra können Sie hier herunterladen:

Fogra Prüfzertifikat 2017 Proof GmbH
Fogra Prüfzertifikat 2017 Proof GmbH

12-seitiger Fogra Prüfreport Proof GmbH 2017
12-seitiger Fogra Prüfreport Proof GmbH 2017

 

Proof.de: Ab sofort Proofs nach den aktuellsten Toleranzkriterien der ISO 12647-7:2016

Die Proofnorm ISO 12647-7 wurde im November 2016 überarbeitet und die Testkriterien für die FograCert-Proofherstellung angepasst. Wir haben diese veränderten Kriterien jetzt in unser Proofsystem übernommen und arbeiten ab sofort nach den strengeren Toleranzen der neuesten ISO 12647-7:2016. Insbesondere in Sachen Farbgenauigkeit, Papierweiß und höhere Anforderungen an Proofpapiere werden die Verbesserungen der neuen Norm deutlich.

Warum sich für unsere Proof Kunden kaum etwas ändert

Die gute Nachricht ist: Sie werden nicht merken, dass unsere Proofs jetzt präzise nach neuester Norm hergestellt werden. Warum? Ganz einfach: Weil unsere Ansprüche an unser Proofsystem, an unsere FIERY Proofsoftware, unsere EFI Proofpapiere und die X-Rite Messtechniken bereits so hoch sind, dass alle Komponenten unserer Proofs – und natürlich auch unsere Proofs selbst – den neuen Kriterien der revidierten Norm von November 2016 bereits seit Jahren genügen.

Die wichtigsten Neuerungen der neuen Proof Norm in Kürze

1. Farbverbindlichkeit

Mit der neuen Norm wird die klassische Formel für den Farbabstand Delta-E von der althergebrachten Definition aus dem Jahr 1976 (CIELAB 1976) auf die aktualisierte Version aus dem Jahr 2000 (CIEDE2000) gebracht. Da sich die Werte nicht direkt umrechnen lassen, werden damit auch neue Toleranzen für das Prüfprotokoll eingeführt, die ab sofort gelten. Diese neuen Toleranzen und neue Kriterien sind auch der einzige Unterschied, den Sie bei genauer Betrachtung auf unserem Proof erkennen werden.

proof.de Medienkeil Mediawedge ISO 12647-7 vs. ISO/DIS 12647-7:2016

Warum diese Umstellung: Die Fogra zeigte anhand der Messungen der von 116 Contract Proof-Zertifizierungen aus 2016 sowohl nach den alten als auch den neuen Toleranzen, dass mit der alten ΔEab-Formel ein systematischer Fehler in der Bewertung von satten Farben zugrunde liegt. Diese Farben haben bisher einen im Verhältnis zu großen ΔE- Wert aufgewiesen, der nicht mit der visuellen Beurteilung übereinstimmte. Die neuen Delta-E Werte sind dagegen deutlich „gleichabständiger“, also mit der menschlichen Beurteilung des Farbabstandes deutlich näher, was die Fogra ebenfalls in Tests nachgewiesen hat.

Die Abweichungen bei Grauachse und Buntton werden jetzt ebenfalls genauer bestimmt,  die Auswertung des Bunttonabstands ΔH durch die Metrik ΔCh ersetzt. Auch das können Sie auf den Prüfprotokoll sehen. Die Fogra schreibt: „Da ΔH hauptsächlich vom Bunttonwinkel abhängt, lieferte die Auswertung von neutralgrauen oder bunttontechnisch ähnlichen Farben mit teilweise sehr großen Helligkeits- und Sättigungsunterschieden keine aussagekräftigen Ergebnisse. Das Maß ΔCh beschreibt nun den tatsächlichen Abstand eines Farbpaars in der CIEa*b*-Ebene und eignet sich damit nicht mehr nur für die Bewertung des Buntheitsunterschieds von sehr satten Farben.“

2. Beständigkeit der Proofpapiere

Die Alterungstests für Proofpapiere wurden mit der Einführung der neuen Norm eindeutiger geregelt. So durchlaufen alle zertifizierten Proofpapiere folgende Tests: (mehr …)

Proof GmbH: Erneut Fogra zertifiziert für PSOCoatedV3 (Fogra 51), PSOUncoatedV3 (Fogra 52) und ISOCoatedV2 (Fogra39)

Die Proof GmbH hat ein Jahr nach der Vorstellung der neuen Druckprofile Fogra 51 und 52, PSOCoatedV3 und PSOUncoatedV3 erneut die Fogra Zertifizierung für die Herstellung von Kontrakt Proofs – Contract Proof Creation – erfolgreich abgeschlossen. Auch für Fogra 39 – ISOCoatedV2 haben wir uns erneut zertifizieren lassen.

Die Zertifizierungs-Proofs haben wir auf unseren EPSON 7900, EPSON 9900 und Epson P9000V Proofdruckern mit Spectroproofer Messgeräten erzeugt und intern noch einmal mit einem I1Pro2 vermessen, bevor wir die Drucke an die Fogra gesendet haben. Drei unserer vier Proofpapiere wurden ebenfalls in die Zertifizierung einbezogen.

Die Anforderungen für die Fogra Zertifizierung gehen weit über das reine Ausmessen des Medienkeiles hinaus. So werden die Proofs nach folgenden Kriterien analysiert:

  • Einhaltung der Toleranzen des Fogra Medienkeils CMYK 
  • Feststellung der Farbgenauigkeit [Testtafel IS12642-2], des Farbumfangs und der Graubalance
  • Glanzmessung gemäß ISO 8254-1 [TAPPI]
  • Tonwertübertragung / Verläufe 
  • Registerhaltigkeit und Auflösung 
  • Statusinformationen
  • Kolorimetrische Tonwertübertragung
  • Homogenität 

Das Fazit der Fogra: „Die Prüfdrucke der Firma Proof GmbH sind in den folgenden Kombinationen farbverbindlich:

1. Fogra 39 / ISOCoatedV2
Ansteuerungssoftware Fiery XF 6.2.2
Bedruckstoff: EFI Gravure Proof Paper 4245
EPSON Stylus Pro 7900
Fogra 39

2. Fogra 51 / PSOCoatedV3
Ansteuerungssoftware: Fiery XF 6.2.2
Bedruckstoff: EFI 8245OBA semimatt
EPSON SureColor P9000V
Fogra 51

3. Fogra 52 / PSOUncoatedV3
Ansteuerungssoftware: Fiery XF 6.2.2
Bedruckstoff: EFI 8175OBA matt
EPSON Stylus Pro 9900
Fogra 52

Das Fogra Zertifikat und den vollständigen 11-seitigen Prüfbericht der Fogra können Sie hier herunterladen:

Fogra Zertifikat 2016 der Proof GmbH Tübingen
Fogra Zertifikat 2016 der Proof GmbH Tübingen

Vollständiger 12-seitiger Fogra Prüfbericht der Proof GmbH Tübingen 2016
Vollständiger 12-seitiger Fogra Prüfbericht der Proof GmbH Tübingen 2016

 

Abschlussprüfung Mediengestalter 2016: 4-farbiger Proof oder 5-farbiger Proof mit Sonderfarbe HKS 14?

In diesem Jahr verursacht die Abschlussprüfung Mediengestalter 2016 spürbar geringere Proofkosten als im letzten Jahr, was Prüflinge und Ausbilder freut.

Unklarheiten in der Aufgabenstellung: Sonderfarbe HKS 14 – Ja oder Nein?

In der diesjährigen Abschlussprüfung ist nicht ganz klar, ob die Produktionsaufgabe in 4C oder in 5C angelegt werden soll. Bei Unklarheiten empfehlen wir allen Prüflingen, mit ihrer IHK Rücksprache zu halten, wie diese die Prüfung in diesem Punkt konkret interpretiert. Sollte das nicht möglich sein, wäre eine Lösung, einfach parallel beide Varianten vorzubereiten und die Problematik in der Dokumentation zu schildern. Der Prüfling könnte z.B. das Layout 5-farbig mit HKS Sonderfarbe anlegen, und dann zwei Druck-PDF-Dateien exportieren, eine mit Sonderfarbe und eine ohne. Somit wären beide Varianten vorhanden.

Wenn Sie die 5C Datei proofen lassen möchten, dann gilt für Sie wieder die Problematik des Proofs von Sonderfarben, ähnlich wie bei der Abschlussprüfung 2013. Während damals die Sonderfarbe mit CMYK überdruckt wurde, wird sie dieses Mal nur durch Schatten und einen Verlauf zur Abdunklung überlagert. Moderne Proofsysteme sind meistens in der Lage, einen solchen Verlauf und die Sonderfarbe HKS 14 zu simulieren.

In Sachen Proof sind gefordert:

  • Zwei farbverbindliche Digitalproofs […] in Originalgröße mit den üblichen Hilfszeichen, versehen mit dem UGRA/Fogra-Medienkeil (MEDIENKEIL-ZFA.PDF) und Profilierung nach ISO 12647-2 für gestrichenes Papier (ISOCoated_V2_eci.icc)**
  • Eine CD-ROM […] inklusive einer druckoptimierten PDF-X4-Datei
  • **Falls dem Proofsystem kein UGRA/Fogra-Medienkeil zur Verfügung steht, ist der „MEDIENKEIL-ZFA.PDF“ der CD-ROM zu verwenden.

Wie sollte die Proofdatei meiner Abschlussprüfung aussehen?

  • Die bequemste Lösung:
    Sie erstellen eine 5-farbige X4-PDF mit den üblichen Hilfszeichen und dem Ausgabeprofil ISOCoatedV2. Sie bestellen zwei DIN A3+ Proofs in ISOCoatedV2 mit Medienkeil und Prüfprotokoll. Fertig.
    Kosten (jeweils zzgl. MwSt.): 2×17,- = 34,- EUR
    plus Versand Standard: 9,- EUR oder Express vor 12 Uhr: 19,- EUR
    Ihre Druck-PDF:
    Abschlussprüfung Mediengestalter 2016 Variante 1Sie erhalten von uns zwei identische Proofs mit Jobticket, aktuellem Medienkeil und individuellem Prüfprotokoll:
    Abschlussprüfung Mediengestalter 2016: Proof Ergebnis

  • Die sparsamste Lösung:
    Sie erstellen eine extra Druck-PDF für den Proof im Format A3+. Auf ihr sind die zwei Nutzen Ihrer finalen Druck-PDF mit Hilfszeichen und zwei „MEDIENKEIL-ZFA.PDF“-Medienkeile platziert, das sollte vom Platz her gerade reichen.
    Kosten (jeweils zzgl. MwSt.): 1×13,- = 13,- EUR
    plus Versand Standard: 9,- EUR oder Express vor 12 Uhr: 19,- EUR
    Ihre Proof-PDF, die Sie zusätzlich zur Druck-PDF erstellen:
    Abschlussprüfung Mediengestalter 2016 Variante 2(mehr …)

Preiswerter Proof Versand, jetzt auch weltweit.

Die Proof GmbH hat jetzt noch attraktivere Versandkonditionen für den nationalen und internationalen Versand. Zudem können Proofs jetzt auch weltweit per Express und Normalversand versendet werden.

Deutschlandweit wurden die Versandkosten für Pakete ab Proof Format DIN A3 auf nur noch 9,- € gesenkt.

Im internationalen Versand wurden die Kosten teilweise um fast 50% gesenkt. Des weiteren umfasst auf Kundenwunsch das Versandgebiet jetzt nicht mehr nur Europa: Proofs können jetzt schnell und komfortabel weltweit versendet werden. Dabei werden die Versandkosten im Shop direkt berechnet, damit einer schnellen und direkten Proof Bestellung nichts im Wege steht. Der Expressversand in die EU ist jetzt bereits ab 35,- € möglich, die Schweiz und die USA sind ab nur 45,- € per Express erreichbar. Selbst nach Afghanistan oder Nigeria kostet der Versand von DIN A0 Proofs nur noch 75,- €, jeweils zzgl. MwSt. Im Internationalen Express beträgt die Lieferzeit dabei nur zwischen ein und vier Werktage.

Die genauen Preise und pro Land können Sie hier einsehen:

Länder und Versandkosten für Proofs auf shop.proof.de

Bitte beachten Sie: Teilweise sind für den Expressversand und den Standardversand die Länder in unterschiedlichen Tarifzonen. So ist der Standardversand in die USA durch DHL so „teuer“, daß sich z.B. der Expressversand mit nur 10 Euro Aufpreis die attraktivere Option für zeitkritische Güter wie Proofs ist.

Ist ein Proof auf spezielles Papier wie Auflagenpapier möglich?

„Wir drucken auf ein Berberich Allegro 135gr/qm. Können Sie uns einen Proof auf diesem Papier anfertigen? Können Sie auf unser Auflagenpapier proofen?“

In unseren Telefonsupport taucht häufig die Frage nach einem Proof auf Auflagenpapier auf. Leider müssen wir die Frage stets negativ beantworten. Die Gründe dafür möchte ich im folgenden Artikel kurz erläutern.

Der Proof auf Auflagenpapier ist bis heute technisch nicht möglich.

Alle derzeit bei der Fogra zertifizierten Proofsysteme basieren auf einem Tintenstrahldrucker als Prüfdrucker, meist aus dem Hause Epson, Canon oder HP. Diese Drucker zeichnen sich durch einen großen Farbraum, gute Auflösung und eine hervorragende Homogenität und Farbstabilität aus – alles Eigenschaften, die für ein Proofdrucksystem unbedingt nötig sind. Die von der überwiegenden Zahl der Proofdrucker eingesetzten Epson Systeme basieren auf 11-farbigen Pigmenttinten, die einen deutlich größeren Farbraum als z.B. ISOCoatedV2 abbilden können. Die Voraussetzung dafür ist aber die Verwendung von speziellen, für den Tintenstrahldruck optimierten Papieren, bei denen die Pigmente und Tinten optimal zur Geltung kommen. Hierfür sind spezielle Beschichtungen nötig, die auf eine optimale Wiedergabe, schnelle Trocknung, gute Abriebfestigkeit und hohe UV-Stabilität des Druckes optimiert sind. Auf einem Bilderdruckpapier ohne diese Beschichtungen würde die Tinte verlaufen, kaum trocknen und wäre nicht wischfest. Auch der Farbraum wäre nicht zu erzielen. Ein Proof wäre daher aus dieser Sicht nicht möglich. (mehr …)

Neue Verpackungen bei Proof.de

Proof.de hat neue Verpackungen für Proofs bis DIN A4+ und ab Format DIN A3 eingeführt.

Die neuen DIN A4+ Verpackungen sind aus hochwertigem Chromosulfarkarton mit 450gr/qm gefertigt und mit einer Aufreißlasche versehen. Sie können auf der Vorderseite entweder beim Postversand mit einem Adressetikett und Briefmarke oder für Expresssendungen mit einem DHL Expressaufkleber versehen werden. Für den Auslandsversand nutzen wir den Versand per Weltbrief Großbrief mit Einschreiben, der jetzt direkt als Internetmarke aufgedruckt wird.

Die neuen Proof Verpackungen von Proof.de: Ab sofort sind Ihre Proofs noch besser geschützt.

Die neuen Versandhülsen sind etwas schlanker als bisher und ebenfalls mit einer bequemen Aufreißlasche versehen. Durch die neuen Adressaufkleber sind sie gut als Sendung von Proof.de zu erkennen. Für die verschiedenen Proof Formate zwischen DIN A3 und DIN A0+ sind sie in verschiedenen Längen verfügbar und werden je nach Proofgröße passend eingesetzt. Sie werden mit DHL Versandetiketten für den Normalversand und Expressversand verwendet.

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„Proof“: Die verschiedenen Bedeutungen des Wortes Proof

Das Wort „Proof“ stammt aus dem Englischen und hat zahlreiche unterschiedliche Bedeutungen, von denen der von uns behandelte „farbverbindliche Prüfdruck“ nur eine ist. Im folgenden Artikel möchte ich kurz die unterschiedlichen Bedeutungen und teilweise auch ihre Herkunft aufzeigen.

1.: Proof = farbverbindlicher Proof, also Prüfdruck (Computer und Druckvorstufe)

Mit einem Proof wird ein nach ISO 12647-7 zertifizierter, farbverbindlicher und rechtsverbindlicher Prüfdruck bezeichnet. Wofür benötigt man einen Proof? Bevor die hohen Auflagen in der Druckerei erstellt werden, wollen Agentur und Kunde oftmals noch einmal final die Farbigkeit des späteren Druckes kontrollieren, also sehen. Dazu wird ein Proof erstellt. Auf Basis der finalen Druckdaten zeigt ein auf modernen Pigment-Inkjetdruckern erstellter Proof das spätere Druckergebnis innerhalb sehr enger Toleranzen an. Die selben Daten sehen beispielsweise im Offsetdruck auf Briefpapier ganz anders aus als auf Bilderdruckpapier, und natürlich wiederum ganz anders als im Zeitungsdruck oder im Tiefdruck, in dem Magazine produziert werden. Anhand eines Proofs kann exakt gesehen werden, wie der spätere Auflagedruck aussehen wird.

Damit ein Proof farbverbindlich und rechtsverbindlich ist, muss er einen UGRA/Fogra Medienkeil tragen. Optimal ist der Medienkeil bereits vom Proofdienstleister vermessen worden und trägt ein Prüfprotokoll, das die Farbverbindlichkeit des Proofs bestätigt. Ein Proof zeigt daher für wenig Geld, wie der spätere und teuere Auflagendruck wirklich aussehen wird.

Weitere Informationen zum Thema Proof – farbverbindlicher Prüfdruck finden Sie bei Wikipedia.

2.: Proof = Der Rapper und Musiker

Der amerikanische Musiker „DeShaun Dupree Holten“ aus Detroit wurde unter dem Künstlernamen „Proof“ berühmt. Mit Eminem und weiteren Rappern formte er die Rappergruppe D12. 1999 gewann er die „Source Magazine Freestyling Competition” und produzierte gemeinsam mit Eminem und den weiteren D12 Mitgliedern mehrere Alben, die sich aufgrund der Popularität von Enimen millionenfach verkauften: 2001 „Devils Night“ und 2004 „D12 World“ mit den bekannten Singles „My Band“ und „How Come“. Proof spielte neben Eminem in dem Film „8 Mile“ in der Rolle des „Lil‘ Tic“ mit. Als wichtiger Partner von Eminem unterstützte er diesen bei zahlreichen Soloauftritten. (mehr …)

Komfortablerer Proof-Datenupload auf shop.proof.de

Die Proof Dateien sind geladen und können kontrolliert werden.Ansicht der Proof Dateien beim UploadSeit dieser Woche ist der Datenupload auf http://shop.proof.de noch komfortabler. Mehrere Dateien pro Artikel können jetzt nicht mehr nur einzeln, sondern auch zusammen hochgeladen werden. Dabei werden die Uploads nacheinander gestartet und hochgeladen. Nach dem kompletten Upload aller Dateien werden die Dateien wie gewohnt zur Kontrolle angezeigt. Sollte eine Datei fälschlicherweise geladen worden sein, kann das noch problemlos korrigiert werden. Erst durch Drücken des Buttons „Uploads fertig, Bestellung abschließen“ werden die Dateiuploads bestätigt und geprooft.

Insbesondere beim Bereitstellen zahlreicher Seiten zum Proof erleichtert die neue Funktionalität den Upload erheblich.

 

 

Die Proof GmbH: Fogra zertifiziert für Contract Proof Creation

Das Fogra Zertifikat der Proof GmbH für den ISOCoatedV2 Standard Fogra 39Die Proof GmbH hat erfolgreich die Fogra Zertifizierung für die Erstellung von Contract Proofs nach Fogra39 bestanden.

Unter der Prüfnummer 27643 wurde die Herstellung der Proofs nach dem Proofstandard ISOCoatedV2 durch die Fogra geprüft. Mit der Zertifizierung bestätigt die Fogra die Einhaltung der der hohen Qualitätsstandards für Kontrakt Proofs nach ISO 12647-7.

Die Erstellung von prüzisen und farbverbindlichen Proofs ist mithin der wichtigste Faktor bei der Qualitätskontrolle von Drucken. Dabei hat sich der Fogra-Medienkeil in der Vorstufen- und Druckpraxis als zuverlässiges und verbreitetes Kontrollmittel zur Überprüfung der Farbverbindlichkeit digitaler Druckvorlagen durchgesetzt.

Die Proof GmbH hat bei der Zertifizierung durch die Fogra Ihre Proof Drucke nach Fogra39 entsprechend der FograCert-Kriterien, die auf der ISO 12647-7 basieren prüfen lassen.

Überprüft wurden im Rahmen der Zertifizierung durch die Fogra:

  • Die Farbgenauigkeit auf Basis des UGRA/Fogra Medienkeils CMYK V3
  • Die Farbgenauigkeit der Testform von ISO 12642-2, des Farbumfangs und der Graubalance
  • Die Tonwertübertragung und die präzise Darstellung von Verläufen
  • Die Registerhaltigkeit und die Auflösung der Proofs
  • Die kolorimetrische Tonwertübertragung
  • Die Homogenität der Proofs
  • Die Korrektheit der Statusinformationen im Jobticket

Die Fogra bestätigte die erfolgreiche Zertifizierung. Auf Wunsch können Sie  diese auf den Seiten der Fogra unter Eingabe der Zertifikatsnummer 27643 überprüfen.

Fogra Zertifikat
Ausführlicher Prüfbericht der Fogra

 

 

Reklamation wegen falscher Farbe: Ein zufälliger Vergleich von Flyeralarm und Flyerwire in Sachen Farbverbindlichkeit

Vor kurzem haben wir eine Visitenkarte bei Flyerwire drucken lassen, da hier zwar für etwas mehr Geld als z.B. bei Flyeralarm auch – unserer Meinung nach – hochwertigere Visitenkarten geliefert würden. Das Ergebnis enttäuschte zum ersten Mal seit vielen Jahren: Die Farben waren im Vergleich zum Proof deutlich übersättigt, Vorder- und Rückseite nicht identisch sondern sehr unterschiedlich. Anhand des DCS Books haben wir in einem ersten Vergleich ermittelt, daß insbesondere im Magenta Bereich statt den vorgegebenen 70% zwischen 90% und 100% Magenta gedruckt wurden. Auch das Gelb schien deutlich übersättigt.

Nach einer Reklamation wurde die Karte 10 Tage später ein zweites Mal von Flyerwire geliefert. Jetzt deutlich besser, aber immer noch weit weg vom zertifizierten Proof. Insbesondere der helle Cremebereich war deutlich farbabweichend. Wir reklamierten ein zweites Mal und bestellten – rein aus Interesse – eine Visitenkarte bei Flyeralarm mit den identischen Druckdaten. (mehr …)

Was ist ein Veredelungs-Proof? Fogra49 und Fogra50 im Detail.

Mit den Proof Standards Fogra49 und Fogra50 wurde erstmals ein Proof Standard geschaffen, der nicht für den Druck verbindlich ist. Warum?

Fogra49 und Fogra50 beschreiben zwei Farbräume, wie sie nicht nach dem Druck, sondern nach dem Druck und der Veredlung durch eine Folienkaschierung entstehen.

  • Fogra 49 bezieht sich auf das ICC Profil:  PSO Coated v2 300% Matte laminate (ECI) – PSO_Coated_v2_300_Matte_laminate_eci.icc
  • Fogra 50 bezieht sich auf das ICC Profil: PSO Coated v2 300% Glossy laminate (ECI) – PSO_Coated_v2_300_Glossy_laminate_eci.icc

Warum wurden diese Profile geschaffen?

Die Druckveredlung nimmt in der Weiterverarbeitung von Drucksachen eine immer wichtigere Stellung ein. Das Aufbringen eines Drucklackes beispielsweise erfolgt heutzutage meist direkt während des Druckprozesses z.B. mit Dispersionslack in einem 5. Farbwerk. Dabei wird das Druckbild meist nur gering verändert: Ein Dispersionlack z.B. hat einen Tonwertzuwachs von 2-3 Prozent zur Folge, ein UV-Lack bis rund 5-7 Prozent. Im Gegensatz dazu hat eine Folienkaschierung durch OPP-Folie einen deutlich stärkeren (mehr …)

EAN / GTIN Codes erstellen: Tipps für Grafiker

EAN Codes gehören heute auf jedem Produkt zum Standard. Tippte gestern noch Tante Emma die Preise von Hand in eine Kasse, sind heute Scannerkassen die Regel, die standardisierte EAN Codes mit einem Laser abtasten und so den Artikel eindeutig erkennen und dem Kassenzettel hinzufügen.

EAN übrigens steht für „European Article Number“, also Europäische Artikel Nummer und wurde 2009 durch das globale GTIN, „Global Trade Item Number“ abgelöst. Die EAN bzw. GTIN ist ein Strichcode, der maschinell gelesen werden kann und von Barcode Lesegeräten ausgelesen werden kann.

Für Grafiker in Europa im Produktbereich wichtig sind primär zwei Standards aus der fast unendlichen Vielzahl der weltweit verbreiteten EAN Codes. EAN 13 und EAN 8, also ein Strichcode aus entweder 13 oder 8 Zahlen. Was bedeuten diese Zahlen eigentlich? (mehr …)

PDF/X4 – Die Zukunft im Bereich PDF/X

Bereits seit einigen Jahren steht mit dem PDF/X4 Standard eine neue PDF-Spezifikation für den PDF-Export zur Verfügung. Doch was für Vorteile bringt PDF/X4 eigentlich?

Anwender aus dem Print Bereich kennen die ISO PDF-X-Standards schon seit vielen Jahren. Steht der Name PDF für das „Portable Document Format“, also das tragbare und somit übertragbare Dokument, wird mit PDF „X“ eine dem „eXchange“, also dem Austausch von PDF-Dateien spezialisierte Version  beigestellt. Konkret bedeutet das: Zahlreiche der Funktionen, die eine PDF Datei potenziell darstellen kann (Formularfelder, Berechnungen, 3D-Elemente, Filme etc.) aber die im Druck nicht beherrschbar sind, sind in PDF/X verboten, um einen sicheren Datenaustausch zu gewährleisten. (mehr …)

Der Proof ist viel dunkler als das Bild auf meinem Monitor. Warum?

Oft sind Kunden verunsichert, wenn Sie einen Proof in den Händen halten. „Der Proof des BIldes ist viel dunkler, als das Bild auf meinem Monitor aussieht. Warum ist das so? Und was tue ich jetzt?“

Für eine Abweichung zwischen Proof und z.B. der Monitordarstellung gibt es viele mögliche Gründe:

  • Der Monitor ist nicht kalibriert
    Nur kalibrierte Monitore können auch Farbe akkurat darstellen. Wenn ich einen billigen Monitor kaufe und an meinen Computer anschließe, kann ich definitiv keine reelle Farbe sehen. Als Faustregel gilt: Nur ein hardwarekalibrierter Monitor hat eine Chance auf korrekte Farbe.
  • Der Monitor ist zwar kalibriert, aber die Farben sehen dennoch anders aus
    Ein Monitor unter 1.000 Euro kann meistens nicht auf gute Farbdarstellung für den Standardfarbraum ISOCoated V2 kalibriert werden, weil er einen zu geringen Farbumfang hat. Nur echte Proof Monitore sind auch auf die Darstellung der proofbaren Farben ausgelegt und dafür geeignet.
  • Der Proof wird nicht unter D50 Normlicht betrachtet
    Gerade im Winter sind die Lichtbedingungen oft schlecht. Und Glühlampen, Energiesparlampen und konventionelle Neonröhren liefern nur eine sehr schlechte Farbdarstellung. Ohne D50 Lichtquelle kann ein Proof nicht beurteilt werden.
  • Die Farbeinstellungen in der Software sind falsch
    Oftmals wird die Bildbearbeitungssoftware wie Photoshop einfach ohne Anpassungen installiert und genutzt. Dabei entsprechen die gewählten Farbprofile oft nicht den Profilen, nach denen geprooft wird. Apfel-Shift-K bei Macintosh bzw. Steuerung-Shift-K bei Windows zeigen Ihnen Ihre Profileinstellungen in Photoshop an.

Generell kann kein Patenrezept für die korrekte Darstellung von Proofs zum Monitor gegeben werden. Ist aber ein Proof mit UGRA/Fogra Medienkeil CMYK V3.0  und Prüfprotokoll versehen ist die Chance hoch, daß er sehr präzise die geforderten Farben reproduziert. Entspricht Ihr Monitorbild nicht dem Proof, liegt der Fehler zumeist bei Ihnen. Die Ursachenliste oben kann Sie bei der Fehlersuche unterstützen.

Mein Kunde möchte eine Blechdose bedrucken. Pantone? CMYK? Kann man das im Proof simulieren?

Anfragen wie der Proof einer bedruckten Blechdose erreichen uns häufig. Warum lässt sich eine solche bedruckte Dose denn nicht „proofen“.

Ein Proof ist ein standardisiertes Produkt. Nehmen wir z.B. einmal den klassischen ISOCoatedV2 Proof; den Standardproof für Bilderdruckpapier. Hier lautet die Definition in Kürze:

„Papiertyp 1 und 2, glänzend und matt gestrichen Bilderdruck, Tonwertzunahmekurven A (CMY) und B (K) aus ISO 12647-2:2004“ (Quelle: farbproofs.de)

Auf Metall wird mit einem Lack gedruckt. Weder die Farbe des Metalls der Blechdose noch die Farbigkeit der Lacke sind klar definiert, von der Dicke des Lackauftrages und dem Druckverfahren, in dem der Lack appliziert wird (Digitaldruck / Siebdruck, Tampondruck etc.) ist ebenfalls nicht definiert.

Ein Kontrakt Proof bezieht sich auf sehr enge Toleranzen und genau festgelegte Rahmenbedingungen. Dazu zählt nicht nur die densitometrische und farbmetrische Referenz der Druckfarbe, sondern zum Beispiel auch das Papierweiß, das im Proof sehr exakt simuliert wird. Aus genau diesem Grund gibt es auch keinen Proof für Recycling Papier: Die Papiere und Papierweißen sind einfach so unterschiedlich, daß sich keine einheitliche, normierte „Farbe“ eines Recycling-Papieres definieren lässt. Von klassischem Recyclingpapier mit neutralgrauer oder gelblichgrauer Färbung bis zu de-inkten, nahezu weißen Recycling Papieren ist am Markt alles erhältlich. Nur eben nicht als Standard.

Ein Proof bezieht sich daher immer auf den Offsetdruck oder den Tiefdruck unter standardisierten Bedingungen. Veränderte Oberflächen wie Metall oder veränderte Papierfarben wie Recycling oder hochwertige Imagepapiere mit Einschlüssen oder der Druck auf bunten Papieren sind bislang nicht standardisiert und daher auch nicht proofbar.

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