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Proof GmbH 2021 erneut Fogra zertifiziert mit Fogra „Spot cert“

Fogra Zertifikat Proof GmbH 2021 Fogra Contract Proof Creation 34558

Auch in diesem Jahr haben wir wieder Proofs für die Fogra-Zertifizierung eingereicht. Wir weisen damit nach, dass wir nicht nur durch interne Qualitätskontrollen und Checks hervorragende Proofqualität liefern, sondern die Qualität unserer Proofs auch von externer Stelle bestätigt wird. Wir haben daher im siebten Jahr in Folge Prüfdrucke zertifizieren lassen.

Bereits seit 2019 haben wir uns mit als die ersten auch für die Darstellung von Sonderfarben („Spot-cert“) zertifizieren lassen und auch 2020 haben wir die Spot-cert zusätzlich durchlaufen. Und insgesamt wurden wir bereits zum neunten Mal in Folge durch die Fogra erfolgreich zertifiziert. Da fragen einen schon manchmal die Kunden:

„Ihr lasst Euch jedes Jahr Fogra zertifizieren. Wird das nicht irgendwann überflüssig? Ihr wisst doch, daß Ihr es könnt …“

Ja, das stimmt manchmal schon. Jede Zertifizierung bedeutet Aufwand und Kosten, die Drucke müssen erstellt, Bögen ausgefüllt, alles nach München gesendet und Rechnungen überwiesen werden. Und das nur, damit wir quasi die selbe hohe Qualität wie in den letzten Jahren bestätigt bekommen. Aber das stimmt eben auch wieder nicht.

Proofen heißt nur vordergründig „Dienst nach Vorschrift wie immer“. Im echten Leben ist bei uns kein Jahr wie das andere. Proofsoftware beispielsweise wird eben nicht im Massenmarkt verkauft, daher birgt jedes Update Schwierigkeiten: Wichtige Funktionen versagen ihren Dienst, Protokolle werden falsch ausgegeben, Optimierungen optimieren nicht, sondern verschlechtern die Ergebnisse…: Was wir nicht schon alles erleben mussten! Gerade hier ist es wichtig, mit einer Zertifizierung durch die Fogra Sicherheit zu haben, daß auch mit der neuesten Software-Revision noch alle relevanten Prozesse sauber laufen.

Das gleiche gilt auch für die Hardware, die in Sachen Zickigkeit der Software Konkurrenz machen kann: Mal haben wir einen Generationenwechsel der Proofdrucker, der immer auch einen Wechsel der Farben und Farbpigmente mit sich bringt, mal wird der Treiber oder die Firmware erneuert, mal wurden fehlerhafte Druckköpfe getauscht …: Auch hier verbergen sich viele mögliche Fehlerquellen, die uns auf Trab halten. Und auch hier bringen uns die Zertifizierungen Sicherheit für die tägliche Produktion – unser Alltagsgeschäft. Und auch das ist bei proof.de oft nicht alltäglich:

Nachweisbar präzise …

Unser sogenanntes „Alltagsgeschäft“ ist oft von Sonderfällen, Ausnahmen und speziellen Anforderungen geprägt. Zugegeben: Wir arbeiten gerne Fogra39-Proofs in ISOCoatedV2 ab, bei denen alle Daten in CMYK geliefert werden. So etwas läuft bei uns einfach richtig rund. Aber neben diesen „Standards“ bearbeiten wir für unsere Kunden ja noch wesentlich mehr: Wir produzieren hochpräzise Farbmuster, proofen individuelle Proofprofile für den Metalldekordruck, verarbeiten dicke, hochglänzende Papiere für Proofs und extrem dünne, matte Papiere für Kunstprojekte, bringen PANTONE-Farben auf Roll-Ups, Fineart-Drucke in AdobeRGB auf Baumwoll-Leinwand, ECI-RGB-V2 auf Hahnemühle Papiere, drucken XYZ Farbtargets für Multispektralkameras und …: (mehr …)

PANTONE „Find a Color“ ohne Anmeldung nicht mehr verfügbar

Das ging ja schnell: Nur wenige Tage nach Adobes Ankündigung, die PANTONE Farben aus ihren neuesten Revisionen der Adobe Produktreihe zu entfernen, hat PANTONE reagiert und das beliebte Tool „PANTONE Find a Colour“ aus dem Internet entfernt. Stattdessen findet sich jetzt dort der Login zu PANTONE Connect, einem Tool, das die bisherige Funktionalität teils gratis, und teils gegen einen Abonnementpreis mit Erweiterungen zur Verfügung stellt.

 

Neue Startseite von PANTONE Find a Colour: Jetzt nur noch mit PANTONE Connect: Ohne Anmeldung kann man nicht einmal mehr die RGB und CMYK Werte von PANTONE Farben auf der PANTONE Website aufrufen.

Wer die gewohnte Funktionalität wieder sucht, muss sich wenigstens registrieren, viele Zusatzfeatures sind aber nur gegen einen saftigen Aufpreis erhältlich. Der Rabatt im ersten Jahr klingt ja noch halbwegs preiswert, aber bei der Zahlung des vollen Preises gibt es die PANTONE Farben nur noch gegen 6,99 €/ Monat bzw. fast 84 Euro pro Jahr. Das ist ein stolzer Preis dafür, daß PANTONE ja ein ureigenes Interesse daran haben sollte, daß ihre Farben im Internet auch von Menschen genutzt werden sollten, die keinen PANTONE Fächer in den Händen halten.

Preistabelle von PANTONE Connect: Wer alle Funktionen braucht, muss tief in die Tasche greifen.

PANTONE Colour Manager eingestellt

Der beliebte PANTONE Colour Manager wurde ebenfalls eingestellt. Diese Software war ja für jeden verfügbar, der einen PANTONE Fächer gekauft hatte. Auf dessen Rückseite war ein individueller Code aufgedruckt, mit dem man den PANTONE Manager herunterladen und zum Laufen bringen konnte. Einmal installiert, konnte man hier auf alle aktuellen Fächer, Farben und wichtigsten Farbdefinitionen in RGB und CMYK zurückgreifen und alle PANTONE Farben als LAB, CMYK und mehr als ASE und ACO für Photoshop, Illustrator und InDesign exportieren. Wenn Sie nun die Website des Colour Manager aufrufen heißt es dort: Produkt eingestellt.

Aber vielleicht ist ja genau auch das der neue Ansatz von PANTONE: Wir sind so groß, wir können uns alles leisten. Eben wie bei Adobe: Ohne Abo geht einfach gar nichts mehr. Aber während Adobe wirklich im grafischen Sektor Maßstäbe gesetzt hat, ist PANTONE in den letzten Jahren durch seine oft kurzfristigen Aktionen nicht unbedingt als der unumsstößliche „Biggest Global Player in Sachen Farbe“ aufgefallen.

Mal sehen, wie sich die nächsten Monate darstellen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß PANTONE doch zurückrudern muss. Wenn ein lizenzfreies Farbsystem wie das freieFarbe CIELAB HLC Farbsystem einmal Fuß fassen sollte, dann brechen für die lizenzgetriebenen Systeme schwere Zeiten an. Wenn sich mehr Unternehmen solchen duelloffenen, transparenten und dennoch präzisen und vorhersagbaren Lösungen öffnen, dann ist PANTONE schnell auf einem schwierigen Gleis. Denn in Sachen Farbe fällt es sicher schwer, einmal verlorene Marktanteile wieder zurückzugewinnen. Was ebenfalls auffällt:

PANTONE Connect sehr schlecht bewertet

Wenn man bei den Erweiterungen von Adobe nach PANTONE Connect sucht, dann treibt einem die Lektüre der Bewertungen die Tränen in die Augen. Bei dem Tool Ekomi, das wir von der Proof GmbH für die Bewertungserfassung nutzen, gibt es die beste Bewertungsnote nur bis 4,8 von 5 Sternen. Und unterhalb von 4 von 5 Sternen wird alles als Desaster gewertet. Und PANTONE Connect: 1,9 von 5 Sternen. Das bedeutet umgangssprachlich: Absolut miserabel. (mehr …)

Adobe Software ohne PANTONE Farben

Die Ankündigung war so nicht erwartet worden: Ab März 2022 werden die neuen Adobe Software Produkte keine mitgelieferten PANTONE Farbbibliotheken mehr enthalten. Adobe erklärte: „Im März 2022 werden die Pantone-Farbbibliotheken, die in Adobe Photoshop, Illustrator, InDesign, Adobe Color und Adobe Capture vorinstalliert sind, aus zukünftigen Software-Updates entfernt.“

https://helpx.adobe.com/creative-cloud/adobe-color.html

Daß Adobe und PANTONE sich in den letzten Jahren zunehmend entfremdet haben, war schon länger zu spüren.

Die Einbindung aktueller PANTONE Bibliotheken wurde schleppend oder in letzter Zeit schon nicht mehr automatisch vollzogen, wer aktuelle Bibliotheken haben wollte, musste diese über den PANTONE Color Manager exportieren und in Adobe Software importieren … ein mühseliges und fehlerbehaftetes System. Vermutlich werden es aber die Lizenzkosten gewesen sein, die Adobe zu dem finalen Schritt bewogen haben. Der mit großem Abstand führende Softwarehersteller war es vermutlich einfach leid, sich von PANTONE lizenzrechtlich gegängelt zu sehen und ging den Schritt konsequent zu Ende: Keine PANTONE Paletten mehr für Adobe Produkte.

Ob es die Anwender kümmern wird? Wer Designs in PANTONE Farben im Computer hat, hat die Farben nach wie vor alle in seiner Software vorhanden, jedes in InDesign platzierte AI oder EPS aus Illustrator hat die dort angelegten PANTONE Sonderfarben direkt wieder in InDesign importiert vorhanden. Und eine weitere Farbe ist auch händisch schnell neu angelegt – nun gut, vielleicht nicht mit den aktuellsten LAB-Werten von PANTONE, aber eine CMYK Entsprechung aus dem Bauch heraus tut es ja auch, um die Farbe zumindest halbwegs am Bildschirm sehen zu können. Ich denke also nicht, daß bei uns die Telefonleitungen heißlaufen werden, da unsere Kunden ihre PANTONE Farben nicht mehr finden können.

Aber nichts desto trotz: Es ist ein Paradigmenwechsel, den Adobe hier vollführt:

PANTONE hat sich eben doch über die Jahre hinweg nicht so verbessern können, wie es sich die Branche erhofft hatte. Holger Everding von freieFarbe hat das in seinem Blogeintrag passend zusammengefasst. Er schreibt:

„Die mangelnde Qualität des Systems dürfte den meisten Lesern dieser Zeilen bekannt sein:

  • unübersichtliche Vielfalt an Farbfächern und darin enthaltener Farbtöne
  • hiermit verbundene lückenhafte Softwareintegration
  • mangelnde Genauigkeit und hohe Metamerie der Farbfächer und Farbtöne, bedingt durch diverse Hersteller mit verschiedenen Papieren und Pigmenten
  • sehr restriktive Lizenzpolitik, keine frei zugängliche Quelle für Farbwerte“

 

Aber schadet das Zerwürfnis nun eher PANTONE oder eher Adobe?

Ich bin da gespalten. Vermutlich werden sich beide Partner zügig berappeln: PANTONE wird sicher den nachvollziehbaren Weg gehen, die lizenzrechtlich restriktive Politik der letzten Jahre verändern und abzumildern: Sie müssen mehr Standard-Features kostenlos für alle Anwender anbieten. Insbesondere kleine Unternehmen und Designer wollen und können meine monatlichen Abokosten für die nicht abgespeckte Version von Adobe Connect bezahlen. Schließlich ist Pantone nur ein Leitfaden, es gibt viele andere Möglichkeiten, Farben zu bestimmen. Und Adobe? Adobe wird sicher die Gelegenheit nutzen, die Fühler nach praxisnahen Alternativen von PANTONE auszustrecken und diese freiwillig in Adobe zu implementieren, um sich hier auch vom Lizenzdruck von PANTONE freizuschwimmen. Denn Konkurrenz belebt ja bekanntermaßen das Geschäft. Und wenn erst einmal freie Farbsysteme wie das freieFarbe CIELAB HLC System in Adobe integriert würde, dann würde PANTONE sicher schnell verstehen, daß sie eben kein „Monopol“ auf Sonderfarben hätten, im Gegenteil:

Wenn Adobe frei verfügbare, präzise und transparente Farbsysteme in ihre Softwares integrieren würden, müsste PANTONE endlich einmal die überfälligen Schritte gehen, sich besser und konsequenter aufzustellen, um jemals wieder den Weg zurück in Adobe Software zu finden. Passiert das nicht, zählt PANTONE im Zweifel schnell zu den Dinosaurier-Farbsystemen, die einen Einschlag nicht überlebt haben. Denn bessere, offenere und transparentere Systeme stehen ja nicht nur in den Startlöchern: Es gibt sie bereits heute.

 

PDF 2.0 und PDF/X-6 – die neuen PDF Standards

PDF 2.0 Standard: Der neue Standard für PDF DateienSeit 20 Jahren bereits gibt es für die Druckindustrie PDF/X-Standards, die sich in der großer Beliebtheit erfreuen. Mit der Vorstellung von PDF 2.0 im Jahr 2017 wurde jetzt ein weiterer Meilenstein in den PDF Standards vorgestellt, der von zahlreichen PDF Experten über Jahre hinweg entwickelt worden war. Und erst kürzlich veröffentlichte die ISO eine neue Revision von PDF 2.0 wird auch der neue Druckstandard PDF/X-6 Form annehmen, der im Detail einige Neuerungen im Vergleich zu dem 2002 veröffentlichten PDF/X-3 und dem 2008 verabschiedeten PDF/X-4 enthält. Die alten PDF-Standards werden ihre Gültigkeit behalten, die neuen aber sicher sukzessive in die Softwares und Prozesse der Druckbranche Einzug finden.

Neu in PDF 2.0:

  • PDF/A-4 nach ISO 19905-4:2020 – PDFs zur Archivierung
    • Die Erstellung von PDF/X-4 Daten für die Langzeitarchivierung wird schlanker, da einige Vorgaben entfallen. Digitale Signaturen werden erleichtert, Formularfelder werden jetzt unterstützt.
  • PDF/X-6 nach ISO 15930-9:2020 – PDFs für den professionellen Druck
    • Wichtigste Neuerung ist der seitenbasierte Output Intent: Eine Broschüre, deren Umschlag auf Bilderdruck und der Innenteil auf Naturpapier gedruckt wird, kann jetzt als eine PDF-Datei mit zwei Ausgabebedingungen exportiert werden: PSOCoatedV3 und PSOUncoatedV3, je nach Seiten gemischt. Bislang konnte nur eine Datei ein Ausgabeprofil enthalten. Neu ist auch die Tiefenkompensation und die Einbettung von spektralen Daten für Schmuckfarben nach CxF-4. Das ermöglicht, Sonderfarben mit einer spektralen Definition zu übergeben, und nicht nur einen LAB- oder CMYK-Wert in die PDF zu schreiben. Neu ist ebenfalls die Unterstützung von Multicolor-Profilen, also ICC Profilen mit mehr als vier Farbkanälen. Der neue PDF/X-6 Standard ist in vielen Bereichen sehr ähnlich zu PDF/X-4.
  • PDF/VT-3 nach ISO 16612-3:2020 – PDF Austauschformat für den Transaktionsdruck
    • Der Begriff des Transaktionsdruckes wird für viele Mediengestalter nicht geläufig sein. In ihm ist der Druck und die Verarbeitung von Daten für beispielsweise die Erstellung und den Druck von Rechnungen oder Kontoauszügen abgebildet. Als Transaktionsdruck werden dabei alle Prozesse bezeichnet, also vom Export der Daten aus einem SAP System etc. heraus über den Druck, die Verarbeitung und den Versand per Post oder Email bis zum Rücklauf des erfolgten Versandes wieder ins SAP hinein. Der neue VT-3 PDF Standard konkretisiert die Parameter für diesen variablen, transaktionalen Druck.
  • PDF/R-1 nach ISO 23504-1:2020 für den Scan in PDF Daten
    • Ein ganz neuer Standard ist der R-1 PDF Standard, der „Raster“ Standard. Von den Twain-Leuten entwickelt ist er nur für die Erstellung von Rasterbilddokumenten, also Scans von Seiten oder Bildern relevant.

Für uns im Druckbereich sind die wichtigsten Neuerungen mit der Einführung des PDF 2.0 Standards natürlich die PDF/X Neuerungen mit dem Sprung von PDF/X-4 auf PDF/X-6, das auf der Basis von PDF 2.0 entwickelt wird.

  • Seitenbezogene Ausgabebedingungen: Die besten Beispiele für Anwendungen in diesen Bereichen sind sicher Broschüren mit Umschlag: Wenn bislang beispielsweise der Umschlag 4/4-fbg auf glänzendem Bilderdruck gedruckt wurde, und der Innenteil auf Naturpapier, dann konnte das nur über zwei PDFs realisiert werden, eine für den Umschlag, eine für den Innenteil. Nun kann eine Broschüren-PDF beide Ausgabebedingungen tragen, selbst ein bunter Umschlag und ein schwarzweißer Innenteil können so in eine PDF kombiniert werden.
    Aber in der Anwendung würden wir das für Satzarbeiten sicher jederzeit gerne nutzen. Für uns im Proofing hat das vermutlich wenig praktische Auswirkungen, da ja Bilderdruck und Naturpapier auch auf unterschiedlichen Proofpapieren gedruckt würden, wir müssten hier also die eine Datei auf zwei Proofjobs aufteilen. Natürlich könnten wir auch den bequemen Weg gehen, und das Naturpapier ebenfalls auf einem Proofpapier für Bilderdruck proofen, aber von der Wirkung her wäre das für den Betrachter bei der Abmusterung wenig komfortabel. Die Abmusterung eines Naturpapier-Innenteiles von einem Naturpapier-Proof auf das Auflagenpapier ist eben wesentlich schlüssiger und visuell besser. In laserdruckbasierten Umgebungen könnten aber beispielsweise auch Profilen einzelne Papierfächer und Verarbeitungsmethoden eines Druckers zugewiesen werden, so daß diese Features hier besser in der täglichen Arbeit genutzt werden könnten. Bislang konnte das über ein Jobticket gelöst werden, das zur PDF Datei dazu erstellt und verarbeitet wurde, aber jetzt ginge das direkt in einem Dokument.
  • Spektraldaten nach CxF-4: Sonderfarben können jetzt spektral definiert werden. Hierzu wird das neue CxF-4 Format verwendet, das ebenfalls zu einem ISO Standard geworden ist. Das wird sicher in zwei Szenarien wichtig: Zum einen können Spektraldaten für eine genauere Farbdefinition von Sonderfarben beitragen als reine LAB, RGB oder CMYK Werte diese Farbe beschreiben könnten. Insbesondere auf modernen sieben- und nochmehrfarbigen Drucksystemen mit ihren immensen Farbumfängen kann ja nahezu die gesamte PANTONE Farbpalette wiedergegeben werden. Insbesondere hier würde sich die Verwendung von spektralen Sonderfarbdefinitionen sicher bewähren.
    Für uns ist das momentan kein wirkliches Thema im Proof, da wir vermutlich in Kundendaten wenig spektrale Daten sehen werden. In unseren Spezialapplikationen wie dem HLC Farbatlas oder der Herstellung von Kalibrationstargets für Kunden könnten wir uns aber durchaus die häufigere Verwendunng spektraler Daten vorstellen. In der neuen Generation von ICC Profilen können ja ebenfalls mehrfarbige ICC Profile verwendet werden, auch die Farbreihenfolge in den Druckwerken und das Überdruckenverhalten kann ja jetzt besser definiert werden. Auch hier sind wir gespannt, wie die aktuellen Entwicklungen bei uns Einzug halten werden.

 

 

 

Vorstellung Proof GmbH in der neuen Fogra Aktuell

In der aktuellen Ausgabe der Fogra Aktuell Nr. 225 wird die Proof GmbH als Fogra Mitglied kurz vorgestellt.

Vorstellung der Proof GmbH in der Fogra Aktuell Nr. 225 vom Mai 2021

Durch die Mitgliedschaft in der Fogra haben wir Zugriff auf aktuelle Forschungsberichte, Webinare und die Aufzeichnungen der Color-Management-Cafe Veranstaltungen in München, in denen viele aktuelle Themen anschaulich behandelt und diskutiert wurden. Alle weiteren Fogra Aktuell Ausgaben finden Sie hier in der Übersicht zum Download.

Die Fogra forscht nicht nur in unserem Bereich der Medienvorstufe, sondern insbesondere auch in den Bereichen Offsetdruck, Digitaldruck, Verpackung und Druckweiterverarbeitung, Material und Umwelt und Sicherheitsanwendungen, von denen aus zahlreiche Schnittstellen zu unseren Proofanwendungen bestehen. Seit vielen Jahren lassen wir uns ja jährlich durch die Fogra für verschiedene Proof Standards zertifizieren. Diese „Contract Proof Creation“-Zertifizierung ist für uns eine wichtige Möglichkeit, die Qualität und Farbgenauigkeit unserer Proofs durch externe Spezialisten überprüfen zu lassen.

 

Kugelkopfmessgeräte und Specular Component erklärt

Unterschiedliche Oberflächen können sowohl die Farbe als auch das Aussehen von Objekten beeinflussen. Ein buntes und glänzendes Objekt erscheint für das Auge meist gesättigter, während ein ähnliches Objekt mit matter, diffuser Oberfläche stumpfer erscheint.

Wenn Sie aus demselben schwarzen Plastik eine glänzende, eine halbmatte und eine matte Oberfläche formen, dann erscheint die glänzende Oberfläche oft am schwärzesten, während die sehr matte Oberfläche deutlich heller erscheint. Der gleiche Effekt lässt sich auch bei der Folienkaschierung von Drucken nachvollziehen: ein glänzend kaschiertes Dunkelblau oder Schwarz wirkt gesättigter und dunkler, ein matt kaschiertes Schwarz wird aufgrund der diffusen Lichtbrechung heller und grauer für das menschliche Auge.

Der Mensch nimmt die Farbe von Objekten durch das Licht wahr, das von diesen Objekten reflektiert wird, und unterschiedliche Oberflächen reflektieren das Licht unterschiedlich. Generell unterscheidet man daher zwei Arten, wie Licht von einem Objekt reflektiert wird: Die spiegelnde und die diffuse Reflexion.

Spiegelnde und diffuse Licht Reflexion von matten und glänzenden Objekten

Spiegelnde Reflexion

Spiegelnde Reflexion ist dann, wenn das Licht in einem gleichen, aber entgegengesetzten Winkel von der Lichtquelle reflektiert wird. Vereinfacht gesagt kann man sich das wie bei einem Ball vorstellen, der von einem glatten Boden abprallt und im gleichen Winkel zurückspringt. Diese Reflexion tritt hauptsächlich an Objekten mit glänzenden, glatten Oberflächen auf.

Diffuse Reflexion

Wird das reflektierte Licht dagegen in zahlreiche unterschiedliche Richtungen gestreut, spricht man von diffuser Reflexion. Diese Reflexion tritt bei Objekten mit matter und unregelmäßiger Oberfläche auf. Ein Ball würde von einer solchen Oberfläche – beispielsweise ein unregelmäßiger Boden aus zahlreichen  verschieden großen Pyramiden –  mal in dem einen, mal in einem gänzlich anderen Winkel abspringen.

Kugelkopfmessgeräte mit Ulbricht-Kugel

Wenn man heute Farbe und Glanz in weltweiten Lieferketten und auf unterschiedlichen Oberflächen bewerten soll, wird das oft mit Kugelkopf-Spektralphotometern wie dem KonicaMinolta CM-26d durchgeführt, mit dem wir bei der Proof GmbH auch den semimatten und den matten freieFarbe CIELAB HLC Colour Alas XL eingemessen haben. Mit der d:8 Kugelkopf-Geometrie und dem integrierten 60°-Glanzsensor, der sowohl den Messmodus SCI – „Specular Component Included“ als auch SCE – „Specular Component Excluded“ beherrscht, kann dieses Messgerät Farbe und Glanz innerhalb von weniger als einer Sekunde messen, ohne dass ein zusätzliches Messgerät für den Glanz verwendet und jeweils immer neu aufgesetzt und ausgerichtet werden müsste.

Proof.de: KonicaMinolta CM26d Kugelkopf Spektralmessgeraet mit SCI und SCE Messung: Messung des freieFarbe CIELAB HLC Colour Atlas XL

 

Proof.de: KonicaMinolta CM26d Kugelkopf Spektralmessgeraet mit SCI und SCE Messung: Displayanzeige

 

Proof.de: KonicaMinolta CM26d Kugelkopf Spektralmessgeraet mit SCI und SCE Messung: Beim CK-26d kann durch eine zurückschiebbare Klappe direkt in die Ulbricht-Kugel gesehen werden, und so der Messausschnitt durch die Kugel noch einmal visuell kontrolliert werden.
Beim KonicaMinolta CM-26d kann durch eine zurückschiebbare Klappe direkt in die Ulbricht-Kugel gesehen werden, und so der Messausschnitt durch die Kugel noch einmal visuell kontrolliert und nachjustiert werden.

Bei Ulbricht-Kugel Messgeräten werden die zu messenden Oberflächen meist in allen Winkeln beleuchtet und in einem Winkel von 8 Grad von der senkrechten Achse entfernt gemessen. Diese Messbedingung bezeichnet man als d/8 oder d:8.  Die meisten der Ulbricht-Kugel-Messgeräte wie das CM-26d können wie vorher beschrieben mit oder ohne Glanzkomponente messen.
Die in der Druckindustrie verwendeten 45/0-Modelle wie das X-Rite i1 Pro2 messen dagegen immer ohne die spiegelnde Reflexion. Die Reflexion der Probenoberfläche wird daher von den optischen Geometrien d:8 mit Glanzkomponente – SCI – , d:8 ohne Glanzkomponente – SCE – und 45/0 jeweils unterschiedlich wahrgenommen.

Specular Component Kugelkopf Messung SCI / SPIN und SCE / SPEX erklärt

SCI Messmodus

Um die wahre Farbe eines Objekts ohne den Einfluss der Oberflächenbeschaffenheit zu messen, wird der Messmodus „Specular Component Included“ (SCI) oder deutsch: „Glanzkomponente eingeschlossen“ verwendet. Der SCI-Modus umfasst sowohl das spiegelnde als auch das diffus reflektierte Licht und ist ideal für die Qualitätskontrolle und Überwachung der Farbqualität.

  • Beleuchtet die Probe gleichmäßig von allen Seiten.
  • Berücksichtigt die gesamte Oberflächenreflexion.
  • Hat eine gute Wiederholbarkeit und ist unempfindlich gegenüber Schwankungen oder Artefakten der Oberfläche
  • Nimmt keine Glanzunterschiede der Probe wahr und simuliert daher nicht die visuelle Beurteilung.

SCE Messmodus

Der Messmodus „Specular Component Excluded“ (SCE) oder deutsch: „Glanzkomponente ausgeschlossen“, der das spiegelnd reflektierte Licht ausschließt, wird dagegen zur Bewertung der Farbe eines Objekts verwendet, die mit der visuellen Wahrnehmung des menschlichen Auges übereinstimmen soll. Im SCE-Modus wird eine glänzende Oberfläche typischerweise dunkler gemessen als eine matte Oberfläche der gleichen Farbe; ähnlich wie das menschliche Auge es sieht. Dieser Modus wird typischerweise bei Qualitätskontrollprüfungen verwendet, um sicherzustellen, dass die Farbe durch visuelle Inspektion mit den Farbstandards übereinstimmt.

  • Beleuchtet die Probe von allen Seiten gleichmäßig, jedoch nicht im Reflexionswinkel der Messung
  • Schließt spiegelnde Oberflächenreflexion aus, wenn auch meist nicht vollständig
  • Beinhaltet diffuse Oberflächenreflexion.
  • Ist etwas empfindlich auf Oberflächenvariabilität und Unebenheiten.
  • Misst die Farbe einer Oberfläche ähnlich, wie das menschliche Auge sie sieht.

 

Spektralmessungen mit Kugelkopfgeometrie für freieFarbe abgeschlossen

Ende des letzten Jahres haben wir in Tübingen über 46.000 spektrale Messungen mit einem KonicaMinolta CM-26d vorgenommen, um die beiden freieFarbe CIELAB HLC Farbatlasse XL in semimatte und matte auch für andere Industrien als den Druckbereich besser nutzbar zu machen.

Nachdem im letzten Jahr Holger Everding und Matthias Betz bei MatchMyColor in Basel bereits erste Messreihen mit einem klassischen freieFarbe HLC Farbatlas mit etwas über 2.000 Farbfeldern abgeschlossen haben, wurden nun in Tübingen rund 23.000 Farbfelder jeweils doppelt gemessen, einmal SCI und einmal SCE, also mit und ohne „Specular Component“ bzw. mit und ohne Glanzeinschluss. Die 46.000 spektralen Datensätze wurden im Februar innerhalb von freieFarbe distribuiert und geprüft, und stehen demnächst auch zum Download für alle Anwender über freieFarbe oder in MatchMyColor Colibri kostenlos zur Verfügung.

Die Messungen mit der im Druckbereich gängigen 45/2° Messgeometrie sind ja schon seit über 2 Jahren abgeschlossen und veröffentlicht, aber für Kugelkopfmessgeräte in de:8° nach DIN5033-7, JIS Z 8722c, ISO7724/1, CIE No.15 lagen bislang keine Spektraldaten vor. Solche Messgeräte sind im Bereich der Lack- und Farbenindustrie, im Bereich Normung und in vielen weiteren Branchen sehr vertreten und so fehlte bislang das Bindeglied des freieFarbe CIELAB HLC Colour Atlas XL von der Druckbranche in die Farbanwendungen dieser kugelkopforientierten Branchen. Diese Lücke wurde nun geschlossen.

Kugelspektralfotometer werden meist zur Farbmessung bei glänzenden und reflektierenden Oberflächen verwendet. Die Probe wird über spezielle Lampen diffus aus allen Winkeln beleuchtet. Die Messung erfolgt nicht senkrecht wie z.B. bei einem i1 Pro2, sondern in einem Winkel von 8 Grad. Bei unseren Messungen haben wir parallel zwei Messmodi eingemessen: SPIN oder SCI und SPEX oder SCE. Diese beiden Kürzel stehen für „Specular included“, also Glanz eingeschlossen und „Specular excluded“ – also Glanz ausgeschlossen. Im SPIN-Messmodus ist die sogenannte „Glanzfalle“ des CM 26d geschlossen, bei SPEX ist die Glanzfalle geöffnet, damit die Glanzkomponente aus der Kugel austreten kann und somit nicht mitgemessen wird.

Damit stehen für den HLC Farbatlas für die Nutzer der Spektraldaten immer zum einen das gesamte reflektierte Licht – also Farbe und Glanz – oder nur die Farbe ohne Glanz zur Verfügung. Bei dem semi-matten, auf einem GMG ProofMedia premium semiMatte 250 hergestellten freieFarbe HLC Atlas ist die Glanzkomponente naturgemäß stärker in der Auswirkung als bei dem matten Atlas, der auf einem GMG ProofPaper Matte 140 produziert wurde.

Die spektralen Daten werden zeitnah auf freieFarbe.de als Download veröffentlicht werden.

Anbei einige Bilder vom Einmessen der Seiten des freieFarbe CIELAB HLC Atlasses

Proof.de: Um den Jahreswechsel hat die Proof GmbH den semimatten und matten freieFarbe CIELAB HLC ColourAtlas mit insgesamt rund 46-Tausend Messungen mit einem Kugelkopfmessgerät eingemessen.Proof.de: Matthias Betz prüft mit einem Mitarbeiter der Proof GmbH die Messungen mit dem KonicaMinolta CM26d Kugelkopf Spektralmessgeraet mit SCI und SCE Messung: Beim CK-26d kann durch eine zurückschiebbare Klappe direkt in die Ulbricht-Kugel gesehen werden, und so der Messausschnitt durch die Kugel noch einmal visuell kontrolliert werden.Proof.de: Ein Mitarbeiter der Proof GmbH führt die Messungen mit dem KonicaMinolta CM26d Kugelkopf Spektralmessgeraet mit SCI und SCE für die matte und semimatte Version des freieFarbe Farbatlasses durchProof.de: Die Proof GmbH hat den semimatten und matten freieFarbe CIELAB HLC ColourAtlas mit insgesamt rund 46-Tausend Messungen mit einem Kugelkopfmessgerät eingemessen.Proof.de: Die Proof GmbH misst den semimatten freieFarbe CIELAB HLC ColourAtlas mit einem KonicaMinolta Kugelkopfmessgerät ein.

 

 

 

 

 

Proof.de Paketaufkleber: Jetzt Papier statt Plastik

Für unsere braunen Versandhülsen haben wir einen umweltfreundlicheren Paket-Aufkleber gefunden: Anstelle eines klassischen PVC Aufklebers können wir nun mit einem im Offsetdruck hergestellten Papieraufkleber der Umwelt ein wenig Plastik ersparen, ohne dass Qualität und Optik darunter leiden. Zugegeben, vielleicht kein großer Schritt. Aber auch jeder kleine Beitrag hilft ja, unserer Umwelt ein wenig Belastung zu ersparen.

Proof.de: Umweltfreundlichere Versandaufkleber aus Papier statt Plastik

 

Schon immer proofen wird ja mit Strom aus 100% Wasserkraft, drucken Rechnungen und Briefe energiesparend im Inkjetdruck und haben unsere IT auf immer stromsparendere Rechner, Server und NAS-Geräte umgestellt.

Außerdem nehmen wir seit zwei Jahren im Rahmen des Verpackungsgesetzes über unseren Partner Veolia daran teil, eine möglichst geringe Auswirkung von Verpackungsabfällen auf die Umwelt in Deutschland zu verursachen.

Unser jährlicher Entsorgungsbeitrag dient der Umsetzung der Richtlinie 94/62/EG über Verpackungen und Verpackungsabfälle. Das Ziel ist, die Recyclingquoten in Deutschland weiter zu erhöhen.

Proof.de / Proof GmbH ist Fogra Mitglied

Die Proof GmbH ist Mitglied der Fogra – Forschungsinstitut für Medientechnologien e.V.. Warum? In den letzten Jahren haben wir mit zahlreichen Projekten auf die Unterstützung der Fogra zurückgreifen können, oder arbeiten gemeinsam mit der Fogra beispielsweise für Fogra58 beta – Textile-RGB (wo Matthias Betz als Referent beim Fogra Farbmanagement Symposium 2020 auch in München über unsere Erfahrungen im Rahmen des Vortrages „Proofing von Fogra58beta“ berichten konnten) oder haben Testdrucke und Proofs zum Forschungsprojekt „11.004L – Verbesserung der Bedruck- und Lesbarkeit von Strich- und 2D-Codes im Inkjetdruck“ beigesteuert.

Darüber hinaus durchlaufen wir ja bereits seit 2013 jährlich Fogra-Zertifizierungen für die Proof-Erstellung (https://shop.proof.de/de/info/fogracert.html) und sind sehr dankbar für die Dienste der Fogra, die uns jedes Jahr auf neue die Qualität unserer Proofs auch von extern bestätigen.

Unser wichtigster Ansprechpartner Dr. Andreas Kraushaar hat oft bei uns für die Mitgliedschaft geworben, und nun haben wir den Schritt auch wirklich getan, obwohl wir nach wie vor der Meinung sind, dass der Mitgliedsbeitrag gerade für kleine Unternehmen wie die Proof GmbH schlecht gestaffelt ist (Unternehmen von 1-100 Mitarbeiter bezahlen den gleichen Mitgliedsbeitrag) und wir uns einen günstigeren Einstieg wünschen würden. Aber andererseits stimmt es schon: Die Fogra mit ihrer Expertise, ihrer Kompetenz und ihren immer kompetenten, hilfsbereiten, schnellen und fitten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern wie Andi Kraushaar, Yuan Li und vielen mehr verdient auch die Unterstützung von Unternehmen, die von der Tätigkeit der Fogra wie wir profitieren.

Wir bedanken uns daher gerne für alles, was wir in den vergangenen Jahren durch die Fogra an Unterstützung erfahren und an Wissen erlernen konnten. Ab jetzt sind wir Mitglied der Fogra, und freuen uns auf viele weitere Gespräche, Projekte, Ideen und Initiativen.

Neu bei Proof.de: Der EPSON SureColor SC-P9500 Spectro

Warum auch immer: Der Dezember ist bei uns traditionell der Monat, in dem wir die wichtigsten Neuanschaffungen tätigen. Um nicht mit dieser Tradition zu brechen, ist in diesem Jahr die neue Proofdruckergeneration von EPSON bei uns eingezogen: Der SureColor SC-P9500 Spectroproofer. Das Auspacken muss traditionell vor der Türe absolviert werden, auf der über zwei Meter langen Palette würden wir den Drucker nicht ins Büro bekommen, wenn er mal auf Rollen steht, dann klappt das prima.  

Der neue SureColor P9500 ergänzt unsere Reihe an SureColor 7000er und 9000er Proofdruckern und bringt uns vor allem hoffentlich ein weiteres Plus an Geschwindigkeit gerade für größere Aufträge. Durch einen neuentwickelten und jetzt vollbestückten Druckkopf mit 12 Tinten mit jeweils bis zu 800 Düsen soll er bis zu 2,4-fach schneller drucken als unsere anderen Proofdrucker, was gerade bei großen Proofvolumina vorteilhaft ist.

Die wichtigsten Neuerungen des EPSON SureColor 9500 im Überblick

  • Hohe Produktivität dank höherer Produktionsgeschwindigkeit
  • Zuverlässigkeit dank besserer automatischer Düsenprüfung und Staubschutz
  • LCD-Anzeige mit 4,3 Zoll (10,9 cm)-Touchpanel
  • Gleichzeitige Nutzung von Glanzschwarz und Mattschwarz, kein Tintenwechsel mehr notwendig
  • Beleuchtung an der Papierzufuhr für eine bessere Sicht des Druckvorgangs
  • Die Drucke fallen jetzt auf die Rückseite in der Auslage, was Kratzer reduzieren soll 
  • Höhere Druckauflösung mit 1200×2400 DPI
  • “Black Enhancement Overcoating”-Technologie für eine höhere wahrnehmbare Schwarzdichte

Wir sind momentan immer noch dabei, die Vielzahl von bei uns verwendeten Medien auf den neuen Drucker einzumessen und Erfahrungen mit dem neuen Proofdrucker zu sammeln. Viele der „Vorteile“ sind bei uns nicht wirklich relevant, da wir ja ganz spezielle Anforderungen im Proofdruck haben. In Sachen Gamut, also dem erzielbaren Maximalfarbraum konnten wir leider keinen wirklichen Zugewinn feststellen. Nach unseren Messungen hat sich der Farbraum zwar gegenüber den bisherigen Proofdruckern marginal verändert, aber nicht wirklich vergrößert.

2,4-fache Druckgeschwindigkeit heißt nicht automatisch, daß der Proofdruck auch schneller wird … 🙂

Ein Beispiel: Der Drucker druckt ja zugegeben deutlich schneller als unsere anderen Drucker. Aber: Er braucht im Gegenzug wesentlich länger, das Proofpapier zum Trocknen an die Ventilatoren zu befördern, und auch die anschließende Messung des Medienkeiles dauert länger als auf den 7000er und 9000er Systemen. Bei einem DIN A4 Proof mit Medienkeil und Prüfprotokoll ist der 9500er bei einer Dauer von etwas über 8 Minuten gerade einmal 8 Sekunden schneller. Die höhere Druckgeschwindigkeit büßt er also an anderer Stelle nahezu vollständig wieder ein.

A4 Proofs werden also nicht die Domäne dieses Druckers werden, sondern wir werden eher versuchen, die größeren Formate auf dem 9500 zu proofen, bei denen der Geschwindigkeitsvorteil stärker zum tragen kommt. 

Das erinnert mich ein wenig an den Umstieg auf Fiery 7, das ja mit der FastRIP Technologie bis zu 5-mal schneller sein sollte als die Vorgänger-Version. De facto war und ist die FastRIP Technologie aber so fehlerbehaftet, daß wir sie nie einsetzen konnten, da gefühlt jeder 20ste Job damit falsch verarbeitet oder gar nicht verarbeitet werden konnte. Auf der anderen Seite wurde aber mit dem Versionsupgrade die gesamte Proofsoftware erheblich langsamer … für uns als Nicht-FastRIP-Nutzer blieb also im Schnitt nur ein langsameres System übrig.

Fazit:

So machen wir derzeit noch unsere Erfahrungen mit dem neuen Proofdrucker. Als erstes Fazit lässt sich sagen: Vieles ist besser, manches schlechter, manches einfach auch nur anders geworden. Daß der Drucker noch recht neu ist merken wir auch daran, daß permanent noch neue Medienaktualisierungen nachgeschoben werden. Wir haben auch auch schon einige gute Jobs über den Drucker laufen lassen, bei denen er uns nicht enttäuscht hat. Insofern sieht das erste Fazit doch leicht optimistisch aus. 

Crossmediales Corporate Design mit freieFarbe und Gamutmap: Gratis Webinar mit Peter Jäger (pro2media.ch)

Die InDesign User Group Stuttgart IDUG hatte bei ihrem letzten virtuellen Meeting mit Peter Jäger von pro2media aus der Schweiz ein freieFarbe-Mitglied zu einem Vortrag eingeladen, der über zeitgemäßes Corporate Design mit offenen Standards auf Basis der Tools wie dem freieFarbe e.V CIELAB HLC Farbatlas XL oder der davon abgeleiteten Weblösung gamutmap.de der Proof GmbH berichtet.

Das Webinar inklusive der anschließenden Fragen-und-Antworten ist hier gratis zugänglich.

Peter Jäger hat eine Variante ohne die Fragen und Antworten auf seinem com2publish.ch-Kanal veröffentlicht.

Proof GmbH 2020 erneut Fogra und Fogra „Spot cert“ zertifiziert

Proof.de Proof GmbH Fogra Zertifizierung 2020 nach Fogra Spot Cert für ISOCoatedV2, PSOCoatedV3, PSOUncoatedV3 und eciCMYK-v2

Auch in diesem Jahr haben wir wieder Proofs für die Fogra-Zertifizierung eingereicht. Wir weisen damit nach, dass wir nicht nur durch interne Qualitätskontrollen und Checks hervorragende Proofqualität liefern, sondern die Qualität unserer Proofs auch von externer Stelle bestätigt wird. Wir haben daher im siebten Jahr in Folge Prüfdrucke zertifizieren lassen.

Bereits 2019 haben wir uns auch für die Darstellung von Sonderfarben („Spot-cert“) zertifizieren lassen, 2020 haben wir als erstes Unternehmen überhaupt die Fogra-59 Zertifizierung hinzugefügt:

  • Wir wurden zum ersten Mal für den neuen Standard Fogra 59 eciCMYK-V2 zertifiziert
  • Wir haben erneut für alle vier Druckbedingungen auch eine Zertifizierung für PANTONE-Sonderfarben durchgeführt, die „Spot cert“. Dabei haben wir die Sonderfarben PANTONE 2270 C, PANTONE 151 C und PANTONE Cool Gray 6 C für die Proofstandards ISOCoatedV2, PSOCoatedV3 und eciCMYK-V2 und PANTONE 2270 U, PANTONE 151 U und PANTONE Cool Gray 6 U für den Standard PSOUncoatedV3 zertifiziert

Die Qualität unserer Drucke und unserer Sonderfarbwiedergabe der PANTONE Farben wurde uns von der Fogra für alle vier Proofstandards bestätigt.

Den vollständigen 14-seitigen Prüfbericht der Fogra können Sie hier herunterladen. 

Die neuen Zertifizierungen haben wir auf der aktuellen Softwarerevision Fiery XF 7.1.3 umgesetzt und auf den Papieren EFI Gravure Proof Paper 4245 Semimatt, EFI Proof Paper 8245OBA Semimatt und EFI Proof Paper 8175OBA Matt umgesetzt.

Fogra 56/57 für die Glanz- und Mattfolienkaschierung von PSOCoatedV3 Drucken erschienen

Vor wenigen Tagen hat die Fogra die Charakterisierungsdaten für die neuen Druckstandards Fogra56 und Fogra57 veröffentlicht und die ECI die jeweiligen ICC Profile auf der eci.org Website zum Download bereitgestellt.

FOGRA56 und FOGRA57 sind die Separations- und Druckstandards für die Matt- und Glanzfolienkaschierung von „PSO Coated v3“ / Fogra51-Drucken.

Offset Folienkaschierung mit matter oder glänzender OPP Folie eines Druckes nach Fogra51 PSO Coated V3
Offset Folienkaschierung mit matter OPP Folie eines Druckes nach Fogra51 PSO Coated V3 | shutterstock | zefart

Bei Proof.de wurden in Bezug auf die beiden Vorgängerstandards Fogra49 und Fogra50 für die Glanz- und Mattfolienkaschierung von ISOCoatedV2 / Fogra39 Drucken überwiegend nur der Standard für die Mattfolienkaschierung nachgefragt, da hier die stärkeren und schwierigeren Effekte in Bezug auf Farbänderungen durch den Kaschierungsprozess auftreten. Insbesondere im Bereich von farbkritischen Drucken wie z.B. bei Katalogen der Automobilindustrie werden teilweise umfangreiche Tests mit unterschiedlichen Foliemkaschierungen gefahren, um beispielsweise Unterschiede zwischen einer normalen Mattfolienkaschierung und einer kratzfesten matten OPP Kaschierung erkennen und ausgleichen zu können. Auch für Fogra56 und Fogra57 erwarten wir einen höheren Beratungs- und Proofbedarf für die matte Folienkaschierung.

Die European Colour Initiative ECI führt hierzu auf ihrer Website aus, daß die Unterschiede verschiedener Glanzfolien eher gering sind, während Mattfolien in sehr unterschiedlichen Opazitäten zur Verfügung stehen. Die in FOGRA56 als Referenz verwendete „durchschnittliche“ Mattfolie führt laut ECI im schwarzen Vollton zu einer Aufhellung um ∆L* = 6 und passt gut zur typischen Produktion. Bei klareren Folien sei die Aufhellung geringer, bei matteren Folien höher. Um eigene Folien einschätzen zu können empfiehlt die ECI eine Messung des schwarzen Volltons vor und nach Veredelung und zwar am gleichen Feld auf dem gleichen Bogen.

Die neuen Veredelungsprofile können Sie hier bei der ECI oder bei Proof.de herunterladen. Die passenden Charakterisierungsdaten finden Sie hier auf den Seiten der Fogra.

Fogra56 / PSO Coated V3 Matte Laminate

Das ECI-Offsetprofil PSO_Coated_v3_Matte_laminate.icc basiert auf der Charakterisierungsdatei FOGRA56.txtund gilt für die folgenden Druckbedingungen gemäß internationalem Standard ISO12647-2:2013:

  •  Akzidenzoffset, premium gestrichenes Papier (Premium coated), Tonwertzunahmekurve 2013-A, mit anschließender Mattfolienkaschierung (typische OPP Mattfolie 15 μm mit mittlerer Opazität ~70%, d. h. Aufhellung ΔL* = 6 auf schwarzem Vollton nach Veredelung), weiße Messunterlage.
  • Das Profil ist konsistent mit dem Profil PSOcoated_v3.icc und zeigt das dazu passende glanzveredelte Ergebnis.
  • Die Profilberechnung erfolgte mit dem Heidelberg ColorToolbox 2019 mit den folgenden Einstellungen: Schwarz-Länge 9 (Einsatzpunkt 10%), Schwarz-Breite 10, max. Flächendeckung 300%, max. Schwarz 96%

Fogra57 / PSO Coated V3 Glossy Laminate

Das ECI-Offsetprofil PSO_Coated_v3_Glossy_laminate.icc basiert auf der Charakterisierungsdatei FOGRA57.txtund gilt für die folgenden Druckbedingungen gemäß internationalem Standard ISO12647-2:2013: 

  • Akzidenzoffset, premium gestrichenes Papier (Premium coated), Tonwertzunahmekurve 2013-A, mit anschließender Glanzfolienkaschierung (typische OPP Glanzfolie 12–15 μm), 
  • weiße Messunterlage. 
  • Das Profil ist konsistent mit dem Profil PSOcoated_v3.icc und zeigt das dazu passende glanzveredelte Ergebnis. 
  • Die Profilberechnung erfolgte mit dem Heidelberg ColorToolbox 2019 mit den folgenden Einstellungen: Schwarz-Länge 9 (Einsatzpunkt 10%) , Schwarz-Breite 10, max. Flächendeckung 300%, max. Schwarz 96%

 

Proofs nach Fogra56 und Fogra57 für mattfolienkaschierte oder glanzfolienkaschierte Drucke nach Fogra51 können Sie ab sofort direkt im Proof-Shop auf shop.proof.de bestellen.

Farbprofil-Anforderungen von Onlinedruckereien im Überblick

Häufig wird bei Proof.de geprooft, und die Daten anschließend in einer Online-Druckerei wie flyeralarm oder wir-machen-druck.de gedruckt. Daher kann es hilfreich sein, wenn man vorab bereits das geforderte ICC Profil kennt, das die Online-Druckerei zur Erstellung der Druckdaten wünscht. Wir haben im folgenden eine Übersicht zahlreicher Online-Druckereien zusammengestellt und deren geforderte Druck- und Proofprofile aufgeführt. Über den Link in der ersten Spalte kommen Sie direkt auf die Seite der Online-Druckerei, auf der die Informationen zum gewünschten Farbprofil zu finden sind.

 

Onlinedruckerei

Farbprofile

Anmerkungen

cewe.de

Link zu den Farbprofilvorgaben

wird nicht berücksichtigt Erklärung: ICC-Profile sind von der Belichtungsmaschine abhängig. Bei einer Bestellung ist vorab nicht abzusehen, welche Maschine für den Auftrag zum Einsatz kommen wird.
diedruckerei.de / onlineprinters.de

Link zu den Farbprofilvorgaben

Gestrichen: PSO Coated v3
Ungestrichen: PSO Uncoated v3 FOGRA52
Andere Materialien: PSO Coated v3
dierotationsdrucker.de

Link zu den Farbprofilvorgaben

Gestrichen: PSO Coated v3 – FOGRA51
Ungestrichen: PSO Uncoated v3 – FOGRA52
Zeitungspapier: WAN IFRA-Newspapier 26v5
RGB-Daten werden automatisch von der Druckerei in den CMYK-Farbraum formatiert
dieumweltdruckerei.de

Link zu den Farbprofilvorgaben

Gestrichen: ISO Coated v2
Ungestrichen: PSO Uncoated ISO12647
druck.at

Link zu den Farbprofilvorgaben
– auf der Webseite
– in der PDF

Gestrichen: ISO Coated v2
Ungestrichen: PSO Uncoated ISO12647
(ISO Uncoated yellowish für Premium Munken)
ISO Coated v2 / Coated FOGRA39:
115g Kunstdruckpapier
130g Kunstdruckpapier
135g Kunstdruckpapier
170g Kunstdruckkarton
250g Kunstdruckkarton
350g Kunstdruckkarton
Affichen
Postkartenkarton Vorderseite
Haftnotizen: Umschläge und EinbändePSO Uncoated ISO12647:
Postkartenkarton Rückseite
90g Volumenpapier
225g Volumenkarton
300g Volumenkarton
90g Recyclingpapier
190g Recyclingkarton
300g Recyclingkarton
Haftnotizen: Blöcke
Premium Laid
Premium Feel
Premium Leinen
Premium FeltISO Uncoated yellowish:
Premium Munkenalle weiteren Materialien: ISO Coated v2
druckbombe.de

Link zu den Farbprofilvorgaben

Print-Produkte: ISO Coated v2 300%
Werbetechnik/ Digitaldruck: Europe ISO Coated FOGRA27
RGB-Daten werden automatisch nach CMYK umgewandelt
druckdiscount24.de

Link zu den Farbprofilvorgaben

(ISO Coated v2)
(ISO Uncoated)
Es wird kein bestimmtes Profil empfohlen.
„Binden Sie ICC- und Farbprofile nur in Ihre PDF ein, wenn Sie damit Erfahrung haben. […] Haben Sie keine Erfahrung mit ICC- und Farbprofilen, binden Sie diese auch nicht ein. Es können sonst unerwünschte Farben und Druckqualitäten entstehen.“
druckhelden.de

Link zu den Farbprofilvorgaben

siehe Anmerkungen „Betten Sie in Ihre Dateien bitte möglichst keine ICC-Profile ein.“
druckterminal.de

Link zu den Farbprofilvorgaben

 

 

 

Fogra39 (ISO Coated V2 ECI), in Anleitung zu PDF-Export aus verschiedenen Programmen wird Coated Fogra39 verwendet RGB-Bilder mit definiertem Farbraum (z.B. Adobe-RGB) werden in unserer Druckvorstufe korrekt umgerechnet.
RGB-Bilder ohne definiertem Farbraum behandeln wir nach SRGB(PC).
Mitgelieferte ICC-Output-Profile an Ihren CMYK-Daten werden standardmäßig verworfen und mit dem Fogra39-Profil ersetzt. (mehr …)

PANTONE führt Metallics und Premium Metallics Fächer zusammen

Bild: PANTONE.com

PANTONE hat seine beiden Metallics Fächer „PANTONE Metallics Coated“ und „PANTONE Premium Metallics Coated“ zu einem Fächer zusammengefasst und ergänzt. Zum einen kommt eine neue metallischen Basisfarbe, die „PANTONE Rose Gold 10412 C“ dazu, die das bisherige „Premium“ Basis-Silber „PANTONE Silver 10077 C“ ergänzt und um 54 neue Metallics Farbtöne ergänzt. Zum anderen werden die beiden bisherigen Fächer jetzt nach Metallics Basisfarben getrennt, der Fächer in zwei Bereiche aufgeteilt: In einen Metallics Bereich für „Verpackungen“ und in einen für die klassische „Werbegrafik“.

Die 354 hochglänzenden, haltbaren metallische Verpackungsfarben beruhen auf den zwei Premium Metallics Basisfarben PANTONE Silver 10077 C und PANTONE Rose Gold 10412 C und bilden den vorderen Teil des Fächers. Fächerseiten mit den 54 neuen Farben sind jetzt mit einem schwarzen Quadrat an der oberen Paginierung markiert, um die neuen Farben schneller erkennen zu können, eine gute Idee, wie ich finde. Die 301 metallischen Spotfarben für Werbegrafik basieren auf den sieben klassischen, „alten“ PANTONE Gold- und Silbertönen mit PANTONE 871 C bis PANTONE 877 C und bilden den hinteren Teil des Fächers.

Werbegrafik PANTONE Metallics (bislang als „Metallics“ bezeichnet)

Metallische Farben für Nicht-Verpackungsprojekte Marketing- und Verkaufsmaterialien, Verlagswesen und Literatur. Die Farben basieren auf den sieben klassischen PANTONE Gold- und Silbertönen 871 bis 877 C.

Verpackungsdruck PANTONE Metallics (bislang als „Premium Metallics“ bezeichnet)

Verpackungsmetallicfarben für den Verpackungsdruch. Diese ehemals „Premium Metallics“ Farben werden mit den Grundfarben Pantone Silber 10077 und Pantone Roségold 10412 erstellt. Diese speziellen Druckfarben sind mit Pigmenten hergestellt, die sich besser mit wasserbasierten und UV-Lacken verarbeiten lassen. Durch den Lack werden die Farben versiegelt, dies schützt die Farben und bietet damit den Schutz, der im Verpackungsbereich oftmals erforderlich ist. Laut PANTONE bieten die neuen Farben:

  • Bessere Druckergebnisse
  • Größere Brillanz
  • Höherer Glanz
  • Mehr Haltbarkeit
  • Langfristig weniger Leafing und Anlaufen der Farben

Die zur Herstellung dieser Farben verwendeten Druckfarben (wenn ich es recht in Erinnerung habe von Sun Chemical) sind laut PANTONE etwas teurer, aber sind eben auch für eine breite Palette von Dispersions- und UV-Lacken geeignet.

PANTONE und EFI? Fehlanzeige.

Nachdem wir in den letzten Tagen die neuen PANTONE Farben über ein schwieriges Update von Fiery XF in unser Proofsystem implementieren konnten fiel uns auf, dass die neuen Metallics Farben nach wie vor fehlten.

Aktuell werden die PANTONE Metallics Farben für den Verpackungsdruck noch nicht von Fiery XF unterstützt, eine Unterstützung ist derzeit auch nicht geplant, so die Auskunft des Fiery Supports. Für uns eine unverständliche Entscheidung. Zugegeben, metallische Farben sind im Proof ohnehin nicht darstellbar, da ja nur die Farbe, aber nicht der metallische Glanz wiedergegeben werden kann. Für uns als Dienstleister bedeutet diese Entscheidung von EFI aber, daß wir – wenn Kunden Proofs mit Premium Metallics Farben bestellen – diese manuell mit LAB Werten im Job anlegen müssen, da unsere Proofsoftware nicht alle aktuellen PANTONE Farben erkennen, sondern als unbekannte Sonderfarbe markieren und den Proof verweigern wird.

Nachdem die aktuellen PANTONE V4 Farbpaletten ja nur mit erheblichen Aufwand durch die Anwender in die Adobe Produktpaletten integriert werden können ist mir nicht ganz klar, ob das Fehlen der Farben in Fiery auf eine profitgetrieben-ignorante PANTONE Lizenzpolitik oder auf eine geizig-ignorante EFI Produktpolitik zurückzuführen ist. Fakt ist aber:

Wir von proof.de werden den Service bieten und auch diese Farben für den Proof anbieten. Das sind wir unseren Kunden schuldig.

 

Barcodeprüfung: Neu in der ISO 15416:2016

In der „ISO/IEC 15416:2016 – Informationstechnik – Verfahren der automatischen Identifikation und Datenerfassung – Testspezifikationen für Strichcodedruckqualität – Lineare Symbole“ sind die aktuellen Kriterien für die Prüfung von Barcodes festgeschrieben. Die ISO 15416:2016 löst die ISO 15416:2000 ab und definiert für einige Bereich veränderte Berechnungen der Barcodequalität. Bei der Barcodeprüfung durch die Proof GmbH werden Strichcodes nach den aktuellen Kriterien der ISO 15416:2016 geprüft.

Die wichtigsten Änderungen der ISO 15416:2016 im Überblick:

  • Proof.de: Neue Kriterien für die Barcode Prüfung nach ISO/IEC 15416:2016Vier der sieben Barcode-Parameter – Symbolkontrast, Modulation, Defekte und Dekodierbarkeit – wurden bislang nach ganzen Zahlen abgestuft, die Bewertung konnte also 0, 1, 2, 3 oder 4 sein. Mit der Verabschiedung der Norm ISO/IEC 15416:2016 werden die Bewertungen nun auf eine Dezimalstelle abgestuft. Unter der alten Norm gab es also lediglich fünf mögliche Parameterabstufungen (0/1/2/3/4), jetzt sind es einundvierzig (0,0/0,1/0,2 etc. bis 4,0). 
  • Dadurch verändert sich auch die Bewertung mit Buchstaben. Da diese noch ungenauer ist, als die Bewertung durch Zahlen entfällt sie in der neuen Norm, wobei die gewohnte Buchstabennoten informativ noch beigestellt werden kann. Der nominative Standard muss aber als Dezimalzahl angegeben werden.
  • Defekte werden nun methodisch anders berechnet. Ein Defekt ist ein heller Fleck auf einem dunklen Balken oder ein dunkler Fleck auf einer hellen Fläche. Wenn ein Defekt sich am Rand eines Balkens oder einer Lücke befand, führte in der alten Norm zu einer schlechteren Bewertung als der gleiche Defekt, der weiter vom Rand entfernt war. Die Berechnungen der neuen Norm ISO/IEC 15416:2016 beschreiben die Auswirkungen auf die Lesbarkeit des Strichcodes viel genauer.

Die neuen Berechnungsmethoden führen in einigen Fällen im Vergleich zu der in ISO 15416:2000 beschriebenen Methode zu einer höheren gemittelten Punktzahl für den Barcode.

Wir haben zudem noch ein Update unserer REA TransWin 32 Auswertungssoftware auf die aktuellste Version durchgeführt, und auch unser Strichcodeprüfgerät mit einem Firmwareupdate versehen.

Barcodeprüfung für EAN13 und EAN8 Codes in unserem Proof Shop bestellen

 

Proof Shop Anpassung auf 16% Mehrwertsteuer umgesetzt

Auf shop.proof.de haben wir heute um 0.05 Uhr erfolgreich die MwSt. auf den neuen, bis Ende Dezember 2020 gültigen vergünstigten Mehrwertsteuersatz umgestellt. Damit werden alle Proofs brutto um 3% günstiger als bisher, da wir ja netto kalkulieren und daher die Senkung direkt an unsere Kunden weitergeben.

Bislang ist nach unseren ersten Tests die Umstellung gut erfolgt. Sollten Sie wider Erwarten an einer Stelle noch Umstimmigkeiten feststellen, dann teilen Sie uns das bitte mit, damit wir das korrigieren können.

eciCMYK_v2 / Fogra 59 für den Proof verfügbar

Der neue CMYK Austauschfarbraum eciCMYK v2 (FOGRA59) ist der Nachfolger von eciCMYK (FOGRA53) aus dem Jahr 2017. Das neue „V2“-Profil beruht auf der überarbeiteten Charakterisierungsdatei FOGRA59. Bei gleichem Farbraum bietet das neue Profil eine wesentlich veränderte und bessere Grauachse, die jetzt gewohnte Cyan-, Magenta- und Gelbanteile aus klassischen Druckverfahren enthält. Damit bietet eciCMYK v2 neben eines großen Farbraumes und der Proofbarkeit einen weiteren Vorteil. Praxistests mit diversen digitalen Drucksystemen haben ergeben, dass neben der Konvertierung von „ISO Coated v2“- nach „PSO Coated v3“-Daten auch das Zuweisen des neuen CMYK-Austauschfarbraumprofils eine verbesserte Ausgabe auf Digitaldrucksystemen mit größerem Farbraum ermöglicht: Das Druckbild erscheint kontrastreicher, mit leuchtenderen Farben. Das icc-Profil „eciCMYK_v2.icc“ kann ab sofort bei der ECI im Bereich Downloads heruntergeladen werden.

Proofs im eciCMYK_v2-Farbraum sind ab sofort im shop bei Proof.de bestellbar.

Device Link PDF Farbkonvertierungen für Anzeigen

Seit kurzem bieten wir Ihnen DeviceLink Farb-Konvertierungen über DeviceLinks aus dem Hause ColorLogic aus zahlreichen RGB und CMYK Standards in andere CMYK Standards aus Offsetdruck und Tiefdruck an.

Devicelink PDF Farbkonvertierung

Optimierte Farbumwandlung zwischen unterschiedlichen Druckstandards

Die Farbkonvertierungsprofile erhalten den Separationsaufbau, beschränken den Gesamtfarbauftrag für den gewählten Druckstandard und erhalten die Reinheit der Primär- und Sekundärfarben. Sie sorgen für weiche Übergänge in Verläufen und ermöglichen ein korrektes Umsetzen von PDF- und PDF/X-Daten. Durch die separationserhaltende Umrechnung wird gewährleistet, dass reine Grautöne nicht vierfarbig aufgebaut werden und dass Duplex-Töne (Schwarz+Primärfarbe) sowie Triplex-Töne (Schwarz+Sekundärfarbe) rein bleiben und trotzdem farbmetrisch bestmöglich farbtransformiert werden. Zudem wird die Farbanmutung des Quellfarbraumes optimal im Zielfarbraum erhalten, indem sowohl die Papierfärbung als auch der Tonwertzuwachs berücksichtigt wird.

Beschränkung des Gesamtfarbauftrages (TAC)

Für aktuelle Druckstandards von ISO, Fogra, ECI, Ifra, Gravure (PSR), Gracol, Swop, SNAP sorgen diese Profile für eine gezielte Begrenzug des maximalen Farbauftrages ohne dabei komplett neu zu separieren. Somit werden Ableger-Probleme sicher verhindert und das Trockungsverhalten verbessert. Diese Profile bieten sich dann an, wenn die Daten generell schon im gewünschten Druckfarbraum sind, aber einzelne Bilder oder Objekte einen zu hohen Farbauftrag aufweisen.

Sie können die Devicelink PDF Farbkonvertierungen für Anzeigen hier bestellen

(mehr …)

Proof.de Support Chat Software aktualisiert

Wir haben heute unsere Chat-Software Livezilla Pro aktualisiert, um Ihnen im Chat noch mehr Komfort und Geschwindigkeit zu bieten. Treten Sie via Chat doch einfach direkt mit uns in Verbindung … viele Kleinigkeiten oder kleine Rückfragen lassen sich so schnell und komfortabel regeln.

Neben Sicherheitsaktualisierungen und Performance-Verbesserungen sollten die Chats jetzt in jeder möglichen Browser- und PC-Kombination noch zuverlässiger sein. Upload und Download von Dateien wie Screenshots im Chatverlauf sollten ebenfalls verbessert sein.

Noch ein Wort zum Datenschutz: Wir verwenden keine vermeintlich kostenlose Chatlösung mit Firmensitz in Las Vegas, für uns ist der Schutz Ihrer Daten und Ihre Anonymität im Chat wichtig:

  • Wir verwenden die Chat Software der LiveZilla GmbH aus dem schönen Singen in Baden-Württemberg,
  • anonymisieren bzw. maskieren automatisch die letzten 6 Stellen Ihrer IP Adresse,
  • hosten die Chatsoftware auf unserem eigenen Server und
  • haben den Chat mit Ihnen selbstverständlich SSL-verschlüsselt.
  • Sämtliche Daten werden rein über unseren Server übertragen,
  • es gibt keinen Zugriff durch Dritte und
  • Livezilla funktioniert ohne Cookies.

Wundern sie sich daher bitte nicht, wenn Sie bereits eine Bestellung im Warenkorb liegen haben, und dann einen Chat mit uns starten, dass wir weder sehen, wer Sie sind, noch was Sie bei uns bestellen möchten. Wir chatten immer nur mit „Gast 0288“ oder „Gast 6452″… erst wenn Sie uns Ihre Bestellnummer oder Ihren Namen verraten, werden Sie für uns im Chat als Person oder Firma „erkennbar“.

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