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Kugelkopfmessgeräte und Specular Component erklärt

Unterschiedliche Oberflächen können sowohl die Farbe als auch das Aussehen von Objekten beeinflussen. Ein buntes und glänzendes Objekt erscheint für das Auge meist gesättigter, während ein ähnliches Objekt mit matter, diffuser Oberfläche stumpfer erscheint.

Wenn Sie aus demselben schwarzen Plastik eine glänzende, eine halbmatte und eine matte Oberfläche formen, dann erscheint die glänzende Oberfläche oft am schwärzesten, während die sehr matte Oberfläche deutlich heller erscheint. Der gleiche Effekt lässt sich auch bei der Folienkaschierung von Drucken nachvollziehen: ein glänzend kaschiertes Dunkelblau oder Schwarz wirkt gesättigter und dunkler, ein matt kaschiertes Schwarz wird aufgrund der diffusen Lichtbrechung heller und grauer für das menschliche Auge.

Der Mensch nimmt die Farbe von Objekten durch das Licht wahr, das von diesen Objekten reflektiert wird, und unterschiedliche Oberflächen reflektieren das Licht unterschiedlich. Generell unterscheidet man daher zwei Arten, wie Licht von einem Objekt reflektiert wird: Die spiegelnde und die diffuse Reflexion.

Spiegelnde und diffuse Licht Reflexion von matten und glänzenden Objekten

Spiegelnde Reflexion

Spiegelnde Reflexion ist dann, wenn das Licht in einem gleichen, aber entgegengesetzten Winkel von der Lichtquelle reflektiert wird. Vereinfacht gesagt kann man sich das wie bei einem Ball vorstellen, der von einem glatten Boden abprallt und im gleichen Winkel zurückspringt. Diese Reflexion tritt hauptsächlich an Objekten mit glänzenden, glatten Oberflächen auf.

Diffuse Reflexion

Wird das reflektierte Licht dagegen in zahlreiche unterschiedliche Richtungen gestreut, spricht man von diffuser Reflexion. Diese Reflexion tritt bei Objekten mit matter und unregelmäßiger Oberfläche auf. Ein Ball würde von einer solchen Oberfläche – beispielsweise ein unregelmäßiger Boden aus zahlreichen  verschieden großen Pyramiden –  mal in dem einen, mal in einem gänzlich anderen Winkel abspringen.

Kugelkopfmessgeräte mit Ulbricht-Kugel

Wenn man heute Farbe und Glanz in weltweiten Lieferketten und auf unterschiedlichen Oberflächen bewerten soll, wird das oft mit Kugelkopf-Spektralphotometern wie dem KonicaMinolta CM-26d durchgeführt, mit dem wir bei der Proof GmbH auch den semimatten und den matten freieFarbe CIELAB HLC Colour Alas XL eingemessen haben. Mit der d:8 Kugelkopf-Geometrie und dem integrierten 60°-Glanzsensor, der sowohl den Messmodus SCI – „Specular Component Included“ als auch SCE – „Specular Component Excluded“ beherrscht, kann dieses Messgerät Farbe und Glanz innerhalb von weniger als einer Sekunde messen, ohne dass ein zusätzliches Messgerät für den Glanz verwendet und jeweils immer neu aufgesetzt und ausgerichtet werden müsste.

Proof.de: KonicaMinolta CM26d Kugelkopf Spektralmessgeraet mit SCI und SCE Messung: Messung des freieFarbe CIELAB HLC Colour Atlas XL

 

Proof.de: KonicaMinolta CM26d Kugelkopf Spektralmessgeraet mit SCI und SCE Messung: Displayanzeige

 

Proof.de: KonicaMinolta CM26d Kugelkopf Spektralmessgeraet mit SCI und SCE Messung: Beim CK-26d kann durch eine zurückschiebbare Klappe direkt in die Ulbricht-Kugel gesehen werden, und so der Messausschnitt durch die Kugel noch einmal visuell kontrolliert werden.
Beim KonicaMinolta CM-26d kann durch eine zurückschiebbare Klappe direkt in die Ulbricht-Kugel gesehen werden, und so der Messausschnitt durch die Kugel noch einmal visuell kontrolliert und nachjustiert werden.

Bei Ulbricht-Kugel Messgeräten werden die zu messenden Oberflächen meist in allen Winkeln beleuchtet und in einem Winkel von 8 Grad von der senkrechten Achse entfernt gemessen. Diese Messbedingung bezeichnet man als d/8 oder d:8.  Die meisten der Ulbricht-Kugel-Messgeräte wie das CM-26d können wie vorher beschrieben mit oder ohne Glanzkomponente messen.
Die in der Druckindustrie verwendeten 45/0-Modelle wie das X-Rite i1 Pro2 messen dagegen immer ohne die spiegelnde Reflexion. Die Reflexion der Probenoberfläche wird daher von den optischen Geometrien d:8 mit Glanzkomponente – SCI – , d:8 ohne Glanzkomponente – SCE – und 45/0 jeweils unterschiedlich wahrgenommen.

Specular Component Kugelkopf Messung SCI / SPIN und SCE / SPEX erklärt

SCI Messmodus

Um die wahre Farbe eines Objekts ohne den Einfluss der Oberflächenbeschaffenheit zu messen, wird der Messmodus „Specular Component Included“ (SCI) oder deutsch: „Glanzkomponente eingeschlossen“ verwendet. Der SCI-Modus umfasst sowohl das spiegelnde als auch das diffus reflektierte Licht und ist ideal für die Qualitätskontrolle und Überwachung der Farbqualität.

  • Beleuchtet die Probe gleichmäßig von allen Seiten.
  • Berücksichtigt die gesamte Oberflächenreflexion.
  • Hat eine gute Wiederholbarkeit und ist unempfindlich gegenüber Schwankungen oder Artefakten der Oberfläche
  • Nimmt keine Glanzunterschiede der Probe wahr und simuliert daher nicht die visuelle Beurteilung.

SCE Messmodus

Der Messmodus „Specular Component Excluded“ (SCE) oder deutsch: „Glanzkomponente ausgeschlossen“, der das spiegelnd reflektierte Licht ausschließt, wird dagegen zur Bewertung der Farbe eines Objekts verwendet, die mit der visuellen Wahrnehmung des menschlichen Auges übereinstimmen soll. Im SCE-Modus wird eine glänzende Oberfläche typischerweise dunkler gemessen als eine matte Oberfläche der gleichen Farbe; ähnlich wie das menschliche Auge es sieht. Dieser Modus wird typischerweise bei Qualitätskontrollprüfungen verwendet, um sicherzustellen, dass die Farbe durch visuelle Inspektion mit den Farbstandards übereinstimmt.

  • Beleuchtet die Probe von allen Seiten gleichmäßig, jedoch nicht im Reflexionswinkel der Messung
  • Schließt spiegelnde Oberflächenreflexion aus, wenn auch meist nicht vollständig
  • Beinhaltet diffuse Oberflächenreflexion.
  • Ist etwas empfindlich auf Oberflächenvariabilität und Unebenheiten.
  • Misst die Farbe einer Oberfläche ähnlich, wie das menschliche Auge sie sieht.

 

Proof.de Paketaufkleber: Jetzt Papier statt Plastik

Für unsere braunen Versandhülsen haben wir einen umweltfreundlicheren Paket-Aufkleber gefunden: Anstelle eines klassischen PVC Aufklebers können wir nun mit einem im Offsetdruck hergestellten Papieraufkleber der Umwelt ein wenig Plastik ersparen, ohne dass Qualität und Optik darunter leiden. Zugegeben, vielleicht kein großer Schritt. Aber auch jeder kleine Beitrag hilft ja, unserer Umwelt ein wenig Belastung zu ersparen.

Proof.de: Umweltfreundlichere Versandaufkleber aus Papier statt Plastik

 

Schon immer proofen wird ja mit Strom aus 100% Wasserkraft, drucken Rechnungen und Briefe energiesparend im Inkjetdruck und haben unsere IT auf immer stromsparendere Rechner, Server und NAS-Geräte umgestellt.

Außerdem nehmen wir seit zwei Jahren im Rahmen des Verpackungsgesetzes über unseren Partner Veolia daran teil, eine möglichst geringe Auswirkung von Verpackungsabfällen auf die Umwelt in Deutschland zu verursachen.

Unser jährlicher Entsorgungsbeitrag dient der Umsetzung der Richtlinie 94/62/EG über Verpackungen und Verpackungsabfälle. Das Ziel ist, die Recyclingquoten in Deutschland weiter zu erhöhen.

Neu bei Proof.de: Der EPSON SureColor SC-P9500 Spectro

Warum auch immer: Der Dezember ist bei uns traditionell der Monat, in dem wir die wichtigsten Neuanschaffungen tätigen. Um nicht mit dieser Tradition zu brechen, ist in diesem Jahr die neue Proofdruckergeneration von EPSON bei uns eingezogen: Der SureColor SC-P9500 Spectroproofer. Das Auspacken muss traditionell vor der Türe absolviert werden, auf der über zwei Meter langen Palette würden wir den Drucker nicht ins Büro bekommen, wenn er mal auf Rollen steht, dann klappt das prima.  

Der neue SureColor P9500 ergänzt unsere Reihe an SureColor 7000er und 9000er Proofdruckern und bringt uns vor allem hoffentlich ein weiteres Plus an Geschwindigkeit gerade für größere Aufträge. Durch einen neuentwickelten und jetzt vollbestückten Druckkopf mit 12 Tinten mit jeweils bis zu 800 Düsen soll er bis zu 2,4-fach schneller drucken als unsere anderen Proofdrucker, was gerade bei großen Proofvolumina vorteilhaft ist.

Die wichtigsten Neuerungen des EPSON SureColor 9500 im Überblick

  • Hohe Produktivität dank höherer Produktionsgeschwindigkeit
  • Zuverlässigkeit dank besserer automatischer Düsenprüfung und Staubschutz
  • LCD-Anzeige mit 4,3 Zoll (10,9 cm)-Touchpanel
  • Gleichzeitige Nutzung von Glanzschwarz und Mattschwarz, kein Tintenwechsel mehr notwendig
  • Beleuchtung an der Papierzufuhr für eine bessere Sicht des Druckvorgangs
  • Die Drucke fallen jetzt auf die Rückseite in der Auslage, was Kratzer reduzieren soll 
  • Höhere Druckauflösung mit 1200×2400 DPI
  • “Black Enhancement Overcoating”-Technologie für eine höhere wahrnehmbare Schwarzdichte

Wir sind momentan immer noch dabei, die Vielzahl von bei uns verwendeten Medien auf den neuen Drucker einzumessen und Erfahrungen mit dem neuen Proofdrucker zu sammeln. Viele der „Vorteile“ sind bei uns nicht wirklich relevant, da wir ja ganz spezielle Anforderungen im Proofdruck haben. In Sachen Gamut, also dem erzielbaren Maximalfarbraum konnten wir leider keinen wirklichen Zugewinn feststellen. Nach unseren Messungen hat sich der Farbraum zwar gegenüber den bisherigen Proofdruckern marginal verändert, aber nicht wirklich vergrößert.

2,4-fache Druckgeschwindigkeit heißt nicht automatisch, daß der Proofdruck auch schneller wird … 🙂

Ein Beispiel: Der Drucker druckt ja zugegeben deutlich schneller als unsere anderen Drucker. Aber: Er braucht im Gegenzug wesentlich länger, das Proofpapier zum Trocknen an die Ventilatoren zu befördern, und auch die anschließende Messung des Medienkeiles dauert länger als auf den 7000er und 9000er Systemen. Bei einem DIN A4 Proof mit Medienkeil und Prüfprotokoll ist der 9500er bei einer Dauer von etwas über 8 Minuten gerade einmal 8 Sekunden schneller. Die höhere Druckgeschwindigkeit büßt er also an anderer Stelle nahezu vollständig wieder ein.

A4 Proofs werden also nicht die Domäne dieses Druckers werden, sondern wir werden eher versuchen, die größeren Formate auf dem 9500 zu proofen, bei denen der Geschwindigkeitsvorteil stärker zum tragen kommt. 

Das erinnert mich ein wenig an den Umstieg auf Fiery 7, das ja mit der FastRIP Technologie bis zu 5-mal schneller sein sollte als die Vorgänger-Version. De facto war und ist die FastRIP Technologie aber so fehlerbehaftet, daß wir sie nie einsetzen konnten, da gefühlt jeder 20ste Job damit falsch verarbeitet oder gar nicht verarbeitet werden konnte. Auf der anderen Seite wurde aber mit dem Versionsupgrade die gesamte Proofsoftware erheblich langsamer … für uns als Nicht-FastRIP-Nutzer blieb also im Schnitt nur ein langsameres System übrig.

Fazit:

So machen wir derzeit noch unsere Erfahrungen mit dem neuen Proofdrucker. Als erstes Fazit lässt sich sagen: Vieles ist besser, manches schlechter, manches einfach auch nur anders geworden. Daß der Drucker noch recht neu ist merken wir auch daran, daß permanent noch neue Medienaktualisierungen nachgeschoben werden. Wir haben auch auch schon einige gute Jobs über den Drucker laufen lassen, bei denen er uns nicht enttäuscht hat. Insofern sieht das erste Fazit doch leicht optimistisch aus. 

Proof GmbH 2020 erneut Fogra und Fogra „Spot cert“ zertifiziert

Proof.de Proof GmbH Fogra Zertifizierung 2020 nach Fogra Spot Cert für ISOCoatedV2, PSOCoatedV3, PSOUncoatedV3 und eciCMYK-v2

Auch in diesem Jahr haben wir wieder Proofs für die Fogra-Zertifizierung eingereicht. Wir weisen damit nach, dass wir nicht nur durch interne Qualitätskontrollen und Checks hervorragende Proofqualität liefern, sondern die Qualität unserer Proofs auch von externer Stelle bestätigt wird. Wir haben daher im siebten Jahr in Folge Prüfdrucke zertifizieren lassen.

Bereits 2019 haben wir uns auch für die Darstellung von Sonderfarben ("Spot-cert") zertifizieren lassen, 2020 haben wir als erstes Unternehmen überhaupt die Fogra-59 Zertifizierung hinzugefügt:

  • Wir wurden zum ersten Mal für den neuen Standard Fogra 59 eciCMYK-V2 zertifiziert
  • Wir haben erneut für alle vier Druckbedingungen auch eine Zertifizierung für PANTONE-Sonderfarben durchgeführt, die "Spot cert". Dabei haben wir die Sonderfarben PANTONE 2270 C, PANTONE 151 C und PANTONE Cool Gray 6 C für die Proofstandards ISOCoatedV2, PSOCoatedV3 und eciCMYK-V2 und PANTONE 2270 U, PANTONE 151 U und PANTONE Cool Gray 6 U für den Standard PSOUncoatedV3 zertifiziert

Die Qualität unserer Drucke und unserer Sonderfarbwiedergabe der PANTONE Farben wurde uns von der Fogra für alle vier Proofstandards bestätigt.

Den vollständigen 14-seitigen Prüfbericht der Fogra können Sie hier herunterladen. 

Die neuen Zertifizierungen haben wir auf der aktuellen Softwarerevision Fiery XF 7.1.3 umgesetzt und auf den Papieren EFI Gravure Proof Paper 4245 Semimatt, EFI Proof Paper 8245OBA Semimatt und EFI Proof Paper 8175OBA Matt umgesetzt.

Farbprofil-Anforderungen von Onlinedruckereien im Überblick

Häufig wird bei Proof.de geprooft, und die Daten anschließend in einer Online-Druckerei wie flyeralarm oder wir-machen-druck.de gedruckt. Daher kann es hilfreich sein, wenn man vorab bereits das geforderte ICC Profil kennt, das die Online-Druckerei zur Erstellung der Druckdaten wünscht. Wir haben im folgenden eine Übersicht zahlreicher Online-Druckereien zusammengestellt und deren geforderte Druck- und Proofprofile aufgeführt. Über den Link in der ersten Spalte kommen Sie direkt auf die Seite der Online-Druckerei, auf der die Informationen zum gewünschten Farbprofil zu finden sind.  

Onlinedruckerei

Farbprofile

Anmerkungen

cewe.de Link zu den Farbprofilvorgaben wird nicht berücksichtigt Erklärung: ICC-Profile sind von der Belichtungsmaschine abhängig. Bei einer Bestellung ist vorab nicht abzusehen, welche Maschine für den Auftrag zum Einsatz kommen wird.
diedruckerei.de / onlineprinters.de Link zu den Farbprofilvorgaben Gestrichen: PSO Coated v3 Ungestrichen: PSO Uncoated v3 FOGRA52 Andere Materialien: PSO Coated v3
dierotationsdrucker.de Link zu den Farbprofilvorgaben Gestrichen: PSO Coated v3 – FOGRA51 Ungestrichen: PSO Uncoated v3 – FOGRA52 Zeitungspapier: WAN IFRA-Newspapier 26v5 RGB-Daten werden automatisch von der Druckerei in den CMYK-Farbraum formatiert
dieumweltdruckerei.de Link zu den Farbprofilvorgaben Gestrichen: ISO Coated v2 Ungestrichen: PSO Uncoated ISO12647
druck.at Link zu den Farbprofilvorgaben - auf der Webseite - in der PDF Gestrichen: ISO Coated v2 Ungestrichen: PSO Uncoated ISO12647 (ISO Uncoated yellowish für Premium Munken) ISO Coated v2 / Coated FOGRA39: 115g Kunstdruckpapier 130g Kunstdruckpapier 135g Kunstdruckpapier 170g Kunstdruckkarton 250g Kunstdruckkarton 350g Kunstdruckkarton Affichen Postkartenkarton Vorderseite Haftnotizen: Umschläge und EinbändePSO Uncoated ISO12647: Postkartenkarton Rückseite 90g Volumenpapier 225g Volumenkarton 300g Volumenkarton 90g Recyclingpapier 190g Recyclingkarton 300g Recyclingkarton Haftnotizen: Blöcke Premium Laid Premium Feel Premium Leinen Premium FeltISO Uncoated yellowish: Premium Munkenalle weiteren Materialien: ISO Coated v2
druckbombe.de Link zu den Farbprofilvorgaben Print-Produkte: ISO Coated v2 300% Werbetechnik/ Digitaldruck: Europe ISO Coated FOGRA27 RGB-Daten werden automatisch nach CMYK umgewandelt
druckdiscount24.de Link zu den Farbprofilvorgaben (ISO Coated v2) (ISO Uncoated) Es wird kein bestimmtes Profil empfohlen. „Binden Sie ICC- und Farbprofile nur in Ihre PDF ein, wenn Sie damit Erfahrung haben. […] Haben Sie keine Erfahrung mit ICC- und Farbprofilen, binden Sie diese auch nicht ein. Es können sonst unerwünschte Farben und Druckqualitäten entstehen.“
druckhelden.de Link zu den Farbprofilvorgaben siehe Anmerkungen „Betten Sie in Ihre Dateien bitte möglichst keine ICC-Profile ein.“
druckterminal.de Link zu den Farbprofilvorgaben       Fogra39 (ISO Coated V2 ECI), in Anleitung zu PDF-Export aus verschiedenen Programmen wird Coated Fogra39 verwendet RGB-Bilder mit definiertem Farbraum (z.B. Adobe-RGB) werden in unserer Druckvorstufe korrekt umgerechnet. RGB-Bilder ohne definiertem Farbraum behandeln wir nach SRGB(PC). Mitgelieferte ICC-Output-Profile an Ihren CMYK-Daten werden standardmäßig verworfen und mit dem Fogra39-Profil ersetzt. (mehr …)

PANTONE führt Metallics und Premium Metallics Fächer zusammen

Bild: PANTONE.com
PANTONE hat seine beiden Metallics Fächer "PANTONE Metallics Coated" und "PANTONE Premium Metallics Coated" zu einem Fächer zusammengefasst und ergänzt. Zum einen kommt eine neue metallischen Basisfarbe, die "PANTONE Rose Gold 10412 C" dazu, die das bisherige "Premium" Basis-Silber "PANTONE Silver 10077 C" ergänzt und um 54 neue Metallics Farbtöne ergänzt. Zum anderen werden die beiden bisherigen Fächer jetzt nach Metallics Basisfarben getrennt, der Fächer in zwei Bereiche aufgeteilt: In einen Metallics Bereich für "Verpackungen" und in einen für die klassische "Werbegrafik". Die 354 hochglänzenden, haltbaren metallische Verpackungsfarben beruhen auf den zwei Premium Metallics Basisfarben PANTONE Silver 10077 C und PANTONE Rose Gold 10412 C und bilden den vorderen Teil des Fächers. Fächerseiten mit den 54 neuen Farben sind jetzt mit einem schwarzen Quadrat an der oberen Paginierung markiert, um die neuen Farben schneller erkennen zu können, eine gute Idee, wie ich finde. Die 301 metallischen Spotfarben für Werbegrafik basieren auf den sieben klassischen, "alten" PANTONE Gold- und Silbertönen mit PANTONE 871 C bis PANTONE 877 C und bilden den hinteren Teil des Fächers.

Werbegrafik PANTONE Metallics (bislang als "Metallics" bezeichnet)

Metallische Farben für Nicht-Verpackungsprojekte Marketing- und Verkaufsmaterialien, Verlagswesen und Literatur. Die Farben basieren auf den sieben klassischen PANTONE Gold- und Silbertönen 871 bis 877 C.

Verpackungsdruck PANTONE Metallics (bislang als "Premium Metallics" bezeichnet)

Verpackungsmetallicfarben für den Verpackungsdruch. Diese ehemals "Premium Metallics" Farben werden mit den Grundfarben Pantone Silber 10077 und Pantone Roségold 10412 erstellt. Diese speziellen Druckfarben sind mit Pigmenten hergestellt, die sich besser mit wasserbasierten und UV-Lacken verarbeiten lassen. Durch den Lack werden die Farben versiegelt, dies schützt die Farben und bietet damit den Schutz, der im Verpackungsbereich oftmals erforderlich ist. Laut PANTONE bieten die neuen Farben:
  • Bessere Druckergebnisse
  • Größere Brillanz
  • Höherer Glanz
  • Mehr Haltbarkeit
  • Langfristig weniger Leafing und Anlaufen der Farben
Die zur Herstellung dieser Farben verwendeten Druckfarben (wenn ich es recht in Erinnerung habe von Sun Chemical) sind laut PANTONE etwas teurer, aber sind eben auch für eine breite Palette von Dispersions- und UV-Lacken geeignet.

PANTONE und EFI? Fehlanzeige.

Nachdem wir in den letzten Tagen die neuen PANTONE Farben über ein schwieriges Update von Fiery XF in unser Proofsystem implementieren konnten fiel uns auf, dass die neuen Metallics Farben nach wie vor fehlten. Aktuell werden die PANTONE Metallics Farben für den Verpackungsdruck noch nicht von Fiery XF unterstützt, eine Unterstützung ist derzeit auch nicht geplant, so die Auskunft des Fiery Supports. Für uns eine unverständliche Entscheidung. Zugegeben, metallische Farben sind im Proof ohnehin nicht darstellbar, da ja nur die Farbe, aber nicht der metallische Glanz wiedergegeben werden kann. Für uns als Dienstleister bedeutet diese Entscheidung von EFI aber, daß wir - wenn Kunden Proofs mit Premium Metallics Farben bestellen - diese manuell mit LAB Werten im Job anlegen müssen, da unsere Proofsoftware nicht alle aktuellen PANTONE Farben erkennen, sondern als unbekannte Sonderfarbe markieren und den Proof verweigern wird. Nachdem die aktuellen PANTONE V4 Farbpaletten ja nur mit erheblichen Aufwand durch die Anwender in die Adobe Produktpaletten integriert werden können ist mir nicht ganz klar, ob das Fehlen der Farben in Fiery auf eine profitgetrieben-ignorante PANTONE Lizenzpolitik oder auf eine geizig-ignorante EFI Produktpolitik zurückzuführen ist. Fakt ist aber: Wir von proof.de werden den Service bieten und auch diese Farben für den Proof anbieten. Das sind wir unseren Kunden schuldig.  

Barcodeprüfung: Neu in der ISO 15416:2016

In der "ISO/IEC 15416:2016 – Informationstechnik - Verfahren der automatischen Identifikation und Datenerfassung - Testspezifikationen für Strichcodedruckqualität - Lineare Symbole" sind die aktuellen Kriterien für die Prüfung von Barcodes festgeschrieben. Die ISO 15416:2016 löst die ISO 15416:2000 ab und definiert für einige Bereich veränderte Berechnungen der Barcodequalität. Bei der Barcodeprüfung durch die Proof GmbH werden Strichcodes nach den aktuellen Kriterien der ISO 15416:2016 geprüft.

Die wichtigsten Änderungen der ISO 15416:2016 im Überblick:

  • Proof.de: Neue Kriterien für die Barcode Prüfung nach ISO/IEC 15416:2016Vier der sieben Barcode-Parameter - Symbolkontrast, Modulation, Defekte und Dekodierbarkeit - wurden bislang nach ganzen Zahlen abgestuft, die Bewertung konnte also 0, 1, 2, 3 oder 4 sein. Mit der Verabschiedung der Norm ISO/IEC 15416:2016 werden die Bewertungen nun auf eine Dezimalstelle abgestuft. Unter der alten Norm gab es also lediglich fünf mögliche Parameterabstufungen (0/1/2/3/4), jetzt sind es einundvierzig (0,0/0,1/0,2 etc. bis 4,0). 
  • Dadurch verändert sich auch die Bewertung mit Buchstaben. Da diese noch ungenauer ist, als die Bewertung durch Zahlen entfällt sie in der neuen Norm, wobei die gewohnte Buchstabennoten informativ noch beigestellt werden kann. Der nominative Standard muss aber als Dezimalzahl angegeben werden.
  • Defekte werden nun methodisch anders berechnet. Ein Defekt ist ein heller Fleck auf einem dunklen Balken oder ein dunkler Fleck auf einer hellen Fläche. Wenn ein Defekt sich am Rand eines Balkens oder einer Lücke befand, führte in der alten Norm zu einer schlechteren Bewertung als der gleiche Defekt, der weiter vom Rand entfernt war. Die Berechnungen der neuen Norm ISO/IEC 15416:2016 beschreiben die Auswirkungen auf die Lesbarkeit des Strichcodes viel genauer.
Die neuen Berechnungsmethoden führen in einigen Fällen im Vergleich zu der in ISO 15416:2000 beschriebenen Methode zu einer höheren gemittelten Punktzahl für den Barcode. Wir haben zudem noch ein Update unserer REA TransWin 32 Auswertungssoftware auf die aktuellste Version durchgeführt, und auch unser Strichcodeprüfgerät mit einem Firmwareupdate versehen. Barcodeprüfung für EAN13 und EAN8 Codes in unserem Proof Shop bestellen  

Gamutmap: Das Farb-Tool für cross-mediales Design

Durch unser Engagement bei freieFarbe e.V. wurde beim letzten Treffen in der Schweiz der Wunsch nach einem crossmedialen Tool für Designer laut, mit dem man Schnittmengen von Farben aus dem freieFarbe CIELAB HLC Colour Atlas XL bilden kann.

Mit Gamutmap hat die Proof GmbH nun ein solches Tool geschaffen, das allen Designern kostenlos zur Verfügung steht. Mit Gamutmap können aus 34.250 Farben des gesamten CIELAB Farbraumes nahezu 100 einzelne Farbräume angezeigt, oder Schnittmengen aus vielen kombinierten Farbräumen angezeigt werden.

Ein Beispiel: Als Designer suchen Sie nach Farben für ein neues Corporate Design, die sowohl in sRGB für das Internet, in ISOCoatedV2 für den Druck der Imagebroschüren und in PSOUncoatedV3 für den Druck des Briefpapieres zur Verfügung stehen. Für Videoproduktionen soll zudem der Rec.709 Farbraum berücksichtigt werden.

In Gamutmap können Sie nun ganz einfach die Farbräume sRGB, ISOCoatedV2, PSOUncoatedV3 und Rec.709 anwählen und dann auf "show" klicken. Nach wenigen Sekunden sehen Sie nun nur noch diejenigen Farben, die in allen ausgewählten Farbräumen vorhanden sind. Wenn Sie über einen Farbfeld mit der Maus ziehen, dann sehen Sie direkt die absolut farbmetrischen Werte der Farbe in allen ausgewählten Farbräumen und können diese direkt kopieren und in ihre Zwischenablage kopieren.

Rechts oben steht Ihnen ein vertikales Farbrad zur Verfügung, um schnell zum allen Hue-Farbtönen des HLC CIELAB Farbraumesnavigieren zu können.

Da der Hex-Wert des sRGB Farbraumes ebenfalls noch interessant war, wurde dieser Farbraum noch zusätzlich für die Anzeige markiert. Die HLC- und Lab-Werte aller Farben können direkt in der Farbtabelle abgelesen werden. Alle anderen Farbwerte können einfach nach der Mausbewegung auf das gewünschte Farbfeld in die Zwischenablage kopiert werden. Für das im obigen Beispiel angezeigte Farbfeld sieht das so aus:

HLC: H005 | L055 | C035
Lab: 55 | 34,867 | 3,05
sRGB: 188 | 106 | 128
sRGB (HEX): #BC6A80
Rec. ITU-R BT.709-5: 188 | 87 | 115
ISO Coated V2 (ECI): 14 | 64 | 27 | 11
PSO Uncoated V3 (Fogra52): 10 | 70 | 34 | 8

Gamutmap ist "Work in Progress"

Wir sind sicher, dass gamutmap vielen Designern eine große Hilfe bei der Gestaltung von Cross-medialen Corporate Designs sein wird und freuen uns sehr, dass wir das Projekt mit den Mitgliedern von freieFarbe e.V. starten und anschieben konnten. Gamutmap ist für uns "Work in progress", das heißt: In den kommenden Wochen werden wir weitere Funktionalitäten und Features zu Gamutmap ergänzen. So ist zum Beispiel eine deutsche Version in Arbeit, und auch der Download von spektralen D50 CxF Daten der ausgewählten Farben soll in Zukunft direkt beim Hovern über dem jeweiligen Farbfeld möglich sein, wenn das Feld im Gamut des freieFarbe CIELAB HLC Colour Atlas XL ist. Weitere Funktionserweiterungen stehen bereits auf unserer Wunschliste... 🙂

Wir freuen uns über Anregungen, Kritik, Wünsche und jede Unterstützung für die Erweiterung und Ergänzung von Gamutmap.

Ein Video zur Anwendung von Gamutmap von Peter Jäger von freieFarbe e.V. finden Sie auf youtube und auf der seiner Schulungsplattform com2publish.ch:

Preview Youtube Video Gamutmap.com

 

 

Proof günstig. Was heißt das?

Proof günstig ist ein typischer Suchbegriff, mit dem Menschen in Suchmaschinen nach einem günstigen, farb- und rechtsverbindlichen Proof suchen. Aber was macht einen günstigen Proof aus?

Einen Proof macht aus, dass er gemäß den Vorgaben der neuesten Revision der Proofnorm ISO 12467-7 produziert wird und innerhalb der Toleranzen dieser Norm ist. Die aktuelle Revision derzeit ist die ISO 12647-7:2016. Die Toleranzen wurden mit dieser Norm noch einmal enger gefasst und um eine zertifizierte Ausgabe von Sonderfarben wie PANTONE und HKS ergänzt.

Solche zertifizieren Proofs können Sie auf shop.proof.de für alle Proof Profile bestellen.

Doch was macht den zertifizierten Proof günstig? Nun, der günstige Preis. Proofs werden auf sehr hochwertigen Pigment-Tintenstrahldruckern über meist kostspielige Proof-Software auf zertifizierte Proof Papiere gedruckt und mit Spektralphotometern ausgemessen. Wie kann hier also günstig produziert werden?

1.: Günstige Pigment-Tinte verwenden?

Ein Liter Tinte für Proofgeräte liegt bei rund 400 Euro, da liegt es also nahe, preiswerte Alternativtinte aus China einzusetzen. Das Problem: es gibt keine Hersteller - weder in China noch sonst wo - die Tinten produzieren, die in Sachen Pigmentfarbigkeit und spektraler Zusammensetzung wirklich nahezu identische Tinten produzieren würden. Ich habe einmal bei einem Hersteller angerufen, der damit wirbt, dass mit seinen - bereits recht teuren - Tinten auch geprooft werden könnte. Auf meine Nachfrage sagte er: "Nein, nein, das steht nur zur Werbung da, aber ich würde das natürlich niemals machen oder empfehlen und kenne auch niemanden, der das macht." Was die Chinatinten angeht, meinte er: "Die bekommen sie ja schon ab 20 Euro pro Liter, aber da erhalten sie eben bei jeder Lieferung eine andere Tinte, je nachdem, wo der Großhändler gerade einkauft. Dann müssen sie jedesmal den Proofer neu Einmessen ... das können sie komplett vergessen." Zudem kostet der Austausch eines verstopften Druckkopfes rund 2.500 Euro, das Risiko ist also zu hoch. Ein echter Proof kommt daher ausschließlich von originaler, eben sehr teurer Tinte.

2.: Günstige Software verwenden?

GMG ColorProof, EFI Fiery XF und ORIS Color Tuner sind nur einige der wichtigsten Proof-Lösungen im Markt. Allen gemeinsam ist: Proofsoftware ist eher Nischensoftware, der Programmieraufwand ist also gemessen an den Verkaufszahlen sehr hoch. Je nach Größe des Ausgabegerätes und nach Funktionsumfang in Sachen Verifizierung, Sonderfarbdarstellung oder Proofing auf Spezialmaterialien wie transparenten Folien etc. kostet die Software ab zwischen 5.000 bis 10.000 Euro, im Zusammenspiel mit weiteren Softwareprodukten von GMG oder Colorlogic schnell aus wesentlich mehr. Es gibt auch hier wenige preiswerte Lösungen, aber im professionellen Proofing spielen diese zumeist keine Rolle, da sie entweder nicht mehrplatzfähig sind, oder wichtige Funktionen wie Sonderfarbbibliotheken etc. fehlen.

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Rückblick: Fogra Color Management Symposium 2020

Vom 12. bis 13. Februar 2020 fand das 7. Fogra Color Management Symposium in München statt, zu dem ich als Referent für den Bereich Proofing in Session 6 geladen war. Ich berichtete über unsere Test in Sachen Proofing für den Fogra58-Beta-Textile-RGB Standard für den textilen Digitaldruck.

Das Fogra Color Management Symposium ist eine der Veranstaltungen im Bereich Farbmanagement und vereint Wissenschaftler und Anwender aus der ganzen Welt für einen zweitägigen Gedankenaustausch in München. Insgesamt 21 Referenten und 7 Moderatoren berichteten über die Themen Multicolordruck, Proofing, Druckbeschaffung, Kundenerwartungen, Farbmanagement für den 3D-Druck und Farbmanagement für den textilen Digitaldruck, das Thema, dem ich auch zugeordnet war.

Ich reiste bereits einen Tag früher an, da es bereits am Vorabend ein "Speakers Dinner" gab, und ich zudem mit Jan-Peter Homann und Joe Tschudi den Aufbau und die Auswahl unserer Muster in Sachen Textile-RGB besprechen musste. Vor Ort in München bauten wir die uns von der Firma Just-Normlicht zur Verfügung gestellt Normlichtkabine LED Color Viewing Light XL HYBRID 2.0 auf und stimmten uns noch einmal ab, welche Muster wir während des Color Management Symposiums am besten zeigen würden.

Joe Tschudi und Jan-Peter Homann besprechen, welche Muster wir am Fogra Colormanagement Symposium 2020 fürden Proof-Vergleich von Fogra58beta-TextileRGB zeigen wollen
Joe Tschudi und Jan-Peter Homann und ich besprechen, welche Muster wir am Fogra Colormanagement Symposium 2020 für den Proof-Vergleich von Fogra58beta-TextileRGB zeigen wollen.
Ein Muster, das wir am Fogra Colormanagement Symposium 2020 fürden Proof-Vergleich von Fogra58beta-TextileRGB gezeigt haben. Unten der Proof von uns, oben Joe Tschudis im Sublimationsdruck hergestellter Stoff, beides in Fogra58-beta-TextileRGB unter D50 Normlicht beleuchtet.
Ein Muster, das wir am Fogra Colormanagement Symposium 2020 fürden Proof-Vergleich von Fogra58beta-TextileRGB gezeigt haben. Unten der Proof von uns, oben Joe Tschudis im Sublimationsdruck hergestellter Stoff, beides in Fogra58-beta-TextileRGB unter D50 Normlicht beleuchtet.

Während des Speakers Dinner konnte ich mich noch mit Jürgen Seitz von GMG, dem Moderator meiner Session und  Jeffrey Stauffer von der oneflexo GmbH besprechen, um unsere Session an Tag 2 gut auszurichten. Gerardo Cerros von CMA Imaging Belgium SPRL, der dritte Vortragende unserer Session kam erst direkt zu seinem Vortrag angereist. Zudem konnten wir unsere Vorträge auf den Fogra-Computern testen und bereits den Vortragsraum kennenlernen und uns mit der Bühne vertraut machen. Auf der Bühne saßen jeweils die drei Sprecher pro Session plus der Moderator der Session. Alle Vorträge, Moderationen, Fragen ect. wurden live übersetzt von Englisch nach Deutsch bzw. Deutsch nach Englisch. Ich hielt meinen Vortrag auf Deutsch, hatte aber die Folien auf "Denglisch" gehalten, damit sie sowohl für Deutsche, als auch für alle anderen verständlich sind.

Die Sprecher und Moderatoren besichtigen die Bühne und Bühnentechnik
Die Sprecher und Moderatoren besichtigen die Bühne und Bühnentechnik. Der graue Kasten links hinten ist die Übersetzerkabine, in der die zwei Simultanübersetzer untergebracht waren.

Das gesamte Programm des Symposiums finden Sie auf der Seite der Fogra. Die Themen der sieben Sessions waren:

1. Managing customer expectations - Managing colours throughout the  food chain
2. Creating colour credibility in CMYK and extended gamut printing
3. Real-world multicolour packaging implementations (ECG)
4. Industrial Printing application:  High Speed Inkjet beyond commercial and packaging printing
KEYNOTE: Colour workflows in the motion picture  world –  How HDR & Wide Gamut  change the game (Harald Brendl, ARRI)
5. Colour communication for fashion textile applications
6. Colour Proofing for Packacking & textile applications
7. Colour in 3D (3D Softproof & Appearance measurement)

Die Präsentation meines Vortrages "Proofing im Textildruck: Contract proofs für RGB-(FOGRA58) basierte Textil-Workflows" können Sie hier herunterladen:

Proofing im Textildruck: Contract proofs für RGB-(FOGRA58) basierte Textil-Workflows

Nach der Session wurde an unserem Fogra58-Stand noch rege diskutiert und die ausgestellten Stoff-/Proofvergleiche besprochen. Besondere Beachtung fand dabei ein Muster mit unterschiedlichen Grautönen von Joe Tschudi. Für das für das menschliche Auge war der Proof recht Neutralgrau, der Stoff aber mit deutlich sichtbarem Grünstich. Messtechnisch aber waren die beiden Muster sowohl für ein i1Pro2 nur DeltaE00 0,3 auseinander, und auch ein Kugelkopfmessgerät zeigte einen ähnlichen Abstand. Ein schönes Beispiel, um auch die Schwierigkeit zwischen Textildruck und Proof, zwischen Messgeräten und menschlicher Wahrnehmung zu demonstrieren.

Ein herzlicher Dank gilt Andreas Kraushaar und dem gesamten Fogra Team für die hervorragende Organisation und Betreuung während des gesamten Farbmanagement Symposiums. Ein hervorragender Event, der aktuelle Entwicklungen im Farbmanagement zeigt und den Blick auf neue Märkte und Segmente weitet.

Update von shop.proof.de erfolgreich gelaufen

Kurz vor Weihnachten haben wir ein großes Shop-Update angestoßen, und zahlreiche Detail-Funktionen angepasst und verbessert. Uns freut aber besonders, dass das Update ohne große Beeinträchtigung für unsere Kunden gelaufen ist, und der Shop bis auf wenige Stunden online und erreichbar war, obwohl das Update am Live-Shop durchgeführt werden musste.

Wichtigster Punkt für uns war dabei die Aktualisierung des Upload-Bereiches. Der neue Dateiupload kann jetzt bis zu 2GB pro Datei und bis zu 50 Dateien pro Artikel verarbeiten und: Der Upload startet jetzt automatisch, und muss nicht mehr erst angestossen werden. Wir überlegen, das File-Limit hier weiter hochzusetzen, empfehlen aber unseren Kunden wirklich, viele kleine Dateien einfach vor dem Upload zu zippen und die .zip-Datei hochzuladen. Das hilft bei der Übersicht, und hilft auch uns im Handling.

Neu ist auch, dass jetzt alle Upload-Bereiche aller Artikel parallel hochgeladen werden, und nach erfolgtem Upload alle Daten passend bei den Artikeln dargestellt werden. Erst nach dem erfolgreichen letzten Upload wird die Übersichts-Seite aktualisiert.

Ebenfalls verbessert hat sich die Übersicht über die geladenen Daten.

Durch ein aktualisiertes Shipping-Modul stehen uns mehr und variablere Versandmethoden zur Verfügung. So werden wir ab dem nächsten Jahr auch einen UPS Express vor 12 Uhr vermutlich parallel zum DHL Express vor 12 Uhr anbieten können.

So übersichtlich sieht die neue Versandauswahl jetzt aus

Wichtigster Punkt für uns ist aber, dass sich die Einbindung der externen Module jetzt dahingehend verändert hat, dass wir Updates des Shops einspielen können, ohne zeitgleich auch alle externen Module anfassen zu müssen. Das wird uns einiges an Flexibilität und bescheren, um in Zukunft noch schneller auf bessere Funktionen eingehen zu können und diese in den Shop zu implementieren.

Eine Vielzahl an Veränderungen im Hintergrund sind Security Patches und ein Update auf eine aktuelle PHP Version, was den Shop insgesamt performanter und sicherer macht.

Im nächsten Jahr planen wir ein grafisches Update des Shops bevor, das die Website noch übersichtlicher und schneller machen wird.

 

EAN / GTIN Prüfung z.B. für ALDI 3B Nachweis nach ISO/IEC 15416, ISO/IEC 15420

Ab sofort bieten wir unseren Kunden den Service, EAN 8 und EAN 13 Codes messtechnisch zu überprüfen. Das ist beispielsweise wichtig, wenn Sie Artikel für ALDI oder HOFER liefern, für die Sie den Nachweis auf eine Lesbarkeit nach dem sogenannten "3B"-Standard oder besser erbringen müssen. Sie können einen solchen EAN GTIN Barcode Prüfbericht hier bei uns im Shop bestellen.

Proof.de Prüfreport nach ISO/IEC 15416 / ISO/IEC 15420 nach 3B Kriterien z.B. für Barcodes für ALDI und Hofer. Der Prüfreport wird tagesgleich erstellt und Ihnen als PDF oder per Post zugesandt.
Proof.de Prüfreport nach ISO/IEC 15416 / ISO/IEC 15420 nach 3B Kriterien z.B. für Barcodes für ALDI und Hofer. Der Prüfreport wird tagesgleich erstellt und Ihnen als PDF oder per Post zugesandt.

Wir überprüfen dazu Ihren EAN bzw. GTIN Code mit einem modernen REA Check ER Strichcodeprüfgerät und erstellen einen Prüfreport nach ISO/IEC 15416 und ISO/IEC 15420. Für die Auswertung des Barcodes werden unter anderem folgende normative Kriterien geprüft:

  • Symbolkontrast
  • Kantenkontrast
  • Modulation
  • Rmin/Rmax
  • Defekte
  • Dekodierbarkeit
  • Ruhezone Links
  • Ruhezone Rechts
  • Balkenabweichung
  • Codelänge

Auch weitere optionale Parameter werden geprüft:

  • PCS (SC)
  • Hellwert (Rmax)
  • Balken
  • Lücke
  • Mittelwert
  • Z-Modul
  • Größe
  • MF
  • CPI

So erkennen Sie beispielsweise im Feld "Größe" direkt, ob Ihr Code beispielsweise der von ALDI präferierten Größe SC2 entspricht. Eine beispielhafte Auswertung haben wir Ihnen oben angefügt.

Für die Messungen benötigen wir originale Verpackungen mit Ihren gedruckten EAN / GTIN Codes. Alle Codes werden am Tag ihres Eintreffens bei uns geprüft und die Prüfreports am selben Tag an Sie versendet.

Epson bringt neue Proofdrucker Generation SureColor SC-P9500

Ende des Jahres 2019 soll es soweit sein: Epson präsentiert seine neue Proofdrucker Generation: Die Epson SureColor SC-P9500 bzw. SC-P7500 Proofdrucker.

Epson hat viele Verbesserungen in die neue Druckergeneration eingearbeitet. So arbeiten jetzt voll bestückte Druckköpfe in den neuen Druckern, die endlich Photoschwarz, Mattschwarz und die zwei Grautöne LightGray und LightLightGray sowie die Farben Orange, Grün und Violett gleichzeitig in einem Druckkopf bedienen können. Für Cyan und Magnet stehen zudem auch noch die Light-Varianten Light-Cyan und Light-Magenta bereit, so dass neben Yellow, Cyan, Magenta also 12 volle Farben im Druckkopf zur Verfügung stehen. Der Drucker nutzt das neue UltraChrome Pro12-Tintenset, das eventuell zu den klassischen K3 Tinten noch einige Detailverbesserungen bringen könnten, wobei hierzu noch nichts näheres bekannt ist.

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Proof GmbH vierfach Fogra und Fogra „Spot cert“ zertifiziert

Fogra Zertifizierung Proof GmbH 2019 Contract Proof Creation 33246

Auch in diesem Jahr haben wir wieder Proofs für die Fogra-Zertifizierung eingereicht. Wir weisen damit nach, dass wir nicht nur durch interne Qualitätskontrollen und Checks hervorragende Proofqualität liefern, sondern die Qualität unserer Proofs auch von externer Stelle bestätigt wird. Wir haben daher im siebten Jahr in Folge Prüfdrucke zertifizieren lassen.

2019 haben wir zwei Neuerungen in der Fogra Zertifizierung durchgeführt.

  • Wir wurden zum ersten Mal für den neuen Standard Fogra 54 zertifiziert
  • Wir haben für alle vier Druckbedingungen auch eine Zertifizierung für PANTONE-Sonderfarben durchgeführt, die "Spot cert". Dabei haben wir die Sonderfarben PANTONE 2270 C, PANTONE 151 C und PANTONE Cool Gray 6 C für die Proofstandards ISOCoatedV2, PSOCoatedV3 und PSOsc-b_paper_v3 und PANTONE 2270 U, PANTONE 151 U und PANTONE Cool Gray 6 U für den Standard PSOUncoatedV3 zertifiziert

Die Qualität unserer Drucke und unserer Sonderfarbwiedergabe der PANTONE Farben wurde uns von der Fogra für alle vier Proofstandards bestätigt.

Proof.de Fogra Prüfzertifikat für Fogra Zertifizierung und Spot cert Sonderfarbzertifizierung

Den vollständigen 14-seitigen Prüfbericht der Fogra können Sie hier herunterladen. 

Die neuen Zertifizierungen haben wir auf der aktuellen Softwarerevision Fiery XF 7.1.3 umgesetzt und auf den Papieren EFI Gravure Proof Paper 4245 Semimatt, EFI Proof Paper 8245OBA Semimatt und EFI Proof Paper 8175OBA Matt umgesetzt.

Schön war’s: Die Mitgliederversammlung 2019 von freieFarbe e.V. in der Schweiz

Nachdem sich der Verein freieFarbe e.V. im letzten Jahr in Tübingen zur jährlichen Mitgliederversammlung getroffen hatte, fanden wir uns in diesem Jahr in einer urigen Hütte im Appenzeller Land zusammen, die Peter Jäger von pre2media und Eric A. Soder von pixsource.com hervorragend gewählt hatten, genau wie das sonnige Wetter, das uns von Freitag bis Sonntag begleiten sollte.

freieFarbe e.V. Mitgliederversammlung 2019: Unsere Unterkunft in den schweizer Bergen
freieFarbe e.V. Mitgliederversammlung 2019: Unsere Unterkunft in den schweizer Bergen

Nach Tübingen reisten bereits am Donnerstag der Vereinsvorsitzende Holger Everding vom DTP Studio Oldenburg und Jan-Peter Homann von Homann Colormanagement aus Berlin an, und wir setzten nach einer ersten langen Nacht voller Gespräche und einem Treffen im Proof.de Büro am Freitag Vormittag gegen Mittag die Reise zu dritt in die Schweiz fort. Nach einem gemeinsamen Abendessen mit Peter Jäger und Eric A. Soder (aus Tübingen hatten wir am Vorabend gemeinsam zubereiteten schwäbischen Kartoffelsalat und meine handgemachten Maultaschen mitgenommen) begann ein Abend voller Planungen und einem Strategie-Workshop für die Aufgaben und Ziele des nächsten Vereinsjahres. Keine Frage, auch an diesem Abend wurde bis spät in die Nacht diskutiert, entwickelt, gelacht und zwischen Flensburger Pils, Schweizer Bergbier und Wein in attraktiven roten und hellgelben Farbnuancen kreativ gearbeitet.

Ausschnitt der Ergebnisse des freieFarbe Kreativworkshops am Freitag Abend mit Gewichtungen (blaue Aufkleber) und Zuständigkeiten (Namenskürzel)
Ausschnitt der Ergebnisse des freieFarbe Kreativworkshops am Freitag Abend mit Gewichtungen (blaue Aufkleber) und Zuständigkeiten (Namenskürzel)

Nach einem Frühstück ging es am Samstag weiter zu swissQprint, wo wir uns über bei dem Vereinsmitglied Guy Flüeli ausführlich über den Stand der Technik in Sachen großformatigem Digitaldruck informieren, die Produktion besichtigen und Drucktests auf der Karibu und anderen Druckmaschinen von SwissQPrint durchführen konnten.

Jahreshauptversammlung freieFarbe e.V. 2019 in der Schweiz
von links nach rechts: Matteo Baschera, Jan-Peter Homann, Matthias Betz, Holger Everding, Eric A. Soder, Martin Spaar, Peter Jäger, Michael Jakobi. Es fehlen: Kai-Uwe Behrmann, Jan Seguda, Guy Flüeli (Foto)
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PANTONE Farben optimal in CMYK umsetzen. Praktische Aspekte zur neuen alten Diskussion.

Ein sehr häufiges Thema für uns im Bereich Proof ist die optimale Umsetzung von PANTONE Farben in CMYK für den klassischen, preisgünstigen Vierfarbdruck. In den letzten Tagen hat sich hierzu im Adobe Forum und im Farbmanagementforum von hilfdirselbst.ch eine rege Diskussion ergeben, die ich kurz zusammenfassen möchte, da auch unsere Kunden oft mit denselben Punkten kämpfen.

PANTONE und die PANTONE CMYK Werte aus Bridge: Das Problem

Die zentrale Fragestellung ist ja, auf welchen Standard oder auf welches Farbprofil sich ein CMYK Wert einer PANTONE Farbe in Bridge eigentlich bezieht. Konkret fragte ein Anwender für die Umsetzung von PANTONE 116 C, einem Farbton, der im PANTONE Bridge Fächer in CMYK 0/14/100/0 angegeben wird (hier können Sie den originalen Wert bei PANTONE nachvollziehen). Wenn man nun aber den zugrundeliegenden PANTONE-LAB-Farbwert in InDesign oder Photoshop in verschiedene CMYK Profile wandelt, bekommt man unterschiedliche, deutlich abweichende Farbwerte. "Worauf bezieht sich denn nun der PANTONE Bridge CMYK Farbwert?", so war die ursprüngliche Frage der Diskussion.

Die Ausgangsbasis des PANTONE Bridge Fächers

Im PANTONE Bridge Fächer werden "Entsprechungen" der PANTONE Sonderfarben auf einer coated und einer uncoated Papiersorte, separiert mit 4 pantoneeigenen Skalenfarben visualisiert und die CMYK Werte dazu angegeben.

Klar ist aber: Ohne genaue Angaben zu Bedruckstoff, Druckdichte, verwendeten Farben etc. haben die dort gemachten Angaben nur begrenzte Aussagekraft. Konvertiert man z.B. den LAB Farbwert von PANTONE 116 C in das in den USA gebräuchliche SWOP Web coated, dann erreicht man im Magenta einen Wert von 20 anstelle von 14 wie im PANTONE Bridge Fächer angegeben.

Vergleich PANTONE LAB Werte mit PANTONE Bridge CMYK Werte im Farbraum PSOUncoatedV3 und PSOCoatedV3

Vergleicht man die originalen PANTONE LAB Werte und die PANTONE Bridge CMYK Werte in europäische Standards wie ISOCoatedV2 oder PSOCoatedV3 für Bilderdruck oder PSOUncoated oder PSOUncoatedV3 für Naturpapier entstehen teilweise gravierende Farbabweichungen. Die PANTONE Cool Gray 2 ist in der CMYK Umsetzung viel zu hell, die PANTONE Cool Gray 11 immer viel zu dunkel. Für die PANTONE 3278 C passt der Bridge CMYK Wert für PSOCoatedV3 recht gut, derselbe Vergleich für Uncoated ist aber spürbar schlechter. Woran liegt das denn?

Vergleich PANTONE C Solid Coated LAB Werte mit PANTONE Bridge CMYK Werte im Farbraum PSOCoatedV3
Vergleich PANTONE C Solid Coated LAB Werte mit PANTONE Bridge CMYK Werte im Farbraum PSOCoatedV3
Vergleich PANTONE U Solid Uncoated LAB Werte mit PANTONE Bridge CMYK Werte im Farbraum PSOUncoatedV3
Vergleich PANTONE U Solid Uncoated LAB Werte mit PANTONE Bridge CMYK Werte im Farbraum PSOUncoatedV3

Die Fragestellung wurde daher noch einmal konkretisiert:

  • Wie kann PANTONE „offizielle" CMYK-Werte für eine bestimmte Farbe angeben, wenn nicht klar ist, auf welches Papierweiß, Druckdichte, Farbauftrag etc. sich die Werte beziehen?
  • Wie kommt PANTONE auf die angegebenen Farbwerte?
  • Welche ICC Profile liegen möglicherweise zugrunde?
  • Liegen Fehler vor, wenn Programme wie Photoshop oder Affinity Publisher bei Wandlung einer Pantone-Farbe nicht die gleichen Werte zeigen, die von Pantone angegeben werden?

These 1: Warum sollte ein Sonderfarbhersteller perfekte CMYK-Ersetzungswerte für seine Produkte liefern? Das wäre ja geschäftsschädigend.

Klar ist: Systemfehler liegen keine vor. PANTONE weis, was sie tun. Es verwundert aber schon, dass die Bridge-Werte scheinbar seit vielen Jahren um einige Prozentpunkte schwanken. Möglicherweise ist ein Grund dafür, dass über die Jahre verschiedene Basispigmente verwendet wurden, und daher die Werte abgepasst wurden. Aber wie die Werte zustandekommen, welche Profile oder Logik hinter den Werten stecken könnten, war in keiner Weise herauszufinden. Manche Diskussionsteilnehmer dachten an einen gewollten Systemfehler: "Cui bono? Warum sollte ein Sonderfarbhersteller perfekte CMYK-Ersetzungswerte für seine Produkte liefern? Das wäre ja geschäftsschädigend."

Ein spannender Ansatz, der spätestens auf den zweiten Blick einer gewissen Logik nicht entbehrt. Wenn der Firmenchef nur lange genug schlechte CMYK Umsetzungen seiner PANTONE-Sonderfarbe gesehen hat, dann wird er seufzend jedem Aufpreis für einen fünffarbigen Druck zustimmen, nur um endlich seine Hausfarbe wieder korrekt wiedergegeben zu finden.

Aber auch eine weitere These ist sehr einleuchtend:

These 2: Der Vertrieb legt die CMYK Werte fest

Nehmen wir an, ein PANTONE "Grün1" entspricht farbmetrisch einem CMYK von 30/0/100/0. Wenn jetzt im Fächer noch zwei gesättigtere Grüntöne ("Grün2" und "Grün3") abgebildet sind, die also theoretisch mit CMYK 35/0/110/0 und CMYK 40/0/120/0 abgebildet werden müssten, was dann?

Alle drei Grüntöne auf CMYK 30/0/100/0 zu setzen, also den nächsten absolut farbmetrisch erreichbaren CMYK Wert? Das wäre eigentlich der einleuchtendste Weg, zumal es in der Praxis sehr unwahrscheinlich ist, dass jemals zwei nebeneinanderliegende PANTONE Farben in CMYK Umsetzungen verwendet würden. Denn eine Firma hat entweder Grün1 oder Grün2 als Hausfarbe, aber wohl kaum beide gleichzeitig.

Andererseits würden sich die Käufer der PANTONE Bridge Fächer wohl sehr wundern, wenn unterschiedliche PANTONE Farbtöne im Fächer denselben CMYK Wert zugeordnet hätten.

Daher liegt ein psychologisches-vertriebliches Korrekturmoment nahe: Um identische CMYK Werte zu vermeiden, setzen wir den gesättigtsten Grünton auf den nicht passenden CMYK 30/0/100/0, und dann eben die weniger gesättigten Farben auf 25/0/90/0 und 20/0/80/0, also ebenfalls nicht passende CMYK Werte. Jetzt passt zwar gar nichts mehr, aber wenigstens haben alle Farben unterschiedliche CMYK Werte.

Die Praxis zeigt: Eine angepasste Konvertierung über ICC Profile liefert oft einen besseren CMYK Farbwert für die Umsetzung von PANTONE Farben wie der CMYK Wert aus der PANTONE Bridge.

Wir haben die in den oben angeführten Grafiken verwendeten PANTONE Farben auch über ICC Profile teils absolut farbmetrisch und relativ farbmetrisch mit Tiefenkompensierung (mit einem "r" hinter dem CMYK Farbwert gekennzeichnet) in die beiden Ausgabefarbräume PSOCoatedV3 und PSOUncoatedV3 konvertiert und jeweils die visuell beste Übereinstimmung abgebildet.


Vergleich PANTONE C LAB Werte (mitte) mit PANTONE Bridge CMYK Werte (rechts) und via ICC Profil 
ermittelten CMYK Werten (links) im Farbraum PSOCoatedV3

Vergleich PANTONE U LAB Werte (mitte) mit PANTONE Bridge CMYK Werte (rechts) und via ICC Profil 
ermittelten CMYK Werten (links) im Farbraum PSOUncoatedV3

In den allermeisten Fällen liefert diese auf den Ausgabefarbraum angepasste Umsetzung die deutlich besseren Ergebnisse. Sehen Sie selbst:

Die beiden oberen Grafiken haben wir auch als PDF mit dem passenden Ausgabefarbraum PSOCoatedV3 und PSOUncoatedV3 für Sie hier zum Download bereit.

Vergleich PANTONE C LAB mit Bridge CMYK und PSOCoatedV3 ICC CMYK

Vergleich PANTONE U LAB mit Bridge CMYK und PSOUncoatedV3 ICC CMYK

Bitte beachten Sie: Die PDF Daten wirken farblich nur so wie oben, wenn Sie sie in einer Software wie Adobe Acrobat Pro oder PDF Toolbox öffnen, das die ICC Ausgabefarbräume korrekt interpretieren kann. In Acrobat Reader oder Foxit Reader etc. wird die Farbigkeit teilweise deutlich abweichen.

Wir unterstützen Sie bei der Ermittlung optimaler CMYK Umsetzungen für Ihre PANTONE Hausfarben

Wenn Sie eine möglichst optimale Umsetzung einer oder mehrerer PANTONE Farben nach CMYK brauchen, dann unterstützen wir Sie gerne mit unseren Know-How und unserer Messtechnik und Prooftechnik bei Ihrem Vorhaben. Wir ermitteln und vergleichen unterschiedliche Abbildungsvarianten einer PANTONE Farbe in CMYK und zeigen Ihnen die besten ermittelten Umsetzungen in CMYK mit messtechnischen Auswertungen in Delta-E00.

 

Neue Telefonanlage, schnellere Internetverbindung

Zugegeben: Die Umstellung war nicht ganz reibungslos, aber jetzt läuft unsere neue Telefonanlage. Nach mehr als Jahren wurde es aber auch Zeit, unsere bisherige VOIP Technik durch eine neue Starface Anlage abzulösen. Ein wichtiger Vorteil für Sie: Die spürbar bessere Sprachqualität.

Bis jetzt hingen wir immer noch an einem ISDN-Anlagenanschluss der Telekom, und hatten eine VOIP-Telefonanlage auf Asterisk-Basis dahintergeschaltet. Das war komfortabel und hat sich viele Jahre bestens bewährt, aber zum einen hat uns die Telekom - wie allen Kunden - den alten Anlagenanschluss gekündigt, zum anderen war der Hersteller unserer alten Telefonanlage schon vor vielen Jahren in die Insolvenz gegangen, und so fürchteten wir zunehmend den Hardwareausfall der Anlage. Wir hatten zwar eine zweite Anlage als Backup stehen, aber auch die war natürlich nicht mehr taufrisch. So fiel letztlich die Entscheidung dann doch leicht, die Telefonie auf eine Starface-Anlage umzustellen.

Im gleichen Zuge haben wir auch unseren Internetanschluss umgebaut: Unser bisheriger Backup-Anschluss über die Telekom wurde aufgerüstet zum Hauptanschluss, und unser bisheriger Unitymedia-Hauptanschluss funktioniert jetzt als Backup für das schnellere Internet und Telefonie. Das bringt uns unterm Strich einen zwei- bis fünffach schnelleren Download und Upload, was bei der Übertragung von großen Datenmengen wichtig ist.

Alles in allem sind wir jetzt technisch wieder auf neuestem Stand und haben spürbar an Komfort und Skalierbarkeit und hörbar an Sprachqualität gewonnen.

Papierweiß von Arctic Paper, Surbalin von Peyer und mehr hinzugefügt

Wir haben 140 weitere Papierweiß-Werte von Arctic Paper, Peyer, Igepa, Antalis und Mondi hinzugefügt. Damit stehen jetzt insgesamt fast 1400 Papierweißtöne in unserer Datenbank bereit.

Von der Firma Peyer haben wir die Farbtöne der Surbalin Produktpalette hinzugefügt, wobei wir hier nicht alle Oberflächen einzeln erfasst haben. Aber auch andere Peyer Produkte wie Peytan, Peydur, Peyprint und Comet haben wir jetzt in der Papierweiß-Datenbank erfasst.

Sie finden die Papierweiß-Datenbank auf shop.proof.de:

https://shop.proof.de/de/info/papierweiss.html

Papierweiß von Arctic Papier, Igepa, Mundi und mehr

 

Auflagenpapier, Proofstandard und die Proofpräzision von Sonderfarben abstimmen.

Heute rief ein Kunde an, der einen Proof von mehreren HKS N Sonderfarben auf einem Naturpapier in Auftrag geben wollte. "Was für ein Proofprofil soll ich denn wählen? Und wie genau können Sie im Proof denn dann meine Sonderfarben treffen? Ich muss vermutlich mehrere HKS N Rottöne im Vergleich proofen. Gedruckt werden soll übrigens auf einem Werkdruckpapier, Fly Cream, als ein etwas gelbliches Papier."

Wie ist das Papierweiß des Auflagenpapieres?

Als erstes suchte ich mit dem Kunden nach dem Auflagenpapier in unserer Papierweiß-Datenbank. Ein schneller Blick per Volltextsuche ergab: Fly Cream von Papier Union haben wir vermessen:

Fly Cream enthält gemäß unseren Messungen keine optischen Aufheller, also "keine OBA". Das LAB Papierweiss liegt bei allen drei Messungen bei rund  LAB 95 / 0,7 / 9,2
Fly Cream enthält gemäß unseren Messungen keine optischen Aufheller, also "keine OBA". Das LAB Papierweiß liegt bei allen drei Messungen bei rund LAB 95 / 0,7 / 9,2

Mit einem B-Wert in LAB von 9,2 ist Fly Cream also wirklich nicht nur etwas gelblich, wie der Kunde meinte, sondern deutlich gelblich, chamois, cremefarben ... wie man das auch immer nennen mag. Die Idee lag also nahe, das Proofprofil "ISOUncoatedYellowish", Fogra 30 zu prüfen, in wieweit hier das Papierweiß übereinstimmen könnte.

Wie ist das Papierweiß des möglichen Proofstandards?

Gemeinsam mit dem Kunden schauten wir in unserer "Papierweiß von Proofprofilen" Tabelle nach:

Das Papierweiss des Proofstandards Fogra30, ISOUncoatedYellowish
Das Papierweiß des Proofstandards Fogra30, ISOUncoatedYellowish in LAB:95,93 / -0,77 / 3,85

Das Papierweiß von ISOUncoatedYellowish ist entgegen der Erwartung des Kunden nicht einmal so gelblich wie das Papierweiß des Auflagenpapieres Fly cream, das um mehr als 5 Schritte auf der B-Achse gelblicher ist. Damit war klar: PSOUncoated als aufhellerfreier Naturpapier-Proofstandard fällt aus, das ist deutlich zu weiß, ISOUncoatedYellowish ist da deutlich besser geeignet.

Auf was für einem Proofpapier wird dieser Proofstandard gedruckt?

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Welches Proofprofil für Hohlkammerplakate und Wahlplakate?

Irgendwelche Wahlen stehen ja bekanntlich immer vor der Türe, und der Trend zu immer größeren und zahlreicheren Wahlplakaten ist ungebrochen. Machte früher nur Mutter Natur im Frühjahr die Landschaften bunt, schafft das heute spielend jede Kommunalwahl, Landtags-, Bundestags- und Europawahl. Jeder Kandidat, jede große oder kleine Partei hat heute die technischen und finanziellen Möglichkeiten, ganze Straßenzüge in ein buntes Meer aus Botschaften und Gesichtern zu verwandeln. Hat der Fotograf nun im Studio die Wahlkandidaten gut abgelichtet, gehen die Bilder ab zur Retusche und dann zum Layout.

Bis vor wenigen Jahren wurden Wahlplakate meist im klassischen Offsetdruck produziert und dann mit Kleister auf Hartfaserplatten aufgeklebt, diese dann gebohrt oder auf Dachlattenständer aufgeschraubt und so mit Draht an Straßenlaternen befestigt. Und falls die Wahl im Sommer stattfand, wurden die Plakate in doppelter Auflage gedruckt, damit im Notfall die verblichenen Drucke nach einem Monat für den Endspurt noch einmal mit neuen übergekleistert und aufgefrischt werden konnten.

Doch heute wird mehr und mehr das Hohlkammerplakat bevorzugt, das bereits fix und fertig mit Bohrungen geliefert wird, mehrere Monate farbstabil bleibt, und mit Kabelbindern ganz fix an Straßenlaternen angebracht werden kann. Wie aber sollen dafür Druckdaten erstellt, und wie dafür Daten aufbereitet und geprooft werden?

Alle uns bekannten Hersteller von Hohlkammerplakaten und Wahlplakaten wollen Proofs in ISOCoatedV2 bzw. ISOCoatedV2 300%

Hohlkammerplakate werden auf unterschiedlichsten Systemen produziert. Mal wird mit vier Farben, mal mit sechs, mal mit mehr Farben gedruckt. Daher gibt es für die meisten so produzierten Digitaldruckprodukte keine speziell dafür verbindlichen Proofstandards.

Stattdessen funktioniert es andersherum: Da die meisten dieser Digitaldrucksysteme mindestens über den Farbraum von Offsetdruck auf Bilderdruckpapier besitzen, orientieren sich diese Drucksysteme an der etablierten Farbigkeit von ISOCoatedV2.

So schreibt beispielsweise Printpartner-XXL: "Bei farbkritischen Motiven empfehlen wir deshalb einen Andruck auf Originalmaterial oder um Lieferung eines farbverbindlichen Proofs (mit Prüfkeil und Datum). Daten, die ohne Farbinformationen angeliefert werden, werden mit dem Standard-Profil „ISO Coated v2 “ versehen und produziert.
Eine Reklamation der Farbe kann in so einem Fall nicht anerkannt werden.

Aus unserer Sicht fordern die meisten Druckspezialisten ISOCoatedV2, manche wir flyeralarm und wir-machen-druck ISOCoatedV2 300%. Manche wollen Schwarz ausschließlich als Reinschwarz, manche ausschließlich als Buntschwarz mit CMYK 50/50/50/100 ... und manche machen keinerlei Angaben zu geforderten Farbprofilen ... aber wer nichts vorgibt, hält sich eben vermutlich auch an nichts ... wer also auf Nummer sicher gehen will, sollte sich an einen Anbieter mit funktionierendem Farbmanagement und Vorgaben zu Farbprofilen halten.

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