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Adobe PDF Print Engine

Die Adobe PDF Print Engine – APPE – ist eine auf die Verarbeitung von PDF Dateien spezialisierte Druck und Rendering-Plattform von Adobe, die die verbreitete Postscript Level III Drucksprache bzw. den CPSI (Configurable PostScript Interpreter) ablöst. Die Adobe PDF Print Engine stellt aus PDF Dateien die finalen Druckdaten für Plattebelichter oder Proofsysteme her.

Aktuell ist die Version 3 der Adobe PDF Print Engine, die durch die Mercury RIP Architektur erweitert wurde. Dadurch können PDF-Dateien noch besser parallel verarbeitet werden. So können z.B. auf einem modernen Quadcore-System vier Instanzen der APPE gleichzeitig dieselbe PDF-Datei verarbeiten, was zu einem wesentlich schnelleren Bearbeitungsprozess führt. In großen RIP-Umgebungen können aber auch vier Rechner mit je vier Prozessorkernen gleichzeitig an einer PDF Datei arbeiten.

Laut Adobe ist die APPE die schnellste verfügbare RIP Technologie. Anhand von PDF/X-4 Kundendaten hatte proof.de aber teilweise absurd lange Berechnungszeiten (3,75 Stunden für eine Seite mit der APPE 2.5 in zwei parallelen Instanzen), die auf Nachfrage von Adobe aufgrund der Komplexität der Datei als „normal“ bezeichnet wurde.

Im Gegensatz zu Postscript Level III versteht die APPE kein Postscript. Eine Postscript-Datei muss also zuerst in eine PDF-Datei umgewandelt werden, um verarbeitet werden zu können.

Altona Test Suite

Die Altona Test Suite ist ein Prüfmittel-Paket für Drucker und Druckvorstufenbetriebe. Es umfasst in der aktuellen Version die Roman16 Referenzbilder, verschiedene Testformen für verschiedene Anwendungen (technische Testformen, visuelle Testformen etc.), Referenzdrucke für alle Testformen, ICC-Profile, Referenzdaten aller Testformen und technische Dokumentationen.

Mit der Altona Test Suite können Betriebe einfach und präzise die Farbwiedergabe aller druckrelevanter Hardware- und Softwarekomponenten innerhalb einer Druckerei oder eines Vorstufenbetriebes kontrollieren. Sie wird vom bvdm herausgegeben und erscheint ab Juni 2016 in der Version 2+, die neben den klassischen ISO 12647-Profilen auch die Neuerungen bezüglich Fogra51 / Fogra52 umfasstATS

Amber

Amber ist ein hochweisses, ungestrichenes Papier aus dem Hause Arctic Papier, das in verschiedenen Varianten vorliegt:

  • AMBER GRAPHIC
  • AMBER PREPRINT
  • AMBER VOLUME
  • AMBER HIGHWAY SUPER
  • AMBER HIGHWAY REGULAR

Für folgendes Papier ist ein Proof Profil erhältlich:

  • Amber Graphic

Gerne erstellen wir Ihnen Proofs für Amber Graphic. Sprechen Sie uns an.

Anaglyph

Ein Anaglyphenbild ist ein gedrucktes oder am Bildschirm angezeigtes 3D Bild, das mit einer speziellen Anaglyphen-Brille in 3D betrachtet werden kann. Diese Brillen sind mit einer roten und einer cyanfarbenen bzw. blauen Folie vor den Augen ausgestattet, die Bilder sind meist in schwarzweiss, teilweise auch in bunt gehalten, wobei das Bild für das linke Auge cyan und das Bild für das rechte Auge rot gefärbt ist, also genau entgegengesetzt zur Farbe der Brillenfolien. Die Bilder werden überlagernd auf einer Seite gedruckt.

Da jeweils ein Bild vor jedem Auge durch die Farbfilter verschwindet, entsteht so ein dreidimensionales Bild.

Weitere Informationen finden Sie bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Anaglyph_3D

Andruck

Ein Andruck wird im Gegensatz zum Proof mittels Filmen oder CTP Druckplatten an speziellen Andruckmaschinen mit denselben Farben und Parametern wie der spätere Fortdruck erstellt.

Ein Andruckt ist farblich sehr präzise und auch durch das verwendete Auflagenpapier optisch und haptisch nahezu identisch zum späteren Druck. Im Vergleich zum klassischen Proof aber ist ein Andruck meist um das vielfache teurer und kostet schnell einige hundert Euro. Außerdem benötigt ein Andruck wesentlich mehr Zeit für der Herstellung.  Er ist daher aus wirtschaftlichen Gründen heute kaum mehr relevant und wird nur noch für sehr heikle Drucke mit hohen Auflagen eingesetzt.

Aniva

Aniva ist eine hochpigmentierte Druckfarbe aus dem Hause Epple, die im CMYK Modus deutlich höhere Buntheit erreicht, als klassische Druckfarben. Sie können identisch zu klassischen Druckfarben verarbeitet werden, sind aber wesentlich farbiger und lebendiger als klassische Farben, haben also einen spürbar erweiterten Farbraum.

Für den Proof liegen Aniva ICC Profile von Epple vor, die wir auf Wunsch für den Proof einsetzen können.

Anschnitt

Beschnitt oder Anschnitt bzw die Beschnittzugabe wird im Druck und in der Vorstufe der Bereich bezeichnet, der zwar noch bedruckt wird, aber der außerhalb des eigentlichen Druckes liegt und am Schluß abgeschnitten wird.

Beschnitt ist wichtig, da Papier ja ein Medium ist, das in der Druckmaschine nie ganz exakt zu 100% identisch liegt, und sich diese Schwankungen in jedem Bearbeitungsschritt wie dem Falzen und Heften ja verstärken. Würden also die Daten alleine im „nackten“ Endformat geliefert, wäre häufig am Rand – mal oben, mal unten, mal rechts mal links – ein weißer Rand zu sehen, der durch den Versatz des Druckbildes während des Druckes und der Weiterverarbeitung zustande kommt.

Die meisten Druckereien kommen mit 3mm Beschnitt gut zurecht, Flyeralarm kommt mit leidlichen einem Millimeter auch klar, manchmal liegen die Beschnittangaben  auch dazwischen oder – wie für große Displays und Megaposter – wesentlich höher, da Stoff oder Plane sich noch leichter verzieht.

Werden in InDesign oder anderen Layoutsoftwares oder in Ausschießsoftware Hilfszeichen auf der PDF oder den Druckdaten platziert, dann finden sich auch Beschnittzeichen, die den inneren Bereich, auf den beschnitten wird, und den äußeren Bereich, bis wohin der Beschnitt maximal reicht, kennzeichnen.

Artbox

Der Artbox ist die kleinste Box innerhalb einer PDF-Datei. Sie umfasst den Bereich, der beim Import der PDF-Datei in eine andere Software verwendet werden soll. Sie ist vergleichbar mit der Größenangabe beim Import einer EPS Datei.

Auflagenpapier

Der Begriff „Auflagenpapier“ bezeichnet das Papier, auf dem der endgültige Druck in der Druckerei stattfindet.

Da zuvor ja Proofs oder Farbdrucke von Tintenstrahldruckern oder Farblaserdruckern des Layouts vom Kunden begutachtet werden, sind diese meist auf spezielles Laserdrucker-, Inkjet- oder Proofpapier gedruckt. Vom Papierweiss über den Glanz bis hin zur Grammatik, Dicke und Haptik des Papiers stimmen also viele Parameter nicht mit dem späteren Auflagenpapier überein. Daher wird bei hochwertigen Aufträgen manchmal mit einem Andruck der spätere Offsetdruck auf Auflagenpapier in einer Auflage von wenigen Stück simuliert, damit der Kunde einmal vor Drucklegung die originale Farbigkeit auf dem originalen Auflagenpapier begutachten kann. Ein Proof auf Auflagenpapier ist derzeit nicht möglich.

Barcode

Als Barcode werden maschinenlesbare Strichcodes bezeichnet. Geläufig sind uns diese Codes auf Waren und Büchern, die von Lesegeräte in Kassensystemen gelesen werden.

Strichcode, Balkencode oder Streifencode sind ebenfalls geläufige Bezeichnungen, aber auch als EAN und GTIN, also European Article Number und Global Trade Identification Number werden Barcodes oft bezeichnet, obwohl dies nur zwei Varianten möglicher Barcodes sind.

Barcodes bestehen aus sogenannten „Modulen“, als Strichelementen, die entweder weiß oder schwarz sein können. Zudem sind vor und hinter den Barcodes oftmals noch Ruhezonen, also Bereiche, die nicht beschriftet werden dürfen.

Unterschiedliche Codes können unterschiedliche Informationen tragen. Sind das bei EAN, GTIN und ISBN Codes lediglich Zahlen, so können in Code 39, Code 93 oder Code 128 Barcodes auch Buchstaben und Zeichen codiert werden, und so z.B. eine Bezeichnung in den Barcode eingebracht werden.

Je nach Barcode gibt es ein umfangreiches Regelwerk das sicherstellt, dass Barcodes optimal geselesen werden können. So ist es zum Beispiel wichtig, bestimmte Größen nicht zu unterschreiten oder zu überschreiten, und z.B Mindesthöhen für die Codes zu definieren.

Von Discountern werden beispielsweise nachweise einer bestimmten Qualität des Barcodes gefordert. So wollen ALDI und Hofer beispielsweise mindestens eine „3B“ Qualität in allen Prüfdisziplinen des Barcodes auf Verpackungen für ALDI haben. Eine solche Barcode Prüfung können Sie auch in unserem Shop bestellen.

Basisfarbe

Der Begriff Basisfarbe wird meist im Zusammenhang mit dem Pantone Matching System verwendet. Die Pantone Farben – seit dem Jahr 2014 insgesamt 1.755 Stück – werden aus 18 PANTONE Basisfarben in verschiedenen Mischungsverhältnissen angemischt. Den 14 ursprünglichen Basisfarben wurden nach dem Wegfall von PANTONE GOE vier weitere Basisfarben hinzugefügt. Diese Basisfarben sind selbst auch eine PANTONE Farben, aber werden eben auch für das Mischen aller PANTONE Farben verwendet.

Beschnitt

Beschnitt oder Anschnitt bzw die Beschnittzugabe wird im Druck und in der Vorstufe der Bereich bezeichnet, der zwar noch bedruckt wird, aber der außerhalb des eigentlichen Druckes liegt und am Schluß abgeschnitten wird.

Beschnitt ist wichtig, da Papier ja ein Medium ist, das in der Druckmaschine nie ganz exakt zu 100% identisch liegt, und sich diese Schwankungen in jedem Bearbeitungsschritt wie dem Falzen und Heften ja verstärken. Würden also die Daten alleine im „nackten“ Endformat geliefert, wäre häufig am Rand – mal oben, mal unten, mal rechts mal links – ein weißer Rand zu sehen, der durch den Versatz des Druckbildes während des Druckes und der Weiterverarbeitung zustande kommt.

Die meisten Druckereien kommen mit 3mm Beschnitt gut zurecht, Flyeralarm kommt mit leidlichen einem Millimeter auch klar, manchmal liegen die Beschnittangaben  auch dazwischen oder – wie für große Displays und Megaposter – wesentlich höher, da Stoff oder Plane sich noch leichter verzieht.

Werden in InDesign oder anderen Layoutsoftwares oder in Ausschießsoftware Hilfszeichen auf der PDF oder den Druckdaten platziert, dann finden sich auch Beschnittzeichen, die den inneren Bereich, auf den beschnitten wird, und den äußeren Bereich, bis wohin der Beschnitt maximal reicht, kennzeichnen.

Bleedbox

Die Bleedbox ist eine der fünf PDF-Boxen. Sie beschreibt den Teil der PDF, der den Inhalt und den Anschnitt, also das Bluten, den Bleed umfasst. Im Druck wird meist ein Anschnitt von 1 bis 3 mm benötigt. Eine PDF Datei mit einer A4 Seite für den Druck hat also normalerweise eine Trimbox von 210 x 297 mm, also dem beschnittenen Seitenformat. Die Bleedbox hat bei 3 mm Beschnitt ringsum die Größe von 216 x 303 mm. Die Werte der Cropbox sind normalerweise voreingestellt.

bvdm

Bundesverband Druck und Medien: Der Bundesverband Druck und Medien e.V. (bvdm) ist der Spitzenverband der deutschen Druckindustrie. Als Arbeitgeberverband, politischer Wirtschaftsverband und technischer Fachverband vertritt er die Positionen und Ziele der Druckindustrie gegenüber Politik, Verwaltung, Gewerkschaften und Zulieferern.

Getragen wird der bvdm von neun regionalen Verbänden, in denen die Druck- und Medienunternehmen als Mitglieder organisiert sind.

CAT

CAT steht für Cromatic Adaption Transform, die chromatische Adaption.

Die Chromatische Adaption bedeutet, dass das Auge des Menschen einen automatisierten Weissabgleich vornimmt. Farbe wird damit recht unabhängig von der Farbtemperatur wahrgenommen.  Die CAT Algorithmen basieren auf Erkenntnissen der Wissenschaft über die Chromatische Adaption bei verschiedenen Licht- und Farbkombinationen.

CGATS

engl.:  Committee for Graphic Arts Technologies Standards
Eine Standardisierungsgruppe, die verschiedene Standards für die US Druckindustrie entwickelt. Die Standards beziehen sich u.a. auf den Druck, die Farbkonvertierung und vieles mehr.

CIELAB

Das CIELAB-Farbmodell wurde 1976 von der Commission Internationale de l’Eclairage definiert und beschreibt alle wahrnehmbaren Farben. Es ist ein mathematisches Farbmodell, bei dem die spektralen Eigenschaften eines Objektes und die Wahrnehmungseigenschaften unseres Sehapparats miteinander verrechnet werden. CIELAB oder kurz: LAB hat sich bis heute überall durchgesetzt, wo es um exakte Farbberechnung geht, sei es in der Farbmessung, -rezeptur oder in den gängigen Betriebssystemen: Das Farbmanagement funktioniert üblicherweise über CIELAB.

CMYK

CMYK steht für die vier Druckfarben Cyan, Magenta, Yellow (Gelb) und „Key“ (Schwarz bzw. Schwarzanteil). Diese vier Druckfarben bilden die Basis für den Vierfarbdruck. Für den Druck von bunten Fotos werden mindestens diese vier Druckfarben benötigt.

CMYK-Farbräume sind abhängig vom jeweiligen Drucker und dem verwendeten Papier und benötigen daher Farbprofile, um die Farbtöne genau zu beschreiben.

Die wichtigsten CMYK-Farbräume sind:

Contract Proof

Ein Contract Proof (deutsch.: Kontrakt Proof) ist ein farbverbindlicher und rechtsverbindlicher Proof nach ISO 12647-7. Der Contract Proof ist der derzeit höchste Proof Standard mit den engsten Toleranzen und gilt daher als „Kontrakt“, also als Vertrag zwischen dem Proofersteller und der Druckerei.

Die Qualität und Leistungsfähigkeit eines Proofsystemes kann z.B. von der Fogra durch das Zertifikat „Contract Proof Creation“ überprüft und erteilt werden. Unternehmen, die für die Erstellung von Contract Proofs durch die Fogra zertifiziert sind, dürften das FograCert Logo führen. Anhand der Zertifizierungsnummer kann auf der Website der Fogra einfach nachgeprüft werden, für welchen Proof Standard das Zertifikat erteilt wurde und ob es gültig ist.

Da das Zertifikat mit hohen Kosten verbunden ist und nach nur einem Jahr abläuft und rezertifiziert werden muss, scheuen zahlreiche Unternehmen die Kosten und werben leider mit viele Jahre alten Zertifikaten.

Cromalin

Cromalin ist ein von DuPont in den 70er Jahren vorgestelltes Prüfdruckverfahren. Die Herstellung eines Chromalin-Proofs erfolgt durch schichtweise nacheinanderfolgende Belichtungen auf Film, der dann auf Spezialpapier auflaminiert wird.

Heute spielt ein Cromalin bei der Prooferstellung keine Rolle mehr, es wurde vollständig vom preiswerteren und schnelleren Digitalproof verdrängt.