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Gamutmap: Das Farb-Tool für cross-mediales Design

Durch unser Engagement bei freieFarbe e.V. wurde beim letzten Treffen in der Schweiz der Wunsch nach einem crossmedialen Tool für Designer laut, mit dem man Schnittmengen von Farben aus dem freieFarbe CIELAB HLC Colour Atlas XL bilden kann.

Mit Gamutmap hat die Proof GmbH nun ein solches Tool geschaffen, das allen Designern kostenlos zur Verfügung steht. Mit Gamutmap können aus 34.250 Farben des gesamten CIELAB Farbraumes nahezu 100 einzelne Farbräume angezeigt, oder Schnittmengen aus vielen kombinierten Farbräumen angezeigt werden.

Ein Beispiel: Als Designer suchen Sie nach Farben für ein neues Corporate Design, die sowohl in sRGB für das Internet, in ISOCoatedV2 für den Druck der Imagebroschüren und in PSOUncoatedV3 für den Druck des Briefpapieres zur Verfügung stehen. Für Videoproduktionen soll zudem der Rec.709 Farbraum berücksichtigt werden.

In Gamutmap können Sie nun ganz einfach die Farbräume sRGB, ISOCoatedV2, PSOUncoatedV3 und Rec.709 anwählen und dann auf „show“ klicken. Nach wenigen Sekunden sehen Sie nun nur noch diejenigen Farben, die in allen ausgewählten Farbräumen vorhanden sind. Wenn Sie über einen Farbfeld mit der Maus ziehen, dann sehen Sie direkt die absolut farbmetrischen Werte der Farbe in allen ausgewählten Farbräumen und können diese direkt kopieren und in ihre Zwischenablage kopieren.

Rechts oben steht Ihnen ein vertikales Farbrad zur Verfügung, um schnell zum allen Hue-Farbtönen des HLC CIELAB Farbraumesnavigieren zu können.

Da der Hex-Wert des sRGB Farbraumes ebenfalls noch interessant war, wurde dieser Farbraum noch zusätzlich für die Anzeige markiert. Die HLC- und Lab-Werte aller Farben können direkt in der Farbtabelle abgelesen werden. Alle anderen Farbwerte können einfach nach der Mausbewegung auf das gewünschte Farbfeld in die Zwischenablage kopiert werden. Für das im obigen Beispiel angezeigte Farbfeld sieht das so aus:

HLC: H005 | L055 | C035
Lab: 55 | 34,867 | 3,05
sRGB: 188 | 106 | 128
sRGB (HEX): #BC6A80
Rec. ITU-R BT.709-5: 188 | 87 | 115
ISO Coated V2 (ECI): 14 | 64 | 27 | 11
PSO Uncoated V3 (Fogra52): 10 | 70 | 34 | 8

Gamutmap ist „Work in Progress“

Wir sind sicher, dass gamutmap vielen Designern eine große Hilfe bei der Gestaltung von Cross-medialen Corporate Designs sein wird und freuen uns sehr, dass wir das Projekt mit den Mitgliedern von freieFarbe e.V. starten und anschieben konnten. Gamutmap ist für uns „Work in progress“, das heißt: In den kommenden Wochen werden wir weitere Funktionalitäten und Features zu Gamutmap ergänzen. So ist zum Beispiel eine deutsche Version in Arbeit, und auch der Download von spektralen D50 CxF Daten der ausgewählten Farben soll in Zukunft direkt beim Hovern über dem jeweiligen Farbfeld möglich sein, wenn das Feld im Gamut des freieFarbe CIELAB HLC Colour Atlas XL ist. Weitere Funktionserweiterungen stehen bereits auf unserer Wunschliste… 🙂

Wir freuen uns über Anregungen, Kritik, Wünsche und jede Unterstützung für die Erweiterung und Ergänzung von Gamutmap.

Ein Video zur Anwendung von Gamutmap von Peter Jäger von freieFarbe e.V. finden Sie auf youtube und auf der seiner Schulungsplattform com2publish.ch:

Preview Youtube Video Gamutmap.com

 

 

Adobe Farbwähler 2019: Nachkommastellen in InDesign und Illustrator möglich

Adobe hat in der 2019er Version seinen Farbwähler aktualisiert. Insbesondere in Adobe InDesign 2019 sind jetzt für LAB und CMYK Nachkommastellen bei der Farbeingabe möglich, was insbesondere im HighEnd Farbbereich ein schon lange gewünschtes Feature darstellt. Bislang war zwar in Adobe InDesign schon möglich, Farbwerte z.B. in CMYK mit Nachkommastellen einzugeben und diese auch beim PDF Export in die PDF zu schreiben, angezeigt wurden aber immer nur ganzzahlige Werte.

In Adobe InDesign 2019 können jetzt bei LAB und CMYK drei Nachkommastellen eingegeben und auch wieder ausgelesen werden. Bei der automatischen Beschriftung der Farbfelder werden diese Werte jedoch nicht übernommen, wobei diese ja auch immer manuell angepasst werden kann.

In Adobe InDesign 2019 können jetzt bei CMYK und LAB Werte mit bis zu 3 Nachkommastellen eingegeben werden.
In Adobe InDesign 2019 können jetzt bei CMYK und LAB Werte mit bis zu 3 Nachkommastellen eingegeben werden.

Auch in Adobe Illustrator 2019 sind jetzt CMYK Eingaben mit Nachkommastellen möglich, wobei hier nur zwei Nachkommastellen möglich sind. Bei LAB ist nach wie vor nur eine ganzzahlige Angabe möglich.

Adobe Illustrator 2019 Farbwähler CMYK Eingabe mit zwei Nachkommastellen
Adobe Illustrator 2019 Farbwähler CMYK Eingabe mit zwei Nachkommastellen

Adobe Illustrator 2019 Farbwähler LAB Eingabe nur ohne Nachkommastellen möglich
Adobe Illustrator 2019 Farbwähler LAB Eingabe nur ohne Nachkommastellen möglich

Lediglich bei Adobe Photoshop sind nach wie vor keinerlei Dezimalstellen, sondern nur ganzzahlige Eingaben erlaubt, dabei spielt es keine Rolle, ob die Datei in 8Bit oder 16Bit angelegt ist. Das gilt, für LAB, RGB, CMYK und Graustufen gleichermassen: In keinem Farbsystem ist eine Angabe mit Nachkommastellen erlaubt. (mehr …)

Proof GmbH ist Partner von freieFarbe e.V.

freieFarbe e.V. ist ein Zusammenschluss deutscher und schweizer Farb-Experten, die daran arbeiten, in allen Anwendungsbereichen übereinstimmende Farbe zu erzeugen. Klingt einleuchtend? Genau. Das ist ja das Thema, das für unsere Proofkunden von zentraler Bedeutung ist. Daher arbeiten wir derzeit in einem Projekt eng mit den Kollegen von freieFarbe e.V. zusammen und sind jetzt auch als Proof GmbH Mitglied und Partner von freieFarbe e.V.

freieFarbe e.V. LogofreieFarbe setzt auf offene Standards wie LAB und HLC, die im Computer längst integriert sind und möchten zeigen: der Computer ist ein ideales Werkzeug für Farbe, er kann Farbe frei machen! Der Verein freieFarbe e.V. möchte die Farbkommunikation fördern ohne erwerbswirtschaftliche Ziele zu verfolgen.

freieFarbe e.V. möchte Entwicklungen fördern, die…

  • Farbe berechenbar machen
  • Farbe anwendbar machen
  • Farbsysteme vergleichbar machen
  • Farbkommunikation vereinfachen
  • keine Lizenzkosten verursachen
  • Tipps und Hinweise geben zu einem crossmedial korrekten Farbenworkflow
  • das vielfache Mysterium Farbe verständlich machen

Dazu haben in den vergangenen Monaten Holger Everding, Peter Jäger, Eric A. Soder und Jan-Peter Homann einen gänzlich neuen Ansatz entwickelt, den wir gemeinsam mit den Kollegen zu einem Produkt entwickeln durften, das wir demnächst vorstellen werden.

1. Jahreshauptversammlung des freieFarbe e. V., 30.9.2017, Berlin. Von links nach rechts: Eric A. Soder (pixsource.com), Matthias Betz (proof.de), Jan-Peter Homann (colormanagement.de), Peter Jäger (pre2media.ch), Holger Everding (dtpstudio.de). Foto: E. Soder
1. Jahreshauptversammlung des freieFarbe e. V., 30.9.2017, Berlin. Von links nach rechts: Eric A. Soder (polygrafix.ch), Matthias Betz (proof.de), Jan-Peter Homann (colormanagement.de), Peter Jäger (pre2media.ch), Holger Everding (dtpstudio.de). Foto: E. Soder

Gerne nutzen wir die Gelegenheit, auf ein tolles Feature der Website von freieFarbe.de hinzuweisen: Die Farbdatenbank: Hier können Sie die wichtigsten Farbwerte für über 300 Farbsysteme nachsehen und Farbvergleiche aller Art berechnen.

Hier können Sie die wichtigsten Farbwerte für über 300 Farbsysteme nachsehen und Farbvergleiche aller Art berechnen.

Für die Arbeit innerhalb des Vereines freieFarbe e.V. sucht der Verein natürlich jederzeit noch kompetente Mitstreiter. Wenn Sie ebenso wie uns das Thema Farbe vielfältig berührt, gibt es bei fF viele Möglichkeiten, Kenntnisse und Stärken einzubringen. Wenn Sie Lust an unserer guten Sache verspüren, melden Sie sich!

www.freieFarbe.de

Reproduktion von Anaglyphen Bildern und Strichzeichnungen

Bereits vor einigen Wochen erreichte uns ein ungewöhnliches Anliegen: Der Musiker und angehende Kunststudent Tobias Weh aus Osnabrück experimentierte mit Linienzeichnungen auf Anaglyphen-Basis und erzielte damit am Monitor sehr gute Ergebnisse. Er schuf überlagernde Strichzeichnungen, die dann durch das linke Auge betrachtet ein anderes Bild lieferten als durch das rechte Auge betrachtet. Die Frage war, ob das mit dem hohen Farbumfang eines Proofsystems besser zu reproduzieren war als mit dem einfachen heimischen Tintenstrahldrucker.

Da solche Fragestellungen auf den ersten Blick natürlich sehr interessant sind waren wir rasch bereit, Herrn Weh bei seiner Arbeit zu unterstützen. Um uns an die Materie heranzutasten vermassen wir mit einem i1 Pro 2 und BabelColor Color Translator & Analyzer die durch die marktüblichen Anaglyphenbrillen durchgelassenen Spektren für die beiden Folien.

Anaglyphenbrille - Durchgelassenes Spektrum der beiden FolienEigentlich ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis. Durch die Wahl zweier Farben als Druckfarben in den Spektralbereichen von 450 bis 500 Nanometern für Blau und 650 bis 700 Nanometern für Rot müsste sich eigentlich ein recht gutes Ergebnis erzielen lassen.  (mehr …)

Layout in RGB, Druck in CMYK. Probleme?

Insbesondere in größeren Unternehmen stellt heute das Layout in RGB eher die Regel als die Ausnahme dar. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand:

  • Das Layout findet in einem großen, nahezu medienneutralen Farbraum statt
  • Alle Photoshop Filter stehen uneingeschränkt zur Verfügung
  • Der Prozess der Farbraumkonvertierung nach CMYK wird so spät als möglich in den Produktionsprozess verlagert

In der Praxis stehen aber insbesondere an zwei Stellen mögliche Probleme ins Haus.

Problemstellung 1: CMYK Konvertierung im letzten Schritt.
Der Katalog ist in InDesign gelayoutet, alle Daten stimmen perfekt, als letzter Schritt vor Druck und Proof steht der Export in ein druckfähiges PDF in CMYK an. Im Normalfall erfolgt das über einen Preset in InDesign, in dem die genauen Spezifikationen für die Farbraumkonvertierung definiert sind. In der Praxis ist dieser Farbraumtransfer aber kaum zu überwachen. Das Problem: Selbst wenn Sie in der exportierten PDF Datei z.B. die Farbwerte in Acrobat kontrollieren, zeigt Ihnen Acrobat nicht wirklich die enthaltenen Farben an. Auch bei fälschlicherweise immer noch enthaltenen RGB Bildern würde Ihnen Acrobat brav CMYK Werte anzeigen. Im Druck können aber beim erneuten Verarbeiten der Daten andere CMYK Werte entstehen. Da sah vor kurzem so aus: (mehr …)

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