freieFarbe: CIELAB HLC Colour Atlas XL erschienen und bei proof.de bestellbar

Nach fast einem Jahr Arbeit ist es endlich soweit. Der CIELAB HLC Colour Atlas XL hat das Licht der Welt erblickt. Der neue HLC Colour Atlas XL ist die Basis für alle Stufen der professionellen Farbkommunikation – vom Design bis zum fertigen Produkt. Die Standard-Version enthält 2040, die neue XL-Version sogar 13283 mathematisch-systematisch abgestufte CIELAB-Farbtöne. auf 74 Seiten.

Sie können den CIELAB HLC Farbatlas hier bei uns im Shop bestellen

Das kostenlose Dateipaket beinhaltet die Ebenen-PDF-Version mit mehreren Gamuts für für die Analyse und recherche von Farben, sowie die Spektraldaten (380–730 nm) aller Farbtöne für Rezeptursoftware, eine Excel-Tabelle mit den Messwerten und Spektren sowie Farbwertetabellen für alle gängigen CMYK Farbräume und sRGB.

Alle Dateien stehen unter einer CC-Lizenz zum kostenlosen Download zur Verfügung. Nur der durch die Proof GmbH gedruckte HLC Farbatlas XL ist kostenpflichtig, da die Produktion sehr arbeits- und kostenintensiv ist. Bis Ende März 2019 gilt der Einführungspreis von EUR 399,-, ab April EUR 599,– zzgl. MwSt. und Versandkosten.

Wir von freieFarbe e.V. und der Proof GmbH sehen im „CIELAB HLC Colour Atlas XL“ eine echte, transparente und hochpräzise Alternative zu den hunderten proprietären Farbsystemen, die eine schneller und präzise, crossmediale Kommunikation in Design und Produktion oft sehr schwierig machen.


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DIN SPEC 16699 „Offene Farbkommunikation“ erschienen

Vor wenigen Tagen ist unsere DIN SPEC 16699 „Offene Farbkommunikation“ erschienen und steht nun im Beuth-Verlag bei der DIN zum kostenlosen Download bereit.

Matthias Betz von der Proof GmbH, Holger Everding vom DTP Studio Oldenburg, Jan-Peter Homann von Homann Colormanagement aus Berlin und Eric. A Soder von Pixsource aus der Schweiz, allesamt Mitglieder im Verein freieFarbe e.V., haben in der zweisprachigen DIN Spezifikation einen Weg zur Erstellung von hochpräzisen Farbmustern Weiterlesen

Adobe Farbwähler 2019: Nachkommastellen in InDesign und Illustrator möglich

Adobe hat in der 2019er Version seinen Farbwähler aktualisiert. Insbesondere in Adobe InDesign 2019 sind jetzt für LAB und CMYK Nachkommastellen bei der Farbeingabe möglich, was insbesondere im HighEnd Farbbereich ein schon lange gewünschtes Feature darstellt. Bislang war zwar in Adobe InDesign schon möglich, Farbwerte z.B. in CMYK mit Nachkommastellen einzugeben und diese auch beim PDF Export in die PDF zu schreiben, angezeigt wurden aber immer nur ganzzahlige Werte.

In Adobe InDesign 2019 können jetzt bei LAB und CMYK drei Nachkommastellen eingegeben und auch wieder ausgelesen werden. Bei der automatischen Beschriftung der Farbfelder werden diese Werte jedoch nicht übernommen, wobei diese ja auch immer manuell angepasst werden kann.

In Adobe InDesign 2019 können jetzt bei CMYK und LAB Werte mit bis zu 3 Nachkommastellen eingegeben werden.

In Adobe InDesign 2019 können jetzt bei CMYK und LAB Werte mit bis zu 3 Nachkommastellen eingegeben werden.

Auch in Adobe Illustrator 2019 sind jetzt CMYK Eingaben mit Nachkommastellen möglich, wobei hier nur zwei Nachkommastellen möglich sind. Bei LAB ist nach wie vor nur eine ganzzahlige Angabe möglich.

Adobe Illustrator 2019 Farbwähler CMYK Eingabe mit zwei Nachkommastellen

Adobe Illustrator 2019 Farbwähler CMYK Eingabe mit zwei Nachkommastellen

Adobe Illustrator 2019 Farbwähler LAB Eingabe nur ohne Nachkommastellen möglich

Adobe Illustrator 2019 Farbwähler LAB Eingabe nur ohne Nachkommastellen möglich

Lediglich bei Adobe Photoshop sind nach wie vor keinerlei Dezimalstellen, sondern nur ganzzahlige Eingaben erlaubt, dabei spielt es keine Rolle, ob die Datei in 8Bit oder 16Bit angelegt ist. Das gilt, für LAB, RGB, CMYK und Graustufen gleichermassen: In keinem Farbsystem ist eine Angabe mit Nachkommastellen erlaubt. Weiterlesen

Warum ist das Einbetten von RGB Profilen eigentlich wichtig?

 Vor einigen Tagen rief uns ein Kunde aus dem Bereich Design an, der für eine aufwändige CD-Produktion auf Anraten des produzierenden Unternehmens („Die Druckerei hat noch eine Vorstufe, die dann Ihre Daten optimal aufbereiten kann…“) offene Adobe InDesign Daten in ISOCoatedV2 300% mit enthaltenen RGB Bildern an die Produktionsfirma gesendet hat. Das Ergebnis der fertig gedruckten CD Booklets und Inlays entsprach überhaupt nicht dem kalibrierten Monitorbild unseres Kunden, auch der Auftraggeber war unglücklich und forderte zur Fehlersuche die Druckdaten über die Produktionsfirma von der Druckerei an, die den Druck zu verantworten hatte. Es kamen Daten im Farbraum „US Web Coated“ mit einer Farbdeckung von 350% von der Druckerei zurück. Zur Fehlersuche liess der Kunde dann einen Proof von seinen Daten bei uns erstellen, hatte aber beim Schreiben der Proof-PDF wie gewohnt die Einstellungen „In Zielprofil konvertieren (Werte beibehalten)“ gewählt; wir erhielten also vollständig in CMYK aufgebaute Daten, von denen wir einen Proof nach ISOCoatedV2 300% fertigten, der den Erwartungen unseres Kunden vollkommen entsprach. Es scheint also, als hätte der Designer die Daten korrekt erstellt und die Druckerei falsch gedruckt.

Bei näherer Betrachtung des Sachverhalts zeigte unsere Fehleranalyse hier zwei gravierende Schwachstellen auf:

  • Zum einen die offensichtlich falsche Profilkonvertierung der Druckerei mit InDesign CS2 nach „US Web Coated“, einem vollkommen veralteten und in Europa nie eingesetzten Profil, das eben mit frühen Creative Suite Versionen ausgeliefert wurde und wohl mangels Kompetenz aut Seiten der Druckerei nie angepasst wurde.
  • Zum anderen aber waren in der offenen InDesign Datei unseres Kunden, die er an das Produktionsunternehmen gesendet hatte RGB Bilder ohne Profil enthalten (also DeviceRGB), die nicht sicher interpretiert werden können.

Eine Reklamation des Designers bei der Druckerei wird in diesem Falle natürlich schwierig, da zum einen nicht profilierte RGB Daten an die Produktionsfirma gesendet wurden, und zum anderen keine vom Datenersteller erzeugte Druck-PDF im korrekten Ausgabefarbraum ISOCoatedV2 300% mitgeliefert wurde. Weiterlesen