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Normlicht

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Als Normlicht bezeichnet man definierte Lichtbedingungen, unter denen Betrachter Drucke oder Gegenstände einheitlich betrachten und beurteilen können, also eine Lichtart, deren spektrale Strahlungsverteilung standardisiert und genormt ist. Da die Wahrnehmung von Farben stark von der Art der Beleuchtung abhängt, ermöglicht nur Normlicht eine verlässliche und wiederholbare Beurteilung von Farben. Diese Standardisierung ist entscheidend, um Farbangaben und Farbabmusterungen unabhängig vom Betrachter und vom Betrachtungsort zu vereinheitlichen.

Die Normlichtarten werden von der Internationalen Beleuchtungskommission (CIE) festgelegt. Es handelt sich dabei nicht um reale Lichtquellen, sondern um mathematisch definierte spektrale Kurven, die bestimmte Lichtverhältnisse simulieren. In der Praxis können real existierende Lichtquellen diese Kurven nur annähernd erreichen.

Die wichtigsten Normlichtarten sind nach ihrem Anwendungsbereich unterteilt:

  • D-Serien (Tageslicht): Die Normlichtarten der D-Serien (D steht für „daylight”) simulieren Tageslicht mit unterschiedlicher Farbtemperatur.
    • D50 (5000 Kelvin) entspricht neutralem Tageslicht und ist der verbindliche Standard für die grafische Industrie (Druck und Druckvorstufe). Sie wird verwendet, um Druckerzeugnisse und Bildschirme zu kalibrieren und abzumustern, also visuell auf Farbtreue zu prüfen.
    • D65 (6500 Kelvin) stellt ein durchschnittliches Tageslicht bei wolkenbedecktem Himmel in West- und Nordeuropa dar. D65 wird in vielen Industriebereichen zur visuellen Farbbeurteilung und zur Kalibrierung von Bildschirmen genutzt.
  • Normlichtart A (2856 K): Diese Normlichtart wurde 1931 definiert und simuliert das Licht einer herkömmlichen Glühlampe im Haushalt. Sie dient zur Beurteilung von Objekten unter Warmlichtbedingungen.
  • Die CIE hat verschiedene Normlichtarten der F-Serie – F1 bis F12 – definiert. Diese repräsentieren das Licht von Leuchtstoffröhren mit unterschiedlichem Farbwiedergabeindex und unterschiedlicher Farbtemperatur.

Die wichtigsten Normlichtarten in der Druckindustrie sind D50 nach ISO 3664:2009 für Grafiker und zur Farbabstimmung an der Druckmaschine (Farbtemperatur: 5.000 Kelvin) und D65 (Farbtemperatur: 6.500 Kelvin) für Internetgrafiker. D65 ist die Standardeinstellung der meisten Monitore.

Metamerie

Die Bedeutung von Normlicht wird insbesondere beim Phänomen der Metamerie deutlich. Metamere Farben sind zwei Farbmuster, die unter einer bestimmten Licht identisch erscheinen, sich aber unter einer anderen Beleuchtung unterscheiden. Durch Normlicht wird sichergestellt, dass eine unter standardisierten Bedingungen vorgenommene Farbabstimmung nicht durch eine abweichende Beleuchtung verfälscht wird. Viele Normlichtkabinen wie die von JUST, GTI oder PANTONE, in denen die Farbabmusterung stattfindet, bieten auch die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Normlichtarten zu wechseln, um metamere Effekte zu erkennen.

Hersteller

Wichtige Hersteller von Normlichtleuchten, Normlichtröhren (der Vertrieb von klassischen Neonröhren ist in der EU seit 2023 untersagt) und Normlichtkabinen in Deutschland sind:

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