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GD3

GD3 bezeichnet einen gestrichenen Sekundärfaserkarton, Einlage und Rückseite grau
(Chromo-Duplexkarton), Oberseite holzfrei weiß oder leicht holzhaltig weiß, mit spez. Volumen (< 1,3 cm³/g).

V = hf oder leicht hh weiß
E = grau
R = grau

hf weiß: holzfrei weiße Lage aus gebleichtem Zellstoff mit einer Beimischung von höchstens 5% Holzschliff

leicht hh weiß = leicht holzhaltig weiße Lage aus gebleichtem Zellstoff mit einer Beimischung von höchstens 30% Holzschliff

grau = Lage aus Altpapierfaserstoff (wiederverwendete Zellstoff- und Holzschliffasern)

Gestaltungsraster

Das Gestaltungsraster ist eine Hilfskonstruktion und hilft im Layout beim platzieren der Texte, Bilder und Grafiken. Es dient zur Vereinheitlichung im Dokument.

GGZ

GGZ bezeichnet einen gussgestrichenen, vollgebleichten Zellstoffkarton im Verpackungsdruck.

Vorderseitige Decklage = hf weiß
Einlage = hf weiß
Rückseitige Decklage = hf weiß

hf weiß: holzfrei weiße Lage aus gebleichtem Zellstoff mit einer Beimischung von höchstens 5% Holzschliff

 

GMG

GMG Color ist ein Unternehmen mit Sitz in Tübingen, das sich mit der Entwicklung von Farbmanagement-Software einen Namen gemacht hat. Seit über 25 Jahren entwickelt GMG Color vom Druckertreiber bis zur komplexen Proofsoftware zahlreiche Produkte für kommerzielle Anwender.

Mit der Proofsoftware GMG ColorProof hat GMG neben EFI / Fiery einen hohen Marktanteil in der grafischen Industrie erreicht. Mit GMG FlexoProof ist GMG auch im Bereich des Flexodrucks für Verpackungs und Etikettendruckereien eine spezialisierte Lösung gelungen.

GOE

2007 von Pantone eingeführtes Farbsystem mit über 2.000 Farben, das ursprünglich das Pantone Matching System PMS ablösen sollte. Es wurde im Februar 2014 von Pantone abgekündigt und ist nicht mehr am Markt existent.

Die Vorteile von Pantone GOE lagen dabei auf der Hand:

  • Mit 2056 Farben umfasste es nahezu doppelt so viel Farben wie das Pantone Matching System mit lediglich 1.114 Farben
  • Die Farben konnte aus nur 10 Basisfarben hergestellt werden
  • Die Schichtdicke von GOE lag bei einheitlich 1,3 gr/qm und war so für Druckereien besser handhabbar als die teilweise sehr unterschiedlichen Schichtdicken des PMS
  • Eine GOE Farbe wurde aus maximal zwei Basisfarben und Pantone Black bzw. Pantone Clear angemischt. Die Rezepturen waren einheitlich und klar.
  • Die Farbanordnung im Fächer war logisch chromatisch gegliedert:
    • Die erste Zahl stand für die Farbfamilie
    • die zweite Zahl stand für die Fächerseite innerhalb der Familie
    • die dritte Zahl stand für die Position auf der Fächerseite: 1 war stets die oberste und hellste Farbe, 7 die unterste und dunkelste Farbe

Trotz der mit viel Aufwand betriebenen Markteinführung fand Pantone GOE nur wenig Verbreitung. Während bereits 2008 GOE in den wichtigsten Softwareprodukten wie Quark Press oder der Adobe Palette integriert war, haben sich zumeist Druckereien dem Einsatz von Pantone GOE verweigert. Sie konnten einfach den Einsatz von zwei Pantone Systemen nicht nachvollziehen, und wollten nicht statt der 14 Basisfarben aus 2007 nun noch weitere 10 Basisfarben für GOE vorhalten. Zudem waren in Druckereien natürlich über die Jahre auch zahlreiche andere Pantonefarben im Farblager, die mit GOE keine Verwendung mehr gehabt hätten. Also wurden zahlreiche Agenturkunden und Designer durch die mangelnde Unterstützung von Seiten der Druckunternehmen wieder zurück zum bereits seit 1963 existierenden Pantone Matching System gezwungen.

Pantone reagierte, indem es das PMS mit über 600 neuen Farben auf derzeit 1.755 Farben (Stand 03/2014) ausbaute, den Fächer chromatisch anordnete und vier der 10 Pantone GOE Basisfarben als neue Basisfarben in das Pantone Matching System aufnahm und so die PMS Farbpalette erweiterte. Mit der Fächergeneration Pantone Plus des Jahres 2014 wurde Pantone GOE abgekündigt. De facto dürfte das allerdings kaum mehr eine Rolle spielen, da eine sich GOE ohnehin nie einen spürbaren Marktanteil erobern konnte.

Graubalance

Die Graubalance ist das Verhältnis der Basisfarben (Prozessfarben) CMY (Cyan, Magenta, Gelb) im Vierfarbdruck, durch das ein optisch neutrales Grau erreicht wird.

Bei der Separation von RGB-Bilddaten werden diese in den CMYK-Farbraum übertragen. Dabei muss die Graubalance angepasst werden, sodass unbunte RGB-Werte auch im Druck unbunt sind (Graubalancekorrektur).

Grundlinienraster

Durch das Grundlinienraster kann im Layout garantiert werden, dass Schriftzeilen in einem Dokument auf der gleichen Höhe sind.

GT

GT bezeichnet einen gestrichenen Sekundärfaserkarton.

Vorderseitige Decklage = hf weiß od. leicht hh weiß
Einlage = grau
Rückseitige Decklage = hell

hf weiß: holzfrei weiße Lage aus gebleichtem Zellstoff mit einer Beimischung von höchstens 5% Holzschliff

hell = helle Lage aus Holzschliff oder aus einer Mischung von ungebleichtem Zellstoff und Holzschliff

grau = Lage aus Altpapierfaserstoff (wiederverwendete Zellstoff- und Holzschliffasern)

GTI

Die GTI GmbH ist neben Just Normlicht ein namhafter Hersteller von Normlichtröhren und Normlichtpulten und Farbkabinen. GTI bietet zahlreiche Systeme zur Farbbeurteilung, setzt aber im Gegensatz zu Just nicht auf die LED, sondern bietet ausschließlich auf speziellen Neonröhren basierende Lösungen an. LEDs in der Normlichtindustrie sind laut GTI unwirtschaftlich und qualitativ keine wirkliche Alternative zu den bewährten Röhren.

Weblink: http://www.gtigmbh.de

GTIN

Global Trade Identification Number

Die ehemalige EAN wurde 2009 durch die Bezeichnung GTIN (Global Trade Identification Number) abgelöst. Sie ist das Synonym für 8- und 13-stellige Barcodes.

Die GTIN Nummern enthalten neben dem Land und dem Verweis auf den Hersteller eine fortlaufende Produktnummer und eine Prüfziffer. Die Nummern werden gegen entsprechende Gebühr weltweit von der GS1 vergeben.

Die Proof GmbH ist Mitglied der GS1.

Einen Artikel mit Tipps zur Erstellung von GTIN Nummern für Grafiker finden Sie hier.

GTIN Nummern recherchieren können Sie hier:

GZ

GZ bezeichnet einen gestrichenen, gebleichten Zellstoffkarton.

Vorderseitige Decklage = hf weiß
Einlage = hf weiß
Rückseitige Decklage = hf weiß

hf weiß: holzfrei weiße Lage aus gebleichtem Zellstoff mit einer Beimischung von höchstens 5% Holzschliff

Heaven 42

Heaven 42 ist ein hochweißes (CIE = 157), gestrichenes Bilderdruckpapier der Papierfabrik Scheufelen in Lenningen in Baden-Württemberg. Heaven 42 eignet sich speziell für technische Motive (Grautöne, Silbertöne aus 4c, starke Hell-Dunkelkontraste). Diese wirken auf Heaven 42 besonders brillant und neutral. Bei warmen Tönen (z. B. Hauttöne) sind Farbanpassungen aber auf jeden Fall empfehlenswert.

Farbanpassungen für Heaven 42

Bei intensiven Druckversuchen wurde festgestellt, dass das auf www.heaven42.com zur Verfügung gestellte ICC-Profil Verwendung finden kann. Dieses Profil können wir auch im Proof abbilden.

Die absolut weiße Papierfärbung von heaven 42 hat sowohl auf den Druck Auswirkungen – als auch auf die Druckvorstufe. Bei unveränderter Separation (z.B. mit dem ICC-Profil „IsoCoated_v2“), wirkt das Druckbild bei gleicher Färbung und Tonwertzunahme erheblich kälter.

Diese Eigenschaft ist für die Umsetzung technischer Motive gut. Bei Abbildungen von Personen und Hauttönen führt der hohe Weißgrad allerdings zu einem spürbaren Blaustich. Daher ist eine Anpassung der Farben auf die gewünschte Farbanmutung erforderlich.

Die Proof GmbH ist in der Lage, Proofs des Scheufelen Farbprofiles für Heaven 42 anzufertigen. Die Proofs werden auf aufhellerhaltigem Papier gedruckt und im M1 Standard unter Berücksichtigung der optischen Aufheller vermessen.

Weitere Informationen finden Sie auch auf www.heaven42.com

HKS

HKS ist ein deutsches Farbsystem, das von den Firmen Horstmann-Steinberg, Kast + Ehinger und H. Schmincke und Co. entwickelt wurde, daher auch der Name: HKS. Es ist in Deutschland recht verbreitet, spielt international aber keine Rolle und wird zunehmend von Pantone als weltweites Farbsystem an den Rand gedrängt.

Er gibt vier unterschiedliche Farbfächer:

  • HKS K für Kunstdruckpapier, also Bilderdruck
  • HKS N für Naturpapier
  • HKS Z für Zeitungspapier
  • HKS E für Endlospapier

Die ursprünglich 88 Farben wurden vor wenigen Jahren mit den neuen Fächern HKS 3000+ auf 3520 Farbtöne erweitert, die im Gegensatz zu Pantone nicht wirklich unterschiedliche Farben sind, sondern durch Überdrucken der eigentlichen Grundfarben entstehen. Dadurch werden 39 Nuancen pro Farbe erzeugt.

Weblink: www.hks-farben.de

HLC

HLC ist eine gut verständliche Darstellungsweise des CIELAB Farbraums. Das CIELAB-Farbmodell wurde 1976 von der Commission Internationale de l’Eclairage definiert. Es ist ein mathematisches Farbmodell, bei dem die spektralen Eigenschaften eines Objektes und die Wahrnehmungseigenschaften unseres Sehapparats miteinander verrechnet werden.

CIELAB (auch: Lab-Farben) hat sich bis heute überall durchgesetzt, wo es um exakte Farbberechnung geht, sei es in der Farbmessung, -rezeptur oder in den gängigen Betriebssystemen: Das Farbmanagement funktioniert üblicherweise über CIELAB.

Anstelle der rechtwinkligen Koordinaten für L, a und b können auch die CIELAB-Polarkoordinaten HLC verwendet.

Die vertikale L-Achse ist hierbei identisch.

Die horizontale Lage eines Farbortes wird hier bestimmt durch den Winkel H zur positiven a-Achse (im Gegenuhrzeigersinn und in der Einheit Grad) und den Radius C, den Abstand zur L-Achse.

HLC, auch LCh oder LCH(ab), steht für
• Hue (Farbton[-winkel])
• Lightness (Helligkeit)
• Chroma (Sättigung)

und ist viel leichter nachzuvollziehen als die abstrakten a- und b-Koordinaten, zu denen sich kaum jemand die entsprechende Farbe vorstellen kann.

Dieser Text stammt aus dem freieFarbe e.V. CIELAB HLC Colour Atlas, den Sie hier kostenlos herunterladen können.

HSB

HSB steht für Hue (Farbwert), Saturation (Sättigung) und Brightness (Helligkeit) und ist ein Farbsystem.
Weitere Namen für dieses System wären:
HSL, HLS, und HSV
Dieses Farbsystem ist wegen seiner Einfachheit recht beliebt.

Hydrophil

Bedeutet Wasseranziehend, feuchtigkeitsliebend (altgr. hýdor „Wasser“, phílos „liebend“). Hydrophile Oberflächen saugen Wasser auf und können also mit Wasser benetzt werden.

Hydrophob

Bedeutet Wasserabstoßend oder auch nicht Wasserlöslich (altgr. hýdor „Wasser“, phóbos „Furcht“). An hydrophoben Materialien perlt Wasser ab, ohne sie zu befeuchten.

ICC

Das International Color Consortium, kurz ICC, ist ein internationales Komitee, das für eine Standardisierung von Farbprofilen zuständig ist.
Seit der Gründung 1993 ist es das Ziel des ICC, die Standardisierung und Entwicklung offener, herstellerneutraler, plattformübergreifender Farbmanagementsysteme zu schaffen, zu fördern und zu unterstützen.
Weitere Informationen gibt es auf der ICC-Webseite.

Intermediate Binding

Unter einem „Intermediate Binding“-Workflow versteht man, wenn bei der Separation RGB Bilddaten in das Layout eingesetzt werden, und erst beim PDF-Export in die Druckdatei eine Farbraumseparation von RGB in den CMYK Ausgabefarbraum durchgeführt wird. Heute gilt das Intermediate Binding als ein klassischer Workflow für zügiges, medienneutrales layouten.

Meist werden beim Intermediate Binding die RGB Layoutdaten in PDF/X-3 oder auch PDF/X-1a Dateien ausgegeben.

Alternative Workflows sind das Early Binding und das Late Binding.

ISO 12647

Die ISO 12647 ist die für den Druck zuständige ISO Norm. In ihr werden die wichtigsten Eckpunkte für normierte, farbverbindliche Drucke definiert.

Die ISO 12647 gliedert sich in 8 Bereiche:

Die für den Probedruck zuständigen Vorgaben stehen also in der Norm ISO 12647-7. Die Jahreszahl hinter dem Doppelpunkt weist auf die aktuelle gültige Revision der Norm hin. Die ISO 12647-8 für den Validation Print wurde also im Jahr 2012 zuletzt aktualisiert.

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