shop.proof.de – Neue Verpackung für kleinformatige Proofs

proof.de Verpacken eines Proofs / Digitalproofs / Farbproofs in einen Schutzumschlag

Der Onlineshop shop.proof.de bietet ab sofort einen neuen Schutzumschlag für Proofs im Format bis A4+ an.

Die Proofs sind wie bisher in einer Filmschutzhülle aus Polyethylen verpackt, die die Proofs vor allem vor Feuchtigkeit schützt.

Zusätzlich zur Filmschutzhülle werden die Proofs jetzt von einem hochwertigen proof.de-Schutzumschlag in zwei  unterschiedlichen Größen je nach Format geschützt.

Der Schutzumschlag dient jedoch nicht nur als Knickschutz, sondern kann vom Besteller auch als „Auftragstasche“ verwendet werden. So kann der Umschlag mit Kunden- und Projektnamen und aktuellem Datum versehen werden. Praktisch besonders für die Archivierung oder den Weiterversand an eine Druckerei.

Alle Proofs, die über das Format A4+ hinausgehen, werden wie gewohnt knicksicher in einem Paket versendet.

Was ist Moiré? Und kann ich im Proof Moire erkennen?

Moiré Effekt

Der Moire-Effekt oder anders gesprochen, eine Rasterüberlagerung ist ein häufiges Phänomen in der Ansicht von Drucken. Es entsteht, wenn sich zwei gleichmäßige Muster ungleichmäßig überlagern.Moiré Effekt

Wann tritt Moiré auf?

Ein Moiré-Effekt entsteht immer dann, wenn sich Raster überlagern. Typische Beispiele:

  • Sie haben eine Zeitungsanzeige eingescannt und drucken sie in einer anderen Zeitung ab.
  • Sie drucken das Portrait eines Geschäftsführers, der ein Sakko mit feinem Hahnentrittmuster, ein kariertes Hemd und eine feingemusterte Krawatte trägt. Egal welches Druckverfahren, hier bricht garantiert komplettes Moiré-Chaos aus.
  • Ein Backsteingebäude wird im Offsetdruck wiedergegeben.
  • Die Fotografie eines Lüftungsgitters wird am Monitor betrachtet

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Komfortablerer Proof-Datenupload auf shop.proof.de

Die Proof Dateien sind geladen und können kontrolliert werden.

Die Proof Dateien sind geladen und können kontrolliert werden.Ansicht der Proof Dateien beim UploadSeit dieser Woche ist der Datenupload auf http://shop.proof.de noch komfortabler. Mehrere Dateien pro Artikel können jetzt nicht mehr nur einzeln, sondern auch zusammen hochgeladen werden. Dabei werden die Uploads nacheinander gestartet und hochgeladen. Nach dem kompletten Upload aller Dateien werden die Dateien wie gewohnt zur Kontrolle angezeigt. Sollte eine Datei fälschlicherweise geladen worden sein, kann das noch problemlos korrigiert werden. Erst durch Drücken des Buttons „Uploads fertig, Bestellung abschließen“ werden die Dateiuploads bestätigt und geprooft.

Insbesondere beim Bereitstellen zahlreicher Seiten zum Proof erleichtert die neue Funktionalität den Upload erheblich.

 

 

Reklamation wegen falscher Farbe: Ein zufälliger Vergleich von Flyeralarm und Flyerwire in Sachen Farbverbindlichkeit

Das Bild zeigt fünf Ansichten eine Visitenkarte: Flyerwire 1. Druck, Flyerwire 2. Druck, Flyerwire 3. Druck, Flyeralarm Druck, Proof von shop.proof.de

Vor kurzem haben wir eine Visitenkarte bei Flyerwire drucken lassen, da hier zwar für etwas mehr Geld als z.B. bei Flyeralarm auch – unserer Meinung nach – hochwertigere Visitenkarten geliefert würden. Das Ergebnis enttäuschte zum ersten Mal seit vielen Jahren: Die Farben waren im Vergleich zum Proof deutlich übersättigt, Vorder- und Rückseite nicht identisch sondern sehr unterschiedlich. Anhand des DCS Books haben wir in einem ersten Vergleich ermittelt, daß insbesondere im Magenta Bereich statt den vorgegebenen 70% zwischen 90% und 100% Magenta gedruckt wurden. Auch das Gelb schien deutlich übersättigt.

Nach einer Reklamation wurde die Karte 10 Tage später ein zweites Mal von Flyerwire geliefert. Jetzt deutlich besser, aber immer noch weit weg vom zertifizierten Proof. Insbesondere der helle Cremebereich war deutlich farbabweichend. Wir reklamierten ein zweites Mal und bestellten – rein aus Interesse – eine Visitenkarte bei Flyeralarm mit den identischen Druckdaten.

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EAN / GTIN Codes erstellen: Tipps für Grafiker

EAN / GTIN Barcode-Prüfung und Report bei shop.proof.de

EAN Codes gehören heute auf jedem Produkt zum Standard. Tippte gestern noch Tante Emma die Preise von Hand in eine Kasse, sind heute Scannerkassen die Regel, die standardisierte EAN Codes mit einem Laser abtasten und so den Artikel eindeutig erkennen und dem Kassenzettel hinzufügen.

EAN übrigens steht für „European Article Number“, also Europäische Artikel Nummer und wurde 2009 durch das globale GTIN, „Global Trade Item Number“ abgelöst. Die EAN bzw. GTIN ist ein Strichcode, der maschinell gelesen werden kann und von Barcode Lesegeräten ausgelesen werden kann.

Für Grafiker in Europa im Produktbereich wichtig sind primär zwei Standards aus der fast unendlichen Vielzahl der weltweit verbreiteten EAN Codes. EAN 13 und EAN 8, also ein Strichcode aus entweder 13 oder 8 Zahlen. Was bedeuten diese Zahlen eigentlich?

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Abschlussprüfung Mediengestalter 2013: Probleme beim Proof von CMYK plus HKS 37 K

Abschlussprüfung Mediengestalter: Probleme mit HKS Sonderfarbe: Screenshot Adobe Acrobat Pro

Deutschlandweit absolvieren die Auszubildenden zum Mediengestalter/in Digital und Print ihre Abschlussprüfungen im Bereich Print. Die Aufgabenstellung sieht in diesem Jahr eine Bildretusche eines CMYK Bildes vor, bei dem die Farbe der Bluse von weiß auf HKS 37 K verändert werden soll. An sich eine gute Aufgabenstellung, die die zukünftigen Mediengestalterinnen und Mediengestalter vor eine lösbare und gute Aufgabe stellt.

Seit 2010 müssen die Abschlussprüfungen zusammen mit dem Fogra Medienkeil 2.0 entweder als farbverbindlicher Proof eingereicht werden, oder der Prüfling soll sich laut ZFA Medien (Zentral-Fachausschuss Druck und Medien) „vor der Ausgabe seiner Prüfungsarbeit von der korrekten gerätespezifischen Kalibrierung des Ausgabegerätes überzeugen“, was kaum ein Prüfling realistisch leisten kann. Und so landen jedes Jahr die Abschlussarbeiten der Auszubildenden Mediengestalter bei Reprostudios und Proof-Dienstleistern und werden dort professionell geprooft.

Der Wortlaut der ZFA Anforderungen an die Proofs für Abschlussprüfungen finden Sie hier.

In diesem Jahr jedoch sind bei der Abschlussprüfung der Mediengestalter erstmals nicht Daten in CMYK, sondern als fünffarbige Daten in CMYK plus HKS 37 K gefordert. Dabei besonders kritisch: HKS 37 K soll als Stofffarbe in ein CMYK Bild integriert werden und eine weiße Bluse in HKS 37 umfärben.

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Proofs bestellen: shop.proof.de ist online

shop.proof.de Startseite

shop_proof

Ab sofort können sie bei proofs.de bequem Proofs bestellen:

Unter shop.proof.de steht Ihnen unter shop.proof.de ein komfortabler Online Shop mit zahlreichen Vorzügen zur Verfügung:

  • Bequemer Datenupload: Zu jedem Artikel können jetzt eine oder mehrere Dateien hochgeladen werden. So können Sie Ihre Daten direkt den einzelnen Proofs zuordnen.
  • Zahlung per Paypal, Lastschrift, Rechnung etc.: Ihnen stehen auf shop.proof.de mit Paypal und Lastschrift mehr Zahlungsarten zur Verfügung. Natürlich können Sie auch weiterhin bequem Proofs auf Rechnung bestellen.
  • Vorherige Bestellungen, Rechnungen, Datenuploads einsehen: Sie können jederzeit Ihre vorherigen Bestellungen überprüfen, die Rechnungen dazu aufrufen und die hochgeladenen Daten dazu nachvollziehen.
Natürlich können Sie auch weiter wie gewohnt über farbproofs.de bestellen. Zwei Shops, ein Ergebnis: Hervorragende Proofs

Der Proof ist viel dunkler als das Bild auf meinem Monitor. Warum?

Oft sind Kunden verunsichert, wenn Sie einen Proof in den Händen halten. „Der Proof des BIldes ist viel dunkler, als das Bild auf meinem Monitor aussieht. Warum ist das so? Und was tue ich jetzt?“

Für eine Abweichung zwischen Proof und z.B. der Monitordarstellung gibt es viele mögliche Gründe:

  • Der Monitor ist nicht kalibriert
    Nur kalibrierte Monitore können auch Farbe akkurat darstellen. Wenn ich einen billigen Monitor kaufe und an meinen Computer anschließe, kann ich definitiv keine reelle Farbe sehen. Als Faustregel gilt: Nur ein hardwarekalibrierter Monitor hat eine Chance auf korrekte Farbe.
  • Der Monitor ist zwar kalibriert, aber die Farben sehen dennoch anders aus
    Ein Monitor unter 1.000 Euro kann meistens nicht auf gute Farbdarstellung für den Standardfarbraum ISOCoated V2 kalibriert werden, weil er einen zu geringen Farbumfang hat. Nur echte Proof Monitore sind auch auf die Darstellung der proofbaren Farben ausgelegt und dafür geeignet. Wirklich gut für den grafischen Einsatz sind Monitore meist dann, wenn sie den Farbraum Adobe-RGB zu nahezu 100% abdecken können, weniger geeignet sind Monitore, die zumindest den kleineren sRGB Farbraum noch darstellen können. Aber an manchen Stellen ist der sRGB Farbraum kleiner als ISOCoatedV2, es gibt dann also einige kleinere Farbbereiche, die auf einem Proof dargestellt werden können, aber am Monitor nicht.
  • Der Monitor ist werkskalibriert, aber auf D65
    Viele Monitore sind auf sRGB als Farbraum ausgerichtet, und werden daher auf D65 Tageslicht kalibriert, da der Monitor auf den sRGB Farbraum und die Darstellung im Internet ausgerichtet ist. Für die Abstimmung mit einem Proof muss der Monitor aber auf D50 Normlicht kalibriert werden. Auch dadurch kann es zu Abweichungen zwischen Proofdruck und Monitordarstellung kommen.
  • Der Proof wird nicht unter D50 Normlicht betrachtet
  • Gerade im Winter sind die Lichtbedingungen oft schlecht. Und Glühlampen, Energiesparlampen und konventionelle Neonröhren liefern nur eine sehr schlechte Farbdarstellung. Ohne D50 Lichtquelle kann ein Proof nicht immer korrekt beurteilt werden. Wir staunen oft selbst über diese farblichen Veränderungen: Wir schneiden unsere Proofs in einem Raum mit D50 Deckenbeleuchtungen nach dem aktuellen ISO 3664:2009 Standard, aber an den Schneidegeräten haben wir noch Schreibtischlampen mit Vollspektrum-LED-Birnen im Einsatz, da es dafür keine Normlicht-Birnen gibt, wir aber eine sehr gut ausgeleuchtete Arbeitsfläche am Schneidegerät brauchen. Wenn wir aber den Proof visuell prüfen wollen, dann müssen wir immer zu unserer Just Normlicht D50 Proofstation gehen, die mit hellen Normlichtröhren ausgestattet ist und Tageslicht sowie andere Lichtquellen abschirmt. Wir sind hier oft selbst erstaunt, wie unterschiedlich die Farbdarstellung zwischen Schneideplatz und Normlichttisch ist.
  • Die Farbeinstellungen in der Software sind falsch
    Oftmals wird die Bildbearbeitungssoftware wie Photoshop einfach ohne Anpassungen installiert und genutzt. Dabei entsprechen die gewählten Farbprofile oft nicht den Profilen, nach denen geprooft wird. Apfel-Shift-K bei Macintosh bzw. Steuerung-Shift-K bei Windows zeigen Ihnen Ihre Profileinstellungen in Photoshop an, die sie öfter für ihre Anwendungen prüfen und diese anpassen sollten. Speziell bei Proofs auf Naturpapieren zeigt Ihnen Ihre Software mit einem Bilderdruckprofil als Farbeinstellung ein sehr abweichendes Ergebnis an, da ja auf Naturpapieren keine so gesättigten und dunklen Farbtöne wie auf Bilderdruckpapier erreicht werden können.

Generell kann kein Patenrezept für die korrekte Darstellung von Proofs zum Monitor gegeben werden. Ist aber ein Proof mit UGRA/Fogra Medienkeil CMYK V3.0  und Prüfprotokoll versehen ist die Chance hoch, daß er sehr präzise die in der Datei enthaltenen Farben reproduziert. Entspricht Ihr Monitorbild nicht dem Proof, liegt der Fehler zumeist bei einer der oben genannten Ursachen. Die Ursachenliste oben kann Sie bei der Fehlersuche unterstützen. Gerne empfehlen wir Ihnen hier auch das Cleverprinting Handbuch PDF/X und Colormanagement, das Sie bei Cleverprinting kostenlos als niedrigaufgelöste PDF-Version laden können, oder dort und bei uns im Shop auch bestellen können. Es zeigt in vielen Beispielen anschaulich die Grundlagen für korrektes Farbmanagement.

Mein Kunde möchte eine Blechdose bedrucken. Pantone? CMYK? Kann man das im Proof simulieren?

Anfragen wie der Proof einer bedruckten Blechdose erreichen uns häufig. Warum lässt sich eine solche bedruckte Dose denn nicht „proofen“.

Ein Proof ist ein standardisiertes Produkt. Nehmen wir z.B. einmal den klassischen ISOCoatedV2 Proof; den Standardproof für Bilderdruckpapier. Hier lautet die Definition in Kürze:

„Papiertyp 1 und 2, glänzend und matt gestrichen Bilderdruck, Tonwertzunahmekurven A (CMY) und B (K) aus ISO 12647-2:2004“ (Quelle: farbproofs.de)

Auf Metall wird mit einem Lack gedruckt. Weder die Farbe des Metalls der Blechdose noch die Farbigkeit der Lacke sind klar definiert, von der Dicke des Lackauftrages und dem Druckverfahren, in dem der Lack appliziert wird (Digitaldruck / Siebdruck, Tampondruck etc.) ist ebenfalls nicht definiert.

Ein Kontrakt Proof bezieht sich auf sehr enge Toleranzen und genau festgelegte Rahmenbedingungen. Dazu zählt nicht nur die densitometrische und farbmetrische Referenz der Druckfarbe, sondern zum Beispiel auch das Papierweiß, das im Proof sehr exakt simuliert wird. Aus genau diesem Grund gibt es auch keinen Proof für Recycling Papier: Die Papiere und Papierweißen sind einfach so unterschiedlich, daß sich keine einheitliche, normierte „Farbe“ eines Recycling-Papieres definieren lässt. Von klassischem Recyclingpapier mit neutralgrauer oder gelblichgrauer Färbung bis zu de-inkten, nahezu weißen Recycling Papieren ist am Markt alles erhältlich. Nur eben nicht als Standard.

Ein Proof bezieht sich daher immer auf den Offsetdruck oder den Tiefdruck unter standardisierten Bedingungen. Veränderte Oberflächen wie Metall oder veränderte Papierfarben wie Recycling oder hochwertige Imagepapiere mit Einschlüssen oder der Druck auf bunten Papieren sind bislang nicht standardisiert und daher auch nicht proofbar.

Ein Proof ohne Profil. Geht das?

An Proofdienstleister wird oft die Frage gestellt: „Ich muss einen Proof machen lassen, weiß aber nicht, für welches Profil. Kann ich auch einen Proof ohne Profil erstellen lassen?“

Proofs sind normierte Produkte, die nach einem bestimmten Satz an Werten erstellt werden und geprüft werden. Genau das ist auch der Punkt, der sie von irgendwelchen „bunten Ausdrucken“ unterscheidet.
Konkret: Ein Proof für Bilderdruckpapier wird nach den Normwerten von ISOCoated V2 hergestellt (Papiertyp 1 und 2, glänzend und matt gestrichen Bilderdruck, Tonwertzunahmekurven A (CMY) und B (K) aus ISO 12647-2:2004) und nach einem Wertesatz überprüft (FOGRA39L). Ein Proof für Naturpapier (z.B. PSOUncoated oder ISOUncoated) wird nach ganz anderen Wertesätzen hergestellt und überprüft. Logisch, denn ein Druck auf einem Naturpapier sieht nachvollziehbar in Sachen Buntheit und Weißwert definitiv anders aus, als ein Druck auf Bilderdruckpapier.

Ein Proof muss daher immer nach einer Norm erstellt sein und nach einem Referenzwertesatz überprüfbar sein. Eine Liste der aktuellen Proof Profile (Stand 2012) finden Sie hier.

Das Problem: Zahlreiche Druckverfahren wie z.B. ein Digitaldruck auf einem Farblaser oder ein Druck auf einem Large-Format-Printing System (LFP) sind nicht normiert und daher gibt es dafür keine gültigen Profile und Spezifikationen.

Was also tun? Als „De Facto Basis“ hat sich der am häufigsten verwendete Standard durchgesetzt: ISOCoated V2.

Das ist verständlich, denn farbkritische Drucke, Kataloge etc. werden überwiegend im Offsetdruck auf Bilderdruckpapier hergestellt und unterliegen daher diesem Standard. Daher geht man überwiegend auch davon aus, daß sich z.B. ein Digitaldrucker oder ein LFP-Drucker an diesem Standard orientieren sollte, und mindestens dieses Farbergebnis erreichen sollte.

Wenn Sie also einen Proof erstellen müssen, aber über keine genauen Angaben zu dem benötigten Profil verfügen, dann proofen Sie im Zweifel ISOCoated V2. Das hat sich in der Branche als am häufigsten eingesetzter Standard durchgesetzt und wird daher stets als Basis Proof akzeptiert werden.

Ein Proof ohne Profil kann leider nicht hergestellt werden, denn das wäre eben nur „buntes Papier aus einem Proofsystem“, aber kein valider, ISO-konformer Proof.

Papierweiß Simulation von PSOUncoated

Seit 2009 ist PSOUncoated das geltende Standard Profil für ungestrichenes Naturpapier. Dennoch haben Proof-Dienstleister oft das Problem, daß sich Proofs auf PSOUncoated auf den ersten Blick oftmals deutlich vom Druckergebnis unterscheiden. Sofort sichtbar: der Weißpunkt des Papieres.

Das PSOUncoated Papierweiß wirkt sehr gräulich. Wenn z.B. auf einem EFI 9120 XF Papier, das als Papier eigentlich eine neutrale weiße Färbung hat, PSOUncoated geprooft wird, dann muss das Papier vom Drucker in Sachen Papierweiß nachgefärbt werden. Durch diese Papierweiß Simulation wirkt der Proof „gräulich“ und und oftmals nicht wie das wirkliche Auflagenpapier „hochweiß“. „Das kann ich meinem Kunden nicht hinlegen“ hören Proof Dienstleister oft von den Agenturen und Designern, die Proofs in Auftrag geben. Und offen gesagt: Auch der Druck auf einem weißen Naturpapier wird vom PSOUncoated Proof Ergebnis je nach gewähltem Papier deutlich abweichen.

Manche Proof Dienste proofen daher auch heute noch Naturpapier nach ISOUncoated, da hier der Papierton deutlich weißer und nicht so gräulich ist. Das wird aber mittelfristig nicht über die Misere hinwegtragen: PSOUncoated ist der gängige Standard, nach dem sich auch die ProzessStandard Offsetdruck zertifizierten Druckereien richten. Aber im Drucksaal offenbaren sich oftmals die Unterschiede zwischen Norm und Realität. Wenn dann noch das neue D50 Normlicht nach ISO 3664:2009 mit höheren UV-Anteilen zur Begutachtung am Drucktisch zum Einsatz kommt, dann lassen sich oft Proof und Druckergebnis nur noch sehr schlecht aufeinander abstimmen. Und diese Problematik wird aufgrund der langen Normierungszeiträume auch noch eine ganze Zeit die Begleiterin von Druckereien und Proof-Dienstleistern sein.

Wofür ein Proof? Die 8 wichtigsten Gründe für einen Proof!

proof.de Verpacken eines Proofs / Digitalproofs / Farbproofs in einen Schutzumschlag
  1. Ein Proof ist beruhigend:
    Der Proof zeigt das Farbergebnis des späteren Druckes.
    Der Kunde kennt das spätere Ergebnis anhand des Proofs genau und ist beruhigt.
    Der Drucker weiß, daß der Kunde den Proof kennt und ist ebenfalls beruhigt.
  2. Ein Proof ist schnell:
    Heute bestellt, morgen geliefert: Moderne Proofdienstleister wie proof.de arbeiten schnell und produzieren kaum Zeitverlust beim proofen im Entwurfs- und Druckprozess
  3. Ein Proof ist präzise:
    Alle professionellen Dienstleister proofen heutzutage mit Proof Druckern, die in kurzen Abständen neu kalibriert werden. Über einen Medienkeil mit Prüfprotokoll gibt es zudem einen klaren messtechnischen Beweis, daß der Proof korrekt und ihm Rahmen der Normabweichungen ist.
  4. Ein Proof ist billig:
    Früher verlangten Reprostudios oft fast 30 Euro für einen DIN A4 Proof. Heutzutage kostet das nur noch einen Bruchteil. Im Produktionsprozess fallen die Proofkosten kaum ins Gewicht.
  5. Ein Proof zeigt auch die Farben, die der Monitor nicht zeigt:
    In den meisten Agenturen sind hardwarekalibrierte Proof-Monitore Mangelware. Und  TFTs oder alte Röhren zeigen zwar Farben, aber leider irgendwelche. Ein Proof bildet auch Farben ab, die Standard-Monitore nicht darstellen können, die aber gedruckt werden können.
  6. Ein Proof simuliert Zeitungsdruck wie Bilderdruck.
    Wenn die gleiche Anzeige im Hochglanzprospekt für den Messestand, in den Messenachrichten und in der Sonderbeilage in der örtlichen Tageszeitung für die Messe erscheinen soll, dann können die drei unterschiedlichen Farbergebnisse vorab im Proof hervorragend simuliert und dargestellt werden. Und wer weiß: Vielleicht lässt der Kunde den Hausprospekt aufgrund des Proofs dann doch auf Bilderdruck statt auf Naturpapier drucken, oder wählt für die Zeitungsanzeige ein anderes Motiv. Der Proof zeigt’s.
  7. Ein Proof kann CMYK und mehr!
    Moderne Proofsysteme können bis zu 98% aller Pantone-Farben und HKS-Farben im Proof darstellen.  Dadurch können nicht nur vierfarbige, sondern auch fünf, sechs und mehrfarbigen Dateien geprooft werden. Oft wird heute zweimal geprooft: Einmal in CMYK plus Hausfarbe in Pantone und einmal in CMYK und Hausfarbe in CMYK. Kunde und Agentur können dann entscheiden, ob ihnen das Farbergebnis den Aufpreis im Druck für die fünfte Farbe wert ist.
  8. Ein Proof ist aus Papier.
    Genau wie das Produkt, das er simuliert. Ein Proof kann neben den Druck gelegt und unter Normlich verglichen werden. Und zur Kontrolle kann man beide ans Tageslicht tragen, im Kerzenlicht betrachten und vieles mehr. Ein Softproof kann das alles nicht.

Soweit die erste unvollständige Liste. Sie kennen weitere gute Gründe? Wir freuen unsüber jeden Kommentar und arbeite gerne weitere Punkte ein.

Softproof – Chance oder Risiko?

Softproof heißt: Die farbrichtige Darstellung eines Druckerzeugnisses an einem Monitor. Dabei kann sowohl ein genormter Druck z.B. nach ProzessStandard Offsetdruck simuliert werden – also z.B. ein späterer Offsetdruck nach ISOCoatedV2 farbrichtig am Bildschirm simuliert werden – als auch die Ausgabe auf digitalen Endgeräten wie LFP-Systemen in der Werbetechnik.

Technisch gesehen sind Softproofs heutzutage gut beherrschbar. Die Monitortechnologie ist weit genug fortgeschritten, um hervorragende Displays mit hohem Farbraum und konsistenter Ausleuchtung auch schon für wenige Tausend Euro zur Verfügung zu stellen. Dabei können z.B. Monitore in zwei Niederlassungen eines Unternehmens so aufeinander abgestimmt werden, daß an beiden Orten das auf den Monitoren angezeigte Ergebnis einander exakt entspricht, also ein Bildbearbeiter in Hamburg und einer in München sich über die Retusche der gleichen Datei unterhalten können.

Das Problem: Daß die beiden Monitore das identische Farb- und Lichtergebnis aussenden kann präzise kontrolliert werden. Daß der Kollege in Hamburg an einem Nordfenster auf die neblige Alster schaut, während der Kollege in München bei Sonnenschein den Monitor an ein Südfenster in Richtung Isar gerückt hat, zeigt bereits das Problem: Die Umgebungsvariablen, unter denen der Softproof betrachtet wird, sind nicht identisch.

Noch schwieriger wird es, wenn der Softproof im Drucksaal eingesetzt werden soll, um den Auflagendruck abzustimmen. So bieten zwar zahlreiche Firmen wie JUST moderne Lösungen an, die einen Softproof direkt an der Druckmaschine zur Verfügung stellen können. Ungelöst ist aber das Problem, daß der Softproof bis unter einem zehntel der Helligkeit betrachtet werden sollte, als der Druck aus der Maschine. Waren für die Drucker bislang Helligkeiten von 2000 Lux Standard, so schreibt JUST jetzt: „Der Vergleich von Softproofs auf Monitoren mit Drucken und Hardproofs wird gemäß der ISO 12646 geregelt. Die Lichtbedingungen entsprechen grundsätzlich ISO 3664, jedoch muss die Helligkeit an die begrenzte Leuchtdichte des Monitors angepasst werden, die idealerweise > 120 cd / qm ist. “

An der Druckmaschine entstehen daher zwei Szenarien: Entweder steht der Drucker „im Licht“ und kann dann den Druck mit einem auf Papier gedruckten Kontrakt Proof abstimmen, oder er steht „im Dunklen“ und kann den Druck mit dem Softproof abstimmen. Zur Schwierigkeit der Abstimmung zwischen Papier und Monitor – und das sind zwei gänzliche unterschiedliche und nur schwer vergleichbare Medien – kommt also noch die Schwierigkeit, daß der Drucker das Licht zur Farbbeurteilung an der Maschine um bis zu Faktor 10 dimmen muss, damit er in der Lage ist, sowohl einen Kontrakt-Proof als auch einen Softproof am gleichen Arbeitsplatz abzustimmen. Das scheint aus heutiger Sicht nicht wirklich praktikabel zu sein.

Fazit: Der Softproof ist Chance und Risiko zugleich. Er ist auf dem Vormarsch und wird sicher aus Geschwindigkeits- und Kostengründen früher oder später den klassischen Kontrakt-Proof aus dem Markt verdrängen. Aufgrund der großen lichttechnischen und haptischen Unterschiede zwischen Monitor und dem beleuchteten Blatt Papier ist aber eine verbreitete Einführung noch in weiter Ferne. Denn wer einmal an einer Druckmaschine eine Farbstimmung durchgeführt hat kann sich vorstellen, daß ein Abgleich zum Kontrakt Proof auf der einen Seite und zu einem Softproof-Monitor auf der anderen Seite zeitgleich nur schwer vorstellbar ist.  Der Kontrakt Proof wird daher auch in der näheren Zukunft erste Wahl bleiben müssen, um im Drucksaal die farbverbindliche Abmusterung des Druckergebnisses durchführen zu können.

Profile für den Proof einbetten? Ja oder Nein?

Oftmals stellt sich die Frage, ob Farbprofile in den PDF-Dateien für den Proof eingebettet werden sollen.

Um die Frage zu beantworten, muss ein wenig ausgeholt werden: Der Proof soll den späteren Offsetdruck simulieren. Für den Offsetdruck wurden bislang mit wenigen Ausnahmen die Belichter so konfiguriert, daß ein 70% schwarz in der Datei als 70% schwarz auf der Druckplatte wiedergegeben wird, egal was für ein Profil in der Datei angegeben war. Auch ob Bilderdruck oder Naturpapier war egal: 70% in der Datei entsprachen 70% auf der Platte, die Papierauswahl ergab die Farbdarstellung.

Dem hat sich auch der Proof angepasst: Die meisten Proof-Dienstleiter ignorieren eingebettete CMYK Profile und tun es damit ihren Druck-Kollegen gleich. Auch bei Graustufen werden die Profile meist ignoriert und die Graustufe einfach dem CMYK Schwarz zugeordnet. Somit werden alle CMYK und Graustufen Daten einfach so interpretiert, als wären sie im Ausgabefarbraum erstell worden. Wird nach „ISOCoated V2“ geproof, werden alle Bilder als solches behandelt, und wird nach „PSOUncoated“ geprooft, dann sind die CMYK Bilder eben in diesem Farbraum angelegt.

Das tut bei der Großzahl der zu proofenden Dateien hervorragende Dienste. Problematisch sind nur RGB Farben, die in den Daten enthalten sind.
Da der RGB Farbraum erheblich größer ist als die meisten CMYK Farbräume muss hier klar sein, aus welchem Farbraum nach welchen Kriterien in CMYK konvertiert werden soll. Die meisten Proofdienstleister geben hier einen Farbraum vor, aus dem sie standardmäßig konvertieren, sollte kein RGB Farbraum definiert sein. Das kann zu Schwierigkeiten führen: Viele Proof Studios wählen z.B. ECI-RGB als Farbraum, da er groß und auf den Offsetdruck optimiert ist; die meisten Bilder von Digitalkameras kommen allerdings aus sRGB und diese Farbräume unterscheiden sich erheblich. Daher ist es wichtig, daß der RGB Farbraum für einen Proof eingebettet wird, da ansonsten im Normalfall die Proofsoftware einen Farbraum für die Umwandlung in den zu proofenden CMYK Farbraum wählt; und dieser Farbraum ist zumeist nicht derjenige, in dem die Daten erstellt würden.

Prüfbarkeit von EAN Codes im Proof

Je nach gewählter Einstellung werden die EAN Linien in Proofs glatter oder auch weniger glatt dargestellt. Gut erkennbar ist, dass die Module durch viele Farben aufgebaut werden und speziell innerhalb der schmalen schwarzen Linien ein erheblicher Breitenzuwachs stattfindet. Normalerweise sollte ein schmaler schwarzer EAN Balken der Breite des weißen Zwischenraumes entsprechen.

An Proof-Dienstleister wird immer häufiger die Anforderung gestellt, „prüfbare“ EAN-Codes, also Barcodes im Proof darstellen zu können.

Der Hintergrund dazu ist, daß insbesondere die großen Discounter wie Aldi, Lidl, Hofer & Co. bei ihren Lieferanten vorab einen Verpackungsproof zur Freigabe sehen wollen. Dieser Verpackungsproof wird nicht nur visuell nach Farben beurteilt, sondern auch die Lesbarkeit der aufgedruckten EAN Codes wird über ein Messgerät ausgewertet und muss bestimmten Kriterien genügen: Symbolkontrast, Modulation, Decodierbarkeit, Defekte, Blemish: All das wird gemessen und mit Noten bewertet.

Je nach gewählter Einstellung werden die EAN Linien in Proofs glatter oder auch weniger glatt dargestellt. Gut erkennbar ist, dass die Module durch viele Farben aufgebaut werden und speziell innerhalb der schmalen schwarzen Linien ein erheblicher Breitenzuwachs stattfindet. Normalerweise sollte ein schmaler schwarzer EAN Balken der Breite des weissen Zwischenraumes entsprechen.
Je nach gewählter Einstellung werden die EAN Linien in Proofs glatter oder auch weniger glatt dargestellt. Gut erkennbar ist, dass die Module durch viele Farben aufgebaut werden und speziell innerhalb der schmalen schwarzen Linien ein erheblicher Breitenzuwachs stattfindet. Normalerweise sollte ein schmaler schwarzer EAN Balken der Breite des weißen Zwischenraumes entsprechen.

Für die Werbeagentur oder die Reproanstalt, die diese Daten aufbereitet birgt das zwei unterschiedliche Risiken: Zum einen werden – laut unseren Informationen – in den meisten Fällen die Proofs nicht unter D50 Normlicht betrachtet, sondern unter TL84 – also dem Licht, unter dem die Verpackung auch in der späteren Verkaufssituation zu sehen sein wird. Das ist einerseits nachvollziehbar, findet doch der Verkaufsprozess unter TL84 und nicht unter der Normlichtleuchte eines Druckers statt. Andererseits kann nicht verbindlich unter TL84 retuschiert werden, da aufgrund des Spektralverhaltens von „Standard“-Neon kein so reproduzierbares und „farbverbindliches“ Ergebnis wie unter D50 produziert werden kann. Zudem steht in den wenigsten Betrieben eine Farbabmusterungsbox mit D50 und TL84 zur Verfügung, die es in der Farbretusche ermöglicht, das Ergebnis unter beiden Lichtbedinungen zu betrachten.

Zum zweiten werden die geproofen EAN Codes über ein Messgerät eingemessen und nach ihrer mechanischen Lesbarkeit geprüft. War noch vor einigen Jahren ein Andruck für solche Prüfungen der Standard, wird heute meistens der Digitalproof herangezogen, da dieser ja wesentlich preiswerter ist. Doch die Hersteller von Proof-Software haben bislang stets nur auf die Darstellung von Farbe, nie aber auf die Prüfbarkeit von schwarz-weißen Linien geachtet.

Speziell bei EFI Proofs, aber auch bei GMG Color werden meist die Linien der EAN Codes so wiedergegeben, daß sie zwar in der Farbigkeit exakt dem Schwarzwert des geforderten Profiles entsprechen, bei der Prüfung werden aber je nach Disziplin nur Schulnoten von 3 oder gar 4 erreicht. Die meisten Scannerkassen könnten diese Barcodes noch ohne Probleme lesen und verarbeiten. ALDI Süd oder auch Hofer mit hauseigeen EAN-Codes fordern aber in allen Disziplinen mindestens eine Schulnote 2. Ergebnis: Die Proofs fallen alle durch das Prüfraster der Discounter. Insbesondere die Decodierbarkeit der EAN Codes war den Proof Herstellern wohl bislang eher egal.

Nach eingehenden Tests scheinen die Breitenzunahmen der EAN-Balken im Digitalproof und die Unschärfe dieser Balken das größte Problem für die Prüfbarkeit der Codes zu sein. Proof.de hat gemeinsam mit einem der Prüfunternehmen für Barcodes eine Lösung entwickelt, die es ermöglicht, nach den strengen ALDI Normen prüfbare EAN Codes zu drucken, die auch den gängigen Proof-Normen entsprechen. Ein Proof reicht also zur Farbabstimmung und zur Prüfung der EAN Nummern gleichermaßen aus. Die EAN muss aber dazu eigens erstellt und bearbeitet werden. Das kostet immer noch weit weniger als ein konventioneller Andruck, aber zufriedenstellend ist das nicht.  Die Hersteller von Proofsoftware wie EFI und GMG Color sind daher aufgerufen, die Berechnung von schwarz-weißen Liniendarstellungen in Schrift und EAN Codes zu verbessern.

Stand bislang immer nur die Farbverbindlichkeit im Vordergrund, werden zunehmend vom Proof auch Leistungen abgefordert, die bislang eher dem Andruck vorbehalten waren. Bei Kosten von 5-10 EURO für einen Digitalproof im Format DIN A4 und 150-300 EURO für einen Andruck im selben Format das aber auch mehr als verständlich.

Einen Artikel mit Tipps für die Erstellung von EAN / GTIN Codes für Grafiker und die Problematik der Prüfbarkeit von EAN und GTIN Codes für z.B. Aldi, Hofer, Lidl und Co finden Sie hier.

Welche Daten sollte ich zum proofen geben?

Ein Proof eignet sich für zwei Arten der Farbkontrolle: Zum einen während der Erstellungs- bzw. Retuschephase, um z.B. ein farbretuschiertes Bild noch einmal mit dem Original abzugleichen, und zum zweiten zur Kontrolle der finalen Daten direkt vor dem Druck.

Für Kontrollproofs während der Datenerstellung eines Projektes ist das Datenformat meist egal. Ob PDF, JPEG, TIFF; EPS, PS oder sogar PSD … zahlreiche Proof Firmen akzeptieren eine Vielzahl von Datenformaten. Wichtig für eine korrekte Beurteilung des Ergebnisses ist aber, daß in dem Farbraum geproof werden muss, in dem auch später das Druckprodukt erstellt wird. Daten für ein Briefpapier sollten also unbedingt in ISOUncoated oder PSOUncoated geprooft werden, während auf Bilderdruckpapier gedruckte Erzeugnisse in ISOCoatedV2 geprooft werden sollten. Für gelbliches Papier, Zeitungspapier oder für den Tiefdruck existieren eine Vielzahl weiterer Profile, für die ein Proof hergestellt werden kann. Eine gute Übersicht über die gängigen Proof-Profile finden Sie hier. Wichtig ist auch, daß das Proof-Format und das endgültige Druckformat nicht zu stark voneinander abweichen. Nur so ist eine korrekte Überprüfung möglich.

Wenn die Broschüre fertig gelayoutet oder die Katalogproduktion abgeschlossen ist, dann sollte zur finalen Kontrolle durch den Kunden noch einmal ein Proof erstellt werden. Dieser Proof wird dann mit exakt den Daten erstellt, die auch an die Druckerei gesendet werden. Meist handelt es sich hierbei um eine PDF X/3:2002 Datei, da diese das bevorzugte Datenformat von Druckereien ist. Werden die Seiten mit Beschnittmarken und Beschnitt an die Druckerei geliefert, dann sollten die Proofs eigentlich genau so erstellt werden. Die fertigen Proofs können dann zum ersten als Freigabe für den Kunden verwendet werden, und zum anderen für die Kontrolle des O.K.-Bogens in der Druckerei herangezogen werden. So wird in der Druckerei sichergestellt, daß nach dem Druck und der buchbinderischen Verarbeitung keine unangenehmen Überraschungen auf den Kunden (Wie sieht denn die Farbe aus???) oder den Drucker (Warum reklamiert der Kunde denn???) warten.

Kann man Sonderfarben proofen?

PANTONE Formula Guide Supplement

Da viele Drucksachen Sonderfarben wie Pantone oder HKS enthalten, stellt sich häufig die Frage, ob diese Farben überhaupt geprooft werden können. Die Antwort lautet „nein“. Es ist lediglich eine annähernde Simulation dieser Farben möglich.
Der Grund: Jede Sonderfarbe ist eine eigens angemischte, „echte“ Farbe und wird daher nicht aus den 4 Druckfarben (Cyan, Magenta, Yellow und Black) zu mischen sein.

Moderne Proofgeräte verfügen heute über bis zu 12 unterschiedliche Druckfarben, und haben neben den klassischen Primärfarben auch z.B. Orange und Grün als echte Farben im Gerät. Proofdrucker wie z.B. der Epson 7900 oder 9900 sind daher in der Lage, deutlich größere Farbräume als beispielsweise ISOCoatedV2 darzustellen. Die Sonderfarbsimulation in diesen Geräten ist daher bei der Ansteuerung über einen Contone Treiber, der auf den gesamten Farbraum des Proofdruckers zugreifen kann, teilweise sehr gut. Epson selbst spricht beispielsweise davon, daß „98% aller Pantone Farben“ wiedergegen werden können. Das darf zwar stark angezweifelt werden, aber eine Zahl von über 80% aller Pantone Farben ist aus unserer Sicht durchaus realistisch.

Früher wurden Pantone und HKS Farben von den Proofsystemen einfach nach CMYK umgewandelt und dann im Standard-Farbraum, also zumeist ISOCoatedV2 simuliert. Die Darstellung der Farben ist hier zumeist völlig unzureichend. Für die Wiedergabe von Pantone und HKS Farben in einem Proof ist es daher immens wichtig, einen modernen Proofdrucker mit vielen Farben und einem hohen Farbraum zu haben und eine moderne Proofsoftware, die auch in der Lage ist, den Farbraum präzise anzusteuern.

Unterschiede in der Qualität der Simulation von Sonderfarben sieht man den unterschiedlichen Drucksystemen schnell an: Druckt der Proofdienstleister mit einem älteren 6-Farben oder 8-Farben System (Cyan, Light Cyan, Magenta, Light Magenta, Yellow und Black bzw. Light-Black), werden Sonderfarben schlechter simuliert als z.B. mit einem modernen 11-farbigen System mit Cyan, Light Cyan, Orange, Yellow, Magenta, Light Magenta, Photo Black, Matte Black, Light Black, Light light Black und Grün.

Die höhere Simulationsqualität der Sonderfarben wird dadurch erzeugt, dass etwa Orange bereits als eigene Farbe vorhanden ist und nicht schon vor der Sonderfarbsimulation aus Magenta und Yellow gemischt werden muss.

Dabei muss natürlich gesagt werden, daß insbesondere im Bereich von Metallic oder Leuchtfarben Grenzen gesetzt sind; diese Farbtöne sind derzeit im Proof nicht reproduzierbar.

Kritisch ist auch die Vollton-Simulation von Abstufungen

In den Proofsysteme sind überwiegend nur die 100% Werte einer Pantone- oder HKS Farbe hinterlegt. Soll also z.B. ein Schrift-Logo mit 100% Farbauftrag einer Pantone-Farbe simuliert werden, ist das präzise und wird in den meisten Proof-Systemen gut dargestellt.

Schwieriger wird es aber schon, wenn das Logo neben 100% Flächen auch eine 30% Pantone Farbfläche enthält, da diese nicht im Proofsystem definiert ist, sondern vom Proofsystem simuliert wird. Dabei sind teilweise erhebliche Abweichungen von z.B. von HKS Rasterfächern festzustellen.

Noch schwieriger wird es, wenn z.B. auf einer 100% HKS Fläche ein Graustufen TIFF liegt und überdruckt. Für den grafischen Profi ist sofort nachvollziehbar, daß die HKS Fläche durch ein überdruckendes 30% Schwarz einfach an dieser Stelle dementsprechend dunkler werden muss. Die Proofsoftware muss diesen Effekt allerdings korrekt erkennen, korrekt berechnen und dann auch noch mit den vom Proofdrucker zur Verfügung stehenden 11 Farben korrekt simulieren. Daß hierbei unzählige Fehler entstehen können, ist schnell nachvollziehbar. Und die Königsdisziplin: 7-farbige Pantone-Dateien mit jeder Menge überlagernden und überdruckenden Pantone-Farben oder HKS-Farben mit überdruckenden CMYK-Elementen kann selbst von modernsten Proofsystemen bestenfalls gut geraten werden, aber keinesfalls farbverbindlich simuliert werden.

Die schlechte Nachricht ist also: Ein Proof mit Sonderfarben ist daher nach heutigem Stand der Technik niemals farbverbindlich und fällt je nach Proofsystem äußerst unterschiedlich aus.

Die gute Nachricht ist aber auch: Sonderfarben, insbesondere im Vollton, können heute von modernen Proofsystemen sehr gut simuliert werden. Ein modernes Proofsystem bietet daher auch die Möglichkeit, zu einem Bruchteil der Kosten eines Andrucks einen realistischen Eindruck von Sonderfarb-Drucken zu bekommen.

Schriften einbetten, in Pfade umwandeln oder rastern?

Um zwischen Kunden und Proofdienstleister einen sicheren Datenaustausch zu gewährleisten, müssen Schriften eingebettet, in Pfade umgewandelt oder gerastert sein. Dies stellt sicher, dass es exakt die gleiche Schriftart und exakt der gleiche Schriftschnitt ist und bleibt.

Wie mache ich das?

  • Bei InDesign und QuarkXPress wählen Sie beim Export der Daten den Standard PDF/X-3.
  • Bei Illustrator und Freehand markieren Sie die Schrift und wählen im Menü „Schrift in Pfade umwandeln“.
  • Bei Photoshop wählen Sie die Textebene, klicken rechts auf diese und wählen „Text rastern“.

Wofür dient der UGRA-Fogra Medienkeil 3.0?

Ugra/Fogra-Medienkeil V3.0 mit Prüfprotokoll

Jede Druckerei in Deutschland hält sich bei ihrer Arbeit an einem vordefinierten Standard, den ProzessStandard Offsetdruck. Dieser Standard definiert Soll- und Toleranzwerte von Druckprodukten. Um nachzuweisen, dass Ihr an die Druckerei gelieferter Proof diese Standards erfüllt bzw. sich innerhalb der Toleranzen befindet, wird im Zweifel – also im Streifall – der Medienkeil ausgemessen und die Werte analysiert. Sind diese gemessenen Werte in Ordnung, ist die Druckerei dazu verpflichtet, diese Werte auch einzuhalten und zu erreichen.

Die Praxis zeigt generell folgendes: Wollen Sie eine 4-seitige Imagebroschüre proofen und drucken lassen, so ist es meist ausreichend, einen einzigen Medienkeil unter die 4 Seiten drucken zu lassen. Ist der Medienkeil zusätzlich mit einem Prüfprotokoll versehen, ist die Farbverbindlichkeit für die Druckerei als Richtlinie direkt .
Wollen Sie jedoch auf Nummer sicher gehen, lassen Sie unter jede der 4 Seiten Ihrer Broschüre einen separaten Medienkeil (inkl. Prüfprotokoll) drucken.

UGRA/Fogra Medienkeil V3.0 CMYK X-Rite Spectroproofer ILS30 oben Spectroproofer ILS20 unten.

Wie farbverbindlich sind Proofs?

Ugra/Fogra-Medienkeil V3.0 mit Prüfprotokoll

Ein Proof wird nach der aktuell gültigen ISO-Norm 12647-7 erstellt und ist mit einem UGRA-Fogra Medienkeil und Prüfprotokoll farbverbindlich und rechtsverbindlich.

Wie funktioniert diese Überprüfung?

Benötigen Sie einen Proof mit UGRA/Fogra Medienkeil CMYK V3.0, gibt es zwei Möglichkeiten, wie das Prüfprotokoll unter Ihre Daten kommt.

  1. Bei Proofgeräten, in die ein Messgerät integriert ist, wird direkt unter die Proofdaten der Medienkeil mit 3×24 standardisierten Farbfeldern gedruckt. Dieser Medienkeil wird direkt im Proofgerät an eine Art „Föhn“ im Messgerät gefahren und dort getrocknet. Nach einigen Minuten Trocknung fährt der Medienkeil weiter und wird direkt im Proofer vermessen. Dies dauert einige Minuten. Die so ermittelten Messwerte werden an den Proofserver zurück geliefert und dort ausgewertet. Sind die Farbwerte korrekt und liegen innerhalb der Toleranzen der strengen ISO-Norm, wird anschließend direkt unter den Medienkeil ein Prüfprotokoll der Messung gedruckt, das Ihnen die Farbverbindlichkeit gemäß des ProzessStandard Offsetdruck garantiert.
  2. Bei Proofgeräten ohne integriertes Messgerät, wird lediglich der standardisierte Medienkeil unter die Proofdaten gedruckt. Eine Überprüfung findet nachträglich und außerhalb des Proofdruckers statt. So wird dann mit einem externen Messgerät der Medienkeil  vermessen und die Soll- und Toleranzwerte per Labeldrucker ausgegeben. Dieses Label wird anschließend direkt unter den Medienkeil geklebt.

Welchen Vorteil hat die automatisierte Erstellung und Prüfung des Medienkeiles direkt im Proofgerät?

  • Die Messung erfolgt automatisiert direkt nach dem Proofdruck, Messfehler durch manuelle Fehlbedienungen sind ausgeschlossen. Da das Prüfprotokoll nicht nachträglich „aufgeklebt“ wird, wie häufig noch üblich, sind Manipulationen ausgeschlossen.

Weitere Informationen zum Prüfprotokoll, dem Medienkeil sowie zur Arbeit und der Verantwortlichkeit der UGRA/Fogra finden Sie unter www.ugra.ch und www.fogra.org.

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